Aktuelle Pressemitteilungen

Hirntumor-Informationstag in Würzburg präsentiert aktuelle Therapien

Unter wissenschaftlicher Leitung des Uniklinikums Würzburg veranstaltet die Deutsche Hirntumorhilfe am Samstag, den 19. Oktober 2019, ihren 45. bundesweiten Informationstag zum Thema „Fortschritte in der Therapie von Hirntumoren“. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Patienten und deren Angehörige als auch an Mediziner/innen sowie Pflegekräfte.

Privatdozent Dr. Mario Löhr, Leitender Oberarzt der Neurochirurgischen Klinik des Uniklinikums Würzburg, ist der wissenschaftliche Leiter des 45. Hirntumor-Informationstages. Bild: Robert Wenzl / Uniklinikum Würzburg

Mit dem Hirntumor-Informationstag organisiert die Deutsche Hirntumorhilfe zweimal im Jahr ein bundesweites Forum, auf dem sich Betroffene, Experten und Multiplikatoren über die diversen Aspekte dieser vielgestaltigen Krebserkrankungen austauschen können. Partner bei der 45. Neuauflage am Samstag, den 19. Oktober 2019, ist zum wiederholten Male die Neurochirurgische Klinik des Uniklinikums Würzburg. So hat deren Leitender Oberarzt, Privatdozent Dr. Mario Löhr, erneut die wissenschaftliche Leitung des Symposiums inne.

 

Zehn Referent/innen aus ganz Deutschland

Er kündigt an: „An diesem Tag werden insgesamt zehn Referentinnen und Referenten aus ganz Deutschland praxisnah und verständlich einen Überblick zu aktuellen Standards und Innovationen in der Behandlung von Hirntumoren und Hirnmetastasen geben.“ Der Würzburger Neurochirurg selbst wird beispielsweise unter dem Titel „Was, wenn der Tumor wiederkommt?“ über die Möglichkeiten der Rezidivtherapie berichten.

Ein besonders spannendes Thema ist nach Einschätzung von Priv-Doz. Dr. Löhr der Off-Label-Use, also der Einsatz ungeprüfter Medikamente. Zu den damit verbundenen Chancen und Risiken findet am Ende des Informationstages eine Podiumsdiskussion statt.

„Neben der Podiumsdiskussion besteht während des ganztägigen Informationstags für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch sonst immer wieder Gelegenheit, ihre individuellen Fragen einzubringen und somit die Einschätzungen von gleich mehreren Experten einzuholen“, unterstreicht Dr. Löhr.

 

 

Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch

Das Symposium geht von 9:30 bis etwa 19:00 Uhr. Eine kostenpflichtige Anmeldung ist noch bis 10. Oktober 2019 unter www.hirntumorhilfe.de/projekte/informationstag möglich. Hier findet sich auch das detaillierte Programm. Eine Anmeldung vor Ort ist nur möglich, wenn noch Platzkapazitäten vorhanden sind.

 

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Vortrag: Ursachen und Risikofaktoren für Krebserkrankungen

In einem kostenlosen Vortrag am Mittwoch, den 9. Oktober 2019 erläutert Markus Knott, der stellvertretende Leiter des Tumorregisters des Uniklinikums Würzburg, die Entstehungsgründe und Risikofaktoren von Krebs.

Beim Vortrag werden Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs thematisiert. Bild: Uniklinikum Würzburg

Im Rahmen der kostenlosen Patientenseminarreihe des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Mainfranken am Uniklinikum Würzburg (UKW)werden am Mittwoch, den 9. Oktober 2019, zwischen 17:00 und 18:00 Uhr mögliche Ursachen und Risikofaktoren für Krebserkrankungen beleuchtet. Markus Knott, der stellvertretende Leiter des Tumorregisters des UKW am CCC Mainfranken, verdeutlicht, wie Krebserkrankungen entstehen, welche Einflussfaktoren im Spiel sind, wie die Wissenschaft bestimmte Risiken einschätzt und welche Möglichkeiten zur Vermeidung bestehen. Zudem beschreibt der Onkologe, wie neue technologische Methoden die Datenerhebung in diesem Bereich revolutionieren und wie künstliche Intelligenz uns helfen kann, neue Faktoren zu identifizieren.

