Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren

Das Universitätsklinikum Würzburg blickt auf eine langjährige Erfahrung bei der Implantation von Schrittmacher-Systemen und Defibrillatoren zurück. Jährlich werden mehr als 500 Eingriffe vorgenommen. Dabei bieten wir alle etablierten Konzepte zur Behebung von Rhythmusstörungen an, beschreiten jedoch auch neue Wege, analog zur rasanten Entwicklung minimalisierter und batterieloser Schrittmachermodelle.

In Deutschland werden derzeit über 70 000 Herzschrittmacher und etwa 40 000 Defibrillatoren (ICD) pro Jahr implantiert. Diese Impulsgeber sind erforderlich, wenn der Herzschlag entweder permanent zu langsam oder anfallsweise so schnell ist, dass ein Herzstillstand droht. Durch sie können Symptome wie Müdigkeit, Schwindel und Kollapsneigung gemindert oder ganz aufgehoben werden. Je nach Sitz und Ausdehnung der Rhythmusstörung gibt es Geräte, die eine, zwei oder drei der vier Herzkammern stimulieren.

Kooperation mit Kardiologen

In Kooperation mit der Kardiologie in unserem Haus bietet die Herz-Thorax-Chirurgie sämtliche verfügbaren Herzschrittmacher-Systeme und entsprechende Operationen an. Während die Kolleginnen und Kollegen der Kardiologie für die Standard-Operation zuständig sind, ist es Aufgabe der Herzchirurgie, komplexere Eingriffe durchzuführen. Dazu zählen anatomische Veränderungen nach vorausgegangenen Operationen, Gefäßanomalien, Infektionen, vielfach notwendige Schrittmacheranlagen oder die Implantation von epikardialen Elektroden sowie CRT-Systemen und kombinierten Systemen. Auch die Entfernung liegender Schrittmacher-Systeme nach Infektionen gehört zum Leistungsspektrum der Herzchirurgie.

Die Standard-Operation

Zum Standardeingriff zählt die transvenöse beziehungsweise endovaskuläre Operation. Durch einen kurzen Hautschnitt unterhalb des Schlüsselbeins oder in der Leiste wird eine Vene eröffnet. Durch diese wird die kabelförmige Sonde bis ins Herz vorgeschoben. An der Spitze des Kabels sitzt die Elektrode, die von innen an der Herzwand verankert wird. Nach Austestung der Wirksamkeit wird das Kabel mit der Batterie verbunden, die in einer Hauttasche im Brustmuskel Platz findet und sich an der Hautoberfläche manchmal leicht abzeichnet. Aus kosmetischen Gründen bietet die Herz-Thorax-Chirurgie deshalb auch einen Zugang über die Achselhöhle an, die sogenannte subaxilläre Implantation.

Nachsorge

Die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen sollten mindestens einmal pro Jahr erfolgen und werden in der Regel von den Kolleginnen und Kollegen der Kardiologie durchgeführt.

Ansprechpartner


Dr. med. univ.
Michal Glanowski

Facharzt für Herzchirurgie

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten:

Öffnungszeiten:  

Privatsprechstunde
Prof. Dr. med. Rainer G. Leyh:
Mittwoch 12:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Anmeldung über Heike Kempf

Telefon:

Heike Kempf
+49 931 201-33001

E-Mail:
kempf_h@ ukw.de

Fax:
+49 931 201-33009


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A1 | 97080 Würzburg | Deutschland