Aktuelle Meldungen

Schnellere Erholung nach Nieren-OP mit Fast-Track

Das Fast-Track-Verfahren wurde am Uniklinikum Würzburg nun erstmals auch bei einer Nierenkrebs-Operation erfolgreich angewendet. Die Patientin profitierte von einer nahezu schmerzfreien Behandlung, einer schnellen Erholung und einem kurzen Krankenhausaufenthalt.

 

Patientin eingerahmt von den Fast-Track Nurses, der Stationspflegekraft sowie dem leitenden Oberarzt.
Nach dem gelungenen Fast-Track-Eingriff: Die Patientin Petra Engelhardt (Mitte), eingerahmt von den Fast-Track Nurses Verena Bolldorf, Cornelia Röth-Mais und der Stationspflegekraft Luzy Rosario sowie PD Dr. Charis Kalogirou, dem leitenden Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Uniklinikums Würzburg (von links). © Susanne Just / UKW
Fast-Track-Konzept bei Nieren-Operationen wird mittels Ultraschall der sogenannte Quadratus-Lumborum-Block durchgeführt.
Zum Fast-Track-Konzept bei Nierenkrebs-Operationen gehört auch ein innovatives Verfahren zur selektiven Betäubung von Nerven. Mittels Ultraschall führt Anästhesist Dr. Johannes Herrmann zusammen mit der Anästhesietechnischen Assistentin Lara Buggenhagen den sogenannten Quadratus-Lumborum-Block durch. © Maximilian Kippnich / UKW
Mit dem DaVinci-Operationsroboter lassen sich Nierenkrebs-Operationen minimalinvasiv und damit äußerst schonend durchführen
Mit dem DaVinci-Operationsroboter lassen sich Nierenkrebs-Operationen minimalinvasiv und damit äußerst schonend durchführen. © Charis Kalogirou / UKW

Würzburg. Die Fast-Track-Chirurgie ist ein modernes Behandlungskonzept, das darauf abzielt, den Körper nach einer Operation schneller wieder ins Gleichgewicht zu bringen, postoperative Komplikationen zu minimieren und die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten möglichst zügig wiederherzustellen. Das dazugehörige Maßnahmenbündel umfasst zum Beispiel eine optimierte Ernährung, ein differenziertes, multimodales Schmerzkonzept und eine individuelle Betreuung.

Bewährtes Konzept nun auch bei Nierenoperationen

Am Uniklinikum Würzburg (UKW) wurde das Konzept bislang in der Allgemeinchirurgie und der gynäkologischen Chirurgie umgesetzt. Die Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des UKW wendet Fast-Track bereits seit einem Jahr erfolgreich bei radikalen Harnblasenentfernungen an. Im Januar dieses Jahres wurde das Verfahren nun auch auf Nierenoperationen ausgeweitet. Pilotpatientin war hier Petra Engelhardt. Die 72-Jährige war von einem Tumor an der rechten Niere betroffen. Dieser wurde von Privatdozent Dr. Charis Kalogirou, leitender Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des UKW, und seinem Team am 20. Januar operativ entfernt. Das Organ konnte dabei erhalten werden.

Entlassung schon drei Tage nach der OP

„Bei einem herkömmlichen Vorgehen wäre Frau Engelhardt mindestens sechs Tage stationär bei uns geblieben. Durch die Fast-Track-Chirurgie konnte sie schon nach drei Tagen und in einem sehr guten Gesundheitszustand nach Hause entlassen werden“, berichtet Kalogirou. Zu diesem überaus positiven Ergebnis trug neben dem minimalinvasiven Eingriff mit dem DaVinci-Operationsroboter vor allem ein innovatives Regionalanästhesieverfahren bei: Beim sogenannten Quadratus-Lumborum-Block werden Nerven ultraschallgesteuert gezielt blockiert. Zentraler Partner hierbei ist die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Deren Oberarzt, Privatdozent Dr. Maximilian Kippnich, erläutert: „Diese moderne Betäubungstechnik ermöglicht eine deutlich frühere Mobilisation der Patientinnen und Patienten, einen erheblich geringeren Bedarf an Schmerzmitteln – insbesondere an Opiaten – und trägt maßgeblich zur guten Ergebnisqualität bei." Außerdem konnte auf eine Drainage des Operationsgebiets verzichtet werden.

