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Jeder Dritte, der sich einem größeren chirurgischen Eingriff unterzieht, leidet unter Blutarmut

ERGEBNISSE DER INTERNATIONALEN, MULTIZENTRISCHEN, PROSPEKTIVEN ALICE-STUDIE ZUR URSACHE DER PRÄOPERATIVEN ANÄMIE

Die ALICE-Studie untersucht die Ursachen der präoperativen Anämie mit dem Ziel, die Patientensicherheit zu steigern und ein ganzheitlichen Anämie-Management zu etablieren. Die unter der Leitung von Prof. Patrick Meybohm (Universitätsklinikum Würzburg), Prof. Kai Zacharowski und Dr. Suma Choorapoikayil (Universitätsmedizin Frankfurt) international in 20 Ländern durchgeführte ALICE-Studie wurde jetzt in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet Global Health veröffentlicht. Fazit: Jeder Dritte ist von einer Anämie betroffen, wobei 55,2 Prozent einen Eisenmangel, 14,5 Prozent einen Folsäuremangel, 7,7 Prozent einen Vitamin-B12-Mangel und 8,7 Prozent eine chronische Nierenerkrankung aufweisen. Der Sterblichkeit war im Fall einer Anämie um das Fünffache erhöht.

Das Bild zeigt, wie eine Pflegekraft mit Handschuhen einem Patienten Blut abnimmt.
Jeder Dritte, der sich einem größeren chirurgischen Eingriff unterzieht, leidet unter Blutarmut. © Daniel Peter / UKW
Zwei Tabellen, die zeigen die Verteilung der Ursachen nach Geschlecht und Alter.
Prävalenz der Ätiologie der Anämie nach Geschlecht und Alter. Quelle: Choorapoikayil, S. et al. The Lancet Global Health 2025

Frankfurt/Würzburg. Eine Anämie, umgangssprachlich auch Blutarmut genannt, schwächt den Körper bereits im Normalzustand. Durch die Verminderung der Hämoglobin-Konzentration im Blut werden die Zellen nämlich nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Hämoglobin ist ein sauerstofftragendes Protein, das sich in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) befindet. Ein Mangel an Hämoglobin führt zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Herz-Kreislauf-Beschwerden. 

Während einer Operation steht der Körper zusätzlich unter Stress, sodass das Risiko für Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Probleme und Infektionen steigt. Da die Organe und das Gewebe schlechter mit Sauerstoff versorgt werden, verzögert sich auch die Wundheilung. Schließlich benötigen anämische Patientinnen und Patienten häufiger Bluttransfusionen, was weitere Risiken birgt.

Patient Blood Management – medizinisches Konzept zur Steigerung der Patientensicherheit durch Stärkung der körpereigenen Blutreserven

Oft wird Eisenmangel als Hauptgrund für diese Blutarmut angesehen. Deshalb beschränkt sich die präoperative Behandlung im Rahmen des „Patient Blood Managements“ bisher auf die Gabe von Eisenpräparaten. Das Auffüllen der Eisenspeicher fördert die Bildung neuer Blutzellen, verbessert die Sauerstoffversorgung und verringert den Transfusionsbedarf. Tatsächlich kann eine Anämie jedoch viele verschiedene Ursachen haben. Um diese besser zu verstehen und die Behandlung gezielter zu gestalten, wurde in der internationalen, multizentrischen, prospektiven ALICE-Studie untersucht, wie häufig Anämie vor größeren Operationen auftritt und welche Gründe dafür verantwortlich sind.

„Unser Ziel ist es, die Patientensicherheit zu erhöhen und ein ganzheitliches Anämie-Management zu etablieren“, sagen Prof. Dr. Patrick Meybohm, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW), und Prof. Kai Zacharowski, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Frankfurt am Main. Meybohm und Zacharowski sind die Letztautoren der Studie. Als Leiter des Deutschen Patient Blood Management Netzwerks liegt ihnen besonders am Herzen, die körpereigenen Blutreserven zu stärken (patientbloodmanagement.de).

