EndoMind soll die Detektionsrate von Adenomen (ADR) erhöhen, indem es bei einer Darmspiegelung erkannte Adenome mit einem blauen Rechteck markiert. Nun wurde EndoMind wurde in gastroenterologischen Schwerpunktpraxen getestet. Die im Nature-Journal NPJ Digital Health veröffentlichten Ergebnisse sind ernüchternd: Die KI hilft erfahrenen Gastroenterologinnen und Gastroenterologen kaum dabei, die Detektionsrate von Polypen bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) zu verbessern. Dennoch bietet KI viel Potenzial, wie Alexander Hann im Interview erklärt. KI könne kleine, leicht zu übersehende Polypen markieren, die Untersuchung standardisieren, die Einhaltung wichtiger Qualitätskriterien (etwa ausreichend lange Untersuchungszeiten) überwachen, Polypen vermessen und die Dokumentation unterstützen. Langfristig könnten solche Funktionen dazu beitragen, die Qualität der Vorsorge insgesamt zu verbessern und die Darmkrebsfälle und Todesfälle weiter zu reduzieren.
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Publikation: Thomas J. Lux, Zita Saßmannshausen, Ioannis Kafetzis, Michael Banck, Adrian Krenzer, Daniel Fitting, Boban Sudarevic, Joel Troya, Wolfgang Boeck, Frank Passek, Tobias Heubach, Benjamin Simonis, Franz J. Heil, Leopold Ludwig, Frank Puppe, Wolfram G. Zoller, Alexander Meining & Alexander Hann. Artificial intelligence assisted colorectal lesion detection in private practices a randomized controlled study. npj Digit. Med. 9, 284 (2026).
https://doi.org/10.1038/s41746-026-02576-8