Optimierte Ernährung und schnelle Mobilisation

Das beschleunigende Verfahren startete allerdings schon deutlich vor der Operation. „Wir haben der Patientin in einem Gespräch erläutert, wie wichtig ihre Mithilfe hierbei ist", berichtet die Pflegekraft Verena Bolldorf aus dem Fast-Track-Team der Urologischen Klinik und fährt fort: „Beispielsweise hatte sie in der Zeit vor dem Eingriff auf eine kohlenhydrat- und eiweißreiche Ernährung plus ausreichend Bewegung mit Spaziergängen sowie Atem- und Beingymnastik zu achten." Nach der Operation wurde eine schnelle Mobilisation angestrebt: Schon am Tag des Eingriffs konnte Petra Engelhardt zwei Stunden lang das Bett verlassen, was in den folgenden drei Tagen schrittweise auf acht Stunden gesteigert wurde. Der Dauerkatheter wurde bereits am Morgen nach der Operation gezogen. Noch am Operationstag selbst gab es für die Patientin feste, proteinreiche Kost, die die Wundheilung unterstützt und dem Muskelabbau entgegenwirkt.
Verena Bolldorf und ihre Kollegin Cornelia Röth-Mais vom Fast-Track-Team begleiteten und unterstützten Petra Engelhardt während ihres gesamten stationären Aufenthalts. „Und auch nach der Entlassung rufen wir die Patientinnen und Patienten innerhalb von 30 Tagen noch zweimal an, um uns nach dem Befinden zu erkundigen und bei Bedarf noch Empfehlungen zu geben", schildert die Fast-Track-Nurse Cornelia Röth-Mais.


Text: Pressestelle / UKW
 

Patientin eingerahmt von den Fast-Track Nurses, der Stationspflegekraft sowie dem leitenden Oberarzt.
Nach dem gelungenen Fast-Track-Eingriff: Die Patientin Petra Engelhardt (Mitte), eingerahmt von den Fast-Track Nurses Verena Bolldorf, Cornelia Röth-Mais und der Stationspflegekraft Luzy Rosario sowie PD Dr. Charis Kalogirou, dem leitenden Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Uniklinikums Würzburg (von links). © Susanne Just / UKW
Fast-Track-Konzept bei Nieren-Operationen wird mittels Ultraschall der sogenannte Quadratus-Lumborum-Block durchgeführt.
Zum Fast-Track-Konzept bei Nierenkrebs-Operationen gehört auch ein innovatives Verfahren zur selektiven Betäubung von Nerven. Mittels Ultraschall führt Anästhesist Dr. Johannes Herrmann zusammen mit der Anästhesietechnischen Assistentin Lara Buggenhagen den sogenannten Quadratus-Lumborum-Block durch. © Maximilian Kippnich / UKW
Mit dem DaVinci-Operationsroboter lassen sich Nierenkrebs-Operationen minimalinvasiv und damit äußerst schonend durchführen
Mit dem DaVinci-Operationsroboter lassen sich Nierenkrebs-Operationen minimalinvasiv und damit äußerst schonend durchführen. © Charis Kalogirou / UKW

Symposium für translationale Uro-Onkologie in Würzburg

Aktuelle Studienergebnisse, praxisrelevante Impulse und interaktive Fallbesprechungen für Fachkräfte in der Urologie

Arzt Portraitbild

Würzburg. Das 3. Translationale Uro-Onkologische Symposium lädt Urologinnen und Urologen aus Klinik und Praxis am Freitag, den 20. Februar 2026, nach Würzburg ein. Unter dem Motto „Innovation meets practice“ verfolgt die Veranstaltung das Ziel, aktuelle Forschungsergebnisse praxisnah aufzubereiten und für die tägliche Patientenversorgung nutzbar zu machen.

