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EU-Projekt AIDPATH: Individualisierte Krebstherapie dank künstlicher Intelligenz bald schneller und effektiver

Forscherinnen und Forscher entwickeln eine Anlage zur Herstellung sogenannter CAR-T-Zellen, die in der Lage ist, patientenbezogene Daten und Biomarker per künstlicher Intelligenz in den Therapieprozess zu integrieren. Das Uniklinikum Würzburg ist Teil des Projekts.

Pressemitteilung Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Die Behandlung von Krebserkrankungen mit neuen, individuellen Zelltherapien ist meist sehr kostspielig und langwierig. Bevor eine Behandlung erfolgen kann, müssen Patienten oft lange auf die Herstellung individualisierter Therapeutika warten und verlieren wertvolle Zeit. Im EU-Projekt AIDPATH entwickeln Forscherinnen und Forscher nun eine Anlage zur Herstellung sogenannter CAR-T-Zellen, die in der Lage ist, patientenbezogene Daten und Biomarker per künstlicher Intelligenz in den Therapieprozess zu integrieren. Die Herstellung der CAR-T-Zellen erfolgt patientennah direkt im Krankenhaus. So kann es zukünftig gelingen, Menschen mit Krebserkrankungen deutlich schneller eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlung zur Verfügung zu stellen.

Im EU-Projekt »AIDPATH« werden die Partner aus der Industrie und Forschung über vier Jahre eine automatisierte und intelligente Anlage errichten, die in der Lage ist, eine zielgerichtete und patientenspezifische Zelltherapie direkt am Behandlungsort herzustellen. Zusätzlich befasst sich das Projekt mit der Integration der Anlage in das Krankenhausumfeld und berücksichtigt dabei Logistikprozesse sowie das Datenmanagement und die Datensicherheit.

AIDPATH und moderne CAR-T-Zelltherapie

Die recht neue CAR-T-Zelltherapie basiert auf genetisch veränderten T-Zellen. Das sind körpereigene weiße Blutkörperchen, die einen Teil des Immunsystems ausmachen. Die T-Zellen werden dem Patienten für die Behandlung aus dem Blut entnommen und mit einem sogenannten chimären Antigenrezeptor (CAR), ausgestattet. Dieser Rezeptor versetzt die Zellen in die Lage, Tumorzellen zu erkennen und zu zerstören. Die CAR-T-Zell-Therapie wird bereits seit zwei Jahren in Deutschland angewandt und bereitet den Weg für vollkommen neue Behandlungsansätze in der Hämatologie und Onkologie. Viel Zeit fordern bei der bisherigen CAR-T-Zelltherapie jedoch immer noch komplexe Logistikprozesse aus zentralen Produktionsstätten sowie unflexible Herstellungs- und Anwendungsschemata. Zudem ist es bisher nicht gelungen, die individuellen Zelleigenschaften des Patienten zu berücksichtigen, sodass der Therapieerfolg nicht immer sichergestellt werden kann.

Künstliche Intelligenz für die zielgerichtete CAR-T-Zelltherapie

Für eine auf den Patienten abgestimmte Therapie mit CAR-T-Zellen setzen die Partner im EU-Projekt »AIDPATH« auf Künstliche Intelligenz (KI), die die individuellen Daten und Biomarker des Patienten in den Therapieprozess einbezieht. So sollten hochpotente und optimal angepasste CAR-T-Zellprodukte hergestellt werden, die die veränderten Zellen im Blut des Patienten oder den Tumor zielsicher bekämpfen. Die KI-Technologie wird auch zur Steuerung vor- und nachgelagerter Produktions- und Logistikprozesse eingesetzt, um die Termin- und Ressourcenplanung zu verbessern.   Ein wesentlicher Vorteil der automatisierten, dezentralen Produktion ist das Potenzial, die Produktionszeiten zu verkürzen und die Therapie dem Patienten früher zur Verfügung zu stellen. Daneben können Kosten und Auslastung der Krankenhausressourcen reduziert werden. Insgesamt ergibt sich ein verbesserter Zugang für Patienten zu dieser Therapieform.

