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Wenn Pilze das Auge bedrohen

Pilzkeratitis besser verstehen und behandeln: DFG fördert interdisziplinäres Forschungsprojekt am UKW

Collage mit zwei Bildern, links ein gesundes menschliches Auge und rechts ein Auge mit einer Pilzinfektion trotz intensiver Therapie - vor der Pupille ist ein weißer Klecks, der die Sicht einschränkt.
Die Pilzkeratitis ist eine schwere Infektion der Hornhaut, die zu einer dauerhaften Sehbeeinträchtigung oder sogar zum Verlust des Auges führen kann. © Augenklinik UKW / Befundbibliothek
Collage der beiden Porträts der Wissenschaftler.
Dr. Malik Salman Haider (links) und Prof. Dr. Oliver Kurzai untersuchen im neuen DFG-Projekt die Mechanismen der Pilzinvasion der Hornhaut und entwickeln neue Ansätze für eine gezieltere Therapie der Pilzkeratitis. © UKW

Forschende aus Augenheilkunde unter der Leitung von Dr. Malik Salman Haider und Medizinischer Mikrobiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Kurzai untersuchen die Mechanismen der Pilzinvasion der Hornhaut und entwickeln neue Ansätze für eine gezieltere Therapie.

Würzburg. Die Pilzkeratitis, eine durch Pilze verursachte Infektion der Hornhaut, gehört zu den schwerwiegendsten Erkrankungen der Augenoberfläche. Bei unzureichender Behandlung kann sie zu bleibenden Hornhautschäden, erheblichen Seheinschränkungen und im schlimmsten Fall zum Verlust des Sehvermögens führen.

Besonders gefährdet sind Kontaktlinsenträgerinnen und -träger, Menschen nach Augenverletzungen – insbesondere durch Pflanzenmaterial – sowie Personen mit vorgeschädigter Hornhaut oder geschwächtem Immunsystem. 

Die Behandlung gilt als besonders anspruchsvoll, da viele pilzhemmende Medikamente, sogenannte Antimykotika, die Hornhaut nur unzureichend durchdringen. Dadurch sind die Erreger am Infektionsort schwer zu erreichen. Die Folge sind langwierige Therapien mit sehr häufiger Anwendung der Medikamente, die für die Betroffenen belastend sind und dennoch nicht immer den gewünschten Erfolg bringen.

Mechanismen der Pilzinfektion

Hier setzt ein neues Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Würzburg an, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 500.000 Euro gefördert wird und die Kompetenzen aus den Bereichen Augenheilkunde, Entwicklung neuer Wirkstoffträgersysteme und Infektionsbiologie verbindet. Gemeinsam untersuchen Dr. Malik Salman Haider, Leiter der Forschungslabore in der Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Würzburg (UKW), und Prof. Dr. Oliver Kurzai, Vorstand des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) und Leiter des Nationalen Referenzzentrums für invasive Pilzinfektionen (NRZMyk), wie Pilzerreger in die Hornhaut eindringen und welche Prozesse zur Schädigung des Gewebes führen. Im Fokus stehen dabei Fusarium-Pilze. Diese sind in der Umwelt weit verbreitete Schimmelpilze und zählen zu den häufigsten Erregern pilzbedingter Hornhautinfektionen. Entsprechend gehören Menschen, die beruflich häufig mit Erde und Pflanzenmaterial in Kontakt kommen, wie Gärtnerinnen und Gärtner oder Landwirtinnen und Landwirte, zu den besonders gefährdeten Gruppen. 

Polymerbasierte Nano-Wirkstoffträger für eine gezieltere Therapie

Parallel zu den Untersuchungen der biologischen Mechanismen der Pilzinfektion entwickeln die Forschenden neuartige Nano-Wirkstoffträger auf Polymerbasis. Diese sollen die Eigenschaften bestehender, klinisch relevanter Antimykotika verbessern und ihre Verfügbarkeit am Infektionsort in der Hornhaut erhöhen. Ihre Wirksamkeit wird in humanrelevanten In-vitro- und Ex-vivo-Modellen der Hornhautinfektion untersucht. Diese Modelle ermöglichen nicht nur eine realitätsnahe präklinische Prüfung der neuen Therapieansätze, sondern können auch dazu beitragen, den Bedarf an Tierversuchen in der augenheilkundlichen Forschung zu reduzieren.

