Glossar

P
Pathologie
Fachbereich der Medizin, der sich mit krankhaften Veränderungen körpereigener Strukturen und Organe befasst und durch mikroskopische Untersuchung von Gewebeproben genaue Krankheitseinordnung ermöglicht.
Pathomechanismus
der mit naturwissenschaftlichen Methoden erfassbare Ablauf eines Krankheitsprozesses von der ursächlichen zellulären Störung bis zu Krankheitssymptomen bei Patientinnen und Patienten
PCOS
kurz für polyzystisches Ovarial-Syndrom; häufigste Hormonstörung bei geschlechtsreifen Frauen
Die Ursache ist unbekannt. Es kommt zu einem Ungleichgewicht von männlichen zu weiblichen Sexualhormonen. Der Anstieg der männlichen Hormone führt zu unregelmäßigen Monatsblutungen, männlicher Behaarung, kleinen Zysten in den Eierstöcken und verminderter Fruchtbarkeit.
PCR
Abkürzung für Polymerase-Kettenreaktion (englisch polymerase chain reaction); enzymatisches Verfahren zur Vervielfältigung der DNA (Desoxyribonukleinsäure)
PCSK9-Inhibitor
unter die Haut verabreichter Wirkstoff, der das Gesamtcholesterin im Blut stärker als Tabletten senken kann
Die seit 2015 marktgängigen PCSK9-Inhibitoren entfalten ihre Wirkung, indem sie den Abbau der LDL-Rezeptoren verhindert. Über diese Andockstellen für Cholesterin in der Leber können somit viel mehr Moleküle gebunden, aus dem Blut in die Leber geschleust und dort abgebaut werden.
Peak-Flow Messung
Lungenfunktionsprüfung
Über ein kleines Gerät kann die maximale Strömungsgeschwindigkeit der Ausatemluft gemessen werden, die ein Gradmesser für verengte Atemwege ist. Das Peak-Flow-Meter wird häufig als Kontrollgerät im häuslichen Bereich bei Atemwegserkrankungen eingesetzt.
PEEP
kurz für Positive End Expiratory Pressure; Bezeichnung für den Druck in den Lungen nach einer Ausatmung
DIeser sollte leicht positiv sein, um den Gasaustausch zu erleichtern und ein Zusammenfallen der Lungenbläschen zu verhindern. Auch bei künstlicher Beatmung wird dieser Druck über Ventile gezielt aufrechterhalten.
PEG
kurz für perkutane endoskopische Gastrostomie
Zur künstlichen Ernährung wird eine Sonde durch die Haut der Bauchdecke in den Magen gelegt. Im Gegensatz zur Magensonde, die über Nase, Mund und Speiseröhre vorgeschoben wird, werden weder Schlucken noch Sprechen beeinträchtigt. Eine Variation ist der direkte Zugang in den Dünndarm (perkutane endoskopische Jejunostomie, PEJ). Zur Langzeiternährung kann die PEG- oder PEJ-Sonde durch eine aufblasbare Ballon-Austauschsonde ersetzt werden.
PEG-Sonde
künstlicher Zugang in Form eines Gummischlauchs durch die Bauchwand zum Magen, der meist der Ernährung der Patientin oder des Patienten dient
Die PEG-Sonde wird mit Hilfe eines endoskopischen Eingriffs (perkutane endoskopische Gastrostomie, kurz PEG) angelegt.