Der Prototyp für die intelligente und automatisierte Produktion von Therapeutika in der Zukunft

»Im EU-Forschungsprojekt AIDPATH schaffen wir einen Prototyp für die intelligente und automatisierte Produktion von Therapeutika der Zukunft. Die Krankenhausumgebung wird auf intelligente Weise integriert und auch Aspekte der Logistik, der Kapazitätsplanung, des Datenmanagements und der IT-Sicherheit werden einbezogen. Die CAR-T-Zell-Herstellung erfolgt in einer kompakten Anlage, die von den Medizinern vor Ort in der Klinik betrieben werden kann. Dadurch können personalisierte Behandlungen direkt am Behandlungsort ermöglicht werden. Wir ermöglichen so einen Paradigmenwechsel in der Versorgung von Patienten mit personalisierten Therapeutika«, sagt Niels König, Abteilungsleiter der Produktionsmesstechnik am Fraunhofer IPT, der das Projekt koordiniert.

Das Projekt gliedert sich in drei Arbeitsbereiche, in denen über vier Jahre eine intelligente und automatisierte Anlage zur Produktion von Therapeutika aufgebaut wird. Der erste Arbeitsbereich besteht in der Automatisierung der Herstellungsprozesse und der Anlagenvernetzung, an welchem unter anderem das Fraunhofer IPT, das Fraunhofer IZI, sowie AglarisCell, das Universitätsklinikum Würzburg, FORTH und das University College of London beteiligt sein werden. Der zweite Arbeitsbereich beschäftigt sich mit der IoT Infrastruktur, welche durch das Fraunhofer IPT, Red Alert Labs und Ortec realisiert werden. Der dritte Arbeitsbereich beschäftigt sich mit der Entwicklung und Implementierung der KI-Technologie, an welchem das Fraunhofer IPT, IRIS, FORTH, Fujifilm, SZTAKI, Fundacio Clinic per a la recerca Biomedica, Panaxea und Hitachi beteiligt sein werden.

Das EU-Projekt AIDPATH wird unter dem Förderkennzeichen 101016909 für vier Jahre aus der Fördermaßnahme »Horizon 2020« der europäischen Kommission gefördert.

Projektkonsortium

  • Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen
  • Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI, Leipzig
  • Panaxea BV, Amsterdam
  • Foundation for Research and Technology – Hellas, (FORTH), Patras
  • IRIS Technology Solutions, Sociedad Limitada, Madrid
  • Red Alert Labs, Maisons-Alfort
  • Fujifilm Irvine Scientific Inc., Newtownmountkennedy
  • Hitachi Chemical Advanced Therapeutics Solutions, Allendale
  • AglarisCell SL, Tres Cantos
  • Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  • Ortec Optimization Technology B.V., Zoetermeer
  • Fundacio Clinic per a la recerca Biomedica, Barcelona
  • SZTAKI Institute for Computer Science and Control, Budapest
  • University College London, London 

Hier zum Download: Pressemeldung Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT (27. Januar 2021)

Uniklinikum Würzburg: Mit Hemibodies das Multiple Myelom zielgenau bekämpfen

In vitro und in vivo bewiesen: Der Einsatz von bestimmten Antigen-Fragment-Paaren – sogenannten Hemibodies – hat das Potenzial, das Multiple Myelom effektiv und hochspezifisch zu bekämpfen. Eine aktuelle Publikation des Uniklinikums Würzburg erläutert die Wirkungsweise und fasst den derzeitigen Entwicklungsstand der zukunftsträchtigen Immuntherapie zusammen.

Eine der Hürden bei der Therapie des Multiplen Myeloms ist die Unterscheidung zwischen den Tumor- und den gesunden Zellen des Körpers. Diese „Unschärfe“ kann bei der Behandlung von Patienten, die an dieser bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks leiden, drastische Folgen haben: Es kann zu teils schweren, unter Umständen auch lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen. Zur Lösung dieser Misere arbeitet seit dem Jahr 2010 ein Team um die Würzburger Mediziner Prof. Dr. Gernot Stuhler und Dr. Thomas Bumm an einer Therapie mit Hemibodies, einer speziellen Kombination von Antigen-Fragmenten. Im Januar 2021 erschien in der Fachzeitschrift Communications Biology ein Beitrag, in dem Expert*innen der von Prof. Dr. Hermann Einsele geleiteten Medizinischen Klinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW) die Funktionsweise von Hemibodies und die mit ihnen beim Multiplen Myelom bislang erreichten Erfolge darlegen.

