Aktuelle Pressemitteilungen

Uniklinikum Würzburg: Herzlicher Abschied für die Leiterin der Berufsfachschule für Krankenpflege

Gesine Hilse, die langjährige Leiterin der Berufsfachschule für Krankenpflege am Uniklinikum Würzburg, tritt ihren wohlverdienten Ruhestand an.

Gruppenbild mit Gesine Hilse, (Mitte, in Grün)
Gesine Hilse, die scheidende Leiterin der Berufsfachschule für Krankenpflege am Uniklinikum Würzburg (Mitte, in Grün), bei der Abschiedsfeier im Kreis ihrer Kolleginnen und Kollegen. Bild: Jutta Beuschel / Uniklinikum Würzburg

Vor 35 Jahren, im Jahr 1984, startete Gesine Hilse als Lehrkraft an der Berufsfachschule für Krankenpflege am Uniklinikum Würzburg (UKW). 1995 wurde sie zur leitenden Lehrschwester ernannt, ab 2009 bestimmte sie als Leiterin die Geschicke der Berufsfachschule. Dabei prägte sie nicht nur die Ausbildung am UKW, sondern auch die Krankenpflegeausbildung in ganz Bayern entscheidend mit. So war sie unter anderem als Mitglied der Lehrplankommission tätig. Zum 1. Oktober 2019 trat sie ihren wohlverdienten Ruhestand an.

Abschiedsfeier mit vielen Lobesworten

Bei der Abschiedsfeier am 26. September  unterstrich die große Gästezahl, wie angesehen Gesine Hilse im Kollegium, bei ihren Vorgesetzten und nicht zuletzt auch bei den Beschäftigten des UKW war und ist. Der leitende Regierungsschuldirektor der Regierung von Unterfranken, Norbert Kornder, betonte in seiner Ansprache ihren großen Erfahrungsschatz und ihre immer zukunftsorientierte Arbeitshaltung. Auch Dr. Rainer Schua, der leitende Medizinaldirektor bei der Regierung von Unterfranken, stellte die langjährige, hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Gesine heraus. Im Namen des gesamten Klinikums bedankte sich Bettina Steinmetz, die Leiterin der Personalabteilung des UKW, für die stets konstruktive und partnerschaftliche Kooperation, die vom Willen geprägt war, den Schülerinnen und Schüler eine bestmögliche Ausbildung zu bieten.

Engagiert, vorrausschauend, herzlich

Die Schulleiterin des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe, Oberstudiendirektorin Christine Hildebrandt, sowie die Kolleginnen und Kollegen an der Berufsfachschule bedauern sehr, dass mit Gesine Hilse eine engagierte und vorausschauende, vor allem aber sehr herzliche Leiterin und Kollegin das Schulzentrum verlässt.
Dennoch – oder gerade deshalb – wünschte das gesamte Schulzentrum Gesine Hilse bei der Abschiedsfeier für ihren Ruhestand alles erdenklich Gute und vor allem Zeit für die Dinge, die aufgrund ihres enormen beruflichen Einsatzes bisher zu kurz kamen.
Seit Anfang Oktober hat Frank Engels die kommissarische Leitung der Berufsfachschule für Krankenpflege.

Drei Partner – ein Ziel: Kooperationsvertrag besiegelt Zusammenarbeit zwischen Universitätsklinikum und Selbsthilfe

Pressemitteilung der Stadt Würzburg und des Universitätsklinikums Würzburg vom 09. Oktober 2019

Unterzeichnung der Kooperationsverträge zum „Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus“
Unterzeichnung der Kooperationsverträge zum „Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus“: von links nach rechts vorne sitzend: Sozialreferentin Dr. Hülya Düber, Prof. Ertl (UKW), Oberbürgermeister Christian Schuchardt, hinten stehend: Christian Holzinger, Susanne Wundling (beide Aktivbüro), Andreas Selig (Paritätischer Wohlfahrtsverband Bezirksverband Unterfranken), Gabriele Nelkenstock (externe Selbsthilfebeauftragte UKW), Dr. Renate Fiedler, Dorothea Eirich (beide Selbsthilfe-Vertreterinnen), Kathrin Speck (Paritätischer Wohlfahrtsverband Bezirksverband Unterfranken). Foto: Claudia Lother

Die Selbsthilfekontaktstellen des Aktivbüros der Stadt Würzburg und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Unterfranken e. V., sowie rund 40 Selbsthilfegruppen aus Würzburg erreichten gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Würzburg ein großes Ziel: Das UKW darf sich zukünftig „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ nennen.

