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Uniklinikum Würzburg: 20. Zungenschrittmacher erfolgreich implantiert

Der Zungenschrittmacher hat sich an der HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg als wirksame Therapie gegen obstruktive Schlafapnoe fest etabliert.

Lautes Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer stören nicht nur den erholsamen Schlaf, sie können auch Symptome einer obstruktiven Schlafapnoe (OSA) sein. Rund vier Millionen Deutsche leiden an dieser Erkrankung, die unbehandelt zu verminderter Leistungsfähigkeit, einer chronischen Tagesschläfrigkeit und Herzkreislauf-Erkrankungen führen kann. Eine wirksame Behandlung finden Betroffene im Interdisziplinären Zentrum für gesunden Schlaf (IZGS) des Uniklinikums Würzburg (UKW): Das dortige Ärzteteam bietet seit dem Jahr 2018 den Zungenschrittmacher an. Anfang März 2022 wurde die innovative und effektive Therapielösung beim 20. Patienten erfolgreich implantiert.

Eine obstruktive Schlafapnoe sollte dringend behandelt werden

Verantwortlich für das Zungenschrittmacher-Programm an der HNO-Klinik des UKW ist Privatdozent Dr. Philipp Schendzielorz. Der Oberarzt erläutert: „Bei der OSA erschlaffen die Zungenmuskulatur und das umliegende Gewebe während des Schlafes. Die oberen Atemwege werden verschlossen und die Atmung setzt kurzzeitig aus.“ Das Risiko, an einer OSA zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Außerdem begünstigt Übergewicht das Auftreten. „Eine obstruktive Schlafapnoe verschlechtert die Lebensqualität der Betroffenen maßgeblich und sollte dringend behandelt werden“, betont Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Hagen, der Direktor der HNO-Klinik des UKW. Nach seinen Worten kann der Zungenschrittmacher hier als klinisch erprobte Behandlungsmethode helfen. 

Sanfte Stimulation des Zungennervs

Die Therapie eignet sich besonders für Schlafapnoe-Patientinnen und -Patienten, die die klassische Therapie mit der Beatmungsmaske (CPAP-Therapie) nicht vertragen. „Durch eine sanfte Stimulation des Zungennervs werden, abgestimmt auf die Einatmung, wichtige Atemwegsmuskeln aktiviert und so der Atemweg offengehalten“, beschreibt Dr. Schendzielorz die Funktionsweise und fährt fort: „Wir implantieren den Zungenschrittmacher minimalinvasiv über zwei kleine Schnitte im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes.“

Hohe Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer

Weltweit wurden inzwischen schon über 15.000 Menschen mit dem Zungenschrittmacher behandelt. Mit der 20. Anwendung ist das von allen Krankenkassen voll finanzierte Verfahren auch im IZGS mittlerweile voll etabliert. „Unsere Patientinnen und Patienten sind mit dem Zungenschrittmacher sehr zufrieden und nutzen diesen täglich. Für viele ist der Schlaf mit dem Zungenschrittmacher wieder ruhiger und erholsam geworden. Zudem wird das Schnarchen reduziert“, beschreibt Dr. Schendzielorz den subjektiven Eindruck der Betroffenen. Nach seinen Angaben können bei diesen – abgesehen von wenigen Ausnahmen – die Atempausen effektiv reduziert werden. 

Kastentext:

Für wen ist der Zungenschrittmacher geeignet?

Leider kommt nicht jede oder jeder Betroffene für die Therapie mit dem Zungenschrittmacher in Frage. Voraussetzung ist eine mittel- bis schwergradige obstruktive Schlafapnoe mit 15 bis 65 Atemaussetzern pro Stunde. Außerdem sollte sich gezeigt haben, dass eine CPAP-Therapie nicht ausreichend wirkt oder mit erheblichen Nebenwirkungen einhergeht. Last but not least darf kein starkes Übergewicht bestehen, der Body-Mass-Index muss unter 35 liegen.

Interessierte können sich in der Schlafmedizinischen Sprechstunde der HNO-Klinik des UKW zu den Behandlungsoptionen beraten und die notwendigen Untersuchungen durchführen lassen. Kontakt unter Tel: 0931 201-21204.

Weitere Informationen gibt es auch unter www.ukw.de/hno-klinik/schwerpunkte/schlafmedizin sowie unter www.inspiresleep.de 

 

Schnarchtherapie: Uniklinikum Würzburg sucht Teilnehmende für Studie

Eine vom HNO-Schlaflabor des Uniklinikums Würzburg durchgeführte klinische Studie erprobt, ob sich Schnarchen durch ein spezielles Training der Zungen- und Schlundmuskulatur reduzieren lässt. In das im Sommer 2021 gestartete Forschungsprojekt können weitere Frauen und Männer aufgenommen werden.

