Operationen bei Herzschwäche

Bei schwerer Herzschwäche bieten sich operative Maßnahmen an, die durch die Stabilisierung der Pumpfunktion Erleichterung im Alltag bringen. Dazu zählen vor allem die Raffung der Mitralklappe, die chirurgische Verkleinerung des Herzens, die Implantation eines Kunstherzens und schließlich die Herztransplantation.

Was ist Herzinsuffizienz?

Die Herzinsuffizienz oder Herzschwäche ist eine Erkrankung des Herzens, bei welcher der Herzmuskel nicht mehr die nötige Kraft aufbringt, den Organismus mit Blut – und damit mit Sauerstoff und Nährstoffen – zu versorgen. Dies führt zu einer Einschränkung in der Belastbarkeit. Im fortgeschrittenen Stadium besteht Atemnot im Ruhezustand. Wenn sich trotz medikamentöser und Schrittmacher-Therapie eine zunehmende Verschlechterung der Herzleistung abzeichnet, werden operative Eingriffe nötig.

Raffung der Mitralklappe

Zur Standardoperation zählt die Raffung der Mitralklappe, da deren Undichtigkeit sowohl der häufigste Grund als auch die häufigste Folge einer Herzschwäche ist: Schließt die Klappe zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer nicht mehr vollständig, fließt ein Teil des Blutes statt vorwärts in den Organismus, zurück in den Vorhof. Dies führt im Verlauf zu einer Dehnung des linken Vorhofs und bei schweren Formen auch der linken Herzkammer. Durch den ständigen Rückfluss des Blutvolumens werden beide dauerhaft überbelastet, die Schlussfähigkeit der Mitralklappe nimmt weiter ab und die Herzinsuffizienz schreitet fort.

Operationsmethoden

Die klassische Operation findet am offenen Herzen oder über einen minimal-invasiven Eingriff statt und sieht die Rekonstruktion der Mitralklappe oder deren Austausch  durch das Zusammennähen beider Klappensegel vor. Weil das Allgemeinbefinden bei schwerer Herzinsuffizienz große operative Eingriffe oft nicht mehr gestattet, haben sich zusätzlich kathetergestützte Verfahren wie der Mitra-Clip oder die Anuloplastik entwickelt.

Anuloplastik

Statt die zwei Segel der Mitralklappe miteinander zu verbinden, wird über einen operativen Eingriff ein ringförmiges Kunststoff-Implantat um die Basis der Mitralklappe gelegt und aufgenäht. Durch Zusammenziehen dieses Rings (lat.: anulus) wird der Umfang des Klappenrings reduziert, die Segel treffen wieder aufeinander und das Leck ist abgedichtet.

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