Die Auswertung der Daten von insgesamt 2.830 Patientinnen und Patienten aus 79 Krankenhäusern in 20 Ländern auf fünf Kontinenten wurde nun in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet Global Health veröffentlicht. Die in der Studie untersuchten Personen waren mindestens 18 Jahre alt, unterzogen sich einer größeren Operation und hatten einen mindestens 24-stündigen Krankenhausaufenthalt.

Neben Eisenmangel kann auch ein Mangel an Folsäure oder Vitamin B12 zur Anämie führen

Erstautorin Dr. Suma Choorapoikayil von der Universitätsmedizin Frankfurt fasst die Ergebnisse zusammen: „Unter den Patientinnen und Patienten hat jeder Dritte eine Anämie. Mehr als die Hälfte von ihnen (55,2 %) wies einen Eisenmangel auf, 7,7 % einen Vitamin-B12-Mangel, 14,5 % einen Folsäuremangel und 8,7 % eine chronische Nierenerkrankung. Zudem zeigte sich in unseren Ergebnissen, dass eine präoperative Anämie das Risiko für Bluttransfusionen um das Dreifache, die Komplikationsrate um das 2,5-Fache und die Sterblichkeit um das Fünffache erhöht.“

Die Autoren sind sich einig, dass es entscheidend für die Zukunft ist, eine präoperative Anämie, die mit einer so hohen Häufigkeit auftritt und einen erheblichen Einfluss auf das operative Ergebnis hat, nicht mehr zu ignorieren. Zudem müsse neben dem Eisenmangel auch ein Vitamin-B12- und Folsäuremangel diagnostisch und therapeutisch berücksichtigt werden.

Publikation: 
Choorapoikayil, S., Baron, D.M., Spahn, D.R., Lasocki, S., Boryshchuk, D., Yeghiazaryan, L., Posch, M., Bisbe, E., Metnitz, P., Reichmayr, M., Zacharowski, K., Meybohm, P., the German Society of Anaestesiology and Intensive Care (GSAIC) Trials Group, SFAR research network, Supportive Anaesthesia Trainee-led Audit and Research Network (SATURN), and the ALICE study collaborators. The aetiology and prevalence of preoperative anaemia in patients undergoing major surgery (ALICE): an international, prospective, observational cohort study; The Lancet Global Health 2025, Volume 13, Issue 12, e2041 - e2050

Verantwortliche:

  • Dr. Suma Choorapoikayil und Univ.-Prof. Dr. Dr. Kai Zacharowski (Goethe Universität, Universitätsmedizin Frankfurt, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie)
  • Univ.-Prof. Dr. Patrick Meybohm (Universitätsklinikum Würzburg, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie)
Das Bild zeigt, wie eine Pflegekraft mit Handschuhen einem Patienten Blut abnimmt.
Jeder Dritte, der sich einem größeren chirurgischen Eingriff unterzieht, leidet unter Blutarmut. © Daniel Peter / UKW
Zwei Tabellen, die zeigen die Verteilung der Ursachen nach Geschlecht und Alter.
Prävalenz der Ätiologie der Anämie nach Geschlecht und Alter. Quelle: Choorapoikayil, S. et al. The Lancet Global Health 2025

Jeder kann Leben retten! Aktionstag an der Autobahn-Rastanlage Würzburg Nord

Unter dem Motto „Prüfen. Rufen. Drücken.“ fand in der Woche vom 22. bis 28. September deutschlandweit die Aktionswoche der Wiederbelebung statt. Ziel war es, die Bedeutung der Laienreanimation ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und möglichst viele Menschen zu motivieren, im Notfall Leben zu retten.

Jährlich erleiden in Deutschland rund 136.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb von Kliniken. Die ersten Minuten entscheiden über Leben und Tod – und über mögliche Spätfolgen. Doch nur in etwa 50 Prozent der Fälle beginnen Ersthelfer mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Hier setzte der Aktionstag an: Mit einer Mitmachaktion zeigten Würzburger Kliniken an der Autobahn-Rastanlage Würzburg Nord, wie einfach Wiederbelebung sein kann.