Präzision durch Paare von Antigen-Fragmenten

Im wahrsten Sinne des Wortes Ansatzpunkte des Verfahrens sind die Antigene SLAMF7 und CD38. Diese kommen beide häufig auf der Oberfläche von Myelom-Zellen vor. Jedes dieser „Targets“ für sich alleine genommen ist allerdings nicht sonderlich spezifisch, sie finden sich auch auf der Oberfläche anderer Zellen des Körpers. In Kombination sind sie jedoch hochspezifisch für die Tumorzellen. Bei der Hemibody-Technologie wird für jedes dieser Zielmoleküle ein gentechnisch maßgeschneidertes Antikörper-Fragment injiziert. Sie binden jeweils am passenden Ziel-Antigen und finden sich anschließend zu einem Paar mit dann immunstimulierenden Eigenschaften zusammen. Das bedeutet, dass sie zusammen in der Lage sind, T-Zellen auf der Oberfläche der Tumorzellen festzuhalten und zu aktivieren. Die Immunzellen können daraufhin die Krebszellen – und zwar nur diese – zerstören.

Nebenwirkungen werden zuverlässig vermieden

„Neben dem Beleg der Effizienz beim Kampf gegen die Myelom-Zellen konnten wir bislang im Reagenzglas und im Tiermodell beweisen, dass bei diesem Verfahren ungewollte Effekte, wie eine massive Zytokinfreisetzung und T-Zell-Brudermord-Reaktionen, zuverlässig vermieden werden können“, sagt Maria Geis, die Erstautorin der Publikation. Und Dr. Bumm ergänzt: „Unter dem Strich ist damit der Weg frei, Hemibodies zu einer effektiven und hochspezifischen Immuntherapie des Multiplen Myeloms weiterzuentwickeln.“

Literatur:

Geis, M., Nowotny, B., Bohn, MD. et al. Combinatorial targeting of multiple myeloma by complementing T cell engaging antibody fragments. Commun Biol 4, 44 (2021). doi.org/10.1038/s42003-020-01558-0

 

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Bauchspeicheldrüse im Eigenbau

Die Technische Hochschule Aschaffenburg untersuchte die ungewöhnliche Do-it-yourself-Szene unter Diabetiker*innen beim Bau und Einsatz von künstlichen Bauchspeicheldrüsen. Die Ergebnisse wurden kürzlich in Kooperation mit dem Uniklinikum Würzburg publiziert.

Bei Diabetes Mellitus, der Zuckerkrankheit, versiegt in der Bauchspeicheldrüse die Produktion von Insulin, dem zuckerverarbeitenden Hormon. Mit einer Reihe von medizintechnischen Hilfsmitteln kann die Funktion des Organs weitgehend nachgebildet werden, was den Diabetiker*innen den Alltag erleichtert und die Blutzuckereinstellung verbessert. Für eine kontinuierliche Glukosemessung wird dabei ein Klebesensor mit einer sehr feinen Nadel ins Unterhautfettgewebe eingestochen. Bei einer manuellen Lösung liest der Patient die dort gewonnenen Messdaten zum Blutzuckerspiegel aus – häufig über eine Smartphone-App. Entsprechend dieser Informationen stellt er eine kleine Pumpe ein, die bedarfsgerecht Insulin ins Unterhautfettgewebe injiziert.

Als Weiterentwicklung dieser Methode gilt ein sogenanntes Closed-Loop-System, das den Insulinwert permanent misst und ohne Zutun des Patienten die Insulinzufuhr eigenständig steuert. Das erste kommerzielle Closed-Loop-System ist seit dem Jahr 2019 in Deutschland erhältlich.

Technikaffine Community treibt die Industrie vor sich her

Allerdings ist der Bau einer solchen künstlichen Bauchspeicheldrüse technisch schon deutlich länger möglich: Eine junge, technikaffine Gemeinde an Diabetiker*innen entwickelt und nutzt seit 2014 eine Software, die eine Kommunikation zwischen Pumpe und Sensor über einen zwischengeschalteten Computerchip ermöglicht. „Es ist faszinierend, dass hier seit Jahren eine blühende Do-it-yourself-Community die Industrie quasi vor sich hertreibt“, sagt Prof. Dr. Holger K. von Jouanne-Diedrich, der an der Technischen Hochschule Aschaffenburg im Bereich Künstliche Intelligenz lehrt und forscht sowie den neuen Studiengang Medical Engineering and Data Science mit konzipiert, aufgebaut und gestaltet hat. Unter seiner Leitung wurde im Rahmen eines Masterprojektes ein solches Do-it-yourself-System gebaut. Außerdem wurden über tausend Patient*innen befragt, um herauszufinden, welche Diabeteshilfsmittel sie einsetzen, welche Funktionen nötig wären, wer bereits eine künstliche Bauchspeicheldrüse verwendet und ob selbstgebaute Systeme Vorteile haben. Von Seite des Uniklinikums Würzburg unterstützten Dr. Anna Laura Herzog und Prof. Dr. Christoph Wanner das Vorhaben. Die Umfrage wurden im Dezember 2020 gemeinsam in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Plos One veröffentlicht.