 

Veranstaltungsort ist der Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin in Haus A2 an Oberdürrbacher Straße.

 

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Neues über Angsterkrankungen

Zur Würzburger Universitätsmedizin gehört ein renommiertes Zentrum zur Erforschung und Behandlung von Angsterkrankungen. Am Samstag, 5. Oktober, bietet es eine Fortbildung für Fachleute aus der Praxis an.

In der ersten Oktoberwoche 2019 finden am Würzburger Interdisziplinären Zentrum für Angsterkrankungen eine Reihe von Veranstaltungen statt. Nationale und internationale Fachleute diskutierten dort den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Entstehung und Behandlung von Angsterkrankungen.

Am Samstag, 5. Oktober, steht von 9 bis 14 Uhr eine Fort- und Weiterbildungsveranstaltung auf dem Programm. Sie richtet sich an Allgemeinärzte und Internisten, Psychologen und Psychiater, Kinder-und Jugendpsychologen sowie Kinder- und Jugendpsychiater. Dabei soll neues Wissen aus der Forschung an Praktiker weitergegeben werden, die in der Angstbehandlung tätig sind.

Die Fortbildung findet im Hörsaal der Klinischen Psychologie in der Marcusstraße 9-11 statt. Die Teilnahme ist kostenfrei möglich. Interessierte sollten sich möglichst bald anmelden, T (0931) 201-77010, Psy_Veranst@ ukw.de

Anfang Oktober findet in Würzburg außerdem ein internationales Symposium der World Association for Stress-related and Anxiety Disorders statt. Es läuft in Zusammenarbeit mit dem DFG-Sonderforschungsbereich „Furcht, Angst und Angsterkrankungen“ (Münster, Würzburg, Hamburg, Mainz) und der Gesellschaft für Angstforschung.

Das Zentrum für Angsterkrankungen

Das Therapieangebot des Zentrums ist in Deutschland einmalig. Zudem wurde es 2019 von der Gesellschaft für Angstforschung als erstes Therapiezentrum deutschlandweit ausgezeichnet – mit dem Gütesiegel „Nationales Referenzzentrum“. Zu den maßgeblichen Akteuren des Zentrums gehören die Professoren Jürgen Deckert von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und Paul Pauli von der Klinischen Psychologie. Beide gelten als deutsche Top-Therapeuten für Angsterkrankungen. Das bescheinigt ihnen die 2019er-Rangliste des Nachrichtenmagazins Focus.

Die Teams von Deckert und Pauli arbeiten im Würzburger Interdisziplinären Zentrum für Angsterkrankungen eng mit der Klinik und Poliklinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und weiteren Kooperationspartnern zusammen. Das Ziel des Zentrums: Es möchte Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die von einer Angsterkrankung betroffen sind, Therapien anbieten, die passgenau auf das Entwicklungsalter, den Schweregrad der Erkrankung und Begleiterkrankungen zugeschnitten sind.

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Dreiländertreffen Herzinsuffizienz in Würzburg

Vor Jahren trafen sich fünf der führenden Kardiologen und Forscher auf dem Gebiet der Herzinsuffizienz aus Deutschland, Österreich und der Schweiz auf einer Skihütte und ent-wickelten die Idee eines internationalen aber deutschsprachigen Symposiums. Das Konzept hatte Bestand, und inzwischen hat das Dreiländertreffen Herzinsuffizienz eine Tradition und mehr als 150 interessierte Teilnehmer. Die Herzschwäche oder Herzinsuffizienz stellt mittlerweile eine der großen medizinischen und sozialen Herausforderungen dar mit hohen auch ökonomischen Anforderungen an unser Gesundheitssystem. Die Überlebenschancen und die Einschränkung der Lebensqualität sind mit der von Krebserkrankungen vergleichbar. „Herzinsuffizienzmanagement. Eine Herausforderung für den Generalisten und Spezialisten“ lautet denn auch das Motto des diesjährigen Dreiländertreffens, das vom 26. bis zum 28. September im Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) stattfindet.