Projekt bündelt Expertise aus Augenheilkunde, Biomaterialforschung, Arzneimittelentwicklung und Infektionsbiologie

„Durch die Verknüpfung mechanistischer Untersuchungen der Pilzinvasion mit der Entwicklung verbesserter antimykotischer Formulierungen wollen wir neue Erkenntnisse liefern und eine solide präklinische Grundlage für wirksamere Behandlungsmöglichkeiten der Pilzkeratitis schaffen“, fasst Oliver Kurzai das Projektvorhaben zusammen. Der Mediziner und Mikrobiologe bringt seine langjährige Forschungserfahrung in der Infektionsbiologie humanpathogener Pilze, der Pilzpathogenese und den Wechselwirkungen zwischen Erreger und Wirt ein. Im Projekt konzentriert er sich auf die biologischen Mechanismen der Pilzinfektion, während sich die Arbeitsgruppe von Malik Salman Haider den Strategien zur gezielten Wirkstoffabgabe und realitätsnahen Hornhautmodellen widmet. Haider ist Experte für polymere Wirkstoffträgersysteme, Biomaterialien, okuläres Tissue Engineering, primäre Zellkulturen des Auges sowie die Entwicklung fortschrittlicher In-vitro- und Ex-vivo-Modelle für die Augenheilkunde.

„Diese interdisziplinäre Kombination bietet eine hervorragende Grundlage, um die Pilzinvasion der Hornhaut erfolgreich zu untersuchen und verbesserte antimykotische Behandlungsstrategien zu entwickeln“, sagt Malik Salman Haider. „Unsere Ergebnisse könnten zur Entwicklung wirksamerer antimykotischer Augentropfen beitragen. Langfristig könnte dies die Behandlungsergebnisse verbessern, das Risiko eines Sehverlusts verringern und gezieltere sowie effizientere Therapiestrategien ermöglichen.“

Vorarbeiten

Das neue, von der DFG geförderte Projekt „Entschlüsselung der Pilzinvasion der Hornhaut und Verbesserung der Behandlung der Pilzkeratitis“ baut auf wichtigen Vorarbeiten am UKW und in Kooperation mit externen Partnern auf.

Eine zentrale Grundlage bildete das vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung (IZKF) geförderte Projekt D-420 von PD Dr. Daniel Kampik und Prof. Dr. Oliver Kurzai. In diesem Projekt wurden wichtige wissenschaftliche und methodische Grundlagen für die Simulation der Pilzkeratitis in 3D-Hornhautmodellen geschaffen. Ergänzend dazu trugen die früheren Arbeiten und das große Engagement von Dr. Ronny Martin, Dr. Anna Zimmermann und Dr. Johanna Theuersbacher wesentlich zur Untersuchung von Pathomechanismen der infektiösen Keratitis in tissue-engineerten 3D-Hornhautmodellen bei.

Darüber hinaus war die enge Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC / Translationszentrum Regenerative Therapien, Würzburg, insbesondere mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christian Lotz, von großer Bedeutung. In dieser Kooperation wurden humanrelevante, tissue-engineerte 3D-In-vitro-Hornhautmodelle entwickelt und charakterisiert, die eine realitätsnahe Untersuchung von Hornhautbiologie, Wundheilung und präklinischen Therapieansätzen ermöglichen.

Collage mit zwei Bildern, links ein gesundes menschliches Auge und rechts ein Auge mit einer Pilzinfektion trotz intensiver Therapie - vor der Pupille ist ein weißer Klecks, der die Sicht einschränkt.
Die Pilzkeratitis ist eine schwere Infektion der Hornhaut, die zu einer dauerhaften Sehbeeinträchtigung oder sogar zum Verlust des Auges führen kann. © Augenklinik UKW / Befundbibliothek
Collage der beiden Porträts der Wissenschaftler.
Dr. Malik Salman Haider (links) und Prof. Dr. Oliver Kurzai untersuchen im neuen DFG-Projekt die Mechanismen der Pilzinvasion der Hornhaut und entwickeln neue Ansätze für eine gezieltere Therapie der Pilzkeratitis. © UKW

Hightech für scharfe Diagnosen: EyeSi-Simulatoren revolutionieren Lehre und augenärztliche Ausbildung am UKW

Zwei hochmoderne Simulatoren für Spaltlampenuntersuchung und Fundoskopie

Andreas Berlin steht zwischen den Simulatoren, an der Spaltlampe sitzt eine Aussistenzärztin.
Privatdozent Dr. Andreas Berlin, Oberarzt in der Würzburger Augenklinik, hat sich für die Anschaffung der Eyesi®-Simulatoren eingesetzt und bringt damit die Lehre und Ausbildung in der Augenheilkunde am UKW auf Top-Niveau. © Kirstin Linkamp / UKW
Studierende sitzt am Simulator für die Spaltlampe - der Patient ist ein schwarzes Kopfmodel. Im Hintergrund ist das Auge in groß auf einem Monitor zu sehen.
Die Eyesi®-Simulatoren für die Spaltlampenuntersuchung und indirekte Fundoskopie kombinieren reale Hardware mit virtueller Realität. Damit erhalten Lernende am UKW die Möglichkeit, unabhängig vom klinischen Alltag realistische Diagnostik-Situationen zu üben. © Kirstin Linkamp / UKW

Mit zwei Simulatoren für die Spaltlampenuntersuchung und indirekte Fundoskopie bringt das Uniklinikum Würzburg (UKW) die Lehre und Ausbildung in der Augenheilkunde auf Top-Niveau. Die EyeSi-Simulatoren kombinieren reale Hardware mit virtueller Realität. Dadurch können Lernende unabhängig vom klinischen Alltag realistische Diagnostik-Situationen üben.