Diese Auszeichnung wird vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung in Berlin verliehen. Voraussetzung ist die Erarbeitung von Maßnahmen, um die acht definierten Qualitätskriterien in eine Umsetzung zu bringen.

Oberbürgermeister Christian Schuchardt zeigte sich höchst erfreut über die Kooperation: „Die empathische Expertise, wie sie durch die Selbsthilfe geleistet werden kann, hat einen hohen Stellenwert und kann die medizinischen Leistungen eines forschungsorientierten Universitätsklinikums ergänzen.“ Auch Sozialreferentin Dr. Hülya Düber brachte ihren Dank und ihre Wertschätzung für die geleistete Arbeit zum Ausdruck: „Diese Kooperation war mir von Anfang an ein Herzensanliegen und ich bin sehr stolz, dass die Selbsthilfe so gut beim Universitätsklinikum aufgenommen und strukturell verankert wird.“

In vier Qualitätszirkeln arbeiteten hierfür Vertreterinnen und Vertreter aus Selbsthilfegruppen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Selbsthilfe-Kontaktstellen und des Klinikums zusammen. Erarbeitet wurden Maßnahmen, wie die Selbsthilfe im Klinikum gut sichtbar werden kann und wie die Teilnahme an Selbsthilfegruppen empfohlen werden kann. Prof. Georg Ertl, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums ist dankbar: „Auch eine intensivere Zusammenarbeit der Selbsthilfe mit unserem Klinikum wurde angebahnt“.

Hierbei sind viele sehr wertvolle und ganz konkrete Ergebnisse erzielt worden. Beispielsweise stellt eine Informationsbroschüre die Selbsthilfe und die vorhandenen Anlaufstellen vor. Auch in das Entlassmanagement wurde die Selbsthilfe aufgenommen und ist auf dem hierfür vorgesehenen Flyer benannt. Zudem konnten indikationsspezifische Selbsthilfegruppen Kontakt zur jeweiligen Klinik bzw. zum jeweiligen Zentrum bekommen, um eine direkte Vernetzung und Zusammenarbeit aufzunehmen.

Auch auf der Homepage des Universitätsklinikums ist die Selbsthilfe für Patienten und Angehörige auffindbar. Ein Imagefilm stellt die Zusammenarbeit vor und zeigt, wie das Erfahrungswissen der Selbsthilfe-Aktiven für das Fachwissen der Klinik von Nutzen sein kann.

Nach drei Jahren geprüfte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen

46 Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschule für Krankenpflege am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum für Gesundheitsberufe Würzburg feierten ihr bestandenes Examen.

Die in diesem Jahr in Würzburg examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger/innen
Die in diesem Jahr in Würzburg examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger/innen plus Gratulantinnen und Gratulanten. Bild: Florian Geißler / Uniklinikum Würzburg

In diesem Jahr bestanden 40 Schülerinnen und sechs Schüler der Berufsfachschule für Krankenpflege am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum für Gesundheitsberufe in Würzburg erfolgreich ihr Examen. Als Prüfungsvorsitzender überreichte der Leitende Medizinaldirektor bei der Regierung von Unterfranken, Dr. Rainer Schuà, in einer Feierstunde die Prüfungszeugnisse und Urkunden.

Für das Examen unterzogen sich die jungen Frauen und Männer einer dreitägigen schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Das praktische Examen wurde auf den Stationen des Uniklinikums Würzburg abgelegt. Gerade bei Letzteren konnten die Prüflinge die Anwendung der erworbenen beruflichen Handlungskompetenzen unter Beweis stellen.
Die gesamte Ausbildung dauerte drei Jahre mit über 2.500 Stunden in der Praxis und über 2.100 Stunden im theoretischen Teil.

Vier Absolventinnen haben parallel zur Ausbildung den Bachelor-Studiengang Pflege Dual belegt. Sie studieren jetzt noch weitere 1,5 Jahre, um den Studienabschluss Pflege Dual Bachelor of Science zu erhalten.