In den vergangenen zwei Jahren nahmen insgesamt über 100 Fachleute an den Symposien teil, eine ähnliche Resonanz wird auch 2026 erwartet. Veranstalter ist die Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums Würzburg (UKW). 

Hochkarätige Vorträge und interaktive Falldiskussionen

Auf dem Programm stehen Vorträge von renommierten Expertinnen und Experten zu aktuellen Themen der Uro-Onkologie. Prof. Dr. med. Jan Philipp Radtke (Universitätsklinikum Düsseldorf, Betreuer der PROBASE-Studie) spricht zur zeitgemäßen und individualisierten Früherkennung und Diagnostik des Prostatakarzinoms. Dr. med. Gregor Duwe (Universitätsmedizin Mainz) zeigt am Beispiel des KITTU-Projekts, wie künstliche Intelligenz Therapieentscheidungen im urologischen Tumorboard unterstützen kann. 

Ergänzend zu den onkologischen Themen stellt Dr. rer. nat. Katarzyna Jobin (Universität Würzburg) neue Ansätze zur Erforschung der interstitiellen Zystitis als mögliche infektiöse Erkrankung vor. 

„Das Symposium bietet urologischen und weiteren medizinischen Fachkräften aus allen Bereichen die einmalige Gelegenheit, aktuelle Forschungsergebnisse direkt mit der Praxis zu verknüpfen – nicht nur in Vorträgen, sondern auch in der aktiven Diskussion eigener Patientenfälle. Diese Kombination macht die Veranstaltung besonders wertvoll“, sagt PD Dr. med. Charis Kalogirou, Geschäftsführender Oberarzt und Facharzt in der Urologie des UKW. Gemeinsam mit Dr. med. Oliver Hahn, ebenfalls Oberarzt und Facharzt in der Urologie am UKW, übernimmt er die Moderation des Symposiums. Die kostenlose Veranstaltung findet von 18:00 Uhr bis 20:30 Uhr im Hotel Melchior Park in Würzburg statt. Fortbildungspunkte bei der Bayerischen Landesärztekammer und der Pflegeakademie wurden beantragt. 

Zum Flyer der Veranstaltung

Eine Anmeldung wird empfohlen, eine kurzfristige Teilnahme ist jedoch möglich.

Anmeldung bei Astrid Breitenstein
Telefon: +49 931 201-32012
Fax: +49 931 201-632103
E-Mail: breitenste_a@ukw.de

8.000 Euro von der Stiftung „Forschung hilft“

Förderpreis für „Neue Ansätze zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenkrebs durch die gezielte Auslösung von Ferroptose“

Die beiden Forscher im RVZ - Marcel Schwinger trägt einen weißen Kittel.
Dr. Marcel Schwinger (links), Assistenzarzt in der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, und Prof. Angeli Friedmann (rechts): Lehrstuhlinhaber für Translationale Zellbiologie am Rudolf-Virchow-Zentrum – Center for Integrative and Translational Bioimaging.

Seit acht Jahren trägt „Forschung hilft“, die Stiftung zur Förderung der Krebsforschung am Universitätsklinikum Würzburg (UKW), erfolgreich Spendengelder zusammen, um damit möglichst viele vielversprechende onkologische Forschungsprojekte zu unterstützen. Am 20. November 2025 wurden bei einem Festakt mit rund 200 Gästen in der Veranstaltungs-Location „Maschinenhaus“ auf dem Würzburger Bürgerbräu-Gelände Preisgelder in Höhe von insgesamt fast 235.000 Euro an 21 Würzburger Forscherteams verteilt. 8.000 Euro gingen an ein Forschungsprojekt in der Urologie. 

