Aneurysma und Dissektion der Aorta

Ein Aneurysma in der Aorta ist definiert als eine umschriebene Aussackung oder Erweiterung ihres normalen Durchmessers auf etwa das Doppelte. Die große Gefahr liegt in einem Platzen des Gefäßes und innerem Verbluten. Je ausgedehnter das Aneurysma ist, desto höher erweist sich auch das Risiko.

Aussackungen oder Einrisse in der Aorta werden behoben, indem man das betroffene Teilstück durch eine Prothese ersetzt. In bestimmten Fällen ist es auch möglich, über einen Katheter einen Stentgraft, einen Schlauch mit einem Metallgerüst, zu setzen, der die Wand der Hauptschlagader von innen verstärkt oder abdichtet.

Aortendissektion

Eine Variante des Aneurysmas stellt die Aortendissektion dar. Bei dieser Form reißt die Innenhaut der Hauptschlagader ein und der Blutstrom dringt in den Zwischenraum zur Außenhaut ein. Neben einem erhöhten Risiko zur Bildung von Blutgerinnseln und einer Durchblutungsstörung verschiedener Organe droht vor allem das Platzen des gesamten Gefäßes. Die Aortendissektion, die mit plötzlich einsetzenden reißenden Brustkorb-Schmerzen verbunden ist, ist eine lebensbedrohliche Situation, die sofortiges Handeln erfordert.

Symptome und Diagnose

Abgesehen von Notfallsituationen werden Aneurysmen meist zufällig bei bildgebenden Verfahren aus anderer Ursache entdeckt. Im Brustbereich entwickeln sich  manchmal Symptome wie Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Atemnot oder Brustschmerzen. Manchmal steht eine Embolie im Vordergrund, die durch Gerinnsel im Aneurysmasack ausgelöst wurde.
Ultraschall-Untersuchung, Computertomographie oder Kernspintomographie mit Röntgen-Kontrastmittel sichern die Diagnose und bestimmen die Größe des Aneurysmas.

Wann muss operiert werden?

Während Erweiterungen bis zu fünf Zentimetern im Durchmesser meist nur engmaschig beobachtet werden müssen, erfordert eine Aussackung über dieses Maß hinaus einen Eingriff. Rein statistisch gesehen platzen Aneurysmen mit einem Durchmesser von fünf bis sechs Zentimeter in bis zu 40 Prozent der Fälle innerhalb von zwei Jahren. Während das Sterberisiko bei einer Notfalloperation bei ungefähr der Hälfte liegt, sterben bei einem geplanten Eingriff, dem sogenannten elektiven Eingriff, weniger als ein Prozent.

Operationsmethoden

Abhängig von der Lage und Ausmaß des Aneurysmas gibt es zwei Operationsmethoden:

Eine Hybridoperation bezeichnet die Anwendung beider Verfahren innerhalb eines Eingriffs.

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Prof. Dr. med.
Rainer G. Leyh

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Dr. med.
Armin Gorski

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