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MicUTI-Pilotstudie: Zusätzliche Diagnostik senkt Antibiotikaverschreibungen bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen nicht

Harnwegsinfektionen zählen zu den häufigsten Beratungsanlässen in der Allgemeinmedizin. Frühere Studien zeigten, dass sich bei etwa der Hälfte der Frauen die Beschwerden spontan zurückbilden und sie deshalb nicht von einer Antibiotikabehandlung profitieren.

Das Bild zeigt den Titel der Studie, das Logo BayFoNet sowie die Illustration eines Urinbechers.
An der randomisiert-kontrollierten Pilotstudie MicUTI beteiligten sich über das Bayerische Forschungsnetz in der Allgemeinmedizin (BayFoNet) 20 Hausarztpraxen.

In der vom BMFTR geförderten MicUTI-Studie wurde nun die Durchführbarkeit einer neuartigen Point-of-Care-Test-(POCT)-Strategie bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen untersucht. Dabei wurde getestet, ob mithilfe von Urinteststreifen und einer mikroskopischen Untersuchung des Urins (Phasenkontrastmikroskopie) die Diagnose einer Harnwegsinfektion unmittelbar in der Praxis verbessert und eine gezielte Therapieentscheidung getroffen werden kann. An der randomisiert-kontrollierten Pilotstudie beteiligten sich über das Bayerische Forschungsnetz in der Allgemeinmedizin (BayFoNet) 20 Hausarztpraxen.

Insgesamt wurden 157 Patientinnen rekrutiert: 90 in der Interventionsgruppe mit POCT-Strategie und 67 im Kontrollarm mit üblicher Versorgung. Der Antibiotikaeinsatz blieb in beiden Gruppen nahezu identisch. Die diagnostische Aussagekraft der Mikroskopie war nicht sehr zuverlässig, insbesondere wenn es darum ging, eine Infektion sicher auszuschließen (von allen mikroskopisch negativ getesteten Proben erwiesen sich dennoch 54 % der Urinproben als infiziert). Die Umsetzung im Praxisalltag erwies sich dennoch als machbar: Die telefonische Nachbeobachtung bis Tag 28 gelang bei 75 % der Teilnehmerinnen.

MicUTI zeigt, dass zusätzliche Diagnostik allein nicht ausreicht, um die Verschreibung von Antibiotika zu senken. Explorative Analysen deuten vielmehr darauf hin, dass mehr verfügbare Testergebnisse ohne angepasste Algorithmen die Verordnung von Antibiotika sogar erhöhen könnten. Das heißt, Hausärzte hätten möglicherweise eher mehr Antibiotika verschrieben, wenn sie die Laborergebnisse der Urinkultur sofort vor Ort gehabt hätten. Diese Ergebnisse bilden die Grundlage für die Planung einer Folgestudie, in der weiterentwickelte Entscheidungsalgorithmen mit neuen POCT zum Einsatz kommen sollen.

Publikation: Peter K. Kurotschka, Martin J. Koch, Eva Bucher, Adolfo Figueiras, Jochen Gensichen, Alexander Hapfelmeier, Alastair D. Hay, Christian Kretzschmann, Oliver Kurzai, Thiên-Trí Lâm, Kathrin Lasher, Orietta Massidda, Linda Sanftenberg, Guido Schmiemann, Antonius Schneider, Anne Simmenroth, Stefanie Stark, Lisette Warkentin, Mark H. Ebell, Ildikó Gágyor, on behalf of the Bavarian Practice-Based Research Network (BayFoNet). Dipsticks and point-of-care Microscopy in Urinary Tract Infections in primary care: Results of the MicUTI pilot cluster randomised controlled trial. PLOS One. October 8, 2025. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0332390

Das Bild zeigt den Titel der Studie, das Logo BayFoNet sowie die Illustration eines Urinbechers.
An der randomisiert-kontrollierten Pilotstudie MicUTI beteiligten sich über das Bayerische Forschungsnetz in der Allgemeinmedizin (BayFoNet) 20 Hausarztpraxen.
Kurz-Psychotherapie mit Sprechstundenkarten

Depressionen gehören zu den häufigsten Beratungsanlässen in der Hausarztpraxis, aber gleichzeitig sind die Wartezeiten auf eine ambulante Psychotherapie oft monatelang.

Illustration mit einem Arzt im Gespräch mit einem Patienten, der Arzt hält Karten in der Hand.
Das Institut für Allgemeinmedizin prüfte die Machbarkeit einer Psychiatrischen Kurz-Psychotherapie (PKP) in der hausärztlichen Versorgung, bei der spezielle Sprechstundenkarten eingesetzt werden.

