Illustrationsbild Neuroradiologie

Eingriffe an den Hirnvenen

Minimal-invasive Eingriffe an den ableitenden Blutgefäßen des Gehirns, den Hirnvenen, kommen bei einigen Erkrankungen sowohl zu therapeutischen als auch zu diagnostischen Zwecken zum Einsatz.

Eröffnung oder Erweiterung der Hirnvenen

Bei bestimmten Erkrankungen des Gehirns kann es notwendig werden, die ableitenden Blutgefäße des Schädelinnenraums beziehungsweise der Schädelbasis am Übergang zum Hals zu eröffnen oder zu erweitern. Wenn es beispielsweise zu Abflussstörungen im Bereich der Venen des Gehirns kommt, können derartige minimal-invasiven Eingriffe bei rechtzeitiger Behandlung eine drohende Gehirnschädigung abwenden oder rückgängig machen, auch erhöhter Hirndruck kann in bestimmten Fällen dadurch behandelbar sein.

Derartige Eingriffe können in bestimmten Situationen als Notfalleingriffe durchgeführt werden, etwa zur Behandlung besonders schwerer Verlaufsformen einer Sinusvenenthrombose. Bei dieser Erkrankung kommt es zum krankhaften Verschluss der großen Hirnvenen durch eine überschießende Blutgerinnselbildung, zum Beispiel durch eine Infektion.

Hirnvenen-Druckmessung und Blutentnahme aus den Hirnvenen

Bei bestimmten Fragestellungen ist es notwendig, den Blutdruck in den Hirnvenen zu messen oder Blut direkt aus einer Hirnvene zu entnehmen. Dies kann nur über ein minimal-invasives Katheterverfahren erfolgen.

Druckmessungen in den Hirnvenen können wichtige Informationen über Blutabflussstörungen des Gehirns, sogenannte venöse Kongestionen, liefern.

Venöse Blutentnahmen im Gehirn können wichtige diagnostische Informationen liefern. So lässt sich etwa klären, ob winzige hormonproduzierende Tumoren vorliegen, die mit herkömmlichen diagnostischen Verfahren nicht erkennbar sind, zum Beispiel Mikroadenome der Hirnanhangdrüse.

Wie laufen die Eingriffe ab?

Ein feiner Mikrokatheter wird über große Venen des Beins bis in die Venen im Schädelinneren vorgeschoben, um dort den diagnostischen oder therapeutischen Eingriff auszuführen.

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