Wann sollte man sich nicht registrieren lassen?

Es gibt Situationen, in denen man sich nicht als Stammzellspenderin oder -spender registrieren lassen sollte. Die wichtigsten Ausschlussgründe im Überblick.

Grundsätzlich sollten alle Personen, die sich registrieren lassen wollen, zwischen 18 und 55 Jahre alt, über 55 Kilogramm schwer und gesund sein. In Ausnahmefällen ist auch eine Registrierung mit 17 Jahren möglich.

Bei leichteren Erkrankungen, zum Beispiel leichten Allergien oder bestimmten Schilddrüsenerkrankungen, muss eine Ärztin oder ein Arzt von NETZWERK HOFFNUNG entscheiden, ob Sie sich registrieren lassen können. In diesen Fällen gilt, dass durch die Erkrankung weder das Risiko für die Spenderin oder den Spender noch für die Patientin oder den Patienten unverhältnismäßig erhöht sein darf.

Bei bestimmten Erkrankungen sollte man sich jedoch grundsätzlich nicht registrieren lassen:

Bösartige Erkrankungen

Krebserkrankungen und andere bösartige Neubildungen, Leukämien und Lymphome, auch wenn die Erkrankung schon Jahre zurück liegt

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems

zum Beispiel nach einem Herzinfarkt, bei behandlungsbedürftigen Herzrhythmusstörungen, koronarer Herzkrankheit, schlecht einstellbarem Bluthochdruck oder nach Bypass-Operationen

Erkrankungen des Blutes, des Blutgerinnungssystems oder der Blutgefäße

zum Beispiel Beinvenenthrombose, Lungenembolie, Störungen der Blutgerinnung wie Bluterkrankheit oder schweres Von-Willebrand-Syndrom, Behandlung mit Mitteln zur Hemmung der Blutgerinnung wie Marcumar®, Thalassämie, Sichelzellanämie, Sphärozytose, aplastische Anämie

Erkrankungen der Atemwege

zum Beispiel chronische Bronchitis, COPD, schweres Asthma, Lungenfibrose

Schwere, medikamentös behandelte Allergien

Manche, aber nicht jede Allergie ist ein Ausschlussgrund für eine Registrierung als Stammzellspender. Sprechen Sie bitte bei Allergien mit einer Ärztin oder einem Arzt von NETZWERK HOFFNUNG, um individuell zu klären, ob eine Registrierung möglich ist.

Schwere Nierenerkrankungen

zum Beispiel Glomerulonephritis, Niereninsuffizienz, Zystennieren

Erkrankungen der Psyche und des zentralen Nervensystems

zum Beispiel Epilepsie, Schizophrenie, Psychosen, behandlungsbedürftige Depression, multiple Sklerose, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (auch in der Familie)

Autoimmunerkrankungen

zum Beispiel rheumatoide Arthritis, Kollagenosen, idiopathische thrombozytopenische Purpura, Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, Vaskulitis

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn, Colitis ulcerosa

Erkrankungen der endokrinen Drüsen

zum Beispiel Diabetes mellitus, Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis

Nach Organtransplantation oder Fremd-Gewebe-Transplantation, auch tierischen Ursprungs

zum Beispiel Niere, Leber, Haut, Hornhaut, Hirnhaut

Nach Behandlung mit Wachstumshormonen oder Hypophysenhormonen

Infektiöse Erkrankungen

zum Beispiel bei Virus-Hepatitis, Borreliose, HIV-Infektion, nicht ausgeheilte Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Gonorrhoe, Protozoonosen, Salmonellen-Dauerausscheider, Osteomyelitis

Bestehende oder abgelaufene, auch tropische Infektionskrankheiten

zum Beispiel Babesiose, Trypanosomiasis (Chagas- oder Schlafkrankheit), Leishmaniasis, Malaria, Lepra, Brucellose, Rickettsiose, Rückfallfieber, Tularämie (Hasenpest)

Suchterkrankungen

zum Beispiel Alkohol, Medikamente, Drogen

Natürlich können wir an dieser Stelle nicht alle Krankheiten aufführen, die zu einem Ausschluss von der Registrierung oder der Stammzellspende führen. Deshalb sprechen Sie im Zweifelsfall am besten direkt mit unseren Ärztinnen und Ärzten. Sie können Ihnen kompetent Auskunft geben.

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten für Stammzellspender

Montag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Dienstag von 9:15 Uhr bis 16:00 Uhr
Mittwoch von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Donnerstag von 9:15 Uhr bis 16:00 Uhr
Freitag von 8:00 Uhr bis 12:30 Uhr

Telefon
+49 931 201-31325

 

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E-Mail
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Fax
+49 931 201-31374


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