Hier gelangen Sie zum Rundfunkbeitrag des Bayerischen Fernsehen.

Fake-Studien – Dubiose Firmen unterwandern die Wissenschaft

In einem Artikel von Quarks wird aufgezeigt, wie wissenschaftlicher Betrug durch manipulierte oder frei erfundene Studien (Fake Studies), sowohl Vertrauen als auch Qualität in der Forschung untergräbt.

PD Dr. rer. nat Stephanie Weibel © Jürgen Brugger / UKW

Auch PD Dr. rer. nat. Stephanie Weibel aus der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie der Universitätsklinik Würzburg erforscht dieses Themenfeld. Sie beschäftigt sich intensiv mit der Thematik von Fälschung, Täuschung und Fehlverhalten in wissenschaftlichen Publikationen und trägt so dazu bei, die Integrität von Studien und Forschung zu stärken.

Den kompletten Artikel lesen Sie hier.

PD Dr. rer. nat Stephanie Weibel © Jürgen Brugger / UKW

Aktionstag zur Woche der Wiederbelebung an der Autobahn-Rastanlage Würzburg Nord

Die Woche der Wiederbelebung findet in diesem Jahr vom 22. bis 28. September statt und ist Teil einer internationalen Initiative, die das Bewusstsein für Laienreanimation stärken und die Bevölkerung in Wiederbelebungsmaßnahmen schulen soll. Auch die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikum Würzburg beteiligt sich mit einem Aktionstag.

Am Donnerstag, den 25. September, zwischen 9:00 und 13:00 Uhr, haben Reisende und alle Interessierten die Möglichkeit, an der Autobahn-Rastanlage Würzburg Nord, an praxisnahen Übungen zum Thema Wiederbelebung teilzunehmen.

Unter Mitwirkung der Universitätsklinik Würzburg (UKW), des Klinikum Würzburg Mitte (KWM), des Bayerischen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes werden praktische Übungen an Reanimationsphantomen sowie an einem Automatisierten Externen Defibrillator (AED) angeboten.
Ziel ist es, die Thematik der Wiederbelebung und den immens hohen Stellenwert der Laienreanimation in den Fokus zu rücken. Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Kenntnisse zu diesem wichtigen Thema aufzufrischen und lernen Sie im Gespräch mit Rettungskräften und Notfallmedizinerinnen und Notfallmedizinern Neues.

Wir begrüßen eine breite Resonanz und die rege Teilnahme, weil jeder zur Rettung von Leben beitragen kann.

Katastrophenschutz, Zivilschutz und Telemedizin: Gesundheitsministerin Judith Gerlach besucht Uniklinik Würzburg

„Gut auf Krisen vorbereitet“ / Regionale Netzwerke verbessern Versorgung

Beim Besuch der bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach (3.v.r.) am UKW standen die Themen Katastrophen- und Zivilschutz sowie die Teleintensivmedizin im Mittelpunkt: Foto: UKW/ Kim Sammet
Beim Besuch der bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach (3.v.r.) am UKW standen die Themen Katastrophen- und Zivilschutz sowie die Teleintensivmedizin im Mittelpunkt: Foto: UKW/ Kim Sammet
Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Würzburg und den Katastrophenschutzkräften wurden am UKW auch die Abläufe einer Dekontamination gezeigt. Foto: UKW / Kim Sammet
Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Würzburg und den Katastrophenschutzkräften wurden am UKW auch die Abläufe einer Dekontamination gezeigt. Foto: UKW / Kim Sammet
Präsentiert wurde der am UKW entwickelte mobile Teleintensivwagen.  Foto: UKW / Kim Sammet
Präsentiert wurde der am UKW entwickelte mobile Teleintensivwagen. Foto: UKW / Kim Sammet

Würzburg. Wie bereitet sich das Universitätsklinikum Würzburg auf Katastrophenfälle und die wachsenden Aufgaben des Zivilschutzes im Gesundheitswesen vor? Welche Verbesserungen bietet die Telemedizin bei der Versorgung von Intensivpatienten? Um diese Fragen ging es heute (5. August) beim Besuch von Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Universitätsklinikum Würzburg (UKW).

