Körpereigene arterielle Bypassgefäße
In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass insbesondere die Brustwandarterien den Beinvenen überlegen sind. Deshalb werden diese bei uns auch standardmäßig eingesetzt. Bei einer Verengung der vorderen Herzkranzarterie wird vorwiegend die linke Arteria mammaria (LIMA) als Umgehungsgefäß verwandt. Sind jedoch mehrere Herzkranzgefäße betroffen, sind auch mehrere Arterien nötig.
Zur Verfügung stehen:
- linke Arteria mammaria (LIMA)
- rechte Arteria mammaria (RIMA)
- Speichenarterie des Unterarms
- selten auch Arterien aus dem Bauchraum
LIMA-RIMA-T-Graft
Die häufigste kombinierte Bypass-Operation mit arteriellem Gefäßersatz ist der LIMA-RIMA-T-Graft. Falls die Brustwandarterien nicht selbst verkalkt sind oder Verengungen aufweisen, bieten sie sich als Bypassmaterial an, wenn sowohl die vordere als auch die hintere Herzwand minderdurchblutet sind. Die paarweise neben dem Brustbein verlaufenden Gefäße LIMA und RIMA, die aus der Schlüsselbeinarterie entspringen und die Muskulatur des Brustkorbes versorgen, werden aus ihrem Gewebebett präpariert. Sie werden entweder an beiden Seiten durchtrennt und als ganze Stränge entnommen oder nur an ihrem unteren Ende abgeschnitten und direkt in die Herzkranzarterien eingenäht. Eine weitere Möglichkeit ist, das eine Ende der RIMA im 90 Grad-Winkel als T-Verbindung in die Breitseite der LIMA einzunähen, um von ihr mit Blut versorgt zu werden, und das das andere Ende in die Hinterwandarterie einzusetzen, um diese zu behandeln. Durch diese Eingriffe erspart man sich das Einnähen des Bypasses in die Aorta.
Einschränkung
Die Präparation beider Brustwandarterien ist ein aufwändiges Verfahren und beeinträchtigt in einigen Fällen die Blutversorgung des Brustbeins. Die Eröffnung des Bauchraums ist als Zweihöhlen-Eingriff eine sehr umfangreiche Operation und mit einem erhöhten Infektionsrisiko behaftet. Deshalb ist die komplette arterielle Revaskularisation des Herzens am besten für jüngere Patientinnen und Patienten unter 70 Jahren geeignet.
Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten
Sprechzeiten
Herzchirurgie
Montag, Mittwoch und Donnerstag
07:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Thoraxchirurgie
Dienstag 07:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Freitag 07:30 Uhr bis 13:00 Uhr
Spezialambulanzen
siehe unter Ambulante Behandlung
Kontakt
Ambulanz Herzchirurgie
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Telefon: +49 931 201-33135
E-Mail: htg_ambulanz@ukw.de
Ambulanz Thoraxchirurgie
Kerstin Bausenwein
Telefon: +49 931 201-33100
E-Mail: htg_ambulanz@ukw.de
Anmeldung Operationen
Leonie Wiesner
Telefon: +49 931 201-33026
Fax: +49 931 201-33109
E-Mail: htg_zpm@ukw.de
Klinikdirektorin
Univ.-Prof. Dr. med. Gloria Färber
Telefon: +49 931 201-33001
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