Bereits zum 34. Mal wird der von Papst Johannes Paul II. eingeführte Welttag der Kranken begangen. Papst Leo XIV. richtet wie auch seine Vorgänger eine Botschaft an die Menschen, die von Krankheit betroffen sind, die kranke Menschen begleiten und pflegen.
In seiner Botschaft ruft der Papst dazu auf „hinzuschauen“, sich dem Leid der Menschen nicht zu verschließen, der Gleichgültigkeit nicht die Oberhand zu geben. Diese Hinwendung drückt sich in einer konkreten Geste aus, z.B. im Verbinden von Wunden, im Zuhören und im einfach Dasein können. Der Papst schreibt: „Die Familienangehörigen, die Nachbarn, das Personal wie auch die Seelsorge im Gesundheitswesen und viele andere, die innehalten, sich nähern, pflegen, Lasten tragen, begleiten und von ihrem Besitz geben, verleihen dem Mitgefühl eine soziale Dimension. Diese Erfahrung, die sich in einer Beziehungspflege verwirklicht, geht über das rein individuelle Engagement hinaus.“
Menschen, die sich zuwenden, tun dies in der Regel nicht, um einen Dank zurück zu bekommen, sondern aus eigener Motivation. Diese Form der Zuwendung zeigt, dass Begegnung auf Augenhöhe – unabhängig von der Profession – eine würdige Begegnung zweier Menschen ist, egal ob krank oder nicht.
Als Seelsorgende nehmen wir diesen Auftrag des Hinhörens, sich Menschen in Not zuzuwenden an und wissen uns im Universitätsklinikum Würzburg verbunden mit allen anderen Mitarbeitenden, die dies jeden Tag selbstverständlich tun.