Dabei wird die Immuntherapie nicht erst nach der Operation eingesetzt, sondern bereits davor begonnen und im Anschluss daran fortgeführt (die sogenannte perioperative Immuntherapie).
An der Hautklinik des UKW wurde die perioperative Immuntherapie Patientinnen und Patienten im klinischen Alltag schon früh zugänglich gemacht. In einer nun in der Fachzeitschrift Acta Dermato-Venereologica veröffentlichten Studie von Simon Goller et al. wurden die Verläufe von 20 Patientinnen und Patienten ausgewertet, die in Würzburg eine perioperative Immuntherapie mit dem Immuncheckpoint-Inhibitor Pembrolizumab erhalten hatten. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die Therapie im Behandlungsalltag gut durchführbar ist und eine vielversprechende Wirksamkeit sowie eine gute Verträglichkeit aufweist. Auch Möglichkeiten für schonendere Behandlungen wurden diskutiert, beispielsweise ein begrenzterer operativer Eingriff oder eine verkürzte Immuntherapie bei besonders gutem Ansprechen.
Hervorzuheben ist, dass die Daten nicht aus einer streng kontrollierten Studie stammen, sondern eine der ersten Auswertungen aus der Versorgung im Behandlungsalltag sind. Die Publikation belegt, dass sich der perioperative Behandlungsansatz auch unter Alltagsbedingungen bewährt und liefert Hinweise dazu, wie die Behandlung noch besser auf die Patientinnen und Patienten zugeschnitten werden kann.
Publikation: Simon Goller*, Tassilo Dege*, Patrick Schummer 1, Lukas Haug 2, Michael Meir 3, Thomas Gehrke 4, Detlef Klein 5, Matthias Goebeler 1, Hermann Kneitz 1, Bastian Schilling 6, Anja Gesierich*, Valerie Glutsch*. Perioperative Pembrolizumab in Locally Advanced Melanoma: A Real-world Single-centre Retrospective Study. Acta dermato-venereologica vol. 106 0009. 19 Jan. 2026, doi:10.2340/actadv.v106.adv-2025-0009
(*geteilte Autorenschaft)