Mindestens 100 Eigenbau-Systeme im Einsatz

Demnach würde die Hälfte der Umfrageteilnehmer*innen einem automatischen System am ehesten vertrauen. Mehr als 85 % wären bereit, ein kommerzielles System zu nutzen – der Zeitpunkt der Umfrage war kurz vor der Zulassung des ersten kommerziellen Systems. Über 100 Teilnehmer*innen setzen bereits ein selbstgebautes Closed-Loop-System ein. „Da diese Systeme wegen der fehlenden behördlichen Überwachung nicht von den Diabetes-Fachgesellschaften empfohlen werden, gab es bisher wenig medizinische Veröffentlichungen über die Verbreitung und Anwenderzufriedenheit in Deutschland. Durch die erfreulich hohe Umfragebeteiligung war es uns erstmals möglich, einen guten Überblick über die aktuelle Nutzung in Deutschland zu erlangen“, resümiert Prof. von Jouanne-Diedrich.

Literatur:


Herzog AL, Busch J, Wanner C, von Jouanne-Diedrich HK (2020) Survey about do-it-yourself closed loop systems in the treatment of diabetes in Germany. PLoS ONE 15(12): e0243465. doi.org/10.1371/journal.pone.0243465

 

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Tropenkrankheiten nicht vergessen

Am Samstag, 30. Januar, ist der Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten. Darüber hat die einBLICK-Redaktion mit Professor Markus Engstler vom Biozentrum gesprochen. Er erforscht die Afrikanische Schlafkrankheit.

 

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 hat die Welt vor allen Dingen eines gelehrt: „Wir müssen die Gefahr von Pandemien früher als bisher erkennen. Dabei ist der One-Health-Ansatz zentral“, sagt Markus Engstler, Leiter des Lehrstuhls für Zell- und Entwicklungsbiologie am Biozentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU).

One Health? Das bedeutet, salopp formuliert, dass Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen, vor allem auch aus der Tiermedizin, an einem Strang ziehen müssen, um die Verbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Denn viele Erreger stammen ursprünglich aus Tieren und sind auf den Menschen übergesprungen.

Markus Engstler ist Teil einer deutschlandweiten Community, die sich dem One-Health-Prinzip verpflichtet fühlt: Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen setzen sich darin gemeinsam für die Prävention und Behandlung vernachlässigter Tropenerkrankungen ein.

„Deutsches Zentrum für die sektorübergreifende Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten“ (DZVT), so heißt die international einzigartige Initiative, die 2019 auf Engstlers Anregung gegründet wurde. „Das DZVT ist meine persönliche Mission“, bekennt der Professor, der an der JMU seit über zehn Jahren die Afrikanische Schlafkrankheit erforscht.

Einzigartiges Schwerpunktprogramm eingerichtet

Was Engstler in Würzburg tut, ist exemplarisch für die Grundlagenforschung über vernachlässigte Tropenkrankheiten. Das zeigt sich aktuell an einem weltweit einzigartigen Schwerpunktprogramm, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) auf Engstlers Initiative hin eingerichtet hat. Dabei kooperieren Parasitologen mit Physikern.

„Physik des Parasitismus“ nennt sich das Projekt. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass sich die Erreger der Schlafkrankheit durch Strömungen und andere physikalische Einwirkungen verändern. Von daher ist es nur bedingt hilfreich, sie in kleinen Fläschchen im Labor zu kultivieren: „In Wirklichkeit schwimmen sie ja durch den Blutstrom.“

Welchen großen Einfluss die Umwelt auf Erreger hat, war lange unbekannt. Doch tatsächlich macht es einen deutlichen Unterschied, ob man infizierte Zellen in einem Reagenzglas beobachtet oder ob man infiziertes Hautgewebe untersucht. Im Mittelpunkt des Würzburger Forschungsprogramms stehen deshalb auch aufwändig konstruierte Hautmodelle, die natürlicher Haut sehr nahekommen. Sie werden von Tsetsefliegen mit Trypanosomen, den Erregern der Schlafkrankheit, infiziert. Engstlers Team beobachtet, wie sich die einzelligen Erreger verhalten: „In der extremen Enge der kollagenreichen Haut tun sie das völlig anders als im Reagenzglas.“

Wertvolles Knowhow geht verloren

Grundlagenforschung bleibt auf alle Fälle wichtig, auch wenn im Moment das Augenmerk auf der Bekämpfung der Corona-Pandemie liegt. „Wir forschen seit 120 Jahren weltweit an Trypanosomen, doch vieles verstehen wir immer noch nicht“, betont Engstler.

