Glossar

N
NAD
Abkürzung von Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid
Das aus den zwei Nukleotiden – Nicotinamid und Adenin – bestehende Coenzym ist Überträgermolekül in zahlreichen Stoffwechselvorgängen der Zelle. Es überträgt Elektronen und Protonen. Da die Abgabe von Elektronen als Oxidation und die Aufnahme als Reduktion bezeichnet werden, löst NAD durch die Abgabe der Elektronen auf ein Molekül dort eine Reduktion aus. Man spricht deshalb insgesamt von Redoxreaktionen. Als NAD+ wird NAD bezeichnet, wenn es gerade keine Elektronen trägt, als NADH, wenn es Elektronen aufgenommen hat und deshalb in reduzierter Form vorliegt. NADPH ist die reduzierte Form des Coenzyms Nicotinamid-Adenin-Dinukletotid-Phosphat und unterscheidet sich von NADH dadurch, dass es eine Phosphatgruppe zusätzlich besitzt.
Nahlappenplastik
plastisch-chirurgisches Verfahren, bei dem ein Hautdefekt durch einen Hautlappen gedeckt wird, der aus der unmittelbaren Nähe in das zu verschließende Hautareal geschwenkt wird
Narkose
durch Medikamente herbeigeführter schlafähnlicher Zustand
Es handelt sich um eine Form der Anästhesie, die bei diagnostischen, chirurgischen und anderen therapeutischen Eingriffen angewendet wird. Bewusstsein und Schmerzempfinden sind dabei ausgeschaltet.
NAVA
kurz für neurally adjusted ventilatory assist; neues assistierendes intensivmedizinisches Beatmungsverfahren, bei dem das Beatmungsgerät durch die Impulse des eigenen Zwerchfells gesteuert wird
Damit bestimmt die Patientin oder der Patient durch den Atemantrieb selbst, wann und wie viel Unterstützung vom Beatmungsgerät abgefordert wird. Möglich ist dies durch eine spezielle Magensonde, welche die elektrische Aktivität des Zwerchfells erfasst und per Feedback Volumen und Stärke der unterstützenden Atmung reguliert.
Nävus
Leberfleck, Muttermal, harmlose Zellanhäufung auf der Haut
Am bekanntesten sind die angefärbten, braunen und mit Pigment angereicherten Zellnester. Aber auch Feuermale oder Blutschwämme zählen definitionsgemäß zu den Nävi.
Nebennieren
drüsige Organe, die am oberen Rand der Nieren liegen
Man unterscheidet das Mark, in dem Blutdruck regulierende Hormone gebildet werden, und die Rinde, die Hormone für Salzhaushalt, Zuckerhaushalt, Fettstoffwechsel und Vorstufen von Geschlechtshormonen produziert.
Nebenschilddrüse
auch Epithelkörperchen; etwa linsengroße endokrine Drüsen seitlich und hinter der Schilddrüse
In der Regel hat der Mensch vier Nebenschilddrüsen. Bei einer Überfunktion kommt es zur vermehrten Bildung von Parathormon, welches den Kalziumspiegel im Blut reguliert. Dies nennt man Hyperparathyreoidismus.
neoadjuvante Therapie
Therapie bei einer Krebserkrankung, die zur Reduktion der Tumormasse vor einem geplanten operativen Eingriff durchgeführt wird
In der Regel handelt es sich dabei um Chemotherapie, Strahlentherapie oder eine Kombination aus beidem (Radiochemotherapie). Häufig wird sie zur Verkleinerung eines nicht operablen Tumors eingesetzt mit dem Ziel, diesen dann doch noch operieren zu können.
Neonatologie
Teilgebiet der Kinderheilkunde, das sich mit den medizinischen Aspekten bei Früh- und Neugeborenen befasst