Neuartiger Therapieansatz für das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom

Dr. Marcel Schwinger, Assistenzarzt in der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, erforscht einen neuartigen Therapieansatz für das fortgeschrittene Nierenzellkarzinom, das zu den zehn häufigsten soliden Tumorerkrankungen zählt. Heute werden vor allem Immuntherapien und Tyrosinkinase-Inhibitoren eingesetzt. Doch auch diese wirken nicht bei allen Betroffenen gleich gut und meist nicht dauerhaft. Deshalb untersucht Marcel Schwinger gemeinsam mit Prof. Angeli Friedmann, Inhaber des Lehrstuhls für Translationale Zellbiologie am Rudolf-Virchow-Zentrum – Center for Integrative and Translational Bioimaging, eine neue Strategie: die gezielte Auslösung von Ferroptose, einer speziellen Form des eisenabhängigen Zelltods. Friedmann gilt als einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Ferroptoseforschung. Die Wissenschaftler wollen klären, ob bestimmte Proteine in Nierenkrebszellen als Schalter wirken können, um diesen Zelltod zu aktivieren. 

Im Fokus stehen LRP8 und SLC7A11, zwei Transportproteine in der Zellmembran, die eine Schlüsselrolle bei der Regulation von Ferroptose spielen. Das langfristige Ziel des Projekts ist es, LRP8 und/oder SLC7A11 als therapeutische Angriffspunkte zu etablieren. Sollte sich herausstellen, dass deren Hemmung Ferroptose bei Nierenkrebs effektiv induziert, könnte dies zu neuen Behandlungsstrategien führen – insbesondere für Patientinnen und Patienten, bei denen aktuelle Therapien nicht ausreichen.

Weitere Details zum Projekt: LRP8 und SLC7A11 als mögliche Zielstrukturen für die Induktion von Ferroptose | forschung-hilft.de

Stiftung "Forschung hilft"

Einen Überblick über die einzelnen Projekte gibt es auf der UKW-Webseite und der Stiftungs-Webseite

Hier geht es zur Pressemeldung zur Preisverleihung.

Wer die Krebsforschung in Würzburg weiter voranbringen will, kann die Stiftung „Forschung hilft“ durch eine Spende auf folgendes Konto unterstützen: Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mainfranken 
IBAN DE19 7905 0000 0000 0655 65

Die beiden Forscher im RVZ - Marcel Schwinger trägt einen weißen Kittel.
Dr. Marcel Schwinger (links), Assistenzarzt in der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie, und Prof. Angeli Friedmann (rechts): Lehrstuhlinhaber für Translationale Zellbiologie am Rudolf-Virchow-Zentrum – Center for Integrative and Translational Bioimaging.

Informationstag zur Inkontinenz bei Frauen

Die Klinik für Urologie und die Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg organisieren am Samstag, den 9. November 2024 den 1. Würzburger Inkontinenz-Tag. Im Mittelpunkt der Vortragsveranstaltung stehen die Behandlungsmöglichkeiten bei weiblicher Harninkontinenz.

Inkontinenztag.jpg, © Thiago de Paula Oliveira / Pixabay
Inkontinenztag.jpg, © Thiago de Paula Oliveira / Pixabay Dem ungewollten Abgang von Urin können sehr unterschiedliche Ursachen zugrundeliegen.

Würzburg. Harninkontinenz tritt sowohl bei Männern als auch Frauen auf, wobei Frauen durchschnittlich zwei- bis viermal häufiger daran leiden als Männer. Schätzungsweise ist jede zweite Frau im Alter zu einem gewissen Grad davon betroffen. „Leider ist die Erkrankung nach wie vor ein Tabuthema“, bedauert Prof. Dr. Hubert Kübler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Uniklinikums Würzburg (UKW). Und Prof. Dr. Achim Wöckel, Direktor der Frauenklinik des UKW ergänzt: „Nicht zuletzt deshalb wissen viele Patientinnen gar nicht, dass es heutzutage viele hilfreiche Behandlungsmethoden gibt, die auch in Unterfranken unkompliziert verfügbar sind.“

Um hier weitere Aufklärungsarbeit zu leisten, organisieren die beiden Kliniken am Samstag, den 9. November 2024 gemeinsam den 1. Würzburger Inkontinenz-Tag. Die kostenlose Veranstaltung findet im Großen Hörsaal der Universitäts-Zahnklinik am Pleicherwall 2 statt. Zwischen 10:00 und 12:15 Uhr werden in Vorträgen die Beratungsangebote sowie die konservativen und operativen Therapien vorgestellt, die am UKW in der Gynäkologie und der Urologie sowie in lokalen urologischen Praxen verfügbar sind. Zum Abschluss haben die Teilnehmenden zudem die Möglichkeit, mit den Fachleuten zu diskutieren.