Sorgen bereitet dem Professor, dass sich einige Wissenschaftler, die sich bisher mit der Schafkrankheit befasst haben, anderen Feldern zuwenden, weil die Erforschung der Schlafkrankheit als nicht mehr so wichtig gilt. Dadurch geht wertvolles Knowhow verloren, warnt der Experte für Zellbiologie: „Und das ist fatal.“

Masterstudiengang für One Health geplant

Menschen zu helfen, die im weltgesellschaftlichen Abseits stehen, ist Markus Engstler bei all seinen Initiativen ein wichtiges Anliegen. In einem DZVT-Projekt, das er mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung realisieren möchte, stehen zum Beispiel die Bewohner der nigerianischen Stadt Lagos im Fokus.

Dort, sagt Engstler, existiere ein „regelrechter Hexenkessel für Erreger“. Das städtische Abwassernetz sei miserabel, der größte Teil des Schmutzwassers fließe ungeklärt in die Lagune vor der Stadt. Krankheitserreger hätten leichtes Spiel. Künftig sollen Fachleute, die in einem One-Health-Masterstudiengang in Würzburg und Nigeria ausgebildet werden, mithelfen, solche Situationen zu verbessern.

Weil Gesundheit nicht nur von einem medizinischen Gesichtspunkt aus betrachten werden kann, soll der neue Master auch für Studierende aus allen Bereichen offen sein, zum Beispiel aus Ökonomie, Politologie, Psychologie, Biochemie oder Kommunikationswissenschaften. Angeboten wird er voraussichtlich ab 2022/23 in Würzburg sowie an vier Partneruniversitäten in Nigeria.

Ziel: Direkt etwas für Menschen tun

Dass sich ein Experte für Zellbiologie nicht nur mit den komplexen Facetten seines Faches befasst, sondern darüber hinaus Projekte anstößt, um konkret zu helfen, findet man nicht oft. Nach über 25 Jahren Grundlagenforschung sei es für ihn an der Zeit, „auch direkt etwas für Menschen zu tun“, sagt Engstler.

Seitdem ist er auf immer neue Probleme gestoßen, die sich nur mit dem One-Health-Ansatz lösen lassen: „Wie erkläre ich beispielsweise ein agrarwissenschaftliches Projekt in Nigeria, wenn 90 Prozent der Bauern Analphabeten sind?“ Aus solchen Schwierigkeiten können Kommunikationswissenschaftler heraushelfen. Daneben ist psychologische Expertise wichtig, um Projekten vor Ort Akzeptanz zu verschaffen.

40 Studierende sollen nach Engstlers Plänen im neuen One-Health-Masterstudiengang qualifiziert werden: „20 in Würzburg und 20 in Nigeria.“ Zu den Partnern gehört auch die Würzburger Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH Würzburg-Schweinfurt), die Ingenieure ausbildet. Dieser Berufsstand ist wichtig, um in Ländern des Südens Projekte für sauberes Trinkwasser und zur Verbesserung der sanitären Situation anzustoßen.

Fakten zum Welt-NTD-Tag

Am 30. Januar 2021 findet der 2. Welttag gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (Welt-NTD-Tag) statt. Anlässlich dieses Tages veranstaltet die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe aktuell bis 31.01.2021 eine Aktionswoche. Alle Informationen dazu finden sich auf www.dahw.de/hinsehen

Initiiert wurde der Tag von der Organisation „Uniting to Combat NTDs“ des Kronprinzengerichts von Abu Dhabi in den Arabischen Emiraten, unterstützt wird er von der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Bill & Melinda Gates Foundation, USAID und hunderten weiteren Organisationen, Stiftungen, Unternehmen und Regierungen weltweit.

Afrikanische Schlafkrankheit

Die Tsetsefliege überträgt die Erreger dieser Krankheit, die einzelligen Trypanosomen, mit ihrem Stich auf den Menschen. Pro Jahr kommt es in Afrika südlich der Sahara zu rund 30.000 Neuinfektionen. Die Betroffenen haben zuerst Kopf- und Gliederschmerzen, dann stellen sich Verwirrung, Krämpfe und andere Symptome ein. Schließlich fallen die Erkrankten in einen Dämmerzustand und sterben.

