PET/CT-Zentrum

Das interdisziplinäre PET/CT-Zentrum der Nuklearmedizin Würzburg gehört zu den modernsten Einrichtungen in Deutschland. Es bietet das gesamte diagnostische Spektrum der Positronen-Emissions-Tomographie und der molekularen Bildgebung einer nuklearmedizinischen Einrichtung.

Was ist eine PET/CT?

Die PET/CT zählt derzeit zum empfindlichsten bildgebenden und fortschrittlichsten Diagnoseverfahren bei Krebserkrankungen. Die Untersuchung ermöglicht es, Stoffwechselvorgänge bildhaft darzustellen. Insbesondere bei der Suche nach Krebsherden, zur Beurteilung ihrer Ausdehnung und zur Verlaufskontrolle bei der Krebstherapie wird die PET/CT seit etwa 15 Jahren erfolgreich eingesetzt. Auch bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems und des Herzens kommt die PET/CT sehr häufig zum Einsatz.

Wie funktioniert die PET/CT?

Bei der PET werden den Patientinnen und Patienten winzige Mengen radioaktiv markierter Stoffe – sogenannte Radiopharmaka – verabreicht. Deren Verteilung im Organismus wird mit der PET-Kamera verfolgt. Je nach Eigenart und Stoffwechselvorlieben der Gewebe lagern sich bestimmte Substanzen nur in bestimmten Zellen ein. Ein Tumor beispielsweise hat in der Regel einen hohen Energieumsatz und verbraucht viel Zucker. Entsprechend verabreicht man bei Verdacht und zur Kontrolle eine stark zuckerhaltige Substanz, die sich in erster Linie in der Geschwulst absetzt. Durch die dort entstehende konzentriertere Strahlung lässt sich die Lage, Größe und Aktivität des Tumorgewebes erfassen.
In Kombination mit der Computertomographie (CT), die mit Röntgenstrahlen Schicht für Schicht kontrastreiche Aufnahmen von inneren Körperstrukturen liefert, können die verdächtigen Gewebebezirke örtlich eingegrenzt werden.

Krebsspezifische PET/CT

In der Nuklearmedizin Würzburg wird die PET/CT beim Lungenkarzinom, Brustkrebs, bösartigen Tumoren der Haut, des Dünn- und Dickdarmes sowie bei Entartungen des blutbildenden Systems wie Lymphomen oder dem multiplen Myelom angewandt. Je nach Tumorart kommen verschiedene Radiopharmaka zum Einsatz, darunter:

  • 18-F-FDG zur Darstellung des Zuckerstoffwechsels der meisten Tumore
  • 68Ga-PSMA oder 18F-Cholin als Tracer zur Darstellung von Prostatatumoren
  • 68-Ga-Dotatoc zur Darstellung von Hormon produzierenden Tumoren
  • C-11-Metionin und 18F-FET zur Darstellung und Beurteilung von Hirntumoren

Forschung und Technik

Zahlreiche Untersuchungen erfolgen im Rahmen von klinischen Forschungsprojekten. Unser Zentrum verfügt seit 2010 über ein eigenes Hochleistungs-Zyklotron mit GMP-Einheit zur Produktion von hochreinen Radiopharmaka sowie einen PET/CT-Tomographen der neuesten Gerätegeneration (Siemens biograph mCT64).

Ansprechpartner

PD Dr. med.
Constantin Lapa

Leitender Oberarzt

+49 931 201-35412

Univ.-Prof. Dr. rer. nat.
Samuel Samnick

Leiter der Radiopharmazie/ PET-Zentrum

+49 931 201-35550

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten:

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag
von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Telefon:  

Untersuchungen nur nach Terminabsprache:
+49 931 201-35405

Leitung:
Univ. Prof. rer.nat. Dr. Samuel Samnick
+49 931 201-35550

E-Mail:

Univ. Prof. rer.nat. Dr. Samuel Samnick:
samnick_s@ ukw.de

Fax:
+49 931 201-635000


Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Zentrum Innere Medizin (ZIM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A4 | D-97080 Würzburg | Germany

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