Aktuelle Pressemitteilungen

Infektionen bei Kindern: Deutschlands größte Fortbildung kommt nach Würzburg

Ende September wird Würzburg zum Treffpunkt der pädiatrischen Infektiologie: Beim ausgebuchten Infektiologischen Intensivkurs der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie diskutieren Fachleute aktuelle Erkenntnisse zu Infektionskrankheiten bei Kindern und Jugendlichen. Die wissenschaftliche Leitung übernehmen mit Prof. Dr. Johannes Liese und Privatdozent Dr. Johannes Forster zwei Experten aus der Würzburger Universitätsmedizin.

Der 28. Infektiologische Intensivkurs findet in der Würzburger Universität am Sanderring statt. Foto: Daniel Peter
Der 28. Infektiologische Intensivkurs findet in der Würzburger Universität am Sanderring statt. Foto: Daniel Peter

Würzburg. Der Infektiologische Intensivkurs (iiK) der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) gilt als Deutschlands größte Fortbildungsveranstaltung zu Infektionskrankheiten im Kindes- und Jugendalter: Mehr als 400 Teilnehmende – vorwiegend Kinderärztinnen und Kinderärzte aus Kliniken und niedergelassenen Praxen – haben sich für die diesjährige Neuauflage vom 24. bis 26. September in Würzburg angemeldet. Über 50 Referentinnen und Referenten vermitteln ihr Wissen und zeigen auf, wie sich aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse auf die bestmögliche Versorgung von Kindern mit Infektionskrankheiten übertragen lassen. 

Zum zweiten Mal unter Leitung der Würzburger Experten

Die wissenschaftliche Leitung des 28. Infektiologischen Intensivkurses haben Prof. Dr. Johannes Liese von der Kinderklinik und Poliklinik des Uniklinikums Würzburg sowie Privatdozent Dr. Johannes Forster vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg inne. Für beide ist es eine besondere Freude, die renommierte Veranstaltung erneut ausrichten zu dürfen. Bereits 2021 hatten sie den Kurs gemeinsam geleitet – damals aufgrund der Corona-Pandemie vollständig online. „Umso mehr freuen wir uns, den iiK nun in Präsenz und im besonderen Rahmen des Audimax der Universität Würzburg veranstalten zu können. Die unmittelbare Interaktion und der persönliche Austausch mit den Teilnehmenden sind wesentliche Bestandteile dieses Fortbildungsformats“, sagt Forster.

Bewährte Verfahren kritisch hinterfragen

Das Motto in diesem Jahr lautet „Alter Wein auf dem Prüfstand – Ist das Medizin oder kann das weg?“. „Damit stellen wir sowohl herkömmliche als auch neue diagnostische und therapeutische Vorgehensweisen zur Diskussion“, beschreibt Liese. Was ist wirklich sinnvoll – zum Beispiel welche der vielen diagnostischen Untersuchungen bieten Kindern mit Infektionen wirklich einen Mehrwert?

Im Fokus steht auch die erwünschte Reduktion des noch immer übermäßigen Einsatzes von Antibiotika: Wann sind sie tatsächlich notwendig, welches Präparat ist geeignet und wie lange sollte behandelt werden? Und ganz aktuell: Welche Unterstützung kann die künstliche Intelligenz hierbei leisten? 

Von schweren Infektionen bis zum Klimawandel

Weitere Schwerpunkte sind das frühzeitige Erkennen und Behandeln schwerer Infektionen und einer Sepsis. Darüber hinaus richtet die Veranstaltung den Blick auf neue und sich verändernde Herausforderungen, die sich unter anderem durch die Auswirkungen des Klimawandels auf das Auftreten und die Verbreitung von Infektionskrankheiten ergeben.