Am UKW werden die bestehenden Alarm- und Einsatzpläne regelmäßig in großangelegten Übungsszenarien trainiert. Dazu zählt auch die Zusammenarbeit mit Einsatzkräften und Rettungsdiensten der Region. Erst im vergangenen Februar gab es eine Übung mit der Bundeswehr, bei der die Versorgung von kontaminierten Patienten in der Klinik für Nuklearmedizin des UKW praxisnah simuliert wurde. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Würzburg und den Katastrophenschutzkräften wurden vor Ort u.a. auch die Abläufe einer Dekontamination gezeigt.

Gesundheitsministerin Gerlach betonte bei ihrem Besuch: „Das Thema Sicherheit ist für die meisten Krankenhäuser sehr präsent. Denn: Eine gute Vorbereitung auf verschiedene Krisenszenarien ist von enormer Bedeutung.“ Die Ministerin ergänzte: „Bayern ist für viele Krisenfälle bereits gut aufgestellt. Um die Gesundheitsversorgung noch krisenfester zu machen, habe ich im Juni 2025 zum ersten Mal den Expertenrat Gesundheitssicherheit einberufen. Dessen Ziel ist es, sich regelmäßig über die aktuelle Lage, politische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf den Gesundheitssektor sowie den Umgang mit Krisenszenarien auszutauschen.“

Wahlfach „Katastrophenmedizin“ in Würzburg

Die Universitätsmedizin Würzburg hat bereits im vergangenen Wintersemester im Medizinstudium das Wahlfach „Katastrophenmedizin“für Studierende etabliert. „In diesem sehr praxisorientierten Wahlfach lernen Studierende nicht nur, was eine Katastrophe ausmacht, sondern auch, wie sie in solchen Situationen effektiv handeln und welche Rolle sie zukünftig als Mediziner in einem solchen Szenario übernehmen. Sie üben etwa, schnell einen Überblick über viele Verletzte oder Erkrankte zu gewinnen und umgehend lebensrettende Sofortmaßnahmen einzuleiten“, erklärt Prof. Dr. Thomas Wurmb, Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des UKW (Direktor: Prof. Dr. Patrick Meybohm). Prof. Wurmb leitet dort die Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin, zudem ist er Mitglied im bayerischen Expertenrat Gesundheitssicherheit.

Teleintensivmedizin im Freistaat etabliert

Zweiter Schwerpunkt beim Besuch der Gesundheitsministerin war die Telemedizin bei der Versorgung von Intensivpatienten. Live präsentiert wurde der am UKW entwickelte mobile Teleintensivwagen. Der Wagen, der mit mehreren hochauflösenden Kameras, Dokumentenscannern und vielen weiteren Anwendungen ausgestattet ist, steht im jeweiligen Partnerkrankenhaus. Die Ärztinnen und Ärzte des Universitätsklinikums schalten sich per Zoom in die Visite ein und erhalten einen umfassenden Eindruck vom Zustand der Patienten, so dass sie das Partnerkrankenhaus bei der weiteren Versorgung beraten können – dies zudem unter Berücksichtigung aller datenschutzrechtlichen Anforderungen. 

Entwickelt wurde der Teleintensivwagen in der-Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des UKW mit finanzieller Förderung des Freistaates Bayern. Nach einer Pilotphase am UKW ist dieser Wagen inzwischen an allen sechs bayerischen Unikliniken im Einsatz, die so mit den umliegenden Krankenhäusern der Region vernetzt sind. „An die Intensivmedizin des UKW sind inzwischen acht Häuser der Region telemedizinisch angebunden. Eine derartige Kooperation mit einer Uniklinik kann auch in Krisen und Katastrophen einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung einer hochwertigen intensivmedizinischen Versorgung darstellen“, so Klinikdirektor Prof. Dr. Patrick Meybohm.