Depressionen gehören zu den häufigsten Beratungsanlässen in der Hausarztpraxis, aber gleichzeitig sind die Wartezeiten auf eine ambulante Psychotherapie oft monatelang. Um diese Versorgungslücke zu überbrücken, prüfte das Institut für Allgemeinmedizin in einer Studie die Machbarkeit des Psychiatrischen Kurz-Psychotherapie (PKP) Ansatzes in der hausärztlichen Versorgung. Dabei handelt es sich um strukturierte, kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientierte Sprechstundenkarten, die in kurzen Gesprächen eingesetzt werden können.

In der Studie wurden 13 Hausärztinnen und Hausärzte in einer zweistündigen Schulung in Diagnostik und Anwendung der PKP-Karten trainiert; anschließend kamen die Karten über acht Monate bei 33 Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittelgradiger Depression zum Einsatz. Die Konsultationen dauerten im Mittel 24 Minuten (Spanne 15–38 Minuten). Vor und nach der Interventionsphase wurden die Ärztinnen und Ärzte zu Kompetenzen, Praxistauglichkeit und Erfahrungen befragt.

Die Ergebnisse sprechen für eine grundsätzlich gute Umsetzbarkeit: Nach der Anwendung fühlten sich mehr Teilnehmende sicherer in der Diagnostik und in der überbrückenden psychotherapeutischen Versorgung. Eine Mehrheit bewertete die Karten als geeignet für das hausärztliche Setting, als effizientes Werkzeug im Praxisalltag und explizit als hilfreich, um die Wartezeit bis zur ambulanten Psychotherapie zu überbrücken. Als Hürden wurden Zeitdruck und Einarbeitungsaufwand genannt, denen durch eine reduzierte Kartenauswahl zu Beginn und ergänzende Schulungsmaterialien wie zum Beispiel Videos begegnet werden könnte.

Insgesamt legen die Autorinnen nahe, dass PKP-Karten ein praxisnaher „roter Faden“ in einer gestuften Depressionsversorgung sein können. Wirksamkeit und Perspektive der Patientinnen und Patienten sollten jedoch in prospektiven Studien systematisch geprüft werden.

Publikation
Beate Deckert, Lisa-Marie Riegel, Maike Krauthausen, Yvonne Kaußner & Anne Simmenroth. Intervention mittels Kurz-Psychotherapie bei Depression: Umsetzbarkeit in der hausärztlichen Praxis. Z Allg Med 101, 429–438 (2025). https://doi.org/10.1007/s44266-025-00460-4

Illustration mit einem Arzt im Gespräch mit einem Patienten, der Arzt hält Karten in der Hand.
Das Institut für Allgemeinmedizin prüfte die Machbarkeit einer Psychiatrischen Kurz-Psychotherapie (PKP) in der hausärztlichen Versorgung, bei der spezielle Sprechstundenkarten eingesetzt werden.
Fortbildungsartikel für die Allgemeinmedizin

In diesem Quartal nutzt das Institut für Allgemeinmedizin am Uniklinikum Würzburg die Möglichkeit, auf seine Fortbildungsartikel in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin (ZFA) aufmerksam zu machen.

Die Collage zeigt Screenshot von der Webseite - einzelne Kacheln mit den verschiedenen Gebieten und der Anzahl der bereits existierenden Fallbeispielen im entsprechenden Gebiet
Der Vorbereitungskurs zur Facharztprüfung Allgemeinmedizin bietet mehr als 100 Fallbeispiele, die nach Gebieten sortiert sind.

Die Artikel sind klinische Fallbeispiele mit prüfungsnahen Fragen, die sich an der aktuellen Weiterbildungsordnung orientieren. Sie richten sich vor allem an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin, Weiterbildungsbefugte, akademische Lehrpraxen sowie Lehrende und Prüfende in der Allgemeinmedizin. Das Angebot wurde gemeinsam mit Fachleuten und erfahrenen Prüfenden entwickelt sowie in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM).

Der Springer-Medizin-Vorbereitungskurs zur Facharztprüfung Allgemeinmedizin umfasst inzwischen mehr als 100 klinische Fallbeispiele, die zusätzlich als Sonderhefte (PDF) der ZFA publiziert und offline genutzt werden können. Vier dieser Fälle wurden vom Institut für Allgemeinmedizin des Universitätsklinikums Würzburg verfasst. 

