Ersatz der Herzklappe
Das menschliche Herz besitzt vier Klappen, die wie Ventile dafür sorgen, dass der Blutstrom im Herzen immer in eine Richtung fließt. Wenn eine dieser Herzklappen undicht, verengt oder verkalkt ist, kommt es beim Blutauswurf in den Organismus zum Rückfluss oder zum großen Druckaufbau in den Herzkammern und Herzvorhöfen. Auf Dauer schwächt dies unbehandelt den Herzmuskel und beeinträchtigt die Herzleistung.
Operationsmethoden
Sowohl zur Vorbeugung gegen eine Herzinsuffizienz als auch heilend wird die Reparatur oder der Austausch der betroffenen Klappe erforderlich. Dies kann mit drei Methoden geschehen:
Operation am offenen Herzen
Meist erfolgt der Herzklappenersatz während einer Operation am offenen Herzen. Die Chirurgin oder der Chirurg eröffnet unter Vollnarkose den Brustkorb, entnimmt die kranke Klappe und näht die Herzprothese ein. Das Herz wird für diesen Zeitraum angehalten und der Blutkreislauf über die Herz-Lungen-Maschine aufrecht erhalten. Die Implantation einer neuen Herzklappe gilt als sicheres Verfahren. Die meisten Patientinnen und Patienten spüren direkt nach der Operation eine deutliche Besserung.
Biologische oder künstliche Herzklappe?
Grundsätzlich stehen zwei Arten von Ersatzklappen zur Verfügung: Die biologischen stammen von menschlichen Spendern oder bestehen aus Tiergewebe. Die künstlichen, auch als synthetische oder mechanische Klappen bekannten Prothesen werden aus Metall hergestellt. Die Auswahl wird gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten getroffen. Beide Klappenversionen haben Vor- und Nachteile:
Die mechanische Herzklappe hält deutlich länger, macht jedoch die Einnahme eines Gerinnungshemmers nötig.
Die biologische Variante unterliegt dem natürlichen Verschleiß und der Verkalkung, hält zwischen zehn und 15 Jahren, braucht jedoch in der Regel nach einer Anfangsbehandlung keine blutverdünnenden Medikamente mehr.
Dauer der Behandlung
Der stationäre Aufenthalt bei einer offenen Herzoperation dauert etwa neun bis 14 Tage, bei einer minimal-invasiven Implantation einer Klappe maximal acht bis zehn Tage. Im Anschluss erfolgt in der Regel eine Anschlussheilbehandlung oder Rehabilitation von mindestens drei Wochen.
Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten
Sprechzeiten
Herzchirurgie
Montag, Mittwoch und Donnerstag
07:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Thoraxchirurgie
Dienstag 07:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Freitag 07:30 Uhr bis 13:00 Uhr
Spezialambulanzen
siehe unter Ambulante Behandlung
Kontakt
Ambulanz Herzchirurgie
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Telefon: +49 931 201-33135
E-Mail: htg_ambulanz@ukw.de
Ambulanz Thoraxchirurgie
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Telefon: +49 931 201-33100
E-Mail: htg_ambulanz@ukw.de
Anmeldung Operationen
Leonie Wiesner
Telefon: +49 931 201-33026
Fax: +49 931 201-33109
E-Mail: htg_zpm@ukw.de
Klinikdirektorin
Univ.-Prof. Dr. med. Gloria Färber
Telefon: +49 931 201-33001
E-Mail: htg_sekretariat@ukw.de
Notfälle
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Befundanforderung
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