Koordination von regionalen Versorgungsnetzwerken

„Die Koordination und die Entwicklung von regionalen Netzwerken ist eine wesentliche Aufgabe der Universitätsmedizin. Das wird an diesem Projekt des UKW besonders praxisnah deutlich. Gleichzeitig leistet die Universitätsmedizin einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung in Krisensituationen. Über den heutigen Besuch der Staatsministerin haben wir uns sehr gefreut, würdigt er doch in besonderer Weise den Umgang des UKW mit seiner Verantwortung für die medizinische Versorgung in der Region“, betont Prof. Dr. Ralf Ingo-Ernestus, stellvertretender Ärztlicher Direktor des UKW.

Beim Besuch der bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach (3.v.r.) am UKW standen die Themen Katastrophen- und Zivilschutz sowie die Teleintensivmedizin im Mittelpunkt: Foto: UKW/ Kim Sammet
Beim Besuch der bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach (3.v.r.) am UKW standen die Themen Katastrophen- und Zivilschutz sowie die Teleintensivmedizin im Mittelpunkt: Foto: UKW/ Kim Sammet
Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Würzburg und den Katastrophenschutzkräften wurden am UKW auch die Abläufe einer Dekontamination gezeigt. Foto: UKW / Kim Sammet
Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Würzburg und den Katastrophenschutzkräften wurden am UKW auch die Abläufe einer Dekontamination gezeigt. Foto: UKW / Kim Sammet
Präsentiert wurde der am UKW entwickelte mobile Teleintensivwagen.  Foto: UKW / Kim Sammet
Präsentiert wurde der am UKW entwickelte mobile Teleintensivwagen. Foto: UKW / Kim Sammet

Aua! Die Wissenschaft vom Schmerz

Schmerzen sind ein wichtiges Warnsignal des Körpers – dennoch sind sie lästig und nicht einfach zu bekämpfen.

Ein Beitrag des WDR der Sendung Quarks vom 12. Juni stellt die innovative Welt der Virtuellen Schmerztherapie vor. Berichtet wird, wie moderne Technologien und virtuelle Realitäten dazu beitragen, Schmerzen effektiver zu behandeln und die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.

Auch die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie mit ihrem Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin der Universitätsklink Würzburg verwenden eine dieser zukunftsweisenden Behandlungsmethoden. Mit dieser werden mittels Virtual Reality (VR) Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten bereits therapiert.

Diese neuen Therapiekonzepte verbinden Medizin und digitale Innovationen auf spannende Art und Weise.
Hier gelangen Sie zum Fernsehbeitrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Erfolgreiches Studientreffen der VITDALIZE-Studie am Universitätsklinikum Würzburg
Engagiert, vernetzt, zielorientiert: Das VITDALIZE-Team in Würzburg, Foto: UKW

Die VITDALIZE-Studie untersucht den Einfluss von Vitamin D auf die Behandlungsergebnisse kritisch kranker Patientinnen und Patienten. Die Studie läuft in Österreich, Großbritannien, Belgien und unter der Leitung vom UKW auch an zehn Zentren in Deutschland.

Ziel des Studientreffens war es, den persönlichen Austausch zwischen den teilnehmenden Zentren zu fördern, über neue regulatorische Anforderungen der Clinical Trials Regulation (CTR) zu informieren und gemeinsam bereits erreichte Meilensteine zu würdigen.

Im Rahmen des Treffens wurden zudem aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Vitamin D vorgestellt, darunter vielversprechende Hinweise auf dessen potenziell breiten Nutzen. Die Teilnehmenden diskutierten engagiert. 

Das Universitätsklinikum Würzburg freut sich, mit seiner wissenschaftlichen und klinischen Expertise zur Verbesserung der Versorgung kritisch Kranker beizutragen.

Die VITDALIZE-Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF-DLR) gefördert (01KG1815).

Engagiert, vernetzt, zielorientiert: Das VITDALIZE-Team in Würzburg, Foto: UKW

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Telefon

Direktor
Prof. Dr. med. Patrick Meybohm
+49 931 201-30001


Anschrift

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie| Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2 | 97080 Würzburg | Deutschland