Für die Teilnahme wichtig ist eine Anmeldung bei Astrid Breitenstein unter Tel. 0931/201-32012 oder E-Mail: Breitenste_A@ ukw.de.

 

Text: Pressestelle / UKW

Inkontinenztag.jpg, © Thiago de Paula Oliveira / Pixabay
Inkontinenztag.jpg, © Thiago de Paula Oliveira / Pixabay Dem ungewollten Abgang von Urin können sehr unterschiedliche Ursachen zugrundeliegen.

Infotag zu Vorsorge, Diagnostik und Therapie bei Prostatakrebs

Am Samstag, den 8. Juni 2024 lädt das DKG-zertifizierte Prostatakarzinomzentrum des Uniklinikums Würzburg zu seinem 6. Patienteninformationstag ein. Die kostenlose Veranstaltung bietet erneut einen umfassenden Überblick über aktuelle Verfahren zur Prävention, Diagnostik und Therapie bei der häufigsten Krebserkrankung des Mannes.

Der 6. Patienteninformationstag des Prostatakarzinomzentrums des Uniklinikums Würzburg am 8. Juni 2024 beschäftigt sich mit Vorsorge, Diagnostik und Therapie. Das Bild zeigt, wie markant ein Prostatakarzinom unter Zuhilfenahme des Tracers PSMA im PET-CT als gelb-rotes Objekt dargestellt wird.
Der 6. Patienteninformationstag des Prostatakarzinomzentrums des Uniklinikums Würzburg am 8. Juni 2024 beschäftigt sich mit Vorsorge, Diagnostik und Therapie. Das Bild zeigt, wie markant ein Prostatakarzinom unter Zuhilfenahme des Tracers PSMA im PET-CT als gelb-rotes Objekt dargestellt wird.

Würzburg. Das von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierte Prostatakarzinomzentrum des Uniklinikums Würzburg (UKW) führt am 8. Juni 2024 ein weiteres Mal seinen mittlerweile 6. Informationstag durch. In Kooperation mit dem Comprehensive Cancer Center (CCC) Mainfranken und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) WERA wendet sich die Veranstaltung an Patienten und alle sonstigen Interessierten. Zwischen 10:00 und etwa 14:15 Uhr geben neun Expertinnen und Experten in laienverständlichen Kurzvorträgen einen Überblick über den „State of the Art“ in der Vorsorge, Diagnostik und Behandlung der verbreiteten Tumorerkrankung. 

„In der Diagnostik des Prostatakrebses gelten mittlerweile moderne bildgebende Verfahren als Standard, während neue Entwicklungen bei Operationen und in der Strahlentherapie das Behandlungsspektrum erweitern", berichtet Prof. Dr. Hubert Kübler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie am UKW. Seine Stellvertreterin, Dr. Anna Katharina Seitz, ergänzt: „Gerade bei Patienten mit metastasiertem Prostatakrebs stehen uns heute viele zudem wirksame Medikamente und Kombinationstherapien zur Verfügung.“

Voraussetzung für die am Prostatakarzinomzentrum gebotene ganzheitliche Patientenversorgung ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dies spiegelt sich auch bei den Referierenden des Infotages wider. Neben der Urologie rekrutieren sie sich diesmal aus der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie, der Nuklearmedizin sowie der Strahlentherapie und Radioonkologie. Als wichtiger Partner kommt zudem die Selbsthilfe zu Wort.
Zum Abschluss der Veranstaltung im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) an der Oberdürrbacher Straße haben die Zuhörerinnen und Zuhörer Gelegenheit, im direkten Gespräch mit den Spezialistinnen und Spezialisten persönliche Fragen zu diskutieren.

