Illustrationsbild: Chirurg bei Operation

Magenkrebs: Diagnostik und Therapie

Magenkrebs muss in den meisten Fällen operiert werden. Nur in sehr frühen Stadien ist eine Abtragung per Magenspiegelung möglich. Für eine optimale  Diagnostik und Behandlung ist es von Vorteil, sich möglichst früh in einem ausgewiesenen Zentrum wie dem unseren vorzustellen.

Vor Therapiebeginn: Staging

Vor Therapiebeginn ist es wichtig, eine Ausbreitungsdiagnostik durchzuführen. Denn der Umfang und die Intensität der Therapie hängen davon ab, wie weit der Tumor sich im Körper bereits ausgebreitet hat. Diesen Vorgang nennt man Staging.

Im Rahmen des Stagings muss eine Computertomographie des gesamten Rumpfs erfolgen, eine endoskopische Ultraschalluntersuchung der Magenwand und eine Bauchfellspiegelung (Laparoskopie). Nur so kann die Ausbreitung des Tumors exakt festgestellt und die optimale Therapie gewählt werden. Zudem ist die Bestimmung von Tumormarkern für eine spätere Nachsorge wichtig.

Wie wird Magenkrebs behandelt?

Endoskopische Abtragung

In sehr frühen Stadien der Erkrankung kann es sein, dass der Tumor per Magenspiegelung abgetragen werden kann und keine Operation nötig ist. Das ist bei Tumoren mit weniger als zwei Zentimetern Durchmesser der Fall und insgesamt selten. Umso wichtiger ist es, sich in einem Zentrum vorzustellen, in dem die Situation hinlänglich beurteilt werden kann. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit der behandelnden Chirurginnen und Chirurgen mit der Radiologie und der Gastroenterologie essentiell. Alle beteiligten Fachrichtungen in unserem Zentrum haben eine entsprechende Expertise und Erfahrung in der zuverlässigen und suffizienten Ausbreitungsdiagnostik.

Professor Alexander Meining, Leiter des Schwerpunkts Gastroenterologie der Medizinischen Klinik II, ist zudem einer der führenden Experten weltweit für die Abtragung früher Magen- und auch Speiseröhrenkarzinome.

Operation

Bei lokal begrenzten Tumoren in einem frühen Stadium, die sich im Rahmen einer Magenspiegelung nicht sicher komplett abtragen lassen, ist eine Operation die Therapie der Wahl.

Magenkrebs wird in Deutschland jedoch in den meisten Fällen in einem lokal fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. In den letzten 20 Jahren konnte im Rahmen weltweiter Studien klar gezeigt werden, dass in dieser Situation eine vor der Operation durchgeführte Chemotherapie die Heilungschancen deutlich erhöht.

Wie wird operiert?

Magenkrebs ist nur dann heilbar, wenn der Tumor im gesunden Gewebe entfernt wird. Da Magenkrebs bereits sehr früh in tiefere Wandschichten der Magenwand einwächst und zur Ausbildung von Absiedlungen in Lymphknoten neigt, ist es bei den meisten Patientinnen und Patienten notwendig, den Magen teilweise oder komplett zu entfernen.

Hierbei ist es besonders wichtig, dass die Operation korrekt durchgeführt wird und die umgebenden Lymphknoten mit entfernt werden. Je nachdem in welchem Teil des Magens der Tumor wächst, kann es sein, dass eine Entfernung von vier Fünfteln des Magens ausreicht. Andernfalls muss der gesamte Magen, zum Teil unter Mitnahme eines Teils der Speiseröhre, entfernt werden.

Bei Magenkrebs-Operationen mit heilender Absicht handelt es sich um komplexe Operationen. Darüber hinaus ist der Gesundheitszustand häufig durch die Erkrankung deutlich beeinträchtigt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass diese Eingriffe in einem spezialisierten Zentrum durchgeführt werden. Als eines der 13 deutschen Spitzenzentren für die Therapie von Krebserkrankungen (CCC) haben wir eine hohe Expertise hierfür.

Nach der Operation

Durch die Entfernung des Magens muss die Nahrungsaufnahme angepasst werden. Die Patientinnen und Patienten müssen ein neues Essverhalten erlernen und zum Beispiel statt wenigen großen Mahlzeiten mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt einnehmen. Durch eine Magenentfernung wird außerdem die Aufnahme verschiedener Vitamine beeinträchtigt. Diese müssen nach einem solchen Eingriff zusätzlich per Spritze zugeführt werden. 

Ansprechpersonen

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Prof. Dr. med.
Alexander Meining

Schwerpunktleiter Gastroenterologie

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Prof. Dr. med.
C.-T. Germer

Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums

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A. Wiegering

Leiter und Koordinator des Viszeralonkologischen Zentrums

+49 931 201-0

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Viszeralonkologisches Zentrum des Universitätsklinikums | Onkologisches Zentrum | Josef-Schneider-Straße 6 | Haus C16 | 97080 Würzburg | Deutschland

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