Therapie mit Mogamulizumab bei Hautlymphomen: dem Therapieansprechen auf der Spur

8.000 Euro Förderung durch Stiftung Forschung hilft

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Marion Wobser und Dr. David Schrama (Universitätshautklinik) untersucht im Projekt „Exanthem als Indikator für ein Therapieansprechen auf Mogamulizumab beim kutanen T-Zell-Lymphom“, wie sich ein unter Mogamulizumab auftretender Hautausschlag von einem Rückfall des Lymphoms zuverlässig unterscheiden lässt. Das Ziel besteht darin, Therapieerfolge früh zu erkennen und unnötige Therapieabbrüche zu vermeiden.

Die Therapie mit dem Antikörper Mogamulizumab wird erfolgreich bei kutanen T-Zell-Lymphomen wie Mycosis fungoides und Sézary-Syndrom eingesetzt. Unter der Behandlung entwickeln manche Patientinnen und Patienten jedoch einen Hautausschlag, der klinisch und histologisch einem erneuten Auftreten des Lymphoms sehr ähnlich sehen kann. Das sogenannte Mogamulizumab-assoziierte Exanthem (MAR) ist mit einem besseren Therapieansprechen und einer günstigeren Prognose verbunden. Wird es fälschlicherweise als Krankheitsrückfall interpretiert, könnte eine wirksame Therapie unnötig abgebrochen werden.

Die Arbeitsgruppe „Kutane Lymphome“ der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie von Prof. Dr. Marion Wobser und Dr. David Schrama möchte deshalb die Mechanismen des MAR genauer verstehen und verlässliche Merkmale für die Unterscheidung von einem Lymphomrezidiv identifizieren. Dafür werden Hautveränderungen von Patientinnen und Patienten unter Mogamulizumab klinisch, histologisch und molekularbiologisch untersucht. Zum Einsatz kommen unter anderem Einzelzell-RNA-Sequenzierungen sowie künstliche Intelligenz (KI) zur Analyse von Bilddateien der Hautveränderungen sowie der Gewebsschnitte der entsprechenden Hautbiopsien. Ergänzend werden Blutproben auf entzündliche Botenstoffe untersucht. 

Aus den Untersuchungen sollen molekulare Marker hervorgehen, mit denen sich MAR und Lymphomrezidiv künftig sicherer unterscheiden lassen. Die vielversprechendsten Marker werden anschließend mit Verfahren validiert, die sich für die Routinediagnostik eignen. Damit wird dieses Forschungsprojekt unmittelbar dazu beitragen, Therapieentscheidungen sicherer zu machen und unnötige Therapieabbrüche zu vermeiden. Darüber hinaus soll adressiert werden, warum manche Lymphomerkrankungen unter Mogamulizumab resistent werden. Daraus könnten sich neue Ansatzpunkte für zukünftige Therapien und individualisierte Behandlungsansätze ergeben. 

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