Das jährliche Dreiländertreffen Herzinsuffizienz ist immer ein ganz besonderer Zeitpunkt im Jahr der Kardiologen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, daher auch der Kurzname DACH. In entspannter Atmosphäre diskutieren sowohl Praktiker als auch Forscher die Diagnostik und Therapie der Herzinsuffizienz. Es ist der einzige deutschsprachige und doch internationale Herzinsuffizienz-Kongress. Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Schweizer, Österreichischen und Deutschen Gesellschaft ausgetragen.
„Durch die unterschiedliche Sicht der drei deutschsprachigen Länder lernen wir alle immer wieder unterschiedliche Lösungsansätze für ähnliche Themen, was die Diskussion und Praxis immens bereichert“, berichtet Prof. Dr. Stefan Frantz. Der Leiter der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Uniklinikum Würzburg ist neben Prof. Dr. Stefan Störk und Dr. Caroline Morbach Gastgeber der diesjährigen Veranstaltung, die insgesamt zum 19. Mal und nach 2010 erstmals wieder in Würzburg statt.

„In diesem Jahr wollen wir uns mit der Thematik ‚Herzinsuffizienzmanagement - Eine Herausforderung für den Generalisten und den Spezialisten‘, und insbesondere auch mit schwierigen, praxisrelevanten Themen wie der Behandlung der Herzinsuffizienz im Senium, Rhythmusstörungen, Diagnostik, aber auch mit neuen Versorgungsmodellen beschäftigen“, erläutert Prof. Dr. Stefan Störk, Leiter der Klinischen Forschung und Epidemiologie der Herzinsuffizienz am DZHI. „Die Agenda soll einen Bogen von aktueller Forschung zur klinischen Praxis spannen und verschiedene Berufsgruppen integrieren. So wird auch dieses Jahr wieder parallel zum Dreiländertreffen ein Pflegesymposium angeboten.“ Das vom DZHI und von der Bundesarbeitsgemeinschaft Pflegeexperten Herzinsuffizienz (BAGPH) gemeinsam veranstaltete Symposium unter dem Motto „Miteinander stark für schwache Herzen“ richtet sich an interessierte und spezialisierte Pflegekräfte, die bei der Versorgung, der Begleitung und dem Management von herzinsuffizienten Patienten wesentliche Aufgaben übernehmen. „Das Interesse sowohl am Pflegesymposium als auch an unseren Weiterbildungen ist groß“, berichtet Stefan Störk, der seit nunmehr zehn Jahren im DZHI Herzinsuffizienzschwestern und Herzinsuffizienzpfleger ausbildet. „Und das freut mich sehr. Denn die komplexe Behandlung können wir nur mit Hilfe von spezialisiertem Fachpersonal bewältigen.“

Einer der Höhepunkte des Dreiländertreffens wird die Verleihung des Richard-Pacher-Preises sein. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis ehrt das Andenken an Richard Pacher, einen außergewöhnlich kreativen und innovativen klinischen Herzinsuffizienzforscher aus Österreich. In diesem Jahr geht der Preis an Dr. Peter Mirtschink vom Universitätsklinikum Dresden. Der Kardiologe hat eine zukunftsweisende Studie zu HERNA1 publiziert: „HERNA1 ist ein von der Erbinformation der Zelle abgelesenes Molekül, welches nur in Herzmuskelzellen vorkommt“, schildert der Preisträger. „Wir haben beobachtet, dass die Hemmung von HERNA1 die Entwicklung einer krankhaften Herzmuskelverdickung und Herzinsuffizienz unterdrücken kann. Somit könnte HERNA1 ein interessantes Ziel für die Behandlung einer Herzinsuffizienz darstellen.“

Informationen zum Programm und zur Anmeldung: www.dreilaendertreffen-herzinsuffizienz.de

Die Pressemitteilung als PDF.