Würzburg. Für Augenärztinnen und Augenärzte ist die Spaltlampe das, was für Internistinnen und Internisten das Stethoskop ist: ein zentrales Basisinstrument, das bei fast jeder Untersuchung zum Einsatz kommt. Durch die starke Vergrößerung und die spaltförmige Beleuchtung, mit der sich das Auge Schicht für Schicht durchleuchten lässt, ermöglicht die Spaltlampe die Untersuchung zahlreicher Strukturen des Auges. Mithilfe der Spaltlampe können beispielsweise Kratzer oder Infektionen der Hornhaut, der Graue Star der Linse oder die diabetische Retinopathie oder Makuladegeneration der Netzhaut diagnostiziert werden. Auch bei Entzündungen der Regenbogenhaut (Iritis) oder bei Verletzungen durch Fremdkörper liefert sie entscheidende Informationen.

Studierende für die Augenheilkunde begeistern

Umso wichtiger ist es deshalb, dass die Assistenzärztinnen und -ärzte in ihrer Ausbildung die Untersuchungen an der Spaltlampe trainieren und die Medizinstudierenden in ihrer Lehre ein Gefühl für die Augenheilkunde entwickeln. „Doch wie sollen wir die Studierenden für unser Fach begeistern, wenn für die Lehre nicht genügend Zeit an der Spaltlampe zur Verfügung steht?“, fragt Privatdozent Dr. Andreas Berlin vom Uniklinikum Würzburg (UKW). Im Vergleich zum Stethoskop sind Spaltlampen nicht nur eine knappe Ressource, sondern es ist auch sehr aufwendig, das Gerät zu bedienen bzw. den Nachwuchs an der Spaltlampe zu trainieren und dafür zu begeistern. 

Das Erlernen der Untersuchung findet häufig direkt im klinischen Alltag statt. Dieser ist jedoch oft sehr eng getaktet, sodass nur begrenzter Raum für eine strukturierte Anleitung und Übung bleibt. Hinzu kommt, dass die Vermittlung der Untersuchungstechniken stark von den jeweiligen Lehrenden abhängt. Der Bedarf an strukturierten, standardisierten Trainingsmöglichkeiten ist daher groß. 

EyeSi-Simulatoren für Spaltlampenuntersuchung und Fundoskopie

Andreas Berlin schafft nun Abhilfe dank der Unterstützung der Dr. Herbert-Brause-Stiftung, von Roche Pharma und Bayer Pharma sowie durch Mittel der Augenklinik des UKW. Der Oberarzt der Würzburger Augenklinik setzte sich für die Anschaffung von zwei Geräten ein, die wichtige Augenuntersuchungen simulieren. In der Lehrklinik am UKW wurden konkret eine EyeSi Slit Lamp für das Training von Spaltlampenuntersuchungen sowie ein EyeSi Indirect Simulator für die indirekte Fundoskopie aufgestellt. Bei der indirekten Fundoskopie, auch Ophthalmoskopie genannt, wird der Augenhintergrund untersucht, also die Netzhaut (Retina), die Aderhaut, die Gefäße und der Sehnervenkopf. Diese Untersuchung gilt als eine der schwierigsten Basisuntersuchungen, da sie optisch ungewohnt, motorisch komplex und didaktisch schlecht zu vermitteln ist – vor allem ohne strukturierte Trainingsmöglichkeiten.

Mit dem EyeSi Indirect Simulator lernen Studierende, Netzhauterkrankungen wie die diabetische Retinopathie, Netzhautablösungen oder die Makuladegeneration realitätsnah zu erkennen und die entsprechende Diagnostik zu üben. 

„Beide Simulatoren kombinieren reale Hardware –Haag-Streit-Spaltlampe und Heine-Kopfophthalmoskop - mit virtueller Realität. Die Lernenden erhalten objektives Feedback und können bestimmte Untersuchungen wiederholt trainieren, ohne den klinischen Alltag zu belasten“, so Berlin. 