Tagungsort des iiK ist das Audimax der Julius-Maximilians-Universität, Sanderring 2 in Würzburg. Weitere Details zum Programm gibt es unter https://dgpi.de

Der 28. Infektiologische Intensivkurs findet in der Würzburger Universität am Sanderring statt. Foto: Daniel Peter
Der 28. Infektiologische Intensivkurs findet in der Würzburger Universität am Sanderring statt. Foto: Daniel Peter

Ausgezeichnete Forschung zur digitalen Rheuma-Therapie

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. zeichnet den Würzburger Rheumatologen Patrick-Pascal Strunz am 9. September 2026 in Leipzig mit dem Rudolf Schoen-Preis für den wissenschaftlichen Nachweis des therapeutischen Nutzens der App Axia bei axialer Spondyloarthritis aus.

Die drei Herren stehen in Anzügen auf der Kongressbühne, Preisträger Patrick-Pascal Strunz hält eine Urkunde in den Händen.
PD Dr. Patrick-Pascal Strunz (Mitte), Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie und Funktionsoberarzt am UKW, erhielt am 9. September 2026 auf dem Deutschen Rheumatologiekongress 2026 in Leipzig von Prof. Dr. Ulf Wagner (links), Kongresspräsident und Präsident der DGRH, den Rudolf Schoen-Preis. Die Laudatio hielt PD Dr. Marc Schmalzing, Leiter der Rheumatologie am UKW. © Rheumaakademie/CSB-Leipzig

Würzburg. Rheuma ist mehr als nur schmerzende Gelenke. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine Gruppe unterschiedlicher Erkrankungen, die häufig mit Entzündungen einhergehen und den Alltag der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Eine dieser Erkrankungen ist die axiale Spondyloarthritis (axSpA), die auch als Morbus Bechterew bekannt ist. Es handelt sich dabei um eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule betrifft und oft schon in jungen Jahren beginnt. Neben einer entzündungshemmenden medikamentösen Therapie spielt regelmäßige Bewegung eine zentrale Rolle – nicht nur in der Physiotherapie, sondern auch im Alltag. Genau dabei soll die App Axia Betroffene unterstützen – und kann dies laut aktueller Untersuchungen auch. 

App unterstützt Bewegung im Alltag 

„Axia reduziert die Krankheitsaktivität, verringert die Einschränkungen im Alltag und verbessert nachweislich die Funktionsfähigkeit und Lebensqualität der Betroffenen“, berichtet Privatdozent Dr. Patrick-Pascal Strunz. Der Rheumatologe vom Universitätsklinikum Würzburg hat den therapeutischen Nutzen der digitalen Gesundheitsanwendung in einer randomisiert-kontrollierten, deutschlandweiten Studie mit insgesamt 200 Patientinnen und Patienten mit axSpA belegt. In der Studie erreichte die Gruppe, die zusätzlich zur regulären medikamentösen Behandlung die App nutzte, deutlich bessere Ergebnisse als die Gruppe ohne App. Die Ergebnisse wurden gerade im Fachmagazin „Annals of the Rheumatic Diseases“ veröffentlicht (https://doi.org/10.1016/j.ard.2026.02.016, Zusammenfassung im paper place). 

Auch Beweglichkeit und Muskelkraft verbessern sich

Fast zeitgleich publizierte das Studienteam aus Würzburg im Journal „Therapeutic Advances in Musculoskeletal Disease“ (https://doi.org/10.1177/1759720X261453287) die Ergebnisse der ergänzenden 24-wöchigen Pre-Post-Studie. Darin wurden die Auswirkungen von Axia auf objektive Parameter wie Beweglichkeit, Kraft und bildgebende Befunde bei 32 Patientinnen und Patienten untersucht. Auch hier zeigte sich, dass sich die Beweglichkeit der Wirbelsäule und die Kraft der Rückenmuskulatur unter der Nutzung der App ohne relevante Sicherheitsbedenken verbesserten und die Krankheitsaktivität sich verringerte. 

Rudolf Schoen-Preis für Patrick-Pascal Strunz

Aufgrund seiner hervorragenden Forschungsarbeit zeichnete die Stiftung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. (DGRh) Patrick-Pascal Strunz auf dem Deutschen Rheumatologiekongress 2026 in Leipzig mit dem Rudolf Schoen-Preis 2026 aus. Der nach dem ersten Nachkriegspräsidenten der DGRh benannte Preis gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen der Gesellschaft. Er soll junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Rheumaforschung fördern und in ihrer Arbeit unterstützen.