Weitere Stimmen von Referenten beim Dreiländertreffen:

Dr. Micha Maeder, leitender Arzt und stellvertretender Chefarzt am Kantonsspital St. Gallen wird am Freitag in der Session „Herzinsuffizienz im Senium“ über „HFpEF beim geriatrischen Patienten“ sprechen: „Herzinsuffizienz ist eine Krankheit der älteren und alten Menschen geworden. Dieses Patientenkollektiv ist charakterisiert durch schwierig zu behandelnde Formen der Herzinsuffizienz, zum Beispiel Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion, sehr fortgeschrittene, palliative Konstellationen und eine Vielzahl von Zusatzerkrankungen wie Niereninsuffizienz und Lungenerkrankungen. Das Management stellt entsprechend eine große Herausforderung dar und verlangt einen multidisziplinären Ansatz. Im Themenblock „Herzinsuffizienz im Senium“ werden verschiedene dieser Aspekte unter Einbezug der neuesten Erkenntnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und diskutiert.“

Priv.Doz. DI Dr. Noemi Pavo von der Universitätsklinik für Innere Medizin II der MedUni Wien/AKH Wien wird im Anschluss an den Vortrag von Micha Maeder genauer auf die Komorbiditäten eingehen: „Die chronische Herzinsuffizienz wird oft durch eine Vielzahl von Komorbiditäten begleitet, die die Krankheitserfahrung der Patienten wesentlich mitbeeinflussen und die Lebensqualität erheblich einschränken, und deswegen ein wichtiges therapeutisches Ziel darstellen. Die komplexen Interaktionen zwischen den koexistierenden Krankheitsbildern bleiben wenig verstanden und die derzeitige Therapie der Herzinsuffizienz konzentriert sich lediglich auf den kardialen Status der Patienten. Das Thema rückt jedoch langsam in den Fokus der Wissenschaft, zumal Medikamente, die eigentlich nicht für die Herzinsuffizienz entwickelt wurden, sich hier als beeindruckend wirksam erweisen, und es umgekehrt immer mehr Hinweise gibt, dass die klassische Herzinsuffizienzmedikation einige Komorbiditäten günstig beeinflusst.“

Prof. Dr. Gerhard Pölzl von der Universitätsklinik für Innere Medizin III in Innsbruck wird in der Session „Kardiale Amyloidose“ über die Verlaufsformen und Prognose sprechen: „Die kardiale Amyloidose ist eine hochmaligne Erkrankung mit einem mehr als doppelt so hohem Mortalitätsrisiko als etwa die dilatative Kardiomyopathie. Dabei ist der Verlauf der AL-Amyloidose wesentlich ungünstiger als derjenige der ATTR-Amyloidose. Aber selbst Patienten mit ATTR-Amyloidose sterben häufiger und früher als Patienten mit anderen Formen der Kardiomyopathie. Hervorzuheben und für das Management der Erkrankung wichtig ist die Tatsache, dass zwei Drittel der Patienten sowohl mit AL- als auch mit ATTR-Amyloidose aufgrund einer kardiovaskulären Ursache versterben.“

Prof. Dr. med. P. Christian Schulze, Direktor der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Jena (UKJ) wird in der Session „Metabolismus und Herzinsuffizienz“ einen Vortrag über den „Kardialen Metabolismus in der Herzinsuffizienz“ halten: „Frühe funktionelle Veränderungen bei Herzinsuffizienz wirken sich auf den Herzstoffwechsel aus. Und die metabolische Modulation der Herzstruktur und -funktion ist eine einzigartige therapeutische Option für die Behandlung von Herzinsuffizienz.“