Praktische Fertigkeiten vermitteln und theoretisches Wissen verbessern 

Der Facharzt hat nun ein Konzept für eine Summer- und Winter-School erarbeitet, in der interessierte Studierende und Berufseinsteiger an den Simulatoren in der Lehrklinik am UKW die wichtigsten Untersuchungen in der Augenheilkunde erlernen und üben können. An einer zusätzlichen echten Haag-Streit-Spaltlampe können sich die Teilnehmenden gegenseitig untersuchen und die virtuelle Realität zumindest auf gesunde Menschen übertragen. „Wer strukturiert und standardisiert das Gleiche lernt, der kann auch im Alltag bestehen. Dann wissen wir als leitende Ärzte, dass wir uns auf die praktischen Fähigkeiten und das theoretische Wissen des Nachwuchses verlassen können“, sagt Andreas Berlin. „Denn auch wenn ich weiß, wie ich das Auge untersuchen muss, werde ich nicht sehen, was es zu sehen gibt, wenn ich nicht weiß, was es zu sehen geben könnte.“

Erste Würzburger SummerSchool for Ophthalmology im September

Die erste SummerSchool for Ophthalmology findet vom 10. bis 12. September 2026 statt - exklusiv für Medizinstudierende aus Würzburg.

Die Teilnehmenden erwarten in den drei Tagen spannende Vorträge, High-End-Simulatortraining an den Eyesi®-Simulatoren für Spaltlampenuntersuchung und indirekte Ophthalmoskopie sowie intensive Hands-on-Workshops – alles unter persönlicher Anleitung erfahrener und engagierter Augenärztinnen und Augenärzte. In persönlichen Gesprächen erhalten die Medizinstudierenden ehrliche Einblicke in den klinischen Alltag, verschiedene Karrierewege und die Faszination eines der innovativsten Fächer der Medizin.

Entdecke die Vielfalt der Ophthalmologie und erlebe, warum Präzision, Technologie und Teamarbeit dieses Fach so besonders machen.

Bewerbungen sind bis zum 8. August 2026 möglich: https://tally.so/r/7REbrP

Andreas Berlin steht zwischen den Simulatoren, an der Spaltlampe sitzt eine Aussistenzärztin.
Privatdozent Dr. Andreas Berlin, Oberarzt in der Würzburger Augenklinik, hat sich für die Anschaffung der Eyesi®-Simulatoren eingesetzt und bringt damit die Lehre und Ausbildung in der Augenheilkunde am UKW auf Top-Niveau. © Kirstin Linkamp / UKW
Studierende sitzt am Simulator für die Spaltlampe - der Patient ist ein schwarzes Kopfmodel. Im Hintergrund ist das Auge in groß auf einem Monitor zu sehen.
Die Eyesi®-Simulatoren für die Spaltlampenuntersuchung und indirekte Fundoskopie kombinieren reale Hardware mit virtueller Realität. Damit erhalten Lernende am UKW die Möglichkeit, unabhängig vom klinischen Alltag realistische Diagnostik-Situationen zu üben. © Kirstin Linkamp / UKW

Forschung gegen Sehverlust: Drei neue AMD-Studien am UKW

Das UKW beteiligt sich an internationalen Studien zu trockener und feuchter altersbedingter Makuladegeneration (AMD)

Eine Straße in Würzburg - in der Mitte ist das Bild total verschwommen
So könnten Personen mit AMD eine Straße in der Würzburger Innenstadt wahrnehmen. © Andreas Berlin
Gitter mit Punkt in der Mitte
Amsler-Gitter zur Früherkennung von AMD Bitte betrachten Sie das Gitter in Ihrer üblichen Leseentfernung und verwenden Sie dabei gegebenenfalls Ihre gewohnte Lese- oder Gleitsichtbrille. Decken Sie ein Auge ab und richten Sie Ihren Blick auf den Punkt in der Mitte des Gitters. Stellen Sie fest, dass der Punkt oder zentrale Bildbereiche fehlen, graue Schleier oder dunkle Flecken auftreten, Linien gebogen oder Flächen ungleichmäßig erscheinen, sollten Sie zeitnah eine augenärztliche Untersuchung veranlassen. Gleiches gilt, wenn im Alltag gerade Strukturen plötzlich verzerrt oder verändert wahrgenommen werden. Führen Sie den Test anschließend mit dem anderen Auge durch.
Grafik eines Auges mit einem Port Delivery Systems, Vergrößerung des PDS und eine Nachfüllampulle
In der Studie „SightSpire” wird die Anwendung eines Port Delivery Systems (PDS) mit dem Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF)-Hemmer Ranibizumab bei feuchter AMD untersucht. Copyright: Roche/Genentech

Mit zunehmendem Alter können sich in der Makula – dem wichtigsten Sehbereich im Zentrum der Netzhaut – Ablagerungen bilden und/oder Blutgefäße neu bilden. Dies kann zu einem allmählichen Verlust des Sehvermögens führen. In den letzten Jahren hat die Forschung zur Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Das Uniklinikum Würzburg (UKW) ist an verschiedenen klinischen Studien beteiligt. Aktuell ist eine Teilnahme an Studien zur trockenen und feuchten AMD möglich. 