Weblinks

2. Welttag gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten

Deutsches Zentrum für die sektorübergreifende Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten (DZVT)

 

einBlick - Das Online-Magazin der Universität Würzburg

Uniklinikum Würzburg: Ein kreatives Zeichen der Anteilnahme und Wertschätzung

Patientinnen und Patienten sowie Beschäftigte des Uniklinikums Würzburg freuten sich über Grußkarten aus Kinderhand. Geschaffen wurden sie im Rahmen eines regionalen FSJ-Projektes beim Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Dutzendweise kunterbunte Hefte mit einerseits guten Wünschen für Patient*innen und andererseits Danksagungen an Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte erreichten kürzlich das Uniklinikum Würzburg (UKW). Hinter der Aktion stehen sieben junge Frauen, die derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Kindergärten, Grundschulen, Behinderteneinrichtungen und Kliniken der Region Mainfranken leisten. „Gemeinsam haben wir ein Projekt entwickelt und durchgeführt, bei dem Kinder und Erwachsene aus unseren Einsatzstellen die fröhlichen Grußkarten gestalten konnten“, berichtet Isabel Poßer, die derzeit als Freiwillige an der Grundschule Eisingen-Waldbrunn arbeitet. Ihre Kollegin, Alissa Rügamer, die ihr FSJ in der Evangelischen Kindertageseinrichtung St. Michael in Kitzingen leistet, ergänzt: „Anschließend haben wir mehrere ‚Gute-Besserungs-‘ beziehungsweise ‚Danke-Karten‘ zu kleinen Heften zusammengefasst und diese nach vorheriger Absprache bei der Stabsstelle Kommunikation des Uniklinikums Würzburg angeliefert.“ Dort gingen die Werke auf Anraten der Stabsstelle Krankenhaushygiene im Sinne des Corona-Infektionsschutzes sicherheitshalber für mehrere Tage „in Quarantäne“, bevor sie an Patient*innen und Klinikumsbeschäftigte ausgegeben wurden. In deren Namen bedankte sich Prof. Dr. Jens Maschmann, der Ärztliche Direktor des UKW, herzlich bei den kleinen und großen Künstler*innen sowie den Organisatorinnen für die kreativen Zeichen der Anteilnahme und Wertschätzung.

 

 

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1. Digitales Post-ASH-Forum: Internationale hämatologische Spitzenforschung verstehen

Der jährlich im Dezember stattfindende Kongress der American Society for Hematology (ASH) gilt als bedeutendste internationale Austauschplattformen zu aktuellen Entwicklungen und Fortschritten in der Hämatologie. Am Samstag, den 20. Februar 2021, präsentieren Experten der Würzburger Universitätsmedizin in einer Online-Veranstaltung laienverständlich die wichtigsten Botschaften des ASH 2020 zu einer Reihe von schweren Erkrankungen des Blutes.

Die American Society of Hematology (ASH) ist eine der weltweit größten medizinischen Fachgesellschaften, die sich mit den Ursachen und der Behandlung von Erkrankungen des Blutes befasst. Der von ihr alljährlich im Dezember in den USA veranstaltete Kongress gilt als international wichtigste Plattform zur Präsentation und Diskussion topaktueller hämatologischer Forschungsergebnisse. Der letzte, 62. Kongress fand vom 5. bis 8. Dezember 2020 statt – formal in San Diego/USA, de facto wegen der Corona-Pandemie im Internet. „Dabei wurden für viele schwerwiegende Erkrankungen ermutigende Erkenntnisse vorgestellt, die wir den betroffenen Patienten, ihren Angehörigen und allen sonstigen Interessierten nicht vorenthalten wollen“, sagt Prof. Dr. Hermann Einsele, der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg (UKW). Deshalb organsiert das UKW am Samstag, den 20. Februar 2021, das 1. Digitale Post-ASH-Forum. Bei der Veranstaltung, die über die Internetplattform Skype for Business übertragen wird, präsentieren Prof. Einsele sowie fünf weitere Experten des UKW und der Uni Würzburg Neuigkeiten aus der Behandlung von Krankheiten wie Multiples Myelom, akute myeloische Leukämie, myeloproliferative Neoplasien und Non-Hodgkin-Lymphom. Außerdem gibt es ein Update und einen Ausblick zu weiteren Entwicklungen beim Einsatz von CAR-T-Zellen sowie Wissenswertes zur Corona-Schutzimpfung.

