Stattdessen entsteht eine erhöhte Anfälligkeit durch das Zusammenspiel vieler genetischer Varianten, die jeweils nur kleine Effekte haben, sowie durch Umwelt- und Entwicklungsfaktoren.
Die Studie macht deutlich, dass diese genetischen Risikofaktoren mit bestimmten Hirnprozessen und Signalwegen verknüpft sind, die an der Verarbeitung von Bedrohung, Stress und Emotionsregulation beteiligt sind. Besonders betroffen sind dabei Netzwerke im Gehirn, die die Reaktion auf Angst steuern und normalerweise helfen, Angst angemessen zu regulieren.
Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse, dass Angststörungen als komplexe, biologisch mitgeprägte Erkrankungen zu verstehen sind, bei denen viele kleine Einflussfaktoren zusammenwirken. Dieses bessere Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen soll langfristig dazu beitragen, gezieltere und individuellere Präventions- und Behandlungsansätze zu entwickeln.
Weitere Details liefert die Pressemeldung
Publikation: Strom, N.I., Verhulst, B., Bacanu, SA. et al. Genome-wide association study of major anxiety disorders in 122,341 European-ancestry cases identifies 58 loci and highlights GABAergic signaling. Nat Genet (2026). https://doi.org/10.1038/s41588-025-02485-8