Würzburg. Die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Ursachen für schwerwiegende Sehstörungen und Erblindung im höheren Lebensalter. Sie betrifft die Makula, den zentralen Bereich der Netzhaut, der für scharfes Sehen verantwortlich ist. In den fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung kann es zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität kommen, da alltägliche Aufgaben wie Lesen, Autofahren oder das Erkennen von Gesichtern zunehmend schwieriger werden. Gerade Linien wirken verzerrt und ein dunkler Fleck rückt ins Zentrum des Gesichtsfeldes.

Die häufigste Form der Erkrankung ist die sogenannte trockene Form der AMD. Sie zeichnet sich durch einen langsamen Untergang der Sinneszellen im Bereich der Makula aus. Diese Form führt über Jahre zu einem schleichenden Verlust des zentralen Sehvermögens jedoch ohne plötzliche Veränderungen. Im Gegensatz dazu tritt die feuchte AMD plötzlich auf und ist weitaus aggressiver. Sie entsteht, wenn neue, krankhafte Blutgefäße unterhalb der Netzhaut wachsen. Diese Gefäße sind oft undicht und geben Flüssigkeit in das umliegende Netzhautgewebe ab. Dadurch werden die Sinneszellen der Makula dauerhaft geschädigt.

Mit ausgewogener Ernährung, Verzicht auf Nikotin, Sonnenbrille mit UV-Schutz und Check-ups beim Augenarzt das Sehvermögen erhalten 

Die genaue Ursache von AMD ist noch nicht vollständig geklärt. Bekannt ist, dass genetische Faktoren, Rauchen und eine nicht ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Krankheit spielen. In Deutschland sind derzeit mehrere Millionen Menschen betroffen, und die Zahl der Erkrankungen nimmt mit der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung weiter zu. „Das Auftreten und Fortschreiten der Erkrankung sind unter anderem genetisch determiniert, das heißt, ob wir an AMD erkranken, ist in unserer Erbinformation angelegt und somit schicksalhaft“, sagt Privatdozent Dr. Andreas Berlin, Oberarzt in der Augenklinik des UKW. Trotzdem kann man aktiv vorbeugen. Berlin: „Wir empfehlen Nikotinverzicht, denn Raucherinnen und Raucher erkranken häufiger an AMD als Personen, die nicht rauchen. Auch eine ausgewogene Ernährung mit viel grünem Gemüse und das Tragen einer Sonnenbrille mit UV-Schutz können das Fortschreiten von AMD positiv beeinflussen.“

Neue Behandlungsansätze bei geographischer Atrophie, der trockenen Spätform der AMD

Eine Heilung für AMD gibt es derzeit noch nicht. Doch die Forschung hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. In den USA wurden bereits Medikamente für trockene AMD zugelassen, die den Degenerationsprozess verlangsamen. In Europa werden aktuelle Studien zu neuen Therapieansätzen für trockene AMD durchgeführt, insbesondere für die fortgeschrittene Form, die sogenannte geographischen Atrophie. In der SIENNA- und GALAXY Studie wird beispielsweise ein Wirkstoffansatz geprüft, der gezielt in entzündliche Prozesse des Immunsystems eingreift. Das Ziel besteht darin, das Fortschreiten der Degeneration zu verlangsamen und den Verlust der Sehfunktion hinauszuzögern. „Die Daten aus den USA sind vielversprechend und bieten Hoffnung für Betroffene auch hierzulande“, berichtet Andreas Berlin. „Viele Patientinnen und Patienten könnten durch diese neuen Therapien noch länger selbstständig zu Hause leben.“ Auch am UKW haben Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, an den Studien teilzunehmen.

Weniger Spritzen dank Implantat: Neue Perspektiven bei feuchter AMD

Für die Behandlung der feuchten AMD gibt es bereits seit knapp zwei Jahrzehnten zugelassene Therapien. Dabei spielt der Botenstoff „Vaskulärer Endothelialer Wachstumsfaktor“ (VEGF) eine zentrale Rolle. Durch eine Blockade von VEGF kann das unkontrollierte Wachstum neuer, krankhafter Blutgefäße unter der Netzhaut gebremst werden. Da es sich bei AMD um eine chronische Erkrankung handelt, muss das Medikament regelmäßig durch einen Augenarzt oder eine Augenärztin in das Auge injiziert werden. „Gerade für ältere Menschen sind die wiederholten Injektionen eine erhebliche Belastung“, weiß Andreas Berlin.

