Symbolbild Stammzellspende

Die Stammzellspende

 „Ich habe viel mehr bekommen, als ich gegeben habe.“ 
Eine Stammzellspenderin

 

Wenn Sie als Stammzellspenderin oder -spender für eine Patientin oder einen Patienten infrage kommen, werden wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen und Sie zu einem Gespräch zu uns bitten. Dabei werden alle Details einer möglichen Stammzellspende ausführlich besprochen. Darüber hinaus wird eine gründliche medizinische Untersuchung durchgeführt, um festzustellen, ob Sie gesund sind und eine Stammzellspende durchführbar ist.

Die Stammzellspende selbst findet in Form einer sogenannten peripheren Stammzellsammlung aus dem Blut oder in Form einer Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm statt.

Die periphere Stammzellsammlung

Bei der peripheren Stammzellsammlung werden die Stammzellen aus dem Blut entnommen. Hierbei wird das Blut der Spenderin oder des Spenders in einem kontinuierlichen Kreislauf aus einer Armvene durch eine Apparatur, einen sogenannten Zellseparator, geleitet und über die andere Armvene wieder zurückgeführt. In dem Zellseparator werden die Stammzellen aus dem Blut angereichert und in einem speziellen Beutel gesammelt. Diese Art der Stammzellgewinnung dauert mehrere Stunden. In einigen Fällen muss sie am folgenden Tag wiederholt werden, um die benötigte Menge an Stammzellen zu erhalten.

Da die Zahl der Stammzellen normalerweise im Blut sehr gering ist, muss sie vorher medikamentös erhöht werden. Hierfür ist eine circa einwöchige Vorbehandlung mit dem Wachstumsfaktor G-CSF erforderlich, der ein- bis zweimal täglich unter die Haut gespritzt wird. Dieser Wachstumsfaktor bewirkt, dass die Stammzellproduktion im Knochenmark angeregt wird und die Stammzellen in das Blut übertreten, sodass sie dort gesammelt werden können. Diese Methode wird ambulant durchgeführt und hat heute in Deutschland die früher übliche Methode der Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm weitgehend ersetzt.

Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm

Bei der Knochenmarkentnahme wird etwa ein bis 1,5 Liter Knochenmarkblut mit den darin enthaltenen Stammzellen durch Punktion aus dem Beckenkamm – nicht dem Rückenmark – entnommen. Hierfür wird die Spenderin oder der Spender nach umfangreichen ambulanten Voruntersuchungen meist am Abend vor der Entnahme in einer Klinik stationär aufgenommen. Die Entnahme erfolgt unter sterilen Bedingungen in Vollnarkose und dauert etwa eine Stunde. In der Regel kann man das Krankenhaus bereits am Tag nach der Entnahme wieder verlassen. Die entnommene Menge an Knochenmarkblut ist innerhalb von circa zwei bis drei Wochen nachgebildet. Diese Methode, welche früher Standard war, wird heute in Deutschland nur noch sehr selten angewandt.

Was geschieht mit den gewonnenen Stammzellen?

Nach der Gewinnung wird das Stammzellpräparat durch Spezialkuriere auf dem schnellsten Weg zur Patientin oder zum Patienten gebracht – weltweit.

Die Übertragung der Stammzellen erfolgt in Form einer Infusion – ähnlich wie eine Bluttransfusion. Danach wandern die Stammzellen in das Knochenmark der Patientin oder des Patienten, siedeln sich dort an und bilden neue lebensnotwendige Blutzellen.

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten für Stammzellspender

Montag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Dienstag von 9:15 Uhr bis 16:00 Uhr
Mittwoch von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Donnerstag von 9:15 Uhr bis 16:00 Uhr
Freitag von 8:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Telefon
+49 931 201-31325

 

Kontakt / Daten ändern

E-Mail
netzwerk-hoffnung@ ukw.de

Fax
+49 931 201-31374

Anschrift:

NETZWERK HOFFNUNG | Universitätsklinikum Würzburg | Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie | Oberdürrbacher Straße 6 | 97080 Würzburg | Zentrum für Innere Medizin | Haus A3 | Ebene -3