Würzburg. Wenn jede Minute zählt, braucht es Teams, die unter höchstem Druck präzise Entscheidungen treffen – medizinisch wie organisatorisch. Die erfolgreiche Qualifikation von Dr. Katharina Schäfer, Dr. Christopher Lorenz und Dr. Michael Schultheiß aus der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie unterstreicht die hohe Expertise des Universitätsklinikums Würzburg in der präklinischen Notfallversorgung.
Anspruchsvolle Auswahl – gezielte Ausbildung
Der Weg in die Luftrettung ist anspruchsvoll. Neben der erforderlichen Facharztanerkennung für Anästhesiologie müssen Bewerberinnen und Bewerber umfangreiche Erfahrung in der Versorgung von Schwerverletzten und kritisch kranken Patienten mitbringen – einschließlich Expertise in der Kinderanästhesie. Doch fachliche Qualifikation allein reicht nicht aus: Gefordert sind ebenso ausgeprägte nicht-technische Fähigkeiten wie Teamführung, Entscheidungsstärke und Kommunikation unter Stress.
Das Auswahlverfahren ist entsprechend komplex und umfasst ein strukturiertes Assessment. Darauf aufbauend folgt eine spezialisierte Ausbildung, unter anderem an der ADAC HEMS-Academy in Oberpfaffenhofen sowie mehreren Einsatztagen in der Luftrettung unter Supervision erfahrener Kollegen. „Die Kombination aus medizinischer Exzellenz, fliegerischem Umfeld und Teamarbeit stellt höchste Anforderungen an unsere Notärztinnen und Notärzte – genau darauf bereiten wir sie gezielt vor“, betont Dr. Daniel Werner, Regionalleiter Süd der ADAC Luftrettung.
Christoph 18 – Hochleistung in der Notfallmedizin
Der Rettungshubschrauber Christoph 18 gehört zu den einsatzstärksten Luftrettungsmitteln in Deutschland. Betrieben durch den ADAC, versorgt er ein großes Einzugsgebiet in Unterfranken und darüber hinaus. Ein hoher Anteil der Einsätze betrifft Schwerverletzte und kritisch erkrankte Patientinnen und Patienten. Ein Großteil dieser Patienten wird im Universitätsklinikum Würzburg als überregionales Traumazentrum weiterbehandelt – ein Beispiel für die enge Verzahnung von Präklinik und Klinik. Die notärztliche Besetzung erfolgt gemeinsam durch die Abteilung der Anästhesiologie der Main-Klinik Ochsenfurt und die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Würzburg. Die ärztliche Leitung der Luftrettungsstation Christoph 18 liegt bei Dr. Jan Hentschel (Main-Klinik Ochsenfurt), die stellvertretende Leitung bei PD Dr. Maximilian Kippnich (Universitätsklinikum Würzburg).
Notfallmedizin als Kernkompetenz
Die Ausbildung und kontinuierliche Weiterentwicklung notfallmedizinischer Kompetenzen ist ein zentraler Bestandteil der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Die enge Verbindung von klinischer Spitzenmedizin, Simulation und präklinischer Erfahrung bildet die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung – am Boden wie in der Luft. „Notfallmedizin gehört zum Selbstverständnis der Anästhesiologie – fachlich wie strukturell“, erklärt Prof. Dr. Patrick Meybohm, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Würzburg.
Mit den drei neu qualifizierten Notärzten trägt das Universitätsklinikum Würzburg weiter zur Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung in Unterfranken bei: Exzellente Ausbildung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und höchste medizinische Standards sichern die Versorgung von Patientinnen und Patienten auch unter extremen Bedingungen.