Schnarchen kann die Lebens- und Schlafqualität erheblich beinträchtigen. Um hier Abhilfe zu schaffen, untersucht das Team des HNO-Schlaflabors des Uniklinikums Würzburg (UKW) in einer Studie, ob Schnarchen durch eine myofunktionelle Therapie, also ein spezielles Training der Zungen- und Schlundmuskulatur, reduziert werden kann. Dafür suchen die zum Interdisziplinären Zentrum für gesunden Schlaf des UKW gehörenden Fachleute weiterhin Studienteilnehmende beiderlei Geschlechts. Diese sollten zwischen 18 und 65 Jahre alt sein, schnarchen und keine relevanten Atemaussetzer (OSAS) haben. Außerdem sollte eine Bettpartnerin oder ein Bettpartner zur Bewertung des Schnarchens vorhanden sein.

Zuteilung zu Behandlungs- oder Kontrollgruppe

Die Studie will die Wirksamkeit einer myofunktionellen Therapie im Vergleich zu einer Kontrollgruppe untersuchen. Vor dem Studieneinschluss erfolgt eine reguläre schlafmedizinische Abklärung der Beschwerden mit Gespräch, Untersuchung und ambulanter Messung in der HNO-Schlafambulanz. Nach dem Studieneinschluss und einer zufälligen Zuteilung zur Behandlungs- oder Kontrollgruppe führen sie nach Anleitung selbstständig daheim sechs Wochen lang Übungen durch. Nach dieser Zeit – und nochmals sechs Monate nach Therapiebeginn – wird der Rückgang des Schnarchens durch die Bettpartnerin oder den Bettpartner, Fragebögen sowie die Aufzeichnung der Schnarchgeräusche kontrolliert. Kontakt:Interessierte können beim Interdisziplinären Zentrum für gesunden Schlaf einen Screening-Termin vereinbaren unter E-Mail: schlaflabor_hno@ ukw.de

Uniklinikum Würzburg: Zentrum für genetische Innenohrstörungen eingerichtet

Als Teil des Comprehensive Hearing Centers des Uniklinikums Würzburg widmet sich jetzt ein neues Zentrum noch intensiver der Forschung, Diagnostik und Behandlung von genetisch bedingten Hörstörungen.

Rund zwei Drittel aller Hörstörungen sind genetisch bedingt. „Vor diesem Hintergrund arbeitet unser Comprehensive Hearing Center schon seit mehr als einem Jahrzehnt intensiv mit dem Institut für Humangenetik der Universität Würzburg zusammen“, berichtet Prof. Dr. Dr. h. c. Rudolf Hagen. Laut dem Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen des Uniklinikums Würzburg (UKW) nahm in den letzten Jahren die Relevanz von genetischen Untersuchungen als Teil der personalisierten Medizin immer weiter zu. Auch die entsprechenden Nachfragen von Patientenseite stiegen. „Deshalb haben wir nun die zu diesem Themenfeld bestehende Sprechstunde zum Zentrum für genetische Innenohrstörungen, kurz ZGI, weiterentwickelt“, schildert Prof. Hagen. Das neue Zentrum wurde der Öffentlichkeit Anfang Juli beim diesjährigen Internationalen Kurs der Mikrochirurgie des Mittelohres in Würzburg vorgestellt. 

Genetische Ursachen frühzeitig erkennen und kompetent behandeln

Geleitet wird das ZGI von Frau Prof. Dr. Wafaa Shehata-Dieler und Herrn Priv.-Doz. Dr. Kristen Rak aus der HNO-Klinik des UKW. „Unser wesentliches Ziel ist es, bei der Beratung, Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Begleitung von Patientinnen und Patienten mit einer angeborenen oder dauerhaft bestehenden Hörminderung den Schwerpunkt der Genetik weiter auszubauen“, beschreibt Prof. Shehata-Dieler. Konkret bedeutet das: Die Betroffenen sollen erfahren, ob ihre Schwerhörigkeit erblich bedingt ist. Anschließend werden sie von den Expert*innen über ihre Prognose beraten und erhalten die bestmögliche Versorgung mit Hörhilfen. „Außerdem können wir – beispielsweise bei möglichen schwerwiegenden Begleiterkrankungen – zu einem sehr frühen Zeitpunkt zusätzliche Therapien einleiten“, betont die Professorin.