Prof. Dr. Oliver Ritter, Klinikdirektor Kardiologie und Pulmologie am Klinikum Brandenburg zur Session „Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen“: „Kaum ein Gebiet in der Kardiologie hat eine so dynamische Entwicklung gehabt in den letzten Jahren wie die Rhythmologie. Medikamente, Ablationen und Devicetherapie haben einen großen Anteil daran, dass die Sterblichkeit bei Herzinsuffizienz signifikant reduziert werden konnte. Auch psychische Effekte gilt es hier zu berücksichtigen. Diese Session gibt einen Überblick über die Möglichkeiten der Rhythmustherapie bei Herzinsuffizienz.“

Prof. Dr. Christoph Maack, Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) und Leiter des Departments Translationale Forschung zu Herzinsuffizienz und Diabetes – Pathomechanismen und Therapiekonzepte: „Die Behandlung des Diabetes war lange Zeit ein therapeutisches Dilemma, da die meisten Diabetes-Medikamente die Herzinsuffizienz nicht verbessert oder gar verschlechtert haben. Eine neue Medikamentenklasse hat hier nun einen Durchbruch erzielt, da sie nicht nur den Blutzucker senkt, sondern auch den Blutdruck und das Körpergewicht. Neuesten Daten zeigen, dass hiervon sogar Patienten mit Herzschwäche ohne Diabetes profitieren.“

 

Vom Lebercheck bis zur Stammzelltypisierung: Das Uniklinikum Würzburg auf der Mainfranken-Messe

Unter dem Motto „Wegweisend in medizinischer Versorgung, Forschung und Lehre“ präsentiert sich das Uniklinikum Würzburg auf der Mainfranken-Messe 2019 an zwei Infoständen in Halle 1. Vom 28. September bis 6. Oktober informieren und unterhalten Experten die Besucherinnen und Besucher mit einem vielfältigen Programm.

 

Als Mainfrankens Krankenhaus der Supramaximalversorgung und größter Arbeitgeber der Stadt Würzburg ist das Uniklinikum Würzburg (UKW) fester Bestandteil jeder Mainfranken-Messe auf den Würzburger Mainwiesen. Bei der diesjährigen Leistungsschau der regionalen Wirtschaft liefert das Klinikum vom Samstag, 28. September, bis Sonntag, 6. Oktober, an zwei Ständen in Halle 1 einen ausgewogenen Mix aus Medizinwissen, Gesundheits-Checks, Ausbildungsinformationen und Unterhaltung.

Ausbildungs- und Karrierechancen

Die Pflege zeigt die Vielfalt ihres Berufes, die Physiotherapie regt zur Bewegung an und gibt Tipps und die Küche stellt leckere Diäten vor. Das UKW hat mehr als 700 Ausbildungsplätze und etwa 20 Ausbildungsberufe. Vor diesem Hintergrund werben an drei Tagen (1./4./5.10.) der Bereich Personalentwicklung, die Staatlichen Berufsfachschulen für Technische Assistenten in der Medizin und für Diätassistenten sowie die Schule für Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten für ihre hochkarätigen Ausbildungsmöglichkeiten. Daneben gibt es Informationen und Beratung zu Job- und Karrierechancen.