In einer Studie wird deshalb derzeit ein neuartiges Implantat untersucht, das den VEGF-Hemmer kontinuierlich in das Auge abgibt. Das sogenannte Port-Delivery-System wird mikrochirurgisch eingesetzt und ermöglicht eine konstante Freisetzung des Wirkstoffs über mehrere Monate. „Statt der ein- bis dreimonatlichen Spritzen reicht eine neun- bis zwölfmonatige Nachfüllung des Implantats. Das entlastet sowohl die Betroffenen und deren Angehörigen als auch das ärztliche Personal deutlich. Zudem wird der Wirkstoffpegel im Auge stabil gehalten, was eine bessere Kontinuität der Therapie bedeutet“, schildert Andreas Berlin die Vorteile. Der Augenarzt hat die Entwicklung schon länger verfolgt. „Es gab anfangs ein paar Kinderkrankheiten, doch die sind nun alle behoben, sodass ich diese Zulassungsstudie mit bestem Wissen und Gewissen unseren Patientinnen und Patienten anbieten kann. Ich bin davon überzeugt, dass das neue System für ausgewählte Patientinnen und Patienten eine sinnvolle Alternative zu den ein- bis dreimonatlichen Spritzen ist, und freue mich, dass wir als Studienzentrum ausgewählt wurden.“

Aktuelle Studien zur AMD, die am UKW durchgeführt werden: 

SIENNA-Studie
Die multizentrische Phase-III-Studie SIENNA wird in Europa (u. a. in Deutschland, Österreich, Ungarn und Spanien) durchgeführt und untersucht die Wirkstoffe Pozelimab und Cemdisiran bei Patientinnen und Patienten mit geographischer Atrophie bei trockener AMD. Das Ziel ist, die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Substanzen zu prüfen, die den Krankheitsverlauf möglicherweise verlangsamen können.

GALAXY-Studie
Im Rahmen der Forschung zur trockenen AMD wird außerdem die globale Phase-II-Studie GALAXY durchgeführt, in der der Wirkstoff Xelafaslastat (frühere Bezeichnung: ONL1204) untersucht wird. Ziel der Studie ist es, die Sicherheit und Wirksamkeit des Wirkstoffs bei geographischer Atrophie zu untersuchen.

Sightspire-Studie
In der internationalen, multizentrischen Phase-IIIb-Studie „Sightspire” wird die Anwendung des Port Delivery Systems (PDS) mit dem neu formulierten Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF)-Hemmer Ranibizumab bei feuchter AMD untersucht. Im Fokus stehen die Wirksamkeit, die Sicherheit und die Anwendererfahrungen mit einem Implantat, das den bewährten Wirkstoff gegen krankhafte Gefäßneubildungen im Auge dauerhaft und kontinuierlich freisetzt und nur alle 36 Wochen nachgefüllt werden muss.

Wie eine AMD entsteht  

Die Sehgrube in der Mitte der Makula ist nicht nur durch ihre gelbe Farbe auffällig – daher wird die Makula auch „gelber Fleck” genannt –, sondern auch durch ihre besondere Anatomie. In dieser sehr kleinen Region der Netzhaut sind besonders viele Zapfenzellen dicht gepackt. Sie sind für das scharfe Sehen und das Erkennen von Farben zuständig. Da die Makula selbst keine Blutgefäße hat, werden die Zapfen über feine Blutgefäße der Aderhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das Pigmentepithel zwischen Aderhaut und Zapfen-Lichtrezeptoren sorgt dabei für einen reibungslosen Stoffwechsel. Mit zunehmendem Alter können sich jedoch schädliche Abbauprodukte zwischen dem Pigmentepithel und der Aderhaut ansammeln. Dies führt zu Ablagerungen unter der Netzhaut, sogenannten Drusen, und langfristig zur Entstehung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD). 

AMD-Erklärvideo der Firma Effigos: https://go.effigos.com/AMD

Eine Straße in Würzburg - in der Mitte ist das Bild total verschwommen
So könnten Personen mit AMD eine Straße in der Würzburger Innenstadt wahrnehmen. © Andreas Berlin
Gitter mit Punkt in der Mitte
Amsler-Gitter zur Früherkennung von AMD Bitte betrachten Sie das Gitter in Ihrer üblichen Leseentfernung und verwenden Sie dabei gegebenenfalls Ihre gewohnte Lese- oder Gleitsichtbrille. Decken Sie ein Auge ab und richten Sie Ihren Blick auf den Punkt in der Mitte des Gitters. Stellen Sie fest, dass der Punkt oder zentrale Bildbereiche fehlen, graue Schleier oder dunkle Flecken auftreten, Linien gebogen oder Flächen ungleichmäßig erscheinen, sollten Sie zeitnah eine augenärztliche Untersuchung veranlassen. Gleiches gilt, wenn im Alltag gerade Strukturen plötzlich verzerrt oder verändert wahrgenommen werden. Führen Sie den Test anschließend mit dem anderen Auge durch.
Grafik eines Auges mit einem Port Delivery Systems, Vergrößerung des PDS und eine Nachfüllampulle
In der Studie „SightSpire” wird die Anwendung eines Port Delivery Systems (PDS) mit dem Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF)-Hemmer Ranibizumab bei feuchter AMD untersucht. Copyright: Roche/Genentech