Aussichtsreiche Forschung

Auch in der Forschung sowie in der Aus- und Weiterbildung soll das ZGI wichtige Beiträge leisten. „Zentrale Forschungsfragen sind zum Beispiel: Können neben den über 130 bekannten weitere Gene für Hörstörungen identifiziert werden? Mit welchen Untersuchungsverfahren? Und wie können wir dafür die Kooperation mit den Spezialdiagnostiken anderer Fachdisziplinen und Kompetenzzentren weiter verbessern?“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Rak. Nach seinen Angaben könnten Fortschritte in der Gentherapie in einigen Jahren möglicherweise dazu führen, dass eine genetisch angelegte Hörstörung behandelt werden kann, eventuell sogar vorbeugend vor ihrem ersten Auftreten. 

Fächerübergreifend breit aufgestellt

Um diesen vielfältigen Eigenansprüchen gerecht zu werden, ist das Zentrum interdisziplinär breit aufgestellt. So bringen neben HNO-Ärzt*innen und Humangenetiker*innen auch Spezialist*innen aus der Pädiatrischen Neurochirurgie, der Pädiatrie, der Augenheilkunde sowie der Diagnostischen und Interventionellen Neuroradiologie ihre jeweiligen Kompetenzen ein. „In einem ersten Schritt arbeiten wir aktuell vornehmlich daran, standardisierte Abläufe sowie feste Strukturen in der Zusammenarbeit zu etablieren“, verdeutlicht Prof. Shehata-Dieler. 

Strukturell ist das ZGI dem am UKW angesiedelten Zentrum für Seltene Erkrankungen, kurz ZESE, Nordbayern zuordnet. Als Fachzentrum betreut es dort seltene HNO-Erkrankungen und beteiligt sich an großen, übergeordneten Studien. Über das ZESE ist das ZGI ferner mit nationalen und internationalen Netzwerken verbunden. 

 

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Uniklinikum Würzburg: Studienteilnehmer*innen für neue Schnarchtherapie gesucht

Sie schnarchen? Ihr*e Bettpartner*in ist davon genervt? Dann könnte die Teilnahme an einer vom HNO-Schlaflabor des Uniklinikums Würzburg durchgeführten klinischen Studie eine Chance auf Verbesserung sein. Ansatzpunkt dabei ist ein spezielles Training der Zungen- und Schlundmuskulatur.

Schnarchen kann die Lebens- und Schlafqualität erheblich beinträchtigen. Um hier Abhilfe zu schaffen, will das Team des HNO-Schlaflabors des Uniklinikums Würzburg (UKW) in einer Studie untersuchen, ob Schnarchen durch eine myofunktionelle Therapie, also ein spezielles Training der Zungen- und Schlundmuskulatur, reduziert werden kann. Dafür suchen die zum Interdisziplinären Zentrum für gesunden Schlaf des UKW gehörenden Expert*innen noch Studienteilnehmer*innen. Diese sollten zwischen 18 und 65 Jahre alt sein und schnarchen. Außerdem sollte ein*e Bettpartner*in vorhanden sein, mit dessen oder deren Hilfe das Schnarchen vor und nach der Therapie bewertet werden kann. 

Die Studie will die Wirksamkeit einer myofunktionellen Therapie im Vergleich zu einer Kontrollgruppe untersuchen. Zu Beginn durchlaufen die Teilnehmer*innen ein schlafmedizinisches Screening mit Gespräch, Untersuchung und ambulanter Messung zu Hause. Nach dem Studieneinschluss und einer zufälligen Zuteilung zur Behandlungs- oder Kontrollgruppe führen sie nach Anleitung selbstständig sechs Wochen lang Übungen zu Hause durch. Nach dieser Zeit – und nochmals sechs Monate nach Therapiebeginn – wird der Rückgang des Schnarchens durch den/die Bettpartner*in, Fragebögen und die Aufzeichnung der Schnarchgeräusche kontrolliert. 

Interessierte können unter folgenden Kontaktdaten einen Screening-Termin vereinbaren:

Interdisziplinäres Zentrum für gesunden Schlaf
HNO-Schlafambulanz
Universitätsklinikum Würzburg
Josef-Schneider-Straße 11
97080 Würzburg
Tel: 0931/201-21204
E-Mail: schlaflabor_hno@ ukw.de

 

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Uniklinikum Würzburg: Digitaler Infoabend zu Tinnitus

Am Dienstag, den 20. Juli 2021, informieren eine Expertin und ein Experte der HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg in Online-Vorträgen über die Diagnostik und Therapie der als Tinnitus bekannten Ohrgeräusche. Die kostenlose Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Mediengruppe Main-Post.

