Aktuelle Meldungen

Anne Frank Tag 2021 an der Berufsfachschule für Diätassistentinnen und Diätassistenten

Deutschlandweit beteiligen sich rund 500 Schulen am Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus

 

Die Berufsfachschule für Diätassistenten beteiligt sich in diesem Jahr am Anne Frank Tag, einem bundesweiten Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus. Der Anne Frank Tag findet rund um Anne Franks Geburtstag, dem 12. Juni, statt. Deutschlandweit engagieren sich Schüler und Schülerinnen  an beinahe 500 Schulen bei der bundesweiten Aktion, die vom Anne Frank Zentrum in Berlin organisiert wird. Unter dem diesjährigen Motto »Blick auf die Geschichte« beschäftigen sich die Schüler/innen mit Anne Franks Lebensgeschichte und nehmen Fotos als historische Quellen kritisch in den Blick. Anne Frank ist eines der bekanntesten Opfer des Holocaust und wurde durch die Veröffentlichung ihres Tagebuchs weltweit bekannt. Die Schüler/innen der Berufsfachschule für Diätassistenten arbeiten zum Anne Frank Tag mit einer Plakatausstellung, einem Video-Interview mit dem Holocaust-Überlebenden Tswi Herschel sowie weiteren digitalen und analogen Lernmaterialien, die vom Anne-Frank-Zentrum entwickelt wurden. Sie setzen sich darüber hinaus mit ihrem Schulsozialpädagogen  Joas Nickel sowie Mitarbeiter/innen der Jungendbildungsstätte Unterfranken am 14.06.2021 mit dem Würzburger DenkOrt Deportation am Hauptbahnhof Würzburg auseinander und beschäftigen sich mit den Biographien der Opfer des Nationalsozialismus. Im Vordergrund dabei steht die jugendliche Sichtweise auf die Vergangenheit und die Frage nach der Bedeutung der Erinnerung für unsere heutige Gesellschaft. Darüber hinaus kommt es im Rahmen des Programms „Meet a Jew“ zu einer persönlichen Begegnung mit jungen Juden und Jüdinnen, um in einem Gespräch auf Augenhöhe einen Einblick in jüdisches Leben  hier und heute zu gewinnen.

 

 

Der Anne Frank Tag findet seit 2017 jedes Jahr an Anne Franks Geburtstag statt. In diesem Jahr wird er am Freitag, den 11. Juni in der Berliner Anne-Frank-Grundschule feierlich eröffnet. Das Interesse am Aktionstag ist groß: Die Zahl der teilnehmenden Schulen hat sich seit der Initiierung durch das Anne Frank Zentrum versechsfacht. Der Anne Frank Tag steht jedes Jahr unter einem besonderen Motto und soll Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerkräfte dazu anregen, sich mit der Geschichte von Anne Frank in der Zeit des Nationalsozialismus sowie mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung in der Gegenwart zu befassen. Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, übernimmt auch 2021 die Schirmherrschaft.

 

Ziel des Anne Frank Tages 2021 ist es, dass Schülerinnen und Schüler ihre Medienkompetenz weiterentwickeln und ihre Urteilskraft gestärkt wird. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich antisemitischer Verschwörungserzählungen in der Gegenwart. Die Schüler/innen des  ersten Ausbildungsjahres der Berufsfachschule für Diätassistenten können vor Ort mit den Lernmaterialien unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsbestimmungen arbeiten. Sollten ein Präsenzunterricht aufgrund steigender Inzidenzzahlen nicht möglich sein, ist eine digitale Durchführung möglich.  Zu den Lernmaterialien gehört die Ausstellung »Blick auf die Geschichte«. Sie erzählt auf sieben großformatigen Plakaten – gedruckt und online – die Lebensgeschichte von Anne Frank anhand von historischen Fotografien. Die Fotografien zeigen Anne Frank in der Zeit zwischen 1931 als zweijähriges Kind und zuletzt 1942 als 13-jährigen Teenager. Zwei Monate später musste die Familie Frank untertauchen und sich vor den Nationalsozialisten verstecken. Aus der Zeit im Versteck sind keine weiteren Fotos überliefert. Zu sehen sind auf den Plakaten außerdem Anne Franks erster Wohnort in Frankfurt am Main, eine öffentliche Parade der Hitlerjugend am Frankfurter Bahnhofsplatz, das Haus in Amsterdam, in dem die Familie sich zwei Jahre lang versteckte und Anne Frank ihr Tagebuch schrieb. Gezeigt werden auch Fotos aus dem Leben ihres Vaters nach dem Krieg, der als einziger aus der Familie den Holocaust überlebte. Die Lernmaterialien regen die Schülergruppen dazu an, sich mit historischen Fotos kritisch auseinanderzusetzen und auf gegenwärtige Medien zu übertragen: »In welchem politischen und gesellschaftlichen Kontext ist das Foto entstanden?«, »Welche Absicht verfolgten die Fotograf/innen?«, »Was zeigt uns das Foto, und was zeigt es uns nicht?« Den Schülerinnen und Schülern steht ebenfalls ein digitales Interview mit dem Holocaust-Überlebenden Tswi Herschel zur Verfügung, der die Verfolgung als jüdisches Kind versteckt bei einer christlichen Familie in den Niederlanden überlebt hat. Das Video wurde in Kooperation mit Yad Vashem – Internationale Holocaust Gedenkstätte für den Anne Frank Tag aufgenommen und gehört zu dem Online-Material, mit dem die Schüler/innen zum Anne Frank Tag arbeiten.