Die Verleihung fand am 9. September im Rahmen der Eröffnung der 54. Jahrestagung der DGRh statt. Strunz teilt sich den mit 10.000 Euro dotierten Preis mit Dr. Christina Bergmann vom Universitätsklinikum Erlangen. Bergmann veröffentlichte neue Erkenntnisse zur Regeneration vernarbten Gewebes bei systemischer Sklerose. Somit haben beide Forschungsarbeiten unmittelbare Bedeutung für die Behandlung von Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

Über die App Axia: Axia wurde Anfang 2026 als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zugelassen und ist somit die erste App auf Rezept für eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die in der Regelversorgung in Deutschland verfügbar ist. Die digitale Therapiehilfe wurde von den Würzburger Medizinstudenten Maxime Le Maire und Tobias Heusinger sowie dem Informatiker Robert Leppich im Rahmen des Start-ups Applimeda in Zusammenarbeit mit der Rheumatologie des UKW und der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e. V. (DVMB). entwickelt. Sie richtet sich an Menschen mit axialer Spondyloarthritis (axSpA). Von Spondyloarthritiden sind in Deutschland rund 700.000 Menschen betroffen. Die chronische entzündlich-rheumatische Erkrankung befällt vor allem das Becken und die Wirbelsäule. Sie führt zu Rückenschmerzen und Steifheit. Die App soll Versorgungslücken bei der Bewegungstherapie und der strukturierten Patientenschulung schließen.

Publikationen:

Patrick-Pascal Strunz, Matthias Froehlich, Tobias Heusinger, Maxime le Maire, Anna Fleischer, Karsten Sebastian Luetkens, Patricia Possler, Michael Gernert, Hannah Labinsky, Ottar Gadeholt, Robert Leppich, Astrid Schmieder, Ludwig Hammel, Billy Sperlich, Hermann Einsele, Marc Schmalzing, An app-based nonpharmacological intervention improves patient-reported disease activity, functionality, and quality of life in patients with axial spondyloarthritis: a randomised controlled trial, Annals of the Rheumatic Diseases, 2026, ISSN 0003-4967, https://doi.org/10.1016/j.ard.2026.02.016.

Patrick-Pascal Strunz, Marc Schmalzing, Amelie Wüst, Patricia Possler, Tobias Heusinger, Maxime le Maire, Anna Fleischer, Thorsten Bley, Michael Gernert, Hannah Labinsky, Ottar Gadeholt, Robert Leppich, Astrid Schmieder, Ludwig Hammel, Billy Sperlich, Ann-Cathrin Koschker, Hermann Einsele, Matthias Froehlich, and Karsten Sebastian Luetkens. Association of an app-based intervention with improvements in mobility, trunk muscle strength and patient-reported disease activity in axial spondyloarthritis: a 24-week pre–post study. Therapeutic Advances in Musculoskeletal Disease. 2026;18. doi:10.1177/1759720X261453287

Die drei Herren stehen in Anzügen auf der Kongressbühne, Preisträger Patrick-Pascal Strunz hält eine Urkunde in den Händen.
PD Dr. Patrick-Pascal Strunz (Mitte), Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie und Funktionsoberarzt am UKW, erhielt am 9. September 2026 auf dem Deutschen Rheumatologiekongress 2026 in Leipzig von Prof. Dr. Ulf Wagner (links), Kongresspräsident und Präsident der DGRH, den Rudolf Schoen-Preis. Die Laudatio hielt PD Dr. Marc Schmalzing, Leiter der Rheumatologie am UKW. © Rheumaakademie/CSB-Leipzig

Konferenz zur chirurgischen Versorgung in Kriegszeiten

Wie können schwer verletzte Soldaten und Zivilisten unter Kriegsbedingungen bestmöglich chirurgisch versorgt werden? Dieser Frage widmet sich eine binationale Konferenz am Freitag, 6. November 2026, am Uniklinikum Würzburg. Fachleute aus Deutschland und der Ukraine bringen dabei ihre Erfahrungen aus unterschiedlichen chirurgischen Disziplinen ein.