Dr. Kristen Rak und Isabell Lee
Dr. Kristen Rak und Isabell Lee, beide von der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen des Uniklinikums Würzburg, widmen sich am 20. Juli 2021 in einer öffentlichen Veranstaltung dem verbreiteten Gesundheitsproblem Tinnitus. Bild: Uniklinikum Würzburg

Klingeln, Pfeifen, Summen, Rauschen – bei Tinnitus nimmt man Ohrgeräusche wahr, die nicht einer äußeren Schallquelle entspringen. Vermutlich bis zu 15 Prozent der Weltbevölkerung sind davon betroffen. Bei einer Online-Veranstaltung am 20. Juli 2021 widmen sich die Diplom-Psychologin Isabell Lee und Privatdozent Dr. Kristen Rak, beide von der HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg, diesem oft nervenaufreibendem Symptom. Neben den Entstehungs- und den Diagnosemöglichkeiten steht dabei natürlich die Linderung im Vordergrund. „Bei chronischem Tinnitus haben sich beispielsweise psychologische Strategien als wirksam erwiesen, schildert Isabell Lee und fährt fort: „Auch technologische Methoden erscheinen vielversprechend, wobei hier aufgrund der nicht ausreichenden Studienlage noch keine generelle Empfehlung ausgesprochen werden kann.“ Vor diesem Hintergrund wird der HNO-Oberarzt Dr. Rak zum Beispiel darstellen, wie Hörgeräte oder Cochlea-Implantate zur Besserung des Tinnitus eingesetzt werden können. Seit einiger Zeit gibt es auch eine Reihe von Smartphone-Apps, die Tinnitus-Beschwerden lindern sollen. Beim Infoabend wird deutlich werden, was von diesen Programmen erwartet werden kann.
Die vom Uniklinikum Würzburg und der Mediengruppe Main-Post gemeinsam organisierte, kostenlose Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr und nutzt die Plattform „Skype for Business“. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Internetverbindung sowie ein Smartphone, ein Tablet, ein Laptop oder ein PC. Wichtig ist eine Anmeldung ausschließlich bei der Main-Post unter Tel: 0931/6001 6009 oder unter http://akademie.mainpost.de.

 

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Uniklinikum Würzburg startet Podcast zu den Themen Stimme, Sprechen und Schlucken

Phon-O-Ton heißt ein neues Wissensangebot des Uniklinikums Würzburg. Dahinter steht ein Podcast des Interdisziplinären Zentrums für Stimme und Schlucken, der laienverständlich über Themen der Phoniatrie informiert.

Am Uniklinikum Würzburg gibt es seit vergangenem Jahr ein Interdisziplinäres Zentrum für Stimme und Schlucken (IZSS). Die an der HNO-Klinik angesiedelte Einrichtung sorgt für eine systematische, multiprofessionelle Diagnostik und Behandlung bei Störungen dieser wichtigen Körperfunktionen. Um die Öffentlichkeit über ausgewählte Themen der Phoniatrie – der dem Zentrum zugrundeliegenden medizinischen Disziplin – zu informieren, startete das IZSS in diesem Frühjahr einen eigenen Podcast. Die Beiträge des Phon-O-Ton getauften Formats richten sich gleichermaßen an Studierende, Therapeut*innen, Pflegekräfte und Mediziner*innen sowie an alle sonstigen Interessierten.

Themen bislang: Larynx-Amyloidose und die professionell genutzte Stimme

Bislang sind zwei der monatlich geplanten Audiodateien erschienen. In Folge 1 spricht Dr. Fabian Kraus, Oberarzt der HNO-Klinik und geschäftsführender Leiter des IZSS, über die Erkrankung Larynx-Amyloidose. Bei dieser sehr seltenen Erkrankung kommt es zu einer Ablagerung von unlöslichen Proteinfasern im Gewebe des Kehlkopfs. Im Podcast berichtet eine Patientin über ihren Weg bis zur Diagnose, den Krankheitsverlauf sowie die notwendige Therapie inklusive Luftröhrenschnitt und dessen späteren Verschluss. 

Die zweite Phon-O-Ton-Folge widmet sich der Stimme und hier insbesondere der Singstimme. Dazu spricht eine professionelle Rock/Pop Sängerin über die täglichen Anforderungen an ihre Stimme. 

Weitere geplante Themen sind „Kehlkopfkrämpfe bei spasmodischer Dysphonie“ und „Laryngektomie – Leben ohne Kehlkopf“.

Der Podcast kann über den YouTube-Kanal des UKW (www.youtube.com/channel/UChmcOXPcDEqUDzBQzYBghkg) gehört und abonniert werden. Außerdem stehen alle Folgen auch auf der Website des IZSS unter www.ukw.de/izss zur Verfügung 

 

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Drei Millionen Euro für Bayerns Ultrafeinstaub-Forschung

Das Bayerische Umweltministerium unterstützt einