ARDS/ECMO-Zentrum für akutes Lungenversagen

Mit einer künstlichen Lunge kann im ARDS/ECMO-Zentrum der Anästhesiologie der Universität Würzburg das akute Lungenversagen behandelt werden.

Schweres Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS) ist ein akutes Krankheitsbild, das durch mehrere Ursachen hervorgerufen werden kann. Dazu zählen beispielsweise Lungenentzündungen, Lungenquetschungen nach Unfällen, Blutvergiftungen oder auch ein Organversagen nach einem schweren Schockzustand. Die Folge ist eine massive Einschränkung des lebensnotwendigen Gasaustausches in den Lungenbläschen, die zu einem starken Kohlendioxidanstieg sowie Sauerstoffabfall im Blut führt.

Extrakorporale Lungenunterstützung (ECMO)

Beides erfordert unverzüglich eine unterstützende Therapie. Die gängigste Methode ist eine künstliche und möglichst schonende Beatmung, um die Lunge nicht durch den Beatmungsdruck selbst zu schädigen. In einigen Fällen ist jedoch die Arbeit der Lunge so vermindert, dass vorübergehend eine künstliche Lunge außerhalb des Körpers eingesetzt werden muss. Diese in den 1970er Jahre entwickelte und zunehmend verbesserte extrakorporale Lungenunterstützung basiert auf einer pumpenunterstützten Blutumleitung. Hierbei  wird über eine Membrane das Kohlendioxid entfernt und gleichzeitig das Blut mit Sauerstoff angereichert. Diese Technik wird als extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) bezeichnet.
 

Mobile ECMO-Einheit für den Transport

In ganz Deutschland wird die ECMO-Behandlung nur in wenigen Kliniken angeboten. Entsprechend ist das Einzugsgebiet der Klinik und Poliklinik der Anästhesiologie Würzburg sehr groß. Rund um die Uhr stellen wir dabei die Versorgung am Krankenbett, die ECMO-Implantation selbst sowie die Übernahme von Patientinnen und Patienten aus anderen Kliniken in unser Zentrum sicher. Bei schwerem ARDS wird der Transport auf unsere Intensivstation durch ein eigenes ECMO-Team begleitet. Dieses legt bei Bedarf bereits vor Ort eine kleine und transportable ECMO-Einheit an. Außer bei ARDS kann die ECMO auch zur Unterstützung bei Herzversagen, etwa infolge eines Herzinfarktes oder bei Blutvergiftung eingesetzt werden.

24-Stunden-Notfallkontakt

Über den Notfallkontakt ist unter

Telefon: +49 931 201-22222
 

rund um die Uhr eine Einweisung von Patientinnen und Patienten mit ARDS möglich. Dazu bitten wir Sie, den ARDS-Anamnesebogen auszufüllen und uns per
Fax +49 931 201-6022222 oder per E-Mail an ards@ ukw.de zuzusenden. Weitere Angaben zum Ablauf und zur Übernahme bei einer ECMO-Therapie finden zuweisende Kolleginnen und Kollegen zusammengefasst auf dem Flyer ARDS/ECMO-Zentrum Würzburg.

Weiterführende Literatur

Weitere Informationen zu ARDS/ECMO finden Sie in folgenden Veröffentlichungen:

Zur vergrößerten Ansicht des Zertifikats bitte klicken.

Ansprechpartner

Portraitfoto: PD Dr. med. Markus Kredel

PD Dr. med.
Markus Kredel

Oberarzt

+49 931 201-30037

Portraitfoto: Prof. Dr. med. Alexander Brack

Prof. Dr. med.
Alexander Brack

Leiter der Forschungsgruppe Molekulare Schmerzforschung

+49 931 201-30030

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Telefon

Direktor
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Roewer
+49 931 201-30005

E-Mail

an_direktion@ ukw.de

Fax

+49 931 201-30019


Anschrift

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie | Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2 | 97080 Würzburg | Deutschland

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