Aktuelle Klinische Studien

Please click here for the English version.

In klinischen Studien werden in Kooperation mit anderen Kliniken, Universitäten und Arztpraxen neue Diagnose- und Therapiemethoden sowie Hypothesen über die Vorhersagbarkeit der Therapiewirksamkeit getestet.

Katatonie-Verläufe

Katatonie ist eine Erkrankung von Bewegung und Willensbildung, die im Rahmen verschiedener psychischer Erkrankungen auftreten kann. 

In dieser Studie werden mit klinischen Skalen, motorischen Tests und Bildgebung die Verläufe dieser Erkrankung genauer untersucht. 
Flyer zur Studie Medizinische Studie zur Katatonie

Einfluss sozialer Interaktionen im (klinischen) Alltag auf mentale Gesundheit

In aktuellen Studien benutzen wir smart-phone basierte Befragungen und mobile Sensoren, um den Einfluss sozialer Interaktionen im Alltag in verschiedenen Patientengruppen transdiagnostisch zu untersuchen (z.B. bei Psychoseerkrankungen oder affektiven Erkrankungen).

PETE-Studie

Psychische Erkrankung- Therapie- Entwicklung

Mit der vorliegenden Studie sollen die Zusammenhänge von elterlicher psychischer Belastung und Erkrankung im Zeitraum um die Geburt einerseits und der kindlichen Entwicklung andererseits erforscht werden. Die Studie soll zudem dazu beitragen, die frühzeitige Diagnostik und Behandlung von psychischen Erkrankungen rund um die Geburt zu verbessern und so eine gesunde kindliche Entwicklung zu fördern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter dem entsprechenden Flyer PETE und auf der Seite des zugehörigen Drittmittelprojektes.

U-Untersuchung für Kinder plus Eltern beim Pädiater zur Förderung der kindlichen Entwicklung mit Impuls aus der frauenärztlichen Schwangerenvorsorge (UPlusE)

Psychische Erkrankungen in Schwangerschaft und Stillzeit sind nicht selten und führen, wenn sie nicht oder zu spät behandelt werden, zu weiteren teils schwerwiegenden Belastungen bei Eltern und Kindern. Studien zeigen, dass bisher sehr viele Betroffene nicht frühzeitig diagnostiziert werden und folglich keine adäquate Behandlung oder Beratung erhalten.

Im Rahmen der UPlusE Studie wird ein App-basiertes Screening zur Früherkennung depressiver Entwicklungen, psychosozialer Belastungen und Problemen in der Eltern-Kind-Beziehung etabliert. Sowohl (werdende) Mütter als auch Väter werden zum Ende der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes regelmäßig befragt. Diese Befragungen werden an die Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen bzw. U-Untersuchungen beim Pädiater gekoppelt. Aufgrund dieser Daten erfolgt eine bedarfsgerechte Vermittlung von Hilfsangeboten für die Betroffenen.

Eine digitale Vernetzung von Gynäkologen, Pädiatern und „Psych-Behandlern“ unter Einschluss von Geburtshilfekliniken und „Frühen Hilfen“ soll eine komplexe fach- und sektorenübergreifende Versorgung ermöglichen.

Die vom Innovationsfonds des gemeinsamen Bundesauschusses mit 4,6 Millionen Euro geförderte Studie hat zum Ziel, dass das Screening in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen übernommen und so langfristig die Gesundheit von jungen Familien verbessert wird.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.upluse.de, dem entsprechenden Flyer UPlusE und auf der Seite des zugehörigen Drittmittelprojektes.

Störung der Furchtrekonsolidierung mittels rTMS in der Therapie von Angsterkrankungen (SpiderMem)

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychische Erkrankungen. Mit Hilfe kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) für Angststörungen können bereits große Fortschritte erzielt werden, aber zahlreiche Patienten berichten, dass die Angstsymptome nach erfolgreicher Therapie wieder erneut auftreten.

In dieser Studie überprüfen wir, ob mittels der Transkaniellen Magnetstimulation das Angstgedächtnis dauerhaft aus dem Gedächtnis gelöscht werden kann.

Nähere Informationen erhalten Sie

POSCOR

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite des zugehörigen Drittmittelprojektes.

Studie P4D

Mit personalisierter Medizin gegen Depressionen

Das Projekt mit dem Titel „Personalisierte, prädiktive, präzise und präventive Medizin zur Verbesserung der Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Prävention depressiver Erkrankungen“ (P4D) ist deutschlandweit das bislang größte Forschungsvorhaben zur qualitativen Verbesserung der Depressionsbehandlung

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Seite des zugehörigen Drittmittelprojekts.

tDCS Behandlung bei ADHS (STIM)

In dieser Studie wird tDCS als nicht-invasives Hirnstimulationsverfahren in der alleinigen bzw. add-on Behandlung bei Aufmerksamkeitsdefizits-/Hyperaktivitätssyndrom im Erwachsenenalter untersucht. Aktuell werden noch Probanden mit einer bereits diagnostizierten ADHS für die Studie gesucht.

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Seite des zugehörigen Drittmittelprojekts.

Behaviorale und körperliche Aktivierung für multimorbide, ältere Patient:innen mit depressiven Symptomen beim stationär-ambulanten Übergang (BRIDGE)

Etwa jeder fünfte ältere Mensch ist von einer depressiven Symptomatik betroffen; bei zu Hause Lebenden und bei Bestehen mehrerer Krankheiten gleichzeitig (Multimorbidität) ist das Risiko noch weiter erhöht. Beim Übergang von einer gerontopsychiatrischen oder geriatrischen stationären oder teilstationären Behandlung in die ambulante Versorgung fehlen jedoch häufig Unterstützungsangebote, um die bereits erzielten Therapieerfolge zu festigen und eine erneute gesundheitliche Verschlechterung zu vermeiden.

Ziel des Projekts BRIDGE ist die Evaluation einer neuen Versorgungsform zur Reduktion von Depressivität bei älteren, multimorbiden Menschen. Dabei wird die Expertise von psychotherapeutischen, bewegungstherapeutischen und pflegerischen Fachkräften genutzt. Die Betroffenen werden zu körperlicher Aktivität und einer positiven Alltagsroutine ermutigt und befähigt. Das Programm ist für drei Monate geplant und folgt standardisiert einem modularen Behandlungsmanual zur behavioralen und körperlichen Aktivierung, wobei die konkrete Ausgestaltung persönliche Präferenzen berücksichtigt. Das Versorgungsangebot beinhaltet beispielsweise das Erlernen von körperlichen Übungen, basierend auf den individuellen Fähigkeiten der Teilnehmenden, sowie die Anbindung an regional verfügbare Gesundheitsangebote. Die Versorgung beginnt bereits während der stationären oder teilstationären Behandlung und wird dann zu Hause durch aufsuchende Pflegefachkräfte weitergeführt; zusätzlich wird die Intervention auch videobasiert im häuslichen Umfeld ermöglicht.

BRIDGE stellt ein Verbundprojekt unter der Konsortialführung der Universitätsmedizin Mainz mit Studienzentren in Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Projektstart für Patient:innen ist der 1.1.2025

Nähere Informationen: Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss 

Archiv

Bereits abgeschlossene Studien sind seit April 2025 hier aufgelistet.


Anschrift

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums | Margarete-Höppel-Platz 1 | 97080 Würzburg

schließen