Täglich wechselndes Programm

Auf der Mainfranken-Messe ferner vertreten sind die Augenklinik, die Chirurgie I, das Darmkrebszentrum, die Frauenklinik mit dem Mutter-Kind-Zentrum, die Medizinischen Kliniken I und II, das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz, die Urologische Klinik, das Transplantationszentrum, das Zentrum für Interdisziplinäre Schmerzmedizin, das Netzwerk Hoffnung, die Interdisziplinäre Biomaterial- und Datenbank Würzburg und das Interdisziplinäre Zentrum für Klinische Forschung. Zusammen stellen sie ein täglich wechselndes Programm auf die Beine. Dabei erfahren die Besucher/innen zum Beispiel, warum Darmkrebsvorsorge so wichtig ist (28.9.). Die Spezialisten der Hepatologie checken auf Wunsch und kostenlos per Fibroscan die Leber (6.10.). Dass man bei Schwangerschaft und Geburt „von Anfang an in guten Händen“ ist, verdeutlicht das Standpersonal der Universitäts-Frauenklinik (3.10.), während die Urologen die moderne, minimalinvasive Therapie von Nieren-, Gallen- und weiteren Steinen präsentieren (29.09.).
Aus dem Bereich Forschung tritt unter anderem die Interdisziplinäre Biomaterial- und Datenbank Würzburg auf der Messe als „der kälteste Ort in Würzburg“ (2.10.) auf.

Stammzelltypisierungsaktion mit den Rimparer Wölfen

Am Sonntag, den 29. September 2019, führt das Netzwerk Hoffnung, die Stammzellspenderdatei des UKW, auf der Messe eine Typisierungsaktion durch. Die Handballer der Rimparer Wölfe unterstützen das für viele Krebspatienten überlebenswichtige Vorhaben mit einer Autogrammstunde. Außerdem gibt es als Dankeschön für die Teilnehmer/innen Freikarten zum Heimspiel am 3. November 2019.
Die Handballer sind übrigens auch dabei, wenn es unter Anleitung der Physiotherapeutinnen und -therapeuten heißt: „Trainiere wie ein Wolf“ (2.10.).

Das jeweilige Tagesprogramm findet sich zeitnah unter www.ukw.de/aktuelles

 

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Die wenigsten Menschen leben herzgesund

Dass Frauenherzen anders schlagen, weiß man schon seit längerem. Über den spezifischen Einfluss kardiovaskulärer Risikofaktoren auf die Herzfunktion bei Männern und Frauen ist bislang jedoch wenig bekannt. Ein Forschungsteam am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) und dem Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B) um die Kardiologin Dr. Caroline Morbach hat jetzt belegt, dass sich die typischen kardiovaskulären Risikofaktoren unterschiedlich auf die Herzfunktion auswirken können. Frauen scheinen beispielsweise anfälliger für Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte zu sein. Am gefährlichsten für den Herzmuskel, sowohl für den weiblichen als auch für den männlichen, zeigte sich Übergewicht. Das weibliche Herz scheint zwar empfindlicher gegenüber kardiovaskulären Risikofaktoren zu sein, Frauen wiesen diese aber seltener auf. Generell hatten jedoch überraschend viele Menschen im mittleren Alter mindestens einen kardiovaskulären Risikofaktor. Die Ergebnisse basieren auf Untersuchungen an der STAAB-Kohortenstudie, einer repräsentativen Stichprobe der Einwohner der Stadt Würzburg.

Die Echokardiografie, auch als Herzecho bekannt, ist eine der wichtigsten Untersuchungen, um Veränderungen am Herzen zu erkennen. In der Ultraschalluntersuchung wird die Bewegung des Herzmuskels sichtbar. Das Verkürzungs- und Ausdehnungsprofil, das über strain (Maß der Längenveränderung) und strain rate (Geschwindigkeit der Längenveränderung) gemessen wird, liefert wichtige Informationen über die Pumpleistung des Herzens. Doch das Erkennen „abnormaler“ Funktionen erfordert zunächst eine Definition von „normal“. Bislang gab es weder Referenzwerte für die diastolische strain rate noch ausreichende Erkenntnisse über die Auswirkungen von Alter und Geschlecht auf die Verformung des Herzmuskels.

