Netzwerke

Netzwerke und Kooperationen sind für eine erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit von großer Bedeutung. Unser Lehrstuhl arbeitet auf bundesdeutscher wie auch auf europäischer Ebene mit renommierten Forschungsinstituten zusammen. Außerdem sind unsere Arbeitsgruppen an zahlreichen nationalen und internationalen Verbundprojekten beteiligt.

Partner in der Gesundheitsforschung

Für die Grundlagenforschung haben wir Partner, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) oder die Bayerische Forschungsstiftung an unserer Seite.

Verschiedene interdisziplinäre Projekte unseres Lehrstuhls werden speziell durch das BMBF gefördert.

HiPSTAR

Das interdisziplinäre Verbundprojekt HiPSTAR steht unter der Leitung unseres Lehrstuhls. Für dieses Projekt, das sich auf die Blut-Hirn-Schranke (BHS) und ihre Durchlässigkeit von Wirkstoffen konzentriert, stellt die Abteilung Gesundheitsforschung des BMBF hohe Summen zur Verfügung. Unter Einsatz von Stammzellen werden in diesem Projekt BHS-Modelle hergestellt und für Hochdurchsatz-Untersuchungen auf einem Biochip miniaturisiert. Durch eine Ko-Kultur des BHS-Modells mit Leberzellen, kann auch die Wirkung der Abbauprodukte von Medikamenten überprüft werden. Ziel ist, eine auf diesen Ergebnissen aufbauende Computersimulation zu entwickeln, um die Vorhersage der Durchtrittsfähigkeit von Stoffen durch die BHS besser vorherzusagen und damit auch eine Prognose ihrer Wirksamkeit zu ermöglichen. 

Internationale Verbundprojekte

Im2pact

Die Blut-Hirn-Schranke steht auch im Fokus des europäischen Forschungsprojektes Im2pact unter der Trägerschaft der Innovative Medicines Initiative, kurz: IMI. Die internationale Forschungsgruppe untersucht die Biologie der BHS im gesunden wie im erkrankten Zustand sowie die Möglichkeiten des Transports von Wirkstoffen unter den jeweiligen Bedingungen. Bei diesem Forschungsprojekt stehen insbesondere neurodegenerative Erkrankungen, wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson oder ALS, amyotrophe Lateralsklerose, oder Multiple Sklerose im Mittelpunkt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhoffen sich zusätzlich weiterführende Ergebnisse für Erkrankungen, wie Diabetes oder Fettleibigkeit.

HemAcure

Im Rahmen des europäischen Verbundprojektes HemAcure forscht unser Lehrstuhl im Bereich der Entwicklung einer neuartigen Therapie zur Behandlung von Hämophilie A. Körpereigene Zellen der Patientinnen und Patienten sollen außerhalb des Körpers gentechnisch so verändert werden, dass sie den fehlenden Gerinnungsfaktor VIII produzieren. Der multidisziplinäre Ansatz dieses Projektes macht es möglich, besser und schneller zellbasierte medizinische Produkte zu entwickeln.

BIO-CHIP

Das Forschungsprojekt BIO-CHIP konzentriert sich auf die Erforschung und Entwicklung von reifen Knorpeltransplantaten. Dabei geht es vornehmlich um die Verwendung von autologen Nasenchondrozyten als Zellquelle. Da die derzeitigen zellbasierten Therapien zur Knorpelreparatur noch immer große Nachteile aufweisen, können Tissue Engineering Knorpeltransplantate eine geeignete Alternative für biomechanisch herausfordernde Situationen darstellen. 

Auszeichnungen

In den vergangenen Jahren wurden die Forschungen an unserem Lehrstuhl mit Wissenschaftspreisen ausgezeichnet. Darunter bereits im Jahre 2017 die Arbeit von Dr. Antje Appelt-Menzel. Sie entwickelte das Modell einer funktionstüchtigen Blut-Hirn-Schranke, die ähnlich arbeitet wie das menschliche Vorbild. Dank dieser Eigenschaften lässt sich genau studieren, ob und in welchem Maß potenzielle Wirkstoffe die BHS überwinden und welche Wirkung sie auf die Nervenzellen ausüben. Damit zeichnet sich ab, dass künftig auf eine Vielzahl von Tierversuchen verzichtet werden kann. Für diese Arbeit erhielt die Wissenschaftlerin 2017 den Lush-Preis.

2018 wurde die Arbeitsgruppenleiterin und ihr Team erneut ausgezeichnet für die Entwicklung von In-Vitro-Modellen der menschlichen BHS. Dafür erhielt sie erhielt den 3R Science Prize der Initiative „Europäische Partnerschaft für alternative Ansätze zu Tierversuchen“ (EPAA). Diese Initiative zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus, die dabei helfen, Tierversuche zu ersetzen, zu reduzieren oder zu verbessern.

Kontakt

Telefon

Sekretariat
Anna Stefl
+49 931 31-80183

Fax

+49 931 31-81068


Anschrift

Lehrstuhl für Tissue Engineering und Regenerative Medizin (TERM) | Röntgenring 11 | 97070 Würzburg | Deutschland

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