• Illustrationsbild Linsentransplantation
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Operation in Kleinschnitttechnik

Die Operation des Grauen Stars erfolgt in der Augenklinik des Universitätsklinikums Würzburg  routinemäßig in Kleinschnitttechnik. Der Eingriff dauert rund 20 Minuten, ist schmerzfrei und wird meist ambulant durchgeführt.

Anatomie der Linse

Die Augenlinse liegt unmittelbar hinter Iris und Pupille und stellt, wie die Linse des Fotoapparats, das Auge auf verschiedene Entfernung ein. Sie besteht aus drei Teilen: Im Zentrum befindet sich der Kern, der sich im Lauf des Lebens verhärtet. Er wird von der weicheren Rinde umgeben. Beide Strukturen werden von einer dünnen Gewebeschicht umschlossen. Diese Linsenkapsel ist an den Seiten mit elastischen Fasern am Ziliarkörper aufgehängt und befestigt.

Intrakapsuläre und extrakapsuläre Operation

Nur in den seltensten Fällen muss die gesamte Linse samt Linsenkapsel entfernt werden. Im Gegensatz zu diesem als intrakapsuläre Operation bezeichneten Eingriff wird bei der gängigen extrakapsulären Operation die Augenlinse aus der Linsenkapsel herausgetrennt. Dabei wird nur die vordere Fläche der Linsenkapsel eröffnet und der getrübte Linsenkern samt Linsenrinde entfernt. Die verbliebene Linsenhülle dient als Halteapparat für die neu einzusetzende Kunstlinse.

Computerassistierte Operation

Über einen kleinen Schnitt von weniger als drei Millimetern am Rande der Hornhaut wird die Linsenkapsel unter dem Mikroskop auf der Vorderseite eröffnet. Der harte Linsenkern wird mit Ultraschall verflüssigt und anschließend zusammen mit der weichen Linsenrinde abgesaugt. Diese Technik bezeichnet man als Phakoemulsifikation. Im Anschluss wird eine gefaltete künstliche Linse aus weichem Acryl in den Linsenkapselsack eingebracht, wo sie sich selbstständig entfaltet und auch ohne Naht sicher hält. Der Schnitt in der Hornhaut muss in der Regel nicht genäht werden, da er sich aufgrund des Augeninnendrucks von selbst verschließt.

Die individuellen Daten der biometrischen Vermessung des Auges vor der Operation werden während des Eingriffs permanent übermittelt. Mittels Computer-Assistenzfunktionen lassen sich die optimalen Linien der Schnittführung in das Mikroskop des Operateurs einblenden und ermöglichen damit ein absolut präzises Vorgehen.

Ablauf der Operation

In einem individuellen Beratungsgespräch wird geklärt, ob die Operation in örtlicher Betäubung, in einer Kurznarkose, ambulant oder stationär durchgeführt wird. Der Eingriff dauert in Routinesituationen nur zehn bis 15 Minuten. Vor der Operation können auf Wunsch Medikamente zur Beruhigung verabreicht werden. Zudem wird die Pupille mit Augentropfen geweitet. Die örtliche Betäubung des Auges erfolgt ebenfalls durch Tropfen mit einer Spritze unterhalb des Augapfels. Nach dem Eingriff schützt ein Salben-Pflaster-Verband für einen Tag das Auge. Die Nachbehandlung übernimmt meist die niedergelassene Augenärztin oder der niedergelassene Augenarzt.

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Dr. med. univ.
Olga Lamm, FEBO

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Daniel Kampik, PhD

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