 

Die chirurgische Versorgung in Kriegszeiten erfordert ein besonders breites Spektrum an medizinischer Expertise. © Pixabay

Würzburg. Explosions-, Schuss- und Brandverletzungen, Polytraumata sowie ausgedehnte Knochen- und Weichteildefekte stellen die Medizin in Kriegszeiten vor besondere Herausforderungen. Häufig sind mehrere Organe und Körperregionen gleichzeitig betroffen, die Behandlung erstreckt sich über verschiedene chirurgische Fachgebiete und mehrere Versorgungsstufen. Hinzu kommen erschwerte Evakuierungsbedingungen und die Frage, wie eine langfristige Versorgung und Rekonstruktion schwerster Verletzungen gelingen kann.

Mit diesen Themen beschäftigt sich die Konferenz „Multidisziplinäre chirurgische Versorgung der Zivilisten und verletzten Soldaten in Kriegszeiten“ am Freitag, 6. November 2026, am Uniklinikum Würzburg (UKW). Die von der Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Thorakale Gefäßchirurgie organisierte Veranstaltung findet von 8:30 bis 18:00 Uhr im Hörsaal des Zentrums Operative Medizin (ZOM), Oberdürrbacher Straße 6, statt.

Ukrainische und deutsche Erfahrungen zusammenführen

Im Mittelpunkt steht der fachübergreifende Austausch zwischen ukrainischen und deutschen Medizinerinnen und Medizinern. Die ukrainischen Fachleute berichten über Erkenntnisse, die sie bei der Behandlung von Kriegsverletzten unter den Bedingungen des seit 2022 andauernden Krieges gesammelt haben. Deutsche Expertinnen und Experten bringen unter anderem ihre Erfahrungen mit nach Deutschland evakuierten Patientinnen und Patienten sowie mit den Möglichkeiten und Grenzen ihrer weiteren Behandlung ein.

Das Programm verdeutlicht, wie breit das Spektrum der notwendigen medizinischen Expertise ist. Es reicht von der Herz-, Allgemein- und Viszeralchirurgie über die Neurochirurgie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie bis hin zur Intensiv- und Notfallmedizin. Thematisiert werden unter anderem die Versorgung von Polytraumata und deren Spätfolgen, komplexe Verletzungen innerer Organe, Verbrennungen und Weichteildefekte sowie rekonstruktive Verfahren. Auch die Entscheidung zwischen Extremitätenerhalt und Amputation sowie der Umgang mit multiresistenten Keimen spielen eine Rolle.

Von der Evakuierung bis zur langfristigen Versorgung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Versorgungskette schwer verletzter Soldaten und Zivilisten. Diskutiert werden die unterschiedlichen Etappen der Evakuierung und die Frage, wie die medizinische Behandlung über verschiedene Versorgungsstufen hinweg organisiert werden kann. Darüber hinaus richtet die Konferenz den Blick auf die Vorbereitung von Krankenhäusern in Deutschland auf mögliche Anforderungen im Rahmen der Bündnis- oder Landesverteidigung.

Die Teilnahme an der Konferenz kostet regulär 20 Euro. Wichtig ist eine Anmeldung bis zum 20. Oktober 2026 bei der Ukrainischen Ärztevereinigung in Deutschland (UÄVD) per E-Mail an orguaevd@ gmx.de. 

Weitere Details zu den Vortragsthemen und den Referierenden finden sich unter www.ukw.de/herz-thorax-chirurgie, Rubrik „Veranstaltungskalender“.

Text: Pressestelle / UKW
 

Die chirurgische Versorgung in Kriegszeiten erfordert ein besonders breites Spektrum an medizinischer Expertise. © Pixabay

MENTORING med ONE to ONE: Jetzt für die nächste Runde bewerben!

Im Januar 2027 startet die nächste Runde des Karriereprogramms MENTORING med ONE to ONE. Promovierte Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen der Würzburger Universitätsmedizin können sich bis zum 31. Oktober 2026 bewerben. Gleichzeitig werden erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gesucht, die den Mentees als Mentorinnen und Mentoren zur Seite stehen.