Normwerte für Bewegungsprofil des Herzmuskels
Ein Forschungsteam am Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz Würzburg (DZHI) und dem Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B) um die Kardiologin Dr. Caroline Morbach hat jetzt Normwerte für die systolische und diastolische Verformung des Herzens erstellt. Ferner haben sie die Auswirkungen von Alter, Geschlecht und klassischen kardiovaskulären Risikofaktoren auf die Funktion des Herzmuskels untersucht.

Für die Referenzwerte haben die Echo-Spezialisten die Werte von 1818 Teilnehmern aus der STAAB-Studie untersucht. In der STAAB-Kohortenstudie am DZHI wurden und werden insgesamt 5.000 Probanden aus Würzburg im Alter von 30 bis 79 und ohne bekannte Herzinsuffizienz innerhalb von circa drei Jahren zweimal untersucht. Ziel der STAAB-Studie, die von den Professoren Peter Heuschmann (IKE-B) und Stefan Störk (DZHI) geleitet wird, ist es, herauszufinden, wie häufig eine noch unentdeckte Herzschwäche in der Bevölkerung auftritt und welche Faktoren die frühen Stadien A und B der Volkserkrankung auslösen. Die Subkohorte war im Schnitt 54 Jahre alt, 52 Prozent von ihnen war weiblich.

Überraschend viele Menschen haben Risikofaktoren
Bei der Stichprobe für die Erstellung der Normwerte, haben sich die Forscher auf die Probanden konzentriert, die keine bekannten Herzerkrankungen und keine kardiovaskulären Risikofaktoren hatten. „Überraschenderweise waren das sehr wenige“, bemerkt Caroline Morbach. „Von den 1818 Probanden waren lediglich 542 Personen augenscheinlich gesund, noch nicht einmal jeder dritte. Die anderen 1276 Personen hatten mindestens einen kardiovaskulären Risikofaktor.“ Zu den Risikofaktoren zählen Übergewicht (Adipositas = Body Mass Index von über 30kg/m2), Diabetes mellitus, Nikotinkonsum, Bluthochdruck (Hypertonie = Blutdruck höher als 140 / 90 mmHg oder eine blutdrucksenkende Therapie) und Fettstoffwechselstörungen (Dyslipidämie = LDL-Cholesterin-Wert von über 190 mg/dl oder fettsenkende Therapie).

„Allein diese Erkenntnis ist schon ein Alarmzeichen“, warnt Caroline Morbach. „Sehr viele Menschen haben vor allem schon in jüngeren Jahren mindestens einen kardiovaskulären Risikofaktor. Interessanterweise überwiegen in der gesunden Gruppe die Frauen. 58 Prozent der Probanden ohne Risikofaktoren waren Frauen und hatten ein Durchschnittsalter von 49 Jahren.“

Frauenherzen schlagen anders
In einem zweiten Schritt haben die Forscher den Einfluss kardiovaskulärer Risikofaktoren auf die Herzfunktion untersucht und dabei eine wichtige Entdeckung gemacht, die das weibliche Herz betrifft. Denn Frauen scheinen zunächst zwar gesünder zu sein, liegt jedoch ein kardiovaskulärer Risikofaktor vor, reagieren ihre Herzen vermutlich empfindlicher als Männerherzen. „Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass der weibliche Herzmuskel anfälliger ist gegenüber hohem Blutdruck und erhöhten Blutfettwerten. Adipositas hatte einen geschlechtsunabhängigen und insgesamt den stärksten negativen Einfluss auf die Funktion des Herzmuskels“, erläutert Caroline Morbach.

Gesunder Lebensstil und Gesundheits-Check-ups beim Arzt
„Diese Ergebnisse belegen einmal mehr, wie wichtig ein gesunder Lebensstil und Achtsamkeit im Alltag sind“, kommentiert Prof. Dr. Stefan Störk, Leiter der Klinischen Forschung und Epidemiologie im DZHI. „Versuchen Sie, Ihr Normalgewicht zu erreichen und zu halten, ernähren Sie sich gesund, meiden Sie Nikotin und dauerhaften Stress und lassen Sie regelmäßig Ihre Risikowerte wie Blutdruck, Blutzucker und Blutfette bei Ihrem Hausarzt kontrollieren.“

Die Ergebnisse wurden jetzt in “The Public Library of Science ONE” (PLOS ONE) veröffentlicht https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0221888.