15.000 Euro von der Stiftung „Forschung hilft“ für innovative 3D-Forschung zum Augenmelanom

Förderpreis für das Projekt „Biofabrikation eines neuartigen und skalierbaren 3D In-vitro Modells für Konjunktivales Melanom“ von Dr. Malik Salman Haider

Malik Salman Haider mit Urkunde und daneben Tim von Oertzen.
Der Ärztliche Direktor des UKW, Tim von Oertzen (rechts), gratuliert Malik Salman Haider zur Förderung seines Forschungsprojekts. © Daniel Peter

Das konjunktivale Melanom, auch Bindehautmelanom, ist ein seltener und aggressiver Tumor. Trotz Fortschritten in Chirurgie, Chemo- und Strahlentherapie bleiben Rückfälle und Metastasen eine Herausforderung und verdeutlichen den Bedarf an besseren Therapien und Modellen.

Bestehende 2D-Kulturmodelle können das komplexe Mikromilieu von Tumoren nicht nachbilden. Das schränkt ihre Nutzung bei der Untersuchung von Krankheitsverläufen und Therapieantworten ein. Zwar haben einige Studien Konjunktival-Melanom-Sphäroide untersucht, jedoch basieren diese Modelle ausschließlich auf Konjunktival-Melanom-Zelllinien und berücksichtigen das Mikromilieu der Bindehaut nicht.

Dr. Malik Salman Haider möchte mit seinem Team an der von Prof. Dr. Jost Hillenkamp geleiteten Augenklinik am Universitätsklinikum Würzburg nun ein humanrelevantes 3D-Tumormodell entwickeln, das die Komplexität des Bindehautmelanoms simuliert und fortgeschrittene Arzneimittelstudien ermöglicht. 

Konkret werden in dem innovativen Ansatz 3D-Gewebekugeln, die sowohl gesundes Bindehautgewebe (Konjunktiva) als auch Melanomzellen der Bindehaut enthalten. Durch diese gemeinsame Kultur entsteht ein realitätsnahes Mini-Modell des Tumors, was die genaue Untersuchung des frühen sowie späten Verlaufs des Melanoms ermöglicht. Dadurch erhalten die Forschenden wichtige Einblicke, wie das Melanom entsteht, wie es wächst, ins umliegende Gewebe eindringt und mit diesem interagiert. 

Einzigartige und praxisnahe Forschungsplattform, die wichtige Vorarbeiten für künftige Therapien und Medikamententests ermöglicht

Zusätzlich nutzen sie eine spezielle Sammlung von Polymeren, mit deren Hilfe unterschiedliche Wirkstoffe oder Wirkstoffkombinationen gezielt in das Modell eingebracht werden können. Durch die Integration des 3D-Modells mit dem neuartigen Arzneimittelabgabesystem können die Forschenden die Tumorbiologie besser verstehen, pathophysiologische Mechanismen erforschen und die Wirksamkeit von Arzneimitteln testen. Dies bietet eine einzigartige, klinisch relevante Plattform für präklinische Arzneimittel-Screenings und die therapeutische Entwicklung.

Ermöglicht wird dieses Projekt, das im Einklang mit dem 3R-Prinzip steht, welches ethische Forschungspraktiken fördert und gleichzeitig den Bedarf an Tierversuchen reduziert, durch eine Förderung der Stiftung „Forschung hilft“ in Höhe von 15.000 Euro. Diese Anschubfinanzierung sei Malik Salman Haider zufolge ein wichtiger Schritt zur Förderung der translationalen Forschung bei seltenen Krebsarten und unterstreicht die entscheidende Rolle visionärer philanthropischer Unterstützung für die Förderung innovativer Projekte in der Frühphase“, sagt Malik Salman Haider. 

