COVID-19: Asthma-Therapie schwächt Impfantwort nicht

Beeinträchtigt eine moderne Asthma-Therapie mit sogenannten Biologika (monoklonalen Antikörpern) die Impfantwort gegen COVID-19?

Das haben die Universitätskliniken Würzburg und Heidelberg mit Asthma-Patientinnen und -Patienten untersucht, die entweder eine solche Antikörpertherapie oder eine herkömmliche Behandlung erhielten. Nach einer COVID-19-Impfung analysierten die Forschenden die Immunreaktion im Blut und an den Schleimhäuten sowie die Aktivität von Immunzellen.

Das zentrale Ergebnis: Trotz der gezielten Eingriffe in das Immunsystem entwickelten alle Patientengruppen eine starke und vergleichbare Impfantwort. Die Bildung schützender Antikörper sowie die zelluläre Immunreaktion waren insgesamt nicht abgeschwächt.

Teilweise zeigte sich unter bestimmten Biologika-Therapien sogar eine besonders ausgeprägte Schleimhautimmunität im Nasenbereich, also genau dort, wo Viren in den Körper eintreten.

Die Studie kommt daher zu dem Schluss, dass diese Asthma-Therapien die Wirksamkeit von COVID-19-Impfungen nicht beeinträchtigen und die Impfung auch bei entsprechender Medikation weiterhin uneingeschränkt empfohlen werden kann.

Zur Pressemeldung

Publikation: Almanzar G, Broderdörp A, Mees J, Frey M, Herth FJF, Schneider MA, Trinkmann F, Prelog M. Significant Production of Serum and Mucosal Anti-Spike-IgA Antibodies After Vaccine-Encoded or SARS-CoV-2-Infection-Induced Spike-Exposures in Patients with Asthma Treated with Monoclonal Antibodies Compared to Conventional Therapy. J Asthma Allergy. 2026;19:1-15 https://doi.org/10.2147/JAA.S547038

Die beiden Forschenden im Labor vor einem PC-Monitor
Anna Broderdörp, Doktorandin in der AG Prelog, und der Laborleiter, Privatdozent Dr. Giovanni Almanzar, teilen sich die Erstautorenschaft der im Journal of Asthma and Allergy publizierten Studie. © Martina Prelog / UKW

Anna Broderdörp, Doktorandin in der AG Prelog, und der Laborleiter, Privatdozent Dr. Giovanni Almanzar, teilen sich die Erstautorenschaft der im Journal of Asthma and Allergy publizierten Studie. © Martina Prelog / UKW