 

Logo Mentoring med zeigt ein Strichmännchen mit Doktorhut und einem Äskulapstag (ist ein von einer Schlange umwundener Stab, der als Symbol für Heilkunst und Medizin gilt).
Logo MENTORING med ONEtoOne

Würzburg. MENTORING med ONE to ONE ist ein gemeinsames Karriereprogramm der Medizinischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und des Universitätsklinikums Würzburg (UKW). Ziel ist es, den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Weg zur Habilitation und in Führungspositionen zu unterstützen. Teilnehmen können promovierte Ärztinnen sowie promovierte Wissenschaftlerinnen anderer Disziplinen an der Medizinischen Fakultät oder am UKW. Die neue Programmrunde läuft über zwei Jahre von Januar 2027 bis Januar 2029.

Individuelle Begleitung und starkes Netzwerk

Im Mittelpunkt steht eine individuelle Mentoring-Beziehung: Während einer Matchingphase finden die Mentees mit Unterstützung der Programmleitung eine passende Mentorin oder einen passenden Mentor. Anschließend arbeiten beide im Tandem an den persönlichen Karrierezielen der Mentee. Ergänzt wird diese individuelle Begleitung durch regelmäßige Netzwerktreffen, den Austausch in Kleingruppen sowie ein umfangreiches Begleit- und Qualifizierungsprogramm. Workshops und Trainings vermitteln unter anderem Kompetenzen zu Zeit- und Selbstmanagement, wissenschaftlichen Vorträgen, Führung und Konfliktmanagement, Forschungsförderung, Bewerbung und Berufung sowie Resilienz. 
Das Mentoring versteht sich dabei ausdrücklich als Ergänzung zur fachlichen Betreuung. Die Mentees profitieren vom Erfahrungswissen ihrer Mentorinnen und Mentoren, erhalten Zugang zu wissenschaftlichen Netzwerken und können ihre Karriereplanung gezielt weiterentwickeln.

Auch Mentorinnen und Mentoren gesucht

Für die neue Runde werden zugleich habilitierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Forschung und Lehre der Universität und des UKW gesucht, die ihre Erfahrungen an den wissenschaftlichen Nachwuchs weitergeben möchten.

Die neue Programmrunde beginnt am 27. Januar 2027 mit einer Auftaktveranstaltung. Bewerbungen von Mentees sind bis zum 31. Oktober 2026 möglich. Benötigt werden unter anderem Bewerbungsbogen, Lebenslauf, Motivationsschreiben sowie eine Übersicht über Publikationen und wissenschaftliche Leistungen. Die persönlichen Auswahlgespräche finden im November und Dezember 2026 statt. 

Weitere Informationen, Bewerbungs- und Registrierungsunterlagen finden sich unter go.uniwue.de/med-mentoring. Ansprechpartnerin ist Programmleiterin Sibylle Brückner, Tel. 0931 201 53850 oder 0151 22151622, E-Mail: Brueckner_S3@ ukw.de 

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Kolloquium nimmt Reisemedizin in den Fokus

Das Universitätsklinikum Würzburg lädt am Samstag, 10. Oktober 2026, zum 4. Würzburger Kolloquium Infektiologie & Tropenmedizin ein. Im Mittelpunkt der ärztlichen Fortbildung stehen aktuelle Fragen rund um Impfungen und Reisemedizin – von neuen Impfoptionen über Impflücken bis zu besonderen Anforderungen bei älteren oder vorerkrankten Reisenden.

 

Bei dem Truck trägt das Führerhaus das Muster eines Zebras.
Das Kolloquium beschäftigt sich mit Impfungen und Reisemedizin in der Praxis. © Andreas Müller / UKW

Würzburg. Reisemedizin ist ein ausgeprägtes medizinisches Querschnittsthema: Von Impfmedizin und Infektiologie über Innere Medizin und Pädiatrie bis hin zu Arbeits-, Notfall- und Tropenmedizin kann das Wissen unterschiedlicher Fachdisziplinen in eine individuell abgestimmte Beratung einfließen. Welche Expertise gefragt ist, hängt unter anderem vom Reiseziel, vom Alter und Gesundheitszustand, von Vorerkrankungen sowie von der Art und Dauer der geplanten Reise ab.