Die Teilnahme am Patienteninfotag ist kostenlos, das detaillierte Programm gibt es unter www.ukw.de/urologie, Rubrik „Veranstaltungen“.

Text: Pressestelle UKW

Der 6. Patienteninformationstag des Prostatakarzinomzentrums des Uniklinikums Würzburg am 8. Juni 2024 beschäftigt sich mit Vorsorge, Diagnostik und Therapie. Das Bild zeigt, wie markant ein Prostatakarzinom unter Zuhilfenahme des Tracers PSMA im PET-CT als gelb-rotes Objekt dargestellt wird.
Der 6. Patienteninformationstag des Prostatakarzinomzentrums des Uniklinikums Würzburg am 8. Juni 2024 beschäftigt sich mit Vorsorge, Diagnostik und Therapie. Das Bild zeigt, wie markant ein Prostatakarzinom unter Zuhilfenahme des Tracers PSMA im PET-CT als gelb-rotes Objekt dargestellt wird.

Universitätsklinikum Würzburg nimmt zweites Operationsrobotersystem „da Vinci“ in Betrieb

Das UKW investiert in einen neuen Hightech-Operationsroboter. Dieser wird interdisziplinär durch mehrere Fachdisziplinen genutzt.

Der OP-Roboter da Vinci xi wird von Operierenden verschiedener Disziplinen des UKW genutzt. v. l. n. r.: Hubert Kübler (Urologie), Armin Wiegering, Sven Flemming, Florian Seyfried (Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie) Andrey Svistunov (Urologe). Unten: Charis Kalogirou (Urologe) und Joachim Diessner (Gynäkologie)
Der OP-Roboter da Vinci xi wird von Operierenden verschiedener Disziplinen des UKW genutzt. v. l. n. r.: Hubert Kübler (Urologie), Armin Wiegering, Sven Flemming, Florian Seyfried (Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie) Andrey Svistunov (Urologe). Unten: Charis Kalogirou (Urologe) und Joachim Diessner (Gynäkologie)
Das Universitätsklinikum Würzburg verfügt nun über einen zweiten Operationsroboter „da Vinci Xi Dual“. Fotos: Annika Wolf / UKW
Das Universitätsklinikum Würzburg verfügt nun über einen zweiten Operationsroboter „da Vinci Xi Dual“. Fotos: Annika Wolf / UKW

Würzburg. Im Zentral-OP des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) sind ab sofort vier Arme mehr im Einsatz. Sie arbeiten hochpräzise, zittern nicht und bieten den Patientinnen und Patienten minimalinvasive Operationsmethoden, die noch schonender und sicherer sind. Die Arme gehören zum Operationsroboter „da Vinci Xi Dual“. Bereits seit 2015 arbeitet das UKW mit einem OP-Roboter, mit dem Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachdisziplinen pro Jahr etwa 500 Operationen durchführen.


„Mit dem Roboter sehen wir das Operationsgebiet hochaufgelöst, dreidimensional und zehnfach vergrößert, sodass wir selbst kleinste Strukturen wie Blutgefäße im Detail erkennen und während der Operation besser schonen können“, schildert Prof. Dr. Hubert Kübler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie am UKW die Vorteile. Für ihn ist die Anschaffung eines zweiten da Vinci-Operationssystems eine logische Konsequenz der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Klinik: „Das UKW legt einen Schwerpunkt auf die hochkomplexe Behandlung von Tumorpatientinnen und -patienten. Nicht nur, aber gerade hier spielt Präzision eine entscheidende Rolle.“


Da Vinci arbeitet streng nach Vorgaben des Operateurs 
Die Vorteile der minimalinvasiven Chirurgie, der sogenannten Schlüssellochtechnik, können durch das roboterassistierte Operieren weiter ausgebaut werden. Kleinere Narben, ein geringeres Infektionsrisiko, weniger Blutverlust und eine schnellere Wundheilung führen zu weniger Schmerzen und kürzeren Krankenhausaufenthalten.


