Lehre, Weiter- und Fortbildung
Doktorarbeiten und Forschungspraktika
Wir freuen uns über Anfragen von Studierenden der Humanmedizin sowie der Naturwissenschaften und der Medizinischen Informatik, die Interesse an einer Doktorarbeit (Dr. med. oder Dr. rer. nat.), einem Forschungspraktikum oder einer Projektarbeit an unserem Institut haben. Unsere Themen reichen von molekularer und funktioneller Genetik über bioinformatische und KI-gestützte Analysen bis hin zu translationalen und versorgungsbezogenen Fragestellungen. Je nach Arbeitsgruppe sind sowohl experimentelle als auch computergestützte und klinisch orientierte Projekte möglich.
Studierende erhalten die Möglichkeit, aktuelle Fragestellungen der Humangenetik und Genommedizin in einem wissenschaftlich und klinisch geprägten Umfeld kennenzulernen. Die genaue Ausgestaltung richtet sich nach Vorkenntnissen, Interessen, zeitlichem Umfang und den Möglichkeiten der jeweiligen Arbeitsgruppe.
So bewerben Sie sich
Bitte senden Sie Ihre Unterlagen per E-Mail an unseren Lehrbeauftragten Dr. Daniel Liedtke unter kggm_lehre@ukw.de.
Nach Sichtung Ihrer Anfrage melden wir uns mit Vorschlägen für passende Projekte, sofern Sie keine konkrete Präferenz für eine bestimmte Arbeitsgruppe oder ein bestimmtes Thema angeben. Bei Bedarf vereinbaren wir außerdem ein kurzes Gespräch, um Interessen, Vorkenntnisse und organisatorische Rahmenbedingungen zu klären. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Vergabe nach fachlicher Passung, Betreuungskapazität und zeitlicher Verfügbarkeit erfolgt.
Erforderliche Unterlagen
Ihre Bewerbungsunterlagen umfassen bitte
- Lebenslauf
- kurzes Motivationsschreiben (maximal eine Seite) mit Angaben zu folgenden Punkten:
- Warum interessieren Sie sich für unser Institut und für das Fach Humangenetik?
- Welche Themen oder Arbeitsgruppen interessieren Sie besonders?
- Welchen Zeitraum stellen Sie sich vor (Startdatum, Dauer) und in welchem Format möchten Sie tätig werden (z. B. Doktorarbeit, Forschungspraktikum, Pflichtpraktikum oder Projektarbeit)?
Aktuell mögliche Themenbereiche
Akute lymphoblastische Leukämie (ALL)
Ansprechpartner: Zeljko Antić
In dieser Arbeitsgruppe sind Projekte im Bereich der pädiatrischen Leukämieforschung möglich. Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf genetischen und epigenetischen Veränderungen bei der akuten lymphoblastischen Leukämie, auf Biomarkern für Krankheitsverlauf und Therapieansprechen sowie auf der biologischen Charakterisierung von Leukämiezellen im Therapieverlauf. Je nach Projekt können experimentelle, molekulargenetische, bioinformatische oder datenanalytische Anteile im Vordergrund stehen.
Computational Genomics & Epigenomics / AI
Ansprechpartnerin: Jiangyan Yu
Diese Arbeitsgruppe bietet Projekte an der Schnittstelle von Bioinformatik, Genomik und künstlicher Intelligenz an. Mögliche Themen umfassen die Analyse genomischer und transkriptomischer Datensätze, die Entwicklung und Anwendung bioinformatischer Workflows, die Auswertung von Long-Read-Sequenzierungsdaten sowie KI-gestützte Ansätze zur Klassifikation molekularer Krankheitsbilder und zur Vorhersage klinischer Verläufe. Die Projekte eignen sich besonders für Studierende mit Interesse an datengetriebener Forschung und translationaler Genomik.
