Wie läuft die Behandlung auf der Palliativstation ab?

Auf der Palliativstation wollen wir Sterbende und Schwerstkranke bestmöglich begleiten und unterstützen. Um dies zu erreichen, orientieren wir uns flexibel an den Wünschen und Möglichkeiten unserer Patientinnen und Patienten. Daraus ergeben sich konzeptionelle Unterschiede zu anderen Krankenhausstationen.

Am Aufnahmetag

Am Aufnahmetag erfolgen ein ärztliches Aufnahmegespräch, eine körperliche Untersuchung sowie ein pflegerisches Aufnahmegespräch. Gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten oder gegebenenfalls seinem Vertreter wird ein individueller Behandlungsplan erstellt, der bedarfsorientiert unter Einbeziehung weiterer Therapeutinnen und Therapeuten (Physiotherapie, Seelsorge, Psychoonkologie, Sozialdienst, Kunst- und Musiktherapie, Atemtherapie) umgesetzt wird.

Was auf der Palliativstation anders ist

Wir beachten den Rhythmus, die Präferenzen und die Ressourcen unserer Patientinnen und Patienten. Deshalb richten sich Wach- und Schlafenszeiten sowie auch die Essenszeiten nach den Wünschen der Patientinnen und Patienten.

Individuelle Angebote ergänzen das Angebot:
CD-Player im Zimmer, Leiste für eigene Bilder und weitere Gestaltungsmöglichkeiten, Nutzung des Wohnzimmers und Patientencafés für Begegnung, Besuche und Aktivitäten mit Familie und Freunden, besondere Kost (zum Beispiel Shakes oder Tee-Bar), Entspannungsbad, Hospiz-Ehrenamtliche, Musiknachmittage und weitere Aktionen.

Sie können sich jederzeit in Ihr Zimmer zurückziehen. Angehörige können im Patientenzimmer oder nach Absprache im Angehörigenzimmer übernachten.

Diagnostische und therapeutische Maßnahmen

Laboruntersuchungen, Messung von Temperatur, Puls und Blutdruck sind jederzeit bei Bedarf möglich, gehören aber nicht zu den Routinemaßnahmen.

Für diagnostische und therapeutische Maßnahmen steht uns das gesamte Leistungsspektrum des Uniklinikums zur Verfügung. Allerdings liegt uns sehr viel daran, gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten Nutzen und Nebenwirkungen individuell abzuwägen, um überflüssige Belastungen zu vermeiden.

Intravenöse Chemotherapien werden auf unserer Station nicht durchgeführt, bei Bedarf ist jedoch eine gemeinsame Betreuung mit den vorbehandelnden Ärztinnen und Ärzten möglich. Im Umgang mit Schmerzpumpen und Drainagen sind wir geschult. Auch Aszites-Punktionen werden auf der Station durchgeführt.

Notfälle

In der Palliativsituation profitieren die wenigsten Patienten bei Notfällen von einer Wiederbelebung oder eine Verlegung auf eine Intensivstation. Bei Fragen zum Thema Reanimation sprechen Sie bitte die Stationsärztin oder den Stationsarzt an.

Angehörige

Wir haben auch die Angehörigen im Blick. Psychoonkologie und Seelsorge stehen ihnen ebenso wie die Gruppenangebote zur Verfügung. Wenn Sie an der Pflege beteiligt werden möchten, sprechen Sie uns bitte darauf an!

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:  

Terminvereinbarung Palliativmedizinischer Dienst:
werktags von 8:00 bis 15:00 Uhr

 

 

Telefon:  

Palliativstation:
+49 931 201-28861

Palliativmedizinischer Dienst:
+49 931 201-28860

Sekretariat:
+49 931 201-28878

E-Mail:

Palliativstation:
palliativstation@ ukw.de

Palliativmedizinischer Dienst:
pmd@ ukw.de

Fax:
Palliativstation:
+49 931 201-28886

Palliativmedizinischer Dienst:
+49 931 201-28873

Sekretariat:
+49 931 201-28888


Anschrift:

Universitätsklinikum Würzburg | Interdisziplinäres Zentrum Palliativmedizin | Haus D20 | Josef-Schneider-Str. 2 |
97080 Würzburg | Deutschland