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Rimparer Wölfe unterstützen Stammzelltypisierungsaktion des Uniklinikums Würzburg auf der Mainfranken-Messe

Am Sonntag, den 29. September 2019, führt das Netzwerk Hoffnung, die Stammzellspenderdatei des Uniklinikums Würzburg, auf der Mainfranken-Messe eine Typisierungsaktion durch. Die Handballer der Rimparer Wölfe unterstützen das für viele Krebspatienten überlebenswichtige Vorhaben mit einer Autogrammstunde. Außerdem gibt es als Dankeschön für die Teilnehmer/innen Freikarten zum Heimspiel am 3. November 2019.

Der Bedarf an potenziellen Stammzellspenderinnen und -spendern ist nach wie vor groß: Jährlich erkranken in Deutschland etwa 11.000 Menschen an Leukämie oder ähnlichen Bluterkrankungen. Viele von ihnen benötigen zur Heilung eine Stammzelltransplantation. „Für diese Patienten ist es lebensnotwendig, dass sich möglichst viele Menschen typisieren und registrieren lassen“, betont Prof. Dr. Markus Böck, der Direktor des Instituts für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des Uniklinikums Würzburg (UKW). Deshalb führt das an seinem Institut angesiedelte Netzwerk Hoffnung – die Stammzellspenderdatei des UKW – am Sonntag, den 29. September 2019, auf der Mainfranken-Messe eine große Typisierungsaktion durch. Den Teilnehmer/innen wird dabei vor Ort mittels eines Wattestäbchens jeweils ein Wangenabstrich entnommen. Im Labor werden daraus die wichtigsten Gewebemerkmale des Spenders bestimmt und die anonymisierten Daten unter einer Spendernummer an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschlands in Ulm gemeldet.

Autogrammstunde und Freikarten

Um die Typisierung – neben dem humanitären Aspekt – für die Messebesucher/innen noch attraktiver zu machen, kooperiert das Netzwerk Hoffnung mit den Handballern der DJK Rimpar Wölfe. Zum einen findet auf dem Stand des Klinikums in Halle 1 an diesem Tag um 12:00 Uhr eine Autogrammstunde mit den Stars der Mannschaft statt. Zum anderen laden die Wölfe und das UKW jeden, der sich typisieren lässt, mit einer Freikarte zum Heimspiel gegen TuSEM Essen am 3. November 2019 in der Würzburger S.Oliver-Arena ein. „Wir engagieren uns immer gerne für Krebspatienten“, sagt Roland Sauer, der Manager der Rimparer Wölfe, und fährt fort: „So sind wir schon seit vielen Jahren Botschafter des Vereins ‚Hilfe im Kampf gegen Krebs‘ und stolz ein Teil des Netzwerks zu sein. Wir haben schon in der Vergangenheit eine Typisierungsaktion mit Netzwerk Hoffnung durchgeführt und in der Folge wurde einer unserer Spieler als Spender ausgewählt. Dies zeigt uns allen, wie wichtig jede einzelne Knochenmarkspende ist und wie wertvoll diese für das Leben anderer sein kann.“ Nach seinen Worten ist die Typisierungsaktion auf der Mainfranken-Messe den Wölfen ein aktuell besonders großes Anliegen, da Steffen Lieb, ein Spielerkollege vom TV Großwallstadt, an Blutkrebs erkrankt und auf eine passende Stammzellspende angewiesen ist.

Um noch mehr potenzielle Spender/innen zu erreichen, wird es auch beim Heimspiel der Wölfe am 3. November eine Typisierungsaktion geben.

 

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