Die Leiterin des Schulzentrums, Oberstudiendirektorin Christine Hildebrandt, die Leiterin der Krankenpflegeschule, Gesine Hilse, die beiden Klassenleitungen Carina Kirchner und Michael Kuhlmann, der Pflegedirektor des UKW, Günter Leimberger, sowie der gesamte Prüfungsausschuss beglückwünschten die Absolventinnen und Absolventen.

Pressemitteilung als PDF zum Download.

Hirntumor-Informationstag in Würzburg präsentiert aktuelle Therapien

Unter wissenschaftlicher Leitung des Uniklinikums Würzburg veranstaltet die Deutsche Hirntumorhilfe am Samstag, den 19. Oktober 2019, ihren 45. bundesweiten Informationstag zum Thema „Fortschritte in der Therapie von Hirntumoren“. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Patienten und deren Angehörige als auch an Mediziner/innen sowie Pflegekräfte.

Privatdozent Dr. Mario Löhr, Leitender Oberarzt der Neurochirurgischen Klinik des Uniklinikums Würzburg, ist der wissenschaftliche Leiter des 45. Hirntumor-Informationstages. Bild: Robert Wenzl / Uniklinikum Würzburg

Mit dem Hirntumor-Informationstag organisiert die Deutsche Hirntumorhilfe zweimal im Jahr ein bundesweites Forum, auf dem sich Betroffene, Experten und Multiplikatoren über die diversen Aspekte dieser vielgestaltigen Krebserkrankungen austauschen können. Partner bei der 45. Neuauflage am Samstag, den 19. Oktober 2019, ist zum wiederholten Male die Neurochirurgische Klinik des Uniklinikums Würzburg. So hat deren Leitender Oberarzt, Privatdozent Dr. Mario Löhr, erneut die wissenschaftliche Leitung des Symposiums inne.

 

Zehn Referent/innen aus ganz Deutschland

Er kündigt an: „An diesem Tag werden insgesamt zehn Referentinnen und Referenten aus ganz Deutschland praxisnah und verständlich einen Überblick zu aktuellen Standards und Innovationen in der Behandlung von Hirntumoren und Hirnmetastasen geben.“ Der Würzburger Neurochirurg selbst wird beispielsweise unter dem Titel „Was, wenn der Tumor wiederkommt?“ über die Möglichkeiten der Rezidivtherapie berichten.

Ein besonders spannendes Thema ist nach Einschätzung von Priv-Doz. Dr. Löhr der Off-Label-Use, also der Einsatz ungeprüfter Medikamente. Zu den damit verbundenen Chancen und Risiken findet am Ende des Informationstages eine Podiumsdiskussion statt.

„Neben der Podiumsdiskussion besteht während des ganztägigen Informationstags für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch sonst immer wieder Gelegenheit, ihre individuellen Fragen einzubringen und somit die Einschätzungen von gleich mehreren Experten einzuholen“, unterstreicht Dr. Löhr.

 

 

Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch

Das Symposium geht von 9:30 bis etwa 19:00 Uhr. Eine kostenpflichtige Anmeldung ist noch bis 10. Oktober 2019 unter www.hirntumorhilfe.de/projekte/informationstag möglich. Hier findet sich auch das detaillierte Programm. Eine Anmeldung vor Ort ist nur möglich, wenn noch Platzkapazitäten vorhanden sind.

 

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Vortrag: Ursachen und Risikofaktoren für Krebserkrankungen

In einem kostenlosen Vortrag am Mittwoch, den 9. Oktober 2019 erläutert Markus Knott, der stellvertretende Leiter des Tumorregisters des Uniklinikums Würzburg, die Entstehungsgründe und Risikofaktoren von Krebs.

Beim Vortrag werden Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs thematisiert. Bild: Uniklinikum Würzburg

Im Rahmen der kostenlosen Patientenseminarreihe des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken am Uniklinikum Würzburg (UKW)werden am Mittwoch, den 9. Oktober 2019, zwischen 17:00 und 18:00 Uhr mögliche Ursachen und Risikofaktoren für Krebserkrankungen beleuchtet. Markus Knott, der stellvertretende Leiter des Tumorregisters des UKW am CCC Mainfranken, verdeutlicht, wie Krebserkrankungen entstehen, welche Einflussfaktoren im Spiel sind, wie die Wissenschaft bestimmte Risiken einschätzt und welche Möglichkeiten zur Vermeidung bestehen. Zudem beschreibt der Onkologe, wie neue technologische Methoden die Datenerhebung in diesem Bereich revolutionieren und wie künstliche Intelligenz uns helfen kann, neue Faktoren zu identifizieren.