„Ich bin der Stiftung und der Vorsitzenden des Stiftungsrates, Gabriele Nelkenstock, für ihr Engagement sehr dankbar. „Unser Projekt wird neue Wege zum Verständnis des Bindehautmelanoms eröffnen, präzisere Arzneimitteltests ermöglichen und dazu beitragen, personalisierte Therapien in der ophthalmologischen Onkologie voranzubringen.“

Darüber hinaus betont Malik Salman Haider die Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Medizin und Zahnheilkunde (FMZ) der Julius-Maximilians-Universität Würzburg unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Groll sowie mit Dr. Ahmad Taufiq und Dr. habil. Jörg Teßmar. „Die enge Kooperation zwischen unseren Forschungsgruppen gewährleistet interdisziplinäre Expertise und verstärkt die wissenschaftliche Wirkung des Projekts. Sie schafft die Grundlage für echte Innovation und bringt uns bedeutende Schritte näher an neue therapeutische Durchbrüche.“

Details liefert die Projektbeschreibung auf der Webseite der Stiftung Forschung hilft.

Würzburger Krebsforschungsprojekte mit rund 235.000 Euro gefördert

Seit acht Jahren trägt „Forschung hilft“, die Stiftung zur Förderung der Krebsforschung am Universitätsklinikum Würzburg (UKW), erfolgreich Spendengelder zusammen, um damit möglichst viele vielversprechende onkologische Forschungsprojekte zu unterstützen. Am 20. November 2025 wurden bei einem Festakt mit rund 200 Gästen in der Veranstaltungs-Location „Maschinenhaus“ auf dem Würzburger Bürgerbräu-Gelände Preisgelder in Höhe von insgesamt fast 235.000 Euro an 21 Würzburger Forscherteams verteilt. Damit überschritt die von der Stiftung bislang ausgeschüttete Gesamtfördersumme die Millionengrenze. Über die Auswahl und die jeweilige Dotierung der Vorhaben entscheidet eine unabhängige, externe Jury. 

Einen Überblick über die einzelnen Projekte gibt es auf der UKW-Webseite und der Stiftungs-Webseite

Hier geht es zur Pressemeldung zur Preisverleihung.

Wer die Krebsforschung in Würzburg weiter voranbringen will, kann die Stiftung „Forschung hilft“ durch eine Spende auf folgendes Konto unterstützen: Stiftergemeinschaft der Sparkasse Mainfranken 
IBAN DE19 7905 0000 0000 0655 65
 

Malik Salman Haider mit Urkunde und daneben Tim von Oertzen.
Der Ärztliche Direktor des UKW, Tim von Oertzen (rechts), gratuliert Malik Salman Haider zur Förderung seines Forschungsprojekts. © Daniel Peter

Ein neuer Ansatz für Ersatz-Glaskörper

Bestimmte Krankheiten können den Glaskörper, die Substanz im Augeninneren, unwiderruflich zerstören. Ein Forschungsteam der Uniklinik Würzburg arbeitet deshalb an einem gut verträglichen Ersatz mit besonderen Eigenschaften.

Es gibt Augenkrankheiten, die den Glaskörper und die Netzhaut betreffen und die schwerwiegende Folgen für das Sehvermögen haben. Unbehandelt können zum Beispiel Netzhautablösungen und die sogenannte proliferative diabetische Retinopathie zu dauerhaftem Sehverlust führen. Bei letzterer schädigen neue, abnorme Blutgefäße die Netzhaut und den Glaskörper.

Dr. Malik Salman Haider, Leiter des Forschungslabors der Universitäts-Augenklinik, und Dr. Jörg Teßmar vom Lehrstuhl für Funktionsmaterialien der Medizin und Zahnheilkunde des Uniklinikums Würzburg wollen diese Probleme in ihrem neuen Projekt „Biohybride Hydrogele als Glaskörperersatz für die vitreoretinale Chirurgie mit erhöhter Wirksamkeit“ lösen.

Grenzen der Augenforschung kontinuierlich erweitert

Ein Forschungsteam der Würzburger Augenklinik unter der Leitung von Dr. Malik Salman Haider feiert Erfolge auf dem Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft.

„Als Leiter unseres Forschungsteams bin ich unglaublich stolz auf die herausragenden Leistungen, die wir auf der DOG 2025 vorgestellt haben. Von den ersten 3D-Konjunktivalsphäroiden über sphäroidbasierte Mikrogewebe der Meibomdrüsen bis hin zu innovativen abbaubaren Hydrogelen mit Dexamethason – unser Team erweitert kontinuierlich die Grenzen der Augenforschung“, freut sich Dr. Malik Haider. „Unsere Arbeit ist mehr als nur Wissenschaft – sie ist eine Verpflichtung zur Entwicklung reproduzierbarer, patientenorientierter und translationaler Lösungen.“

 

Antrittsvorlesung von Herrn PD Dr. Andreas Berlin

Herr PD Dr. Andreas Berlin hielt am 24. Oktober 2025 seine Antrittsvorlesung mit dem Thema "Vom Pixel zur Pathologie - wie multimodale Bildgebung unser Verständnis der Makuladegeneration verändert". Seine Habilitationsurkunde überreichte ihm Frau Prof. Dr. König, Studiendekanin.

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