 

Video-Interview mit Tswi Herschel

Der Holocaust-Überlebende Tswi Herschel (geb. 1942) berichtet in einem Video-Interview über seine frühe Kindheit in dem von Deutschland besetzten Niederlanden. Als jüdisches Kind hatten ihn seine Eltern bei einer christlichen Familie vor der antisemitischen Verfolgung versteckt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs fand ihn seine Großmutter wieder und nahm ihn zu sich. Tswi Herschels Eltern wurden im Vernichtungslager Sobibor ermordet. Tswi Herschel spricht in dem Video-Interview außerdem über den starken Antisemitismus, dem er als Kind nach Ende des Krieges in den Niederlanden ausgesetzt war und davon, wie er bei der jüdischen Jugendbewegung Bnei Akiva Anschluss fand. 1986 segelte er gemeinsam mit seiner Frau auf einer dreimonatigen Reise mit dem eigenen Boot nach Israel, wo er bis heute lebt.

 

Anne Frank Zeitung 2021

Die Anne Frank Zeitung ist Teil des Lernmaterials zum Anne Frank Tag und wurde in Kooperation mit dem Anne Frank Haus entwickelt. In der diesjährigen Anne Frank Zeitung lernen die Schüler/innen, Propaganda­fotos der Nationalsozialisten von privaten Aufnahmen zu unterscheiden und erhalten Einblick in die Arbeit verschiedener Fotograf/innen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Anhand aktueller Fotos beschäftigen sie sich kritisch mit der Frage, wie heute in Medien und Social Media verbreitete Bilder unsere Wahrnehmung der Realität prägen.

 

Eröffnungsveranstaltung des Anne Frank Tags 2021 in Berlin

Die zentrale Auftaktveranstaltung findet am 11. Juni von 10.30 bis 11.30 Uhr an der Anne-Frank-Grundschule in Berlin statt. Die Veranstaltung wird live auf Youtube übertragen: @annefrankzentrum. Vertreter/innen der Presse und die interessierte Öffentlichkeit sind dazu eingeladen.  





Das Anne Frank Zentrum

Das Anne Frank Zentrum ist die deutsche Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Mit Ausstellungen und Bildungsangeboten erinnert das Zentrum an Anne Frank und ihr Tagebuch. Es schafft Lernorte, in denen sich Kinder und Jugendliche mit Geschichte auseinandersetzen und diese mit ihrer heutigen Lebenswelt verbinden. Sie lernen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie zu engagieren. Das Anne Frank Zentrum zeigt eine ständige Ausstellung in Berlin und Wanderausstellungen in ganz Deutschland. Es setzt bundesweit Projekte um und entwickelt Materialien zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust sowie mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung heute. Der gemeinnützige Verein hat seinen Sitz in Berlin und ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten.

 

Partner des Anne Frank Tags

Der Anne Frank Tag 2021 ist ein Projekt des Anne Frank Zentrums in Kooperation mit dem Anne Frank Haus, dem Anne Frank Fonds, Ariowitsch-Haus, der Bildungsstätte Anne Frank, der Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, der Gedenkstätte Bergen-Belsen, Ilan-Bildungsprogramm, Meet a Jew, Museum Synagoge Gröbzig, und Yad Vashem – Internationale Holocaust Gedenkstätte.

Förderer des Anne Frank Tags

Der Anne Frank Tag 2021 wird ermöglicht durch die Finanzierung des Projektes durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz sowie durch die Stiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft«. Weitere Unterstützung erhält das Projekt von der Botschaft des Königreichs der Niederlande, der Deutschen Bahn sowie dem AOK-Bundesverband.