 

Veranstaltungsort ist der Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin in Haus A2 an Oberdürrbacher Straße.

 

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Neues über Angsterkrankungen

Zur Würzburger Universitätsmedizin gehört ein renommiertes Zentrum zur Erforschung und Behandlung von Angsterkrankungen. Am Samstag, 5. Oktober, bietet es eine Fortbildung für Fachleute aus der Praxis an.

In der ersten Oktoberwoche 2019 finden am Würzburger Interdisziplinären Zentrum für Angsterkrankungen eine Reihe von Veranstaltungen statt. Nationale und internationale Fachleute diskutierten dort den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Entstehung und Behandlung von Angsterkrankungen.

Am Samstag, 5. Oktober, steht von 9 bis 14 Uhr eine Fort- und Weiterbildungsveranstaltung auf dem Programm. Sie richtet sich an Allgemeinärzte und Internisten, Psychologen und Psychiater, Kinder-und Jugendpsychologen sowie Kinder- und Jugendpsychiater. Dabei soll neues Wissen aus der Forschung an Praktiker weitergegeben werden, die in der Angstbehandlung tätig sind.

Die Fortbildung findet im Hörsaal der Klinischen Psychologie in der Marcusstraße 9-11 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei möglich. Interessierte sollten sich möglichst bald anmelden, T (0931) 201-77010, Psy_Veranst@ ukw.de

Anfang Oktober findet in Würzburg außerdem ein internationales Symposium der World Association for Stress-related and Anxiety Disorders statt. Es läuft in Zusammenarbeit mit dem DFG-Sonderforschungsbereich „Furcht, Angst und Angsterkrankungen“ (Münster, Würzburg, Hamburg, Mainz) und der Gesellschaft für Angstforschung.

Das Zentrum für Angsterkrankungen

Das Therapieangebot des Zentrums ist in Deutschland einmalig. Zudem wurde es 2019 von der Gesellschaft für Angstforschung als erstes Therapiezentrum deutschlandweit ausgezeichnet – mit dem Gütesiegel „Nationales Referenzzentrum“. Zu den maßgeblichen Akteuren des Zentrums gehören die Professoren Jürgen Deckert von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und Paul Pauli von der Klinischen Psychologie. Beide gelten als deutsche Top-Therapeuten für Angsterkrankungen. Das bescheinigt ihnen die 2019er-Rangliste des Nachrichtenmagazins Focus.

Die Teams von Deckert und Pauli arbeiten im Würzburger Interdisziplinären Zentrum für Angsterkrankungen eng mit der Klinik und Poliklinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und weiteren Kooperationspartnern zusammen. Das Ziel des Zentrums: Es möchte Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die von einer Angsterkrankung betroffen sind, Therapien anbieten, die passgenau auf das Entwicklungsalter, den Schweregrad der Erkrankung und Begleiterkrankungen zugeschnitten sind.

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Dreiländertreffen Herzinsuffizienz in Würzburg

Vor Jahren trafen sich fünf der führenden Kardiologen und Forscher auf dem Gebiet der Herzinsuffizienz aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf einer Skihütte und ent-wickelten die Idee eines internationalen aber deutschsprachigen Symposiums. Das Konzept hatte Bestand, und inzwischen hat das Dreiländertreffen Herzinsuffizienz eine Tradition und mehr als 150 interessierte Teilnehmer. Die Herzschwäche oder Herzinsuffizienz stellt mittlerweile eine der großen medizinischen und sozialen Herausforderungen dar mit hohen auch ökonomischen Anforderungen an unser Gesundheitssystem. Die Überlebenschancen und die Einschränkung der Lebensqualität sind mit der von Krebserkrankungen vergleichbar. „Herzinsuffizienzmanagement. Eine Herausforderung für den Generalisten und Spezialisten“ lautet denn auch das Motto des diesjährigen Dreiländertreffens, das vom 26. bis zum 28. September im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) stattfindet.