Quartal 03/2025:
Simmenroth, A., Ruck, J. 38/w – Raucherin. Z Allg Med 101 (Suppl 1), 119–124 (2025). https://doi.org/10.1007/s44266-025-00427-5
Klug, A.B.H., Schwager, A.N. 54/m mit zunehmender Luftnot seit drei Tagen. Z Allg Med 101 (Suppl 1), 136–143 (2025). https://doi.org/10.1007/s44266-025-00434-6

2024:
Gágyor, I., Kurotschka, P.K. 36/w mit ziehenden Schmerzen im Unterbauch und Dysurie. Z Allg Med 100 (Suppl 1), 25–29 (2024). https://doi.org/10.1007/s44266-024-00196-7
Simmenroth, A., Ruck, J. 18/w mit Ohnmacht am Morgen. Z Allg Med 100 (Suppl 1), 19–24 (2024). https://doi.org/10.1007/s44266-024-00195-8

Zum Vorbereitungskurs zur Facharztprüfung Allgemeinmedizin

Die Collage zeigt Screenshot von der Webseite - einzelne Kacheln mit den verschiedenen Gebieten und der Anzahl der bereits existierenden Fallbeispielen im entsprechenden Gebiet
Der Vorbereitungskurs zur Facharztprüfung Allgemeinmedizin bietet mehr als 100 Fallbeispiele, die nach Gebieten sortiert sind.
Risikofaktoren bei ambulant behandelten Harnwegsinfektionen

Die Risikofaktoren für ungünstige Krankheitsverläufe bei ambulant behandelten Harnwegsinfektionen (HWI) variieren je nach Studie und Leitlinie. Ein Forschungsteam des Instituts für Allgemeinmedizin analysierte deshalb die Daten aus 35 Kohortenstudien mit insgesamt mehr als 1,5 Millionen erwachsenen Patientinnen und Patienten mit HWI in der ambulanten Versorgung. Die Meta-Analyse zeigte: Ein höheres Alter war der einzige konsistente unabhängige Prädiktor für eine erneute Konsultation.

Mensch in Jeans und weißem Shirt  hält Hände gekreuzt über den Schoß
© Canva

Die Risikofaktoren für ungünstige Krankheitsverläufe bei ambulant behandelten Harnwegsinfektionen (HWI) variieren je nach Studie und Leitlinie. Ein Forschungsteam des Instituts für Allgemeinmedizin analysierte deshalb die Daten aus 35 Kohortenstudien mit insgesamt mehr als 1,5 Millionen erwachsenen Patientinnen und Patienten mit HWI in der ambulanten Versorgung. Die Meta-Analyse zeigte: Ein höheres Alter war der einzige konsistente unabhängige Prädiktor für eine erneute Konsultation.

Für Krankenhausaufenthalte wurden mehrere Risikofaktoren identifiziert – darunter ein erhöhter Prokalzitonin-Wert (ein spezifischer Biomarker für bakterielle Infektionen), höheres Alter (insbesondere über 65 Jahre), niedriger Blutdruck, hohes Fieber, erhöhte Werte des Entzündungsmarkers C-reaktives Protein (CRP), erhöhte Kreatininwerte (ein Stoffwechselabbauprodukt, das hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird), männliches Geschlecht sowie das Vorliegen eines Diabetes mellitus.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte klinische Merkmale und Laborwerte dabei helfen können, Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten Risiko – insbesondere bei Pyelonephritis (eitrige Entzündung des Nierenbeckens und der Niere) – frühzeitig zu erkennen. Die Studie unterstreicht zudem den Bedarf an weiterer Forschung, insbesondere bei Patientinnen mit Zystitis (Harnblasenentzündung), um eine evidenzbasierte Risikostratifizierung und gezielte Therapieentscheidungen in der hausärztlichen Versorgung zu ermöglichen. 

Peter K. Kurotschka; Felix Kannapin, Andreas Klug; Maria Chiara Bassi, Ildikó Gágyor; Mark Ebell. Risk Factors for Poor Prognosis in Adult Outpatient Urinary Tract Infection: Meta-Analysis. BJGP Open 2025, BJGPO.2024.0298. DOI: https://doi.org/10.3399/BJGPO.2024.0298

Zur Publikation bei PubMed

Mensch in Jeans und weißem Shirt  hält Hände gekreuzt über den Schoß
© Canva
Planetarische Gesundheitserziehung in der medizinischen Ausbildung in Deutschland

Die multiplen ökologischen Krisen unserer Zeit, etwa Klimawandel, Umweltverschmutzung und Biodiversitätsverlust, haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesundheit. Um angehende Ärztinnen und Ärzte auf diese Herausforderungen vorzubereiten, gewinnt die Planetary Health Education (PHE) zunehmend an Bedeutung. Doch wie weit diese Inhalte in der medizinischen Ausbildung in Deutschland bereits verankert sind, war bislang unklar.