Wie vielfältig die relevanten Themen sind, zeigt das Programm des 4. Würzburger Kolloquiums Infektiologie & Tropenmedizin am Uniklinikum Würzburg (UKW). In den Vorträgen am Samstag, den 10. Oktober 2026, sprechen die Expertinnen und Experten des UKW beispielsweise durch Mücken übertragene Infektionen wie Dengue und Chikungunya sowie Tollwut und Hepatitis an. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit Impflücken im Kindes- und Jugendalter sowie mit besonderen Anforderungen an Impfungen bei Menschen über 60 Jahren, bei hämato-onkologischen Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen. Auch parasitologische Aspekte des Reisens werden diskutiert.

Impflücken und Impfskepsis im Blick

Über die klassische Reisemedizin hinaus greift die Fortbildung aktuelle Herausforderungen der Impfmedizin auf, wie zum Beispiel die aktuell zunehmende Impfskepsis.
Veranstaltet wird das Kolloquium vom Schwerpunkt Infektiologie/Tropenmedizin der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW. Es richtet sich an Ärztinnen und Ärzte und bietet neben den Fachvorträgen Gelegenheit zur Diskussion und zum kollegialen Austausch.

Termin und Anmeldung

Das 4. Würzburger Kolloquium Infektiologie & Tropenmedizin „Impfungen und Reisemedizin in der Praxis“ findet ab 9:00 Uhr im Hörsaal 1 des Zentrums Operative Medizin (ZOM), Oberdürrbacher Straße 6, statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung bis spätestens 2. Oktober 2026 per E-Mail an fortbildung.infa@ukw.de wird gebeten. Fortbildungspunkte werden bei der Bayerischen Landesärztekammer beantragt. Das detaillierte Programm findet sich unter www.ukw.de/medizin2, Rubrik „Veranstaltungskalender“.

Teil einer guten Reisevorbereitung

Die Reiselust ist ungebrochen: 67,7 Millionen Urlaubsreisen unternahmen die Deutschen im Jahr 2025. Mehr als jede sechste Reise führte dabei außerhalb Europas. Gleichzeitig nimmt nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts und von Fachgesellschaften mehr als die Hälfte der Reisenden in Risikogebiete keine professionelle reisemedizinische Beratung in Anspruch. Dabei bilden die Überprüfung und gegebenenfalls Aktualisierung der Standardimpfungen sowie eine individuell auf das Reiseziel abgestimmte Beratung zu speziellen Reiseimpfungen die Grundlage einer guten gesundheitlichen Reisevorbereitung.


Text: Pressestelle / UKW
 

Bei dem Truck trägt das Führerhaus das Muster eines Zebras.
Das Kolloquium beschäftigt sich mit Impfungen und Reisemedizin in der Praxis. © Andreas Müller / UKW

Mit Ausdauer für die Krebsforschung

Hobby-Triathlet Niklas Karl hat seine Teilnahme an der Datev Challenge Roth mit einer Spendenaktion zugunsten der Stiftung „Forschung hilft“ verbunden. Im Andenken an eine verstorbene Freundin sammelte der gebürtige Unterfranke 6.880 Euro für die Krebsforschung am Universitätsklinikum Würzburg.

 

Drei Personen, die vor einem Roll-Up stehen und einen Spendenscheck in der Hand halten.
Bei der Spendenübergabe am Uniklinikum Würzburg (von links): Triathlet Niklas Karl mit Gabriele Nelkenstock und Prof. Dr. Hermann Einsele, beide von der Stiftung „Forschung hilft“. © Samantha Baumeister / UKW

Würzburg. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und zum Abschluss ein Marathon über 42,2 Kilometer: Die Datev Challenge Roth zählt zu den bekanntesten Triathlon-Veranstaltungen der Welt. Am 5. Juli 2026 stellte sich auch Niklas Karl dieser enormen sportlichen Herausforderung. Der 1998 geborene Hobby-Triathlet stammt aus dem Landkreis Würzburg, lebt heute in Augsburg und trainiert dort bei der TG Viktoria. Nach knapp elf Stunden lief er im Ziel ein – und hatte damit nicht nur sportlich viel erreicht.