Das jährliche Dreiländertreffen Herzinsuffizienz ist immer ein ganz besonderer Zeitpunkt im Jahr der Kardiologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, daher auch der Kurzname DACH. In entspannter Atmosphäre diskutieren sowohl Praktiker als auch Forscher die Diagnostik und Therapie der Herzinsuffizienz. Es ist der einzige deutschsprachige und doch internationale Herzinsuffizienz-Kongress. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Schweizer, Österreichischen und Deutschen Gesellschaft ausgetragen.
„Durch die unterschiedliche Sicht der drei deutschsprachigen Länder lernen wir alle immer wieder unterschiedliche Lösungsansätze für ähnliche Themen, was die Diskussion und Praxis immens bereichert“, berichtet Prof. Dr. Stefan Frantz. Der Leiter der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Uniklinikum Würzburg ist neben Prof. Dr. Stefan Störk und Dr. Caroline Morbach Gastgeber der diesjährigen Veranstaltung, die insgesamt zum 19. Mal und nach 2010 erstmals wieder in Würzburg statt.

„In diesem Jahr wollen wir uns mit der Thematik ‚Herzinsuffizienzmanagement - Eine Herausforderung für den Generalisten und den Spezialisten‘, und insbesondere auch mit schwierigen, praxisrelevanten Themen wie der Behandlung der Herzinsuffizienz im Senium, Rhythmusstörungen, Diagnostik, aber auch mit neuen Versorgungsmodellen beschäftigen“, erläutert Prof. Dr. Stefan Störk, Leiter der Klinischen Forschung und Epidemiologie der Herzinsuffizienz am DZHI. „Die Agenda soll einen Bogen von aktueller Forschung zur klinischen Praxis spannen und verschiedene Berufsgruppen integrieren. So wird auch dieses Jahr wieder parallel zum Dreiländertreffen ein Pflegesymposium angeboten.“ Das vom DZHI und von der Bundesarbeitsgemeinschaft Pflegeexperten Herzinsuffizienz (BAGPH) gemeinsam veranstaltete Symposium unter dem Motto „Miteinander stark für schwache Herzen“ richtet sich an interessierte und spezialisierte Pflegekräfte, die bei der Versorgung, der Begleitung und dem Management von herzinsuffizienten Patienten wesentliche Aufgaben übernehmen. „Das Interesse sowohl am Pflegesymposium als auch an unseren Weiterbildungen ist groß“, berichtet Stefan Störk, der seit nunmehr zehn Jahren im DZHI Herzinsuffizienzschwestern und Herzinsuffizienzpfleger ausbildet. „Und das freut mich sehr. Denn die komplexe Behandlung können wir nur mit Hilfe von spezialisiertem Fachpersonal bewältigen.“

Einer der Höhepunkte des Dreiländertreffens wird die Verleihung des Richard-Pacher-Preises sein. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis ehrt das Andenken an Richard Pacher, einen außergewöhnlich kreativen und innovativen klinischen Herzinsuffizienzforscher aus Österreich. In diesem Jahr geht der Preis an Dr. Peter Mirtschink vom Universitätsklinikum Dresden. Der Kardiologe hat eine zukunftsweisende Studie zu HERNA1 publiziert: „HERNA1 ist ein von der Erbinformation der Zelle abgelesenes Molekül, welches nur in Herzmuskelzellen vorkommt“, schildert der Preisträger. „Wir haben beobachtet, dass die Hemmung von HERNA1 die Entwicklung einer krankhaften Herzmuskelverdickung und Herzinsuffizienz unterdrücken kann. Somit könnte HERNA1 ein interessantes Ziel für die Behandlung einer Herzinsuffizienz darstellen.“

Informationen zum Programm und zur Anmeldung: www.dreilaendertreffen-herzinsuffizienz.de

Die Pressemitteilung als PDF.

Weitere Stimmen von Referenten beim Dreiländertreffen:

Dr. Micha Maeder, leitender Arzt und stellvertretender Chefarzt am Kantonsspital St. Gallen wird am Freitag in der Session „Herzinsuffizienz im Senium“ über „HFpEF beim geriatrischen Patienten“ sprechen: „Herzinsuffizienz ist eine Krankheit der älteren und alten Menschen geworden. Dieses Patientenkollektiv ist charakterisiert durch schwierig zu behandelnde Formen der Herzinsuffizienz, zum Beispiel Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion, sehr fortgeschrittene, palliative Konstellationen und eine Vielzahl von Zusatzerkrankungen wie Niereninsuffizienz und Lungenerkrankungen. Das Management stellt entsprechend eine große Herausforderung dar und verlangt einen multidisziplinären Ansatz. Im Themenblock „Herzinsuffizienz im Senium“ werden verschiedene dieser Aspekte unter Einbezug der neuesten Erkenntnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und diskutiert.“

