Funktions- und Lokalisationsdiagnostik

Die Szintigraphie zählt zur klassischen Diagnosemethode in der Nuklearmedizin. Durch die Darstellung von Stoffwechselvorgängen mithilfe schwach radioaktiver Arzneimittel lassen sich Rückschlüsse auf Funktion und Lage eines Organs oder Organsystems ziehen.

Szintigraphie

Zur konventionellen Untersuchungsmethode in der Nuklearmedizin zählt die Szintigraphie. Der Begriff wird aus dem Lateinischen „scintilla“ (Funke) und dem Griechischen „graphein“ (zeichnen) zusammengesetzt und beschreibt, dass mithilfe radioaktiver Arzneimittel Stoffwechselprozesse des Menschen aufgezeichnet und sichtbar gemacht werden. Im Gegensatz zur Radiologie bildet die Szintigraphie damit in erster Linie die Funktion, die Aktivität oder die Durchblutungsverhältnisse eines Organs ab und weniger dessen Struktur.

Breitgefächerte Anwendung

Bekannt ist diese Diagnosemöglichkeit oft nur im Zusammenhang mit der Schilddrüsenuntersuchung. Doch auch bei Herzerkrankungen und Nierenerkrankungen, zur Untersuchung der Lunge, des Gehirns und des Zentralen Nervensystems, bei Rheuma oder Skelettkrankheiten spielt die Szintigraphie eine wichtige Rolle.

Durchführung der Szintigraphie

Dazu werden den Patientinnen und Patienten radioaktive Arzneimittel – sogenannte Radiopharmaka – verabreicht, die ganz spezifisch am fraglichen Stoffwechselprozess beteiligt sind. Dieser kann sowohl den gesamten Körper als auch nur einzelne Organe oder Regionen betreffen. Die Skelettszintigraphie beispielsweise erfasst alle knöchernen Strukturen des gesamten Körpers, während sich die Myokardszintigraphie nur auf das Herz beschränkt. Nachdem sich das Radiopharmakon am Zielorgan angelagert hat, kann über eine Gammakamera die Strahlung gemessen und über eine Computerberechnung optisch dargestellt werden.

Szintigramm

Jeder radioaktive Zerfall wird in einem sogenannten Szintigramm als Punkt dargestellt. Je mehr sich ein Radiopharmakon im untersuchten Gewebe angelagert hat, desto höher sind die Strahlenwerte und desto dichter ist die Punktverteilung. Die Ausprägung dieser Punktewolken lassen Rückschlüsse auf mögliche Krankheitsherde zu. Eine zugeschaltete Computertomographie (CT) kann die Aussagen zum Stoffwechsel mit anatomischen Informationen ergänzen. Ablauf und Dauer der einzelnen Untersuchungen unterscheiden sich entsprechend der großen Unterschiedlichkeit der Organe und Vorgänge. Alle Untersuchungen werden ambulant durchgeführt.

Szintigraphie-Spektrum

Abklärung von Schilddrüsenerkrankungen
Knochenszintigraphie
Myokardszintigraphie (Herz)
Nierenszintigraphie
Lungenperfusionszintigraphie
Szintigraphie des Gehirns
Szintigraphien des Verdauungstrakts

Ansprechpartner

PD Dr. med.
Constantin Lapa

Leitender Oberarzt

+49 931 201-35412

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten:

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag
von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Telefon:  

Untersuchungen nur nach Terminabsprache:
+49 931 201-35938

Leitung:
Dr. med. Constantin Lapa
+49 931 201-35412

E-Mail:

Dr. Constantin Lapa
lapa_c@ ukw.de

Fax:
+49 931 201-635000


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Zentrum Innere Medizin (ZIM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A4 | D-97080 Würzburg | Germany