 



Pressefotos und Medieninformation
zum Download zum Anne Frank Tag allgemein gibt es unter:

https://www.artefakt-berlin.de/pressecenter/

www.annefranktag.de/presse

Anne Frank

Online-Studientag „Euthanasie“ – Unterricht in besonderen Zeiten

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Pflege ist die Beteiligung von Pflegekräften an den Morden an kranken und behinderten Menschen im Nationalsozialismus.

 

Um die Auszubildenden in der Pflege dafür zu sensibilisieren, findet der Unterricht normalerweise als Exkursion zum KZ in Flossenbürg und zum Dokumentationszentrum des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg statt.

 

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Pflege ist die Beteiligung von Pflegekräften an den Morden an kranken und behinderten Menschen im Nationalsozialismus.

Um die Auszubildenden in der Pflege dafür zu sensibilisieren, findet der Unterricht normalerweise als Exkursion zum KZ in Flossenbürg und zum Dokumentationszentrum des Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg statt.

Doch dieses Jahr ist alles anders und der Studientag fand diesmal online im Distanzunterricht statt.

Zuerst habe ich mit den Schülern gemeinsam den Film „Nebel im August“ angesehen. Dieser schildert eindrücklich das Schicksal von Ernst Lossa, der in Kaufbeuren im Alter von 15 Jahren euthanasiert wurde.

Im anschließenden Workshop wurden Themen rund um den Film, die NS-Zeit am Uniklinkum und die Beteiligung von Pflegekräften bearbeitet.

Hier ein paar Beispiele:

-          Warum heißt die Adresse des ZEP Margarete-Höppel-Platz?

-          Wer war der reale Ernst Lossa?

-          Wie war Werner Heyde, damals Direktor der Nervenklinik, an der Euthanasie beteiligt?

-          Was hat das „Lehrbuch für die Kinderkrankenschwester“ von Werner Catel mit der NS-Zeit zu tun?...

Der Workshop fand über die Plattform MS Teams statt, die Teilnehmer arbeiteten in Gruppen in sogenannten Break-out-Rooms. Die Ergebnisse wurden kollaborativ erarbeitet mit Online-Dokumenten, im Anschluss in einer Videokonferenz der gesamten Gruppe präsentiert und im entsprechenden Team veröffentlicht. So konnten die Schüler zwar räumlich getrennt, aber dennoch gemeinsam dieses interessante und auch in der heutigen Zeit immer noch wichtige und eindrückliche Thema erarbeiten. 

Ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung

Die Berufsfachschule für Diätassistent*innen feierte am vergangen Freitag, den 15.01.21, ihre offizielle Titelverleihung zu einer „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“.

 

Wegen der Corona- Pandemie fand die Veranstaltung als Videokonferenz über Skype for business statt.

Als eine „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ gehört die Berufsfachschule der Diätassistenten nun zu einem deutschlandweiten Bündnis von Schulen, die sich im Rahmen einer Selbstverpflichtung dazu verpflichtet haben, in Zukunft nachhaltige Projekte, Aktionen und Veranstaltungen durchzuführen und sich gegen jegliche Form der Diskriminierung, insbesondere Rassismus, einzusetzen und diese zu überwinden.

Im Rahmen der Titelverleihung wurde der Berufsfachschule eine Urkunde durch die Regionalkoordination in Unterfranken von „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ überreicht. Die Regionalkoordination berät, informiert, bietet Koordinierungs- und Netzwerktreffen verschiedener Zielgruppen an und unterstützt die einzelnen Schulen in Unterfranken in der rassismuskritischen Bildungsarbeit.
Im Netzwerk Schule ohne Rassismus wird jede Schule von einem Paten begleitet. Die engagierten Schülerinnen des Courage- Teams der Schule konnten Dr. Matthias Riedl als Paten gewinnen.  Bekannt ist der Internist und Ernährungsmediziner aus der NDR- Fernsehsendung „Die Ernährungsdocs“.  Mit einem ebenso aktuellen wie kurzweiligen Vortrag gab Dr. Riedl den 80 Teilnehmer/innen der Telekonferenz einen kompakten Überblick über gesunde Ernährung, wobei er besonders den Wert der Ballaststoffe hervorhob.

Sobald an der Berufsfachschule wieder Präsenzunterricht ist, wollen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem „DenkOrt Deportation“ am Würzburger Hauptbahnhof auseinandersetzen. Ideen für weitere Projekte hat das Courage- Team auch schon, so dass  der Kampf gegen Ausgrenzung nicht nur im Schulalltag gelebt wird, sondern  auch in weiteren Aktionen nachhaltig verfolgt wird.  