Priv.Doz. DI Dr. Noemi Pavo von der Universitätsklinik für Innere Medizin II der MedUni Wien/AKH Wien wird im Anschluss an den Vortrag von Micha Maeder genauer auf die Komorbiditäten eingehen: „Die chronische Herzinsuffizienz wird oft durch eine Vielzahl von Komorbiditäten begleitet, die die Krankheitserfahrung der Patienten wesentlich mitbeeinflussen und die Lebensqualität erheblich einschränken, und deswegen ein wichtiges therapeutisches Ziel darstellen. Die komplexen Interaktionen zwischen den koexistierenden Krankheitsbildern bleiben wenig verstanden und die derzeitige Therapie der Herzinsuffizienz konzentriert sich lediglich auf den kardialen Status der Patienten. Das Thema rückt jedoch langsam in den Fokus der Wissenschaft, zumal Medikamente, die eigentlich nicht für die Herzinsuffizienz entwickelt wurden, sich hier als beeindruckend wirksam erweisen, und es umgekehrt immer mehr Hinweise gibt, dass die klassische Herzinsuffizienzmedikation einige Komorbiditäten günstig beeinflusst.“

Prof. Dr. Gerhard Pölzl von der Universitätsklinik für Innere Medizin III in Innsbruck wird in der Session „Kardiale Amyloidose“ über die Verlaufsformen und Prognose sprechen: „Die kardiale Amyloidose ist eine hochmaligne Erkrankung mit einem mehr als doppelt so hohem Mortalitätsrisiko als etwa die dilatative Kardiomyopathie. Dabei ist der Verlauf der AL-Amyloidose wesentlich ungünstiger als derjenige der ATTR-Amyloidose. Aber selbst Patienten mit ATTR-Amyloidose sterben häufiger und früher als Patienten mit anderen Formen der Kardiomyopathie. Hervorzuheben und für das Management der Erkrankung wichtig ist die Tatsache, dass zwei Drittel der Patienten sowohl mit AL- als auch mit ATTR-Amyloidose aufgrund einer kardiovaskulären Ursache versterben.“

Prof. Dr. med. P. Christian Schulze, Direktor der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Jena (UKJ) wird in der Session „Metabolismus und Herzinsuffizienz“ einen Vortrag über den „Kardialen Metabolismus in der Herzinsuffizienz“ halten: „Frühe funktionelle Veränderungen bei Herzinsuffizienz wirken sich auf den Herzstoffwechsel aus. Und die metabolische Modulation der Herzstruktur und -funktion ist eine einzigartige therapeutische Option für die Behandlung von Herzinsuffizienz.“

Prof. Dr. Oliver Ritter, Klinikdirektor Kardiologie und Pulmologie am Klinikum Brandenburg zur Session „Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen“: „Kaum ein Gebiet in der Kardiologie hat eine so dynamische Entwicklung gehabt in den letzten Jahren wie die Rhythmologie. Medikamente, Ablationen und Devicetherapie haben einen großen Anteil daran, dass die Sterblichkeit bei Herzinsuffizienz signifikant reduziert werden konnte. Auch psychische Effekte gilt es hier zu berücksichtigen. Diese Session gibt einen Überblick über die Möglichkeiten der Rhythmustherapie bei Herzinsuffizienz.“

Prof. Dr. Christoph Maack, Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) und Leiter des Departments Translationale Forschung zu Herzinsuffizienz und Diabetes – Pathomechanismen und Therapiekonzepte: „Die Behandlung des Diabetes war lange Zeit ein therapeutisches Dilemma, da die meisten Diabetes-Medikamente die Herzinsuffizienz nicht verbessert oder gar verschlechtert haben. Eine neue Medikamentenklasse hat hier nun einen Durchbruch erzielt, da sie nicht nur den Blutzucker senkt, sondern auch den Blutdruck und das Körpergewicht. Neuesten Daten zeigen, dass hiervon sogar Patienten mit Herzschwäche ohne Diabetes profitieren.“