Im Rahmen des PlanetMedEd-Projekts wurden strukturierte Interviews sowie eine bundesweite Online-Befragung an allen 39 medizinischen Fakultäten durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen: Zwar bieten 90 % der Fakultäten PHE-Aktivitäten an, doch handelt es sich in der Mehrheit um freiwillige Wahlangebote. Pflichtveranstaltungen bleiben die Ausnahme. Besonders transformativ wirkende Lernziele wie Kommunikationskompetenz, Nachhaltigkeit oder interdisziplinäre Zusammenarbeit, fanden sich überwiegend in Wahlveranstaltungen mit aktiver Studierendenbeteiligung.

Die Studie verdeutlicht, dass trotz gestiegener Aktivität eine systematische, verpflichtende Integration von Planetary Health in die medizinischen Curricula bislang fehlt. Um die Gesundheitsversorgung zukunftsfähig zu gestalten, braucht es verbindliche Vorgaben, interdisziplinäre Kooperationen und innovative Lehrformate, die nicht nur Wissen, sondern auch Werte und Handlungskompetenzen vermitteln.

 

Fabio Grieco; Sandra Parisi; Anne Simmenroth; Michael Eichinger; Janina Zirkel; Sarah König; Jana Jünger; Eva Geck; Eva-Maria Schwienhorst-Stich. Planetary Health Education in Undergraduate Medical Education in Germany: Results from Structured Interviews and an Online Survey within the National PlanetMedEd Project. Front. Med. 2025, 11. https://doi.org/10.3389/fmed.2024.1507515

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Tabakentwöhnung stärker in allgemeinmedizinische Lehre integrieren

Die Vermittlung effektiver Tabakentwöhnungskompetenzen ist ein wichtiger Bestandteil der ärztlichen Ausbildung. Das Institut für Allgemeinmedizin des UKW entwickelte ein longitudinales Lehrkonzept auf Basis des 5A-Modells, um Medizinstudierende frühzeitig und praxisnah für die Beratung zur Tabakentwöhnung zu qualifizieren.

Das Wort "Stop" gelegt aus gerauchten Zigaretten

Die 2025 veröffentlichte Studie zeigt, dass die Umsetzung im Rahmen des Hausarztpraktikums erfolgreich ist, insbesondere wenn Hausärztinnen und -ärzte sowie reale Gespräche mit Patientinnen und Patienten in die Lehre integriert werden. Studierende, die mit echten Personen Beratungsgespräche führten, berichteten von einem gestärkten Vertrauen in ihre kommunikativen Fähigkeiten und einer positiveren Haltung gegenüber präventivmedizinischer Beratung.

Die Ergebnisse unterstreichen den Mehrwert authentischer Lerngelegenheiten und legen nahe, Tabakentwöhnung als praktisches Thema stärker in die allgemeinmedizinische Lehre zu integrieren.

 

Jessica Ruck; Elena Tiedemann; Jessica Sudmann; Andrea Kübler; Anne Simmenroth. Evaluating the longitudinal effectiveness of a smoking cessation counselling course based on the 5A model for medical students in family medicine placement.  GMS J Med Educ 2025, 42(1). 

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Das Wort "Stop" gelegt aus gerauchten Zigaretten
Verbleibende Symptome bei nicht hospitalisierten Patienten mit COVID-19

Viele nicht-hospitalisierte COVID-19-Patientinnen und Patienten berichten auch Monate nach der Infektion über anhaltende körperliche und psychische Beschwerden.

Die im BMC Primary Care veröffentlichte prospektive Erhebungsstudie, durchgeführt im April/Mai 2021 in Deutschland, untersuchte typische Post-COVID-Symptome und deren Auswirkungen auf den Alltag über sechs Monate hinweg. Sie war Teil der internationalen CALIP-Studie in elf europäischen Ländern – u. a. Schweden, Niederlande, Italien, Spanien und Ungarn – und wurde in Deutschland mit erweitertem Fokus auf die mentale Gesundheit ausgewertet. 

Nach zwölf Wochen litten noch 48,3 Prozent der Teilnehmenden an Symptomen wie Fatigue oder Konzentrationsstörungen. Ein Drittel war im Alltag eingeschränkt, jede fünfte Person zeigte psychische Belastungen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung früher psychosozialer Diagnostik in der hausärztlichen Versorgung zur Prävention langfristiger Folgen.

 

Jörn Rohde, René Bundschuh, Yvonne Kaußner und Anne Simmenroth. Lingering Symptoms in Non-Hospitalized Patients with COVID-19 - a Prospective Survey Study of Symptom Expression and Effects on Mental Health in Germany. BMC Prim Care 2025, 26 (1), 94. https://doi.org/10.1186/s12875-025-02784-3.

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