Im Andenken an eine enge Freundin

Denn Niklas Karl hatte seine Teilnahme mit einer persönlichen Mission verbunden. Der Verlust einer engen Freundin, die an Krebs erkrankt war, hatte ihn tief geprägt. Sie war von der Arbeit von „Forschung hilft“, der Stiftung zur Förderung der Krebsforschung am Universitätsklinikum Würzburg (UKW), überzeugt. Ihr Wunsch war es, dass nach ihrem Tod anstelle von Blumenschmuck für ihr Grab Geld an die Stiftung gespendet wird.

In ihrem Andenken entschied sich Niklas Karl, auch seine Teilnahme an der Challenge Roth in den Dienst der guten Sache zu stellen. „Mir war es wichtig, die sportliche Herausforderung mit etwas zu verbinden, das über meine eigene Leistung hinausgeht und meiner verstorbenen Freundin viel bedeutet hat“, sagt Karl.

Auch äußerlich machte er bei der Challenge auf sein Anliegen aufmerksam: Auf seinem Wettkampfanzug waren neben dem Logo seines Vereins und dem des Sponsors Selgros, eines Non-Food- und Lebensmittel-Großhändlers, auch das Logo von „Forschung hilft“ zu sehen.

Knapp 7.000 Euro über Crowdfunding

Über ein Crowdfunding rief Karl zu Spenden für die Krebsforschung am UKW auf. Bekannt machte er seine Benefizaktion vor allem über seine Kontakte per WhatsApp und Instagram. Der überwiegende Teil der Spenderinnen und Spender stammt aus seinem näheren Umfeld. Auf diese Weise kamen 6.880 Euro zusammen.

Am 7. September dieses Jahres übergab Niklas Karl die Spende am UKW an Gabriele Nelkenstock, die Vorsitzende des Stiftungsrates von „Forschung hilft“, und das Stiftungsratsmitglied Prof. Dr. Hermann Einsele.

„Diese Aktion berührt uns ganz besonders, weil sie persönliches Gedenken, außergewöhnlichen sportlichen Einsatz und die Unterstützung der Krebsforschung miteinander verbindet“, sagt Nelkenstock. „Dass Niklas Karl so viele Menschen für die Spendenaktion gewinnen konnte, zeigt, wie viel man gemeinsam bewegen kann.“

Auch Prof. Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik II des UKW und international renommierter Krebsexperte, dankt dem Triathleten sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern: „Fortschritte in der Krebsmedizin beruhen ganz wesentlich auf intensiver Forschung. Spenden wie diese helfen dabei, vielversprechende wissenschaftliche Ideen voranzubringen und daraus langfristig neue Möglichkeiten für die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten zu entwickeln.“

Wer die Stiftung „Forschung hilft“ (www.forschung-hilft.de) unterstützen will, kann auf folgendes Konto eine Spende überweisen: 

Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mainfranken 
IBAN: DE19 7905 0000 0000 0655 65
BIC: BYLADEM1SWU

Text: Pressestelle / UKW
 

Drei Personen, die vor einem Roll-Up stehen und einen Spendenscheck in der Hand halten.
Bei der Spendenübergabe am Uniklinikum Würzburg (von links): Triathlet Niklas Karl mit Gabriele Nelkenstock und Prof. Dr. Hermann Einsele, beide von der Stiftung „Forschung hilft“. © Samantha Baumeister / UKW

Neuer Benefiz-Krimi fördert das geplante Angehörigenhaus

Am 9. September 2026, erscheint der neue Benefiz-Krimi von Prof. Dr. Alexander Meining. Das verkaufsabhängige Autorenhonorar spendet der am Uniklinikum Würzburg tätige Mediziner an den Verein „Hilfe im Kampf gegen Krebs“ für das Projekt „Zentrum für Patienten- und Angehörigenbegleitung am Rotkreuzhof“.

