In einer Studie berichten UKW Forschende über einen tödlichen Fall von Parkinsonismus nach einer Behandlung mit Ciltacabtagene Autoleucel. Zur genaueren Aufklärung der zugrunde liegenden Mechanismen wurde der Krankheitsverlauf über einen Zeitraum von sechs Monaten umfassend analysiert. Hierfür wurden wiederholt Blut- und Nervenwasserproben untersucht und mit modernen molekularbiologischen Methoden ausgewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Immunreaktion im Gehirn in zwei Phasen verlief: Störungen des Gefäßsystems und der Blut-Hirn-Schranke scheinen in einer frühen Phase die Einwanderung bestimmter Immunzellen (vor allem CD4⁺ CAR-T-Zellen) in das Nervenwasser zu ermöglichen, noch bevor erste Symptome auftraten.
In einer späteren Phase entwickelte sich zunächst eine lokale Entzündungsreaktion im Nervensystem. Anschließend kam es zu einem zweiten Einwandern von insbesondere CAR-T Zellen aber auch klonal expandierenden CD8⁺ CAR negativen T-Zellen. Dieser Prozess ging mit neuronaler Schädigung und einer deutlichen klinischen Verschlechterung einher.
Publikation: Kadel SK, Scheller L, Leipold AM, Krammer T, Raskó T, Alb M, Weis P, Leberzammer M, Schmitt F, Stetter C, Tamamushi Y, Köck A, Köberle P, Reich M, Musacchio T, Doppler K, Sommer C, Cebulla N, McFleder R, Ip CW, Volkmann J, Kallius M, Serfling SE, Hartrampf PE, Buck AK, Pande A, Löffler D, Gernert M, Duell J, Topp MS, Mersi J, Waldschmidt J, Einsele H, Hudecek M, Saliba AE, Rasche L, Kortüm KM. “Multiomic and Longitudinal Dissection of Immune Dynamics Associated with Parkinsonism after Ciltacabtagene Autoleucel Therapy.” Blood cancer discovery, 10.1158/2643-3230.BCD-25-0278. 26 Mar. 2026, doi:10.1158/2643-3230.BCD-25-0278