Onlineverleihung
Onlineverleihung

Herzgesunde Ernährung

Schülerinnen der Berufsfachschule für Diätassistenten zeigen, wie man gesund und munter durch den Winter und den Corona-Lockdown kommt

Ein Projekt der besonderen Art starteten die angehenden Diätassistentinnen in der Adventszeit 2020. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Herzinsuffizienz (DZHI) haben die Schülerinnen der Berufsfachschule sechs Filme entwickelt, die sich der herzgesunden Ernährung widmen.

Zur Projektseite...

Infoveranstaltung am 25.09.2020 entfällt!!

Wegen der anhaltend hohen Covid- Infektionslage in Würzburg entfällt die Informationsveranstaltung, die für den 25.September 2020 um 14 Uhr geplant war.

Interview: Mit der neuen Pflegeausbildung gezielt berufliche Handlungskompetenz erwerben

Im September dieses Jahres startet der neue Ausbildungsberuf zur/zum Pflegefachfrau/Pflegefachmann am Staatlichen Schulzentrum für Gesundheitsberufe Würzburg. Im Interview beantwortet dessen Leiterin, Christine Hildebrandt, Fragen zu dieser zukunftsweisenden, generalistischen Karrierechance.

Frau Hildebrandt, was ist denn nun neu an der neuen Pflegeausbildung?

Christine Hildebrandt: Aus drei Berufen entsteht ein Beruf: Die Pflegefachfrau/der Pflegefachmann. Mit diesem Abschluss kann man sowohl in der Altenpflege, in der Kinderkrankenpflege wie in der Pflege des Erwachsenen arbeiten. Damit verbunden sind ein neuer Lehrplan mit neuem pädagogischem Konzept sowie viele organisatorische, rechtliche und finanzielle Änderungen.


Gibt es für die neuen Pflegefachkräfte dennoch Spezialisierungen?

Hildebrandt: Ja, durch die Vertiefungsgebiete. Wir bieten die Vertiefungen Pflege am Kind und Pflege am Erwachsenen an.


Wie unterscheidet sich dabei die Ausbildung?

Hildebrandt: Wer „Pflege am Kind“ wählt, verbringt im praktischen Einsatz mehr Zeit in der Kinderklinik. Wer „Pflege am Erwachsenen“ wählt, ist länger auf den allgemeinen Stationen.


Welche praktischen Einsätze sind außerdem vorgesehen?

Hildebrandt: In der Altenpflege, in der ambulanten Pflege –- d.h. in Sozialstationen – und in der Psychiatrie.


Am Uniklinikum Würzburg gibt es ja keine Altenpflegeplätze. Wie funktioniert das dann?

Hildebrandt: Wir kooperieren mit externen Einrichtungen wie der AWO, der Caritas und dem Kommunalunternehmen Würzburg. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen dort die Pflege kennen. Im Austausch kommen Schülerinnen und Schüler dieser Einrichtungen ans Uniklinikum Würzburg.


Was ändert sich im Unterricht?

Hildebrandt: Die Schülerinnen und Schüler lernen exemplarisch anhand von konkreten beruflichen Situationen, zum Beispiel „Badeunfall“ oder „Im Leben mit Demenz unterstützen“. Aus den einzelnen Fächern wird dann das jeweilig Relevante erarbeitet, also beispielsweise medizinisches Fachwissen, pflegerische Fertigkeiten, rechtliche Grundlagen und soziale Fähigkeiten. Nicht mehr die einzelnen Fachsystematiken stehen im Vordergrund, sondern das konkrete berufliche Problem, das zu lösen ist. Das Besondere ist, dass der schuleigene Lehrplan von den Lehrkräften gemeinsam entwickelt wurde.


Wie verändert sich das Würzburger Schulzentrum räumlich?

Hildebrandt: Die Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege zieht im September 2020 aus ihren Räumen am Berliner Platz aus und kommt mit in das Gebäude der jetzigen Krankenpflegeschule am Straubmühlweg. Derzeit wird dort fleißig umgebaut, so dass im Herbst genügend Klassenzimmer und Büros für die Lehrkräfte zur Verfügung stehen werden.


Wie stehen die Lehrkräfte zu der Veränderung?

