Forschung

Die Palliativmedizin hat das Ziel, die Lebensqualität von Menschen mit schweren, fortschreitenden Erkrankungen zu verbessern – unabhängig vom Krankheitsstadium oder einer möglichen Heilung. An unserem Universitätsklinikum verbinden wir klinische Versorgung mit moderner Forschung, um Patientinnen, Patienten und ihre Angehörigen bestmöglich zu beraten und zu unterstützen.

Laufende Forschungsprojekte

In diesem Abschnitt stellen wir ausgewählte laufende Forschungsprojekte vor, die sich mit verschiedenen Aspekten der Palliativversorgung beschäftigen. Dazu gehören Studien zur Erfassung von Belastungen und Bedürfnissen von Patientinnen, Patienten und Angehörigen sowie zur Validierung von Messinstrumenten und Routinedaten.

Chart Review: Belastungen und Wünsche für supportive und palliative Therapien bei ambulanten Behandlungen in der Strahlentherapie

Basierend auf Routinedaten und in Fragebögen erhobenen Belastungen und Therapiewünschen von Patientinnen und Patienten werden Belastungen während einer Behandlung in der Strahlentherapie mit kurativer und palliativer Therapieintention beschrieben.

Validierung Kurzformen der Integrated Palliative Outcome Scale (IPOS) auf Grundlage von Routinedaten

Für die Integrated Palliative Outcome Scale sind zwei verschiedene Kurzformen vorgeschlagen, IPOS 5 und IPOS 6.  Auf Grundlage von Selbst- und Fremdassessment-Daten aus der spezialisierten Palliativmedizin und der Onkologie werden die Möglichkeiten und Grenzen der Kurzformen für verschiedene Einsatzbereiche untersucht.

Auswertung lokaler Daten: Belastungen und Bedürfnisse von Angehörigen in der Palliativversorgung

Mit Hilfe von Fragebögen erfassen wir Belastungen und Bedürfnisse der Angehörigen von Patientinnen und Patienten auf der Palliativstation sowie des Palliativdienstes der Universitätsklinik Würzburg. Im Rahmen eines Benchmarkings werden die Ergebnisse mit den Daten eines vergleichbaren Standorts verglichen.

Forschungsschwerpunkt Opioidtherapie

Als Forschungsschwerpunkt der Palliativmedizin zielt unsere Arbeit darauf ab, die Symptomkontrolle durch Opioide für Patientinnen und Patienten zu verbessern und gleichzeitig die Sicherheit in der Anwendung für das medizinische Personal zu erhöhen. 

Dazu untersuchen wir unter anderem, wie Empfehlungen von Palliativdiensten umgesetzt werden, entwickeln KI-gestützte Lernmodule für die Weiterbildung und analysieren die aktuelle Verschreibungspraxis in der spezialisierten und allgemeinen Palliativversorgung.

Vergangene Forschungsprojekte

In den folgenden Projekten haben wir praxisnah und wissenschaftlich an aktuellen Fragestellungen gearbeitet – von der Palliativversorgung in Pandemiezeiten bis hin zur Entwicklung eines neuen Scores zur Erfassung eines spezialisierten Behandlungsbedarfs.

Palliativversorgung in Pandemiezeiten (PallPan)

Das Projekt PallPan hatte zum Ziel, nationale Empfehlungen und Konzepte zu entwickeln, damit schwer kranke und sterbende Menschen auch in Extremsituationen wie einer Pandemie weiterhin gut versorgt und würdevoll begleitet werden können.

In unserem Arbeitspaket untersuchten wir mittels einer Online-Befragung von Krankenhausmitarbeitenden Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Betreuung schwerkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen – auf Normalstationen ebenso wie auf Spezialstationen, einschließlich Intensiv- und Isolierstationen, mit und ohne COVID-19.

Entwicklung eines Palliativ-Scores (PaSco-Studie)

In der PaSco-Studie entwickelten wir einen Palliativ-Score, um bei stationären Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen den Bedarf für spezialisierte palliative Behandlung zu erkennen. Schon bei der Pflegeaufnahme werden Fragen zum körperlichen Wohlbefinden gestellt und daraus ein Punktwert berechnet. Dieser Punktwert wird mit dem Glare-Tool kombiniert, einem Fragebogen zu Palliativbedarf und Symptomen, sodass sich ein Score ergibt, der den spezialisierten Behandlungsbedarf zeigt.

Die Studie erfolgte gemeinsam mit mehreren Kliniken, sodass Patientinnen und Patienten mit verschiedenen Tumorarten einbezogen werden konnten.

Forschungsteam

PD Dr. Carmen Roch
E-Mail: roch_c@ ukw.de

Evelyn Müller
E-Mail: mueller_e10@ ukw.de

Martin Reininger
Studentische Hilfskraft

 

Ansprechpersonen

Portraitfoto: Dr. med. C. Roch

PD Dr. med.
C. Roch

Komm. Ltd. Oberärztin

+49 931 201-28860


Evelyn Müller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten

Terminvereinbarung Palliativdienst
Montag bis Donnerstag: 7:30 Uhr bis 16 Uhr
Freitag: 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr

 

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Palliativdienst
+49 931 201-28860

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Anschrift

Universitätsklinikum Würzburg | Interdisziplinäres Zentrum Palliativmedizin | Haus B1 | Josef-Schneider-Straße 11 | 97080 Würzburg