Behandlung von Fehlfunktionen und schlechten Angewohnheiten

Fehlfunktionen der Zunge oder der Lippen sowie schlechte Angewohnheiten wie Daumenlutschen können negative Folgen für Zähne und Kiefer haben. Steuert man frühzeitig mit einer kieferorthopädischen Behandlung gegen, wird eine gesunde Gebissentwicklung ermöglicht.

Daumenlutschen

Beim Daumenlutschen liegt der Daumen im vorderen Anteil des Gaumens und stützt sich an der Rückseite der oberen Schneidezähne ab. Dies kann mit der Zeit dazu führen, dass die oberen Schneidezähne nach vorne kippen und Lücken zwischen den Zähnen entstehen. Auch werden die bleibenden Zähne daran gehindert, vollständig durchzubrechen. Ein frontal offener Biss entsteht. Durch den erzeugten Unterdruck beim Lutschen wird die Wangenmuskulatur nach innen gesogen und übt von außen Druck auf den Oberkiefer aus. Dies führt häufig zu einem Oberkiefer-Schmalkiefer. Durch die Abstützung des Daumens am Unterkiefer wird dieser zusätzlich in seinem Wachstum gehemmt, sodass ein Rückbiss entstehen kann.

Zungenfehlfunktion

In der Ruheposition sollte die Zungenspitze mit etwas Abstand zu den oberen Schneidezähnen im vorderen Bereich des Gaumens liegen. Bei Zungenfehlfunktionen liegt diese meist zu weit vorne, zwischen den Zahnreihen oder zu tief im Unterkiefer. Zahnfehlstellungen wie nach vorne gekippte Schneidezähne und Kieferfehlstellungen wie ein offener Biss können die Folgen sein.

Falsches Schlucken

Beim falschen Schlucken liegt die Zunge nicht am Gaumen, sondern wird zwischen die Zahnreihen gepresst. Dadurch können ebenfalls Zahnfehlstellungen oder Kieferfehlstellungen wie nach vorne gekippte Schneidezähne oder ein offener Biss entstehen.

Lispeln

Beim Lispeln, auch Sigmatismus genannt, lagert sich die Zunge beim Sprechen an die Front- oder Seitenzähne an und führt zu einer fehlerhaften Aussprache des S-Lauts. Ein bestehender frontal offener Biss oder bereits vorhandene Zahnlücken können die Lautbildung zusätzlich erschweren.

Wie werden Fehlfunktionen und schlechte Angewohnheiten behandelt?

Zur Behandlung ist neben dem Abstellen der schlechten Angewohnheiten wie Daumenlutschen häufig eine logopädische Therapie, gegebenenfalls in Kombination mit einer kieferorthopädischen Abschirmtherapie erforderlich.

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