Hildebrandt: Am Anfang waren schon viele traurig und hätten lieber in der gewohnten Art und Weise weitergearbeitet. Dadurch, dass wir seit eineinhalb Jahren gemeinsam mit allen Lehr- und Verwaltungskräften die neue Pflegeschule entwickelt haben und beide Teams sich stark in die Entscheidungen und in die Gestaltung eingebracht haben, ist aus meiner Sicht jetzt ein tolles neues Team gewachsen. Inzwischen sind alle auf den Beginn der neuen Ausbildung gespannt und freuen sich, wenn es im September losgeht.


Wer leitet die neue Pflegeschule?

Hildebrandt: Das machen Amal Abbas Harraz, die Leiterin der Kinderkrankenpflege, und Frank Engels, der Leiter der Krankenpflegeschule, gemeinsam als „Doppelspitze“.


Was gewinnen die Schülerinnen und Schüler durch die neue Ausbildung?

Hildebrandt: Weniger pauken, mehr lernen im Sinne von „berufliche Handlungskompetenz erwerben“. Der Unterricht orientiert sich an echten beruflichen Situationen, nicht an Fachsystematik. Praxis und Theorie sind unmittelbar verknüpft. Die Praxisanleiterinnen und -anleiter des Uniklinikums auf den Stationen können durch das neue Pflegegesetz die Schülerinnen und Schüler länger und intensiver begleiten.


Was bringt die neue Ausbildung nach dem Examen?

Hildebrandt: Wie schon gesagt, kann man mit dem Abschluss „Pflegefachfrau/-mann“ in allen drei Bereichen arbeiten. Zudem ist der Abschluss europaweit anerkannt. Das Besondere ist, dass den so ausgebildeten Frauen und Männern bestimmte Aufgaben vorbehalten sind, wie zum Beispiel die Pflegeplanung. Das stärkt auch die Pflege gegenüber anderen Berufsgruppen wie der Ärzteschaft.


Was wünschen Sie sich persönlich?

Hildebrandt: Dass alles klappt bis zum Start am 8. September – also der Umbau, der Umzug, keine neue Corona-Welle usw.


Worüber freuen Sie sich bei dem Projekt?

Hildebrandt: Dass so viele Lehrkräfte und Verwaltungskräfte so ausdauernd, kreativ und fleißig mit an der neuen Schule arbeiten und sie mitgestalten. Das finde ich richtig toll – das bewegt mich!

Link zur Pressemitteilung

Christine Hildebrandt, die Leiterin des Staatlichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe Würzburg. Bild: Reiner Gerber
Als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann kann man sowohl in der Kinderkrankenpflege, in der Pflege des Erwachsenen wie auch in der Altenpflege arbeiten. Bild: Daniel Peter / Uniklinikum Würzburg
Baustellenbesichtigung: Aus dem ehemaligen Speisesaal der Krankenpflegeschule am Straubmühlweg in Würzburg entstehen Klassenzimmer und Büros – von links: Florian Geißler, stellv. Schulleiter des Staatlichen Schulzentrums für Gesundheitsberufe Würzburg (BSZG), Amal Abbas Harraz, Leiterin der Kinderkrankenpflegeschule, Bertram Bräutigam, Leiter des Geschäftsbereichs Technik und Bau des Uniklinikums Würzburg, Stephan Haas, Architekt, Michael Kuhlmann, stellv. Leiter der Krankenpflegeschule, Frank Engels, Leiter der Krankenpflegeschule, Christine Hildebrandt, Schulleiterin des BSZG. Bild: Carina Bischof / Uniklinikum Würzburg

Abschlussfeier 2020

Trotz Mundschutz strahlen die 20 examinierten Diätassistentinnen des Kurses 17-20 und freuen sich über den erfolgreichen Berufsabschluss. Die Abschlussprüfung wurde unter Beachtung strenger Hygieneregeln durchgeführt. Die Zeugnisübergabe fand ohne Eltern und Gäste, dafür mit reichlich Abstand und ohne das gewohnte Buffet statt.

Abschlussklasse 2020
Abschlussklasse 2020
Abschlussrede der Klassensprecher
Die Klassensprecherinnen Kim- Luisa Reinecke und Anne Schneider bedankten sich in einer charmanten Rede beim gesamten Kollegium für die Unterstützung in den letzten drei Jahren und verteilten als Dankeschön Sonnenblumen.
Zeugnisübergabe
Klassenlehrerein Marlen Wolfart wünscht den Absolventen auf ihrem weiteren Lebensweg „Freunde, die ein Stück mit Ihnen gehen, Kraft wenn es Berg auf geht, Mut wenn Hindernisse den Weg versperren und viele schöne Augenblicke.“ Zum Zeugnis gab es für jede Absolventin eine Rose.

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