60 Jahre Anästhesiologie in Würzburg

Mit einem Jubiläumssymposium feierte die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Würzburg am Freitag, 10. Juli 2026, ihr 60-jähriges Bestehen. Im großen Hörsaal des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) kamen zahlreiche Gäste aus Medizin, Wissenschaft, Politik und Gesundheitswesen zusammen, um die Entwicklung des Fachs zu würdigen und gemeinsam den Blick nach vorn zu richten.

Sechs Jahrzehnte Anästhesiologie in Würzburg – dieses Jubiläum bot Anlass, auf eine beeindruckende Entwicklung zurückzublicken. Was 1966 mit der Gründung einer eigenständigen Klinik begann, hat sich zu einer der tragenden Säulen der modernen Patientenversorgung entwickelt. Heute vereint die Würzburger Anästhesiologie Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie sowie eine international sichtbare Forschungslandschaft unter einem Dach.

Nach der Begrüßung durch den Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden des Universitätsklinikums Würzburg, Prof. Dr. Tim von Oertzen, würdigten Grußwortrednerinnen und -redner aus Universität, Fachgesellschaft und Stadt die Bedeutung der Würzburger Anästhesiologie für die regionale und überregionale Gesundheitsversorgung sowie für Forschung und Lehre.

Acht Perspektiven auf ein vielseitiges Fach

Unter dem Motto „60 Jahre – acht Perspektiven“ spannten die Fachvorträge einen Bogen von den Anfängen der modernen Anästhesiologie bis zu aktuellen Entwicklungen und zukünftigen Herausforderungen. Thematisiert wurden unter anderem der Wandel der Anästhesie von „Hand am Puls“ hin zu hochmoderner bildgestützter Diagnostik, die Entwicklung der Intensivmedizin und des ECMO-Netzwerks, Fortschritte in der Notfallmedizin, Simulation und Teamtraining, die Rolle der Pflege, die Schmerzmedizin sowie die Bedeutung nationaler Forschungsnetzwerke.

Die Vorträge machten eindrucksvoll deutlich, wie eng medizinischer Fortschritt, interprofessionelle Zusammenarbeit und wissenschaftliche Innovation miteinander verbunden sind. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie sich das Fach in den vergangenen sechs Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt hat – von einem überwiegend operativ geprägten Bereich hin zu einer tragenden Säule der modernen Akut- und Intensivmedizin.

Geschichte bewahren, Zukunft gestalten

Ein besonderer Programmpunkt war die Würdigung der Geschichte der Würzburger Klinik. Die beiden Klinikdirektoren Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Roewer (1995–2019) und Prof. Dr. Patrick Meybohm (seit 2020) hatten bereits im Vorfeld gemeinsam zum Jubiläum eingeladen und den Blick auf die außergewöhnliche Entwicklung des Fachgebiets gelenkt. Das Symposium bot Gelegenheit, diese Erfolgsgeschichte gemeinsam mit langjährigen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern sowie der nächsten Generation von Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu feiern.

Beim anschließenden Get-together nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung. Bereits vor Beginn des Symposiums bestand zudem die Möglichkeit, im Rahmen einer exklusiven Führung historische und moderne Anästhesiegeräte kennenzulernen und damit die technische Entwicklung des Fachs unmittelbar nachzuvollziehen.

Mit dem Jubiläumssymposium setzte die Würzburger Anästhesiologie nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung für ihre Geschichte, sondern unterstrich zugleich ihren Anspruch, auch künftig Innovationen in Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie aktiv mitzugestalten.

Von links, Prof. Dr. Patrick Meybohm, Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Roewer, Bild: Stefan Krummer

Von links, Prof. Dr. Patrick Meybohm, Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Roewer, Bild: Stefan Krummer

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Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie| Zentrum Operative Medizin (ZOM) | Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A2 | 97080 Würzburg | Deutschland