 

Porträt Prof. Dr. Alexander Meining. Im Hintergrund ist verschwommen ein Gebäude zu sehen.
Prof. Dr. Alexander Meining hat mittlerweile eine ganze Reihe von historischen beziehungsweise zeitgeschichtlichen Würzburg-Krimis verfasst. © Elke Kunkel, Würzburg
Cover Narzissen am Glagenberg. Im Hintergrund sieht man die Festung. Die Brücke ist eingestürzt und wurde mit einem Stahlgerüst verbunden. Im Vordergrund stehen mehrere Militärfahrzeuge, die ein Schiff beladen.
Das Buch „Narzissen am Galgenberg“ spielt im Würzburg der unmittelbaren Nachkriegszeit. © Gmeiner Verlag

Würzburg. Prof. Dr. Alexander Meining, Freizeitschriftsteller und stellvertretender Direktor der Medizinischen Klinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW), setzt seine Serie von Benefiz-Romanen fort. Heute, am 9. September 2026, erscheint beim Gmeiner Verlag der Band „Narzissen am Galgenberg“. 
Das verkaufsabhängige Autorenhonorar spendet Meining dieses Mal an „Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.“, um damit das vom Würzburger Verein geplante Zentrum für Patienten- und Angehörigenbegleitung am Rotkreuzhof zu unterstützen. Das Projekt will in dem historischen Anwesen in Würzburg-Oberdürrbach Wohnen auf Zeit mit Beratung, psychosozialer Unterstützung und Begegnung verbinden. „Der Kontakt und die Nähe zu Angehörigen geben Patientinnen und Patienten gerade dann Halt, wenn er am dringendsten benötigt wird. Angehörigenwohnungen leisten damit einen wichtigen Beitrag zu ganzheitlicher Versorgung und guter Genesung“, begründet der Professor für Gastroenterologie sein Engagement. Weitere Details zum Vorhaben des Angehörigenhauses finden sich unter www.kampfgegenkrebs.de/angehoerigenhaus.

Zum Inhalt der Neuerscheinung

„Narzissen am Galgenberg“ schließt inhaltlich an das Buch „Der alte Mann vom Main“ an. Im Jahr 1946 liegt Würzburg in Trümmern, die Bevölkerung hungert. Als in der amerikanischen Kaserne am Galgenberg eine junge Frau mit aufgeschlitzter Kehle gefunden wird, drohen Unruhen. Die Lage verschärft sich, als eine weitere Leiche auftaucht, bei der es sich um die Freundin des ersten Opfers handelt. Beide Frauen wurden mit Narzissen geschmückt. Inspektor Gerhard Mehling ermittelt gemeinsam mit Colonel John Schmidt, dem Leiter der US Military Police, unter Altnazis, einsamen US-Soldaten und verblendeten Krankenschwestern.

Das 224 Seiten starke Buch kostet 14 Euro.

Wer das geplante Zentrum für Patienten- und Angehörigenbegleitung am Rotkreuzhof unterstützen will, kann außerdem auf das folgende Konto spenden: 
Hilfe im Kampf gegen Krebs e.V.
Sparkasse Mainfranken Würzburg
IBAN: DE46 7905 0000 0000 0686 68
www.kampfgegenkrebs.de 

Text: Pressestelle / UKW
 

Porträt Prof. Dr. Alexander Meining. Im Hintergrund ist verschwommen ein Gebäude zu sehen.
Prof. Dr. Alexander Meining hat mittlerweile eine ganze Reihe von historischen beziehungsweise zeitgeschichtlichen Würzburg-Krimis verfasst. © Elke Kunkel, Würzburg
Cover Narzissen am Glagenberg. Im Hintergrund sieht man die Festung. Die Brücke ist eingestürzt und wurde mit einem Stahlgerüst verbunden. Im Vordergrund stehen mehrere Militärfahrzeuge, die ein Schiff beladen.
Das Buch „Narzissen am Galgenberg“ spielt im Würzburg der unmittelbaren Nachkriegszeit. © Gmeiner Verlag