Streng genommen ist der Roboter aber kein Roboter“, sagt PD Dr. Sven Flemming, Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie des UKW. „Die Kontrolle über die gesamte Anlage bleibt jederzeit in der Hand des Operierendens.“ Anders als bei konventionellen Eingriffen sitzt der Arzt während der Operation an einer Konsole, von der aus er das Operationsfeld über einen Bildschirm betrachtet und die vier Arme des Da Vinci steuert. Das Chirurgiesystem führt millimetergenau jene Schritte aus, die der Operateur vorgibt. „Für uns bietet diese Art des Operierens die Möglichkeit, noch präziser zu arbeiten. Selbst das natürliche Zittern der Hände wird ausgeglichen“, so Flemming.


Zusätzlich verfügt das Hightech-Gerät der neuesten Generation über eine zweite Konsole, die für Ausbildungszwecke genutzt werden. Für neue Beschäftigte und Medizinstudierende steht zudem ein Simulatorprogramm zur Verfügung.

Film: Die Arbeit am und mit dem OP-Roboter haben wir gefilmt und ist hier zu sehen.
 

Der OP-Roboter da Vinci xi wird von Operierenden verschiedener Disziplinen des UKW genutzt. v. l. n. r.: Hubert Kübler (Urologie), Armin Wiegering, Sven Flemming, Florian Seyfried (Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie) Andrey Svistunov (Urologe). Unten: Charis Kalogirou (Urologe) und Joachim Diessner (Gynäkologie)
Der OP-Roboter da Vinci xi wird von Operierenden verschiedener Disziplinen des UKW genutzt. v. l. n. r.: Hubert Kübler (Urologie), Armin Wiegering, Sven Flemming, Florian Seyfried (Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie) Andrey Svistunov (Urologe). Unten: Charis Kalogirou (Urologe) und Joachim Diessner (Gynäkologie)
Das Universitätsklinikum Würzburg verfügt nun über einen zweiten Operationsroboter „da Vinci Xi Dual“. Fotos: Annika Wolf / UKW
Das Universitätsklinikum Würzburg verfügt nun über einen zweiten Operationsroboter „da Vinci Xi Dual“. Fotos: Annika Wolf / UKW

Operationsroboter live erleben: Infotag war ein voller Erfolg

Wie funktioniert eigentlich ein Operationsroboter? Antworten auf diese Frage fanden die Besucherinnen und Besucher beim Infotag „Operationsroboter live erleben“ am Samstag, den 15. Juli 2023, am Universitätsklinikum Würzburg.

Einer der Höhepunkte dabei: An einem Demonstrationsmodell des High-End-Operationsroboter-Systems „Da Vinci“ konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dessen Funktionsweise sogar selbst erproben.Das „Da Vinci Xi“ gilt als das derzeit fortschrittlichste auf dem Markt verfügbare Operationsroboter-System. Eines dieser über zwei Millionen Euro teuren Hochtechnologie-Geräte ist seit dem Jahr 2017 im Zentral-Operationssaal des Zentrums für Operative Medizin (ZOM) des Uniklinikums Würzburg (UKW) im Einsatz. Experten des UKW erläuterten beim Infotag in laienverständlichen Kurzvorträgen die Einsatzfelder der Robotik bei urologischen, kinderurologischen und gynäkologischen Eingriffen sowie bei der operativen Behandlung von Magen-, Speiseröhren- und Dickdarmkrebs.  

Operationsroboter selbst steuern

Einige Besucherinnen und Besucher steuerten den Operationsroboter sogar mal selbst. Möglich machte das ein Demonstrationsmodell eines „Da Vinci“ in der Magistrale des ZOM.

Zur Bildergalerie Impressionen vom Infotag Operationsroboter live erleben...

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+49 931 201-32090

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Anschrift

Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2 | 97080 Würzburg