Die kostenlose Veranstaltung beginnt um 9:30 Uhr. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC. Wichtig ist zudem eine Anmeldung bis spätestens 6. Februar 2021 bei Gabriele Nelkenstock unter Tel.: 0931 / 299 850 95 oder E-Mail: info@kampfgegenkrebs.de. Das detaillierte Programm des Informationstags findet sich unter www.ukw.de/medizinische-klinik-ii/veranstaltungen.

 

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Hinsehen statt Übersehen: Vernachlässigte Krankheiten bekämpfen. Vergessene Menschen sichtbar machen.

Über 200.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an Lepra, Millionen Menschen müssen ein Leben lang unter den Folgen Erkrankung leiden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Lepra zu den vernachlässigten Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases, NTDs): Diese haben gemeinsam, dass sie vor allem die Ärmsten in Ländern des Globalen Südens treffen und – obwohl vermeidbar und behandelbar – zu Ausgrenzung, Stigmatisierung, schwersten Behinderungen und (noch größerer) Armut führen können. Um auf das Schicksal von mehr als 1,7 Milliarden Betroffenen aufmerksam zu machen, startet die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe zum Welt-NTD-Tag am 30. Januar und zum Welt-Lepra-Tag am 31. Januar in Anlehnung an eine internationale Kampagne der Organisation „Uniting to Combat NTDs“ eine Aktionswoche unter dem Motto „Hinsehen statt Übersehen. Vernachlässigte Krankheiten bekämpfen. Vergessene Menschen sichtbar machen“. Unterstützt wird sie von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und dem Deutschen Netzwerk gegen NTDs (DNTDs). 

Ungefähr jeder fünfte Mensch ist von einer armutsassoziierten Krankheit betroffen oder bedroht. Dennoch erhalten die „NTDs“ und die Betroffenen kaum Aufmerksamkeit in Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit. In der Folge stehen viel zu wenig Mittel für die (dringend notwendige) multisektorale Ursachenbehebung zur Verfügung. „NTDs wie Lepra bekämpfen, heißt Armut bekämpfen“, sagt Burkard Kömm, Geschäftsführer der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe. „Dazu müssen die sog. sozialen Determinanten von Gesundheit wie die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen allgemein verbessert werden.“ Zudem gelte es, die Forschung nach Medikamenten und Impfstoffen zu intensivieren und die nationalen Gesundheitsprogramme zu stärken.“

Die aktuelle Corona-Pandemie verschärfe die Situation. „COVID-19 ist das alles beherrschende Thema, doch für Milliarden Menschen weltweit ist das nur eine weitere Infektionskrankheit, die sie das Leben kosten kann“, so Kömm. Um das Bewusstsein für das riesige globale Gesundheitsproblem NTDs zu wecken, kombiniert die DAHW ihre traditionellen Aktivitäten zum Welt-Lepra-Tag in diesem Jahr mit Aktionen im Rahmen einer internationalen Kampagne zum Welt-NTDTag. „Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen und Institutionen werden wir vom 24. bis zum 31. Januar 2021 über verschiedene Aspekte von Armutskrankheiten informieren und die vergessenen Menschen sichtbar machen.“ Mehr dazu auf www.dahw.de/hinsehen.

Neue Strategien zur Lepra- und NTD-Bekämpfung

Ein Highlight in der Aktionswoche ist die Präsentation der neuen „Roadmap“ für NTDs 2021-2030 der WHO, die auch eng mit der neuen Strategie zur Lepra-Bekämpfung 2021-2030 verbunden ist. An der virtuellen Konferenz am 28. Januar 2021 nehmen Regierungschefs, Gesundheitsminister*innen und zahlreiche Partnerorganisationen teil, die Programme zur Prävention, Kontrolle, Eliminierung und Ausrottung von armutsbedingten Krankheiten unterstützen – so auch die DAHW. Die „Roadmap“ entstand auf Basis eines mehrmonatigen Konsultationsprozesses, Kontakt: Jenifer Gabel, Tel: 0931 7948-130, mobil: 0172 8437186, jenifer.gabel@dahw.de an dem von NTDs betroffene Länder, Geberstaaten und weitere Akteure auf staatlicher, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Ebene beteiligt waren, darunter auch Vertreter*innen der DAHW und lokale DAHW-Partnerorganisationen in den Einsatzländern. Ziel ist es, die sektorübergreifende, integrierte Zusammenarbeit im Bereich der Planung, Logistik, Finanzierung und Implementation von programmatischen Maßnahmen zu verbessern und damit die Wirkung zu erhöhen. Zugleich sollen die Länder selbst mehr Eigenverantwortung übernehmen und dazu – unter stärkerer Berücksichtigung der lokalen und kulturellen Begebenheiten – Unterstützung beim Kapazitätsaufbau erhalten.

Coronabedingte Rückschritte

Die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus und die Schutzmaßnahmen haben auch auf die Lepra-Arbeit massive Auswirkungen. „Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen erschweren es uns, unseren lokalen Partnerorganisationen und den nationalen Lepra-Kontrollprogrammen aktiv nach Betroffenen zu suchen, um sie frühzeitig zu behandeln und leprabedingte Behinderungen zu vermeiden“, berichtet Burkard Kömm. „Aber auch bereits diagnostizierte Patient*innen mit den benötigten Medikamenten zu versorgen, ist in vielen Projektländern problematisch.“ Seit einigen Wochen komme es inzwischen zu Engpässen bei der Lieferung der Antibiotika-Kombination zur Lepra-Therapie. In der DAHW befürchtet man daher, dass es in den nächsten Jahren wieder vermehrt zu Fällen kommen wird, die man erst entdeckt, wenn die durch Lepra verursachten Nervenschädigungen zu chronischen Beschwerden und Beeinträchtigungen geführt haben.

Lichtblicke in der Krise

Auch im Bereich der Forschung hat Corona den Lepra-Expert*innen einen Strich durch die Rechnung gemacht: Eigentlich hätte die bald 17-jährige Suche nach einem Impfstoff bereits 2020 in die nächste wichtige Phase eintreten sollen. Der Start der Phase 1b der klinischen Studie – die Testung des Impfstoffkandidaten „LepVax“ in einem endemischen Gebiet – wurde daher auf das Frühjahr 2021 verschoben. Wenn sich die bisherigen Testergebnisse allerdings im weiteren Verlauf der zukünftigen Studien bestätigen, ist mit einer Zulassung des Impfstoffes 2025 rechnen.

Darüber hinaus sind es neue interdisziplinäre und ganzheitliche Konzepte, die Grund zur Hoffnung geben. „Gesundheit ist ein Querschnittsthema, das macht die Coronapandemie deutlich“, konstatiert Kömm. „Daher werden wir neben unserer medizinischen Arbeit weiterhin verstärkt Maßnahmen zur Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung (WASH) umsetzen.“ Aber auch der transversale Sektor „Empowerment“ (die Ermächtigung der Menschen auf individueller, gemeinschaftlicher und nationaler Ebene) sowie der „One Health“-Ansatz (die Kooperation von Umweltwissenschaften, Human- und Tiermedizin) werden in den DAHW-Projekten eine zunehmend zentrale Rolle einnehmen. 

 

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Das Deutsche Zentrum für sektorübergreifende Bekämpfung Vernachlässigter Tropenkrankheiten (DZVT): Gemeinsam Armutskrankheiten stoppen!

2019 wurde im Beisein des Bundesentwicklungsministers Dr. Gerd Müller in der Würzburger Residenz der Grundstein für das neue „Deutsche Zentrum für die sektorübergreifende Bekämpfung Vernachlässigter Tropenkrankheiten“ (DZVT) gelegt.
In diesem neuen Zentrum werden erstmals Organisationen aus Wissenschaft, Kirche, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen arbeiten, um im Kampf gegen Vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases, NTDs) eine neue interdisziplinäre Forschungsrichtung zu erproben: die Implementationsforschung.
Ziel ist es, die Ursachen für NTDs  in den Einsatzländern der Hifsorganisationen mit wissenschaftlichen Methoden zu analysieren und gemeinsam mit den Menschen und Gemeinden vor Ort und Lösungen zu entwickeln, die das vielschichtige Gesundheitsproblem der armutsassoziierten NTDs nachhaltig und langfristig lösen.
Zwar wurden wirtschaftliche, soziopolitische und ökologische Aspekte von NTDs bereits sporadisch erforscht, jedoch nicht im sektorübergreifenden Zusammenhang und nicht über einen längeren Zeitraum hinweg.
Das DZVT wird neben der erfahrenen medizinischen Expertise auch akademische Disziplinen wie Ingenieurswesen, Soziologie, Biologie und Tiergesundheit zusammen bringen, aber auch den Bereich Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung (WASH) und die Öffentlich-Private Partnerschaft im Gesundheitssektor (Public-Private Partnerships, PPP).

Gründungsmitglieder des DZVT:

  • Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung BORDA e.V.
  • DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e. V.
  • Deutsche Gesellschaft für Parasitologie
  • Gemeinschaft Sant’Egidio
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
  • Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • Missionsärztliches Institut Würzburg
  • Tierärzte ohne Grenzen