Mögliche Projekte
- Benchmarking analysis of computational tools for long-read sequencing data
- Developing tools to visualize complex BND variants derived from long-read sequencing data
- Development of AI based tool for B-ALL treatment outcome prediction
- Harmonisierung und Standardisierung heterogener klinischer Datensätze für integrative genomische Analysen
- Entwicklung von Methoden des Lernens multimodaler Repräsentationen aus klinischen und transkriptomischen bzw. genomischen Daten
- Integration von Machine-Learning- und KI-basierten Klassifikationsverfahren/Analysen in Sequenzierungspipelines
Genomische Instabilitätserkrankungen
Ansprechpartner: Reinhard Kalb
In dieser Arbeitsgruppe stehen seltene Erkrankungen mit Defekten der DNA-Reparatur im Mittelpunkt, insbesondere die Fanconi-Anämie und verwandte Syndrome. Mögliche Projekte befassen sich mit der funktionellen Bewertung genetischer Varianten, der Analyse von DNA-Reparaturmechanismen, der Etablierung und Anwendung zellbasierter Assays sowie der Weiterentwicklung diagnostischer und molekularer Methoden. Je nach Fragestellung sind sowohl experimentelle als auch genetisch-diagnostische Arbeiten möglich.
Versorgungsforschung
Ansprechpartner: J. Matt McCrary
Die Versorgungsforschungsgruppe bearbeitet implementierungsorientierte Projekte an der Schnittstelle von Genetik, Onkologie und Gesundheitssystemforschung. Laufende Themen entstehen in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern im Rahmen mehrerer EU-Projekte. Aktuelle Schwerpunkte sind die Verbesserung genetischer Kompetenzen in medizinischen und pflegebezogenen Ausbildungswegen, die Förderung eines gleichberechtigten Zugangs zu qualifizierter genetischer Beratung, die Einführung genetischer Teststrategien zur Identifizierung von Krebsprädispositionssyndromen bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Untersuchung der Kosteneffizienz genetischer Beratung und Testung bei Krebserkrankungen sowie die Reduktion administrativer Belastungen durch KI-gestützte Ansätze.
Seltene Erkrankungen im Modellsystem / Zebrafisch
Ansprechpartner: Daniel Liedtke
Diese Arbeitsgruppe bietet Projekte zur Modellierung und Analyse seltener genetischer Erkrankungen im Zebrafisch an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Hypophosphatasie, darüber hinaus werden grundlegende Fragen zu embryonalen Entwicklungsprozessen und krankheitsrelevanten Veränderungen im Modellorganismus untersucht. Je nach Projekt können genetische Modellierung, phänotypische Analyse, bildgebende Verfahren und translationale Fragestellungen kombiniert werden.
Kraniofaziale Fehlbildungen
Ansprechpartnerin: Eva Klopocki
In diesem Themenfeld sind Projekte zu genetischen Ursachen, molekularen Mechanismen und diagnostischen Fragestellungen bei kraniofazialen Fehlbildungen möglich. Je nach Projekt kann der Schwerpunkt auf der genetischen Charakterisierung, auf Genotyp-Phänotyp-Korrelationen oder auf klinisch-diagnostischen Fragestellungen liegen. Die genaue Themenauswahl erfolgt in Abstimmung mit der Arbeitsgruppe und orientiert sich an aktuellen Projekten sowie an den Vorkenntnissen und Interessen der Studierenden.
Pädiatrische Nierentumoren
Ansprechpartnerin: Jenny Wegert
In diesem Themenbereich sind Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte zur molekularen Charakterisierung pädiatrischer Nierentumoren möglich. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Wilms-Tumor sowie auf selteneren Nierentumoren des Kindesalters. Grundlage vieler Projekte ist die langjährig aufgebaute GPOH-Nierentumorbank, die Tumorgewebe und Vergleichsmaterial von Kindern mit Nierentumoren umfasst und eine wichtige Ressource für translationale Forschung darstellt. Mögliche Projekte befassen sich mit genetischen und epigenetischen Tumortreibern, Tumorprädisposition, prognostisch oder therapeutisch relevanten Biomarkern sowie mit der Entwicklung von patientenbasierten in vitro-Modellen (2D Zellkulturen und 3D Organoide/Sphäroide). Wir setzen ein breites Spektrum moderner molekularbiologischer Methoden inklusive Hochdurchsatzsequenzierung ein. Die Projekte eignen sich besonders für Studierende mit Interesse an pädiatrischer Onkologie, Tumorgenetik, molekularer Diagnostik und translationaler Forschung.
Patientenkontakt
Telefon: +49 931 201-29992
Fax: +49 931 201-6029992
E-Mail: patientenkontakt_kggm@ukw.de
Labor
Telefon: +49 931 201-29931
Fax: + 49 931 201-6029931
E-Mail: labor_kggm@ukw.de
FBREK
Telefon: +49 931 201-29989
Fax: +49 931 201-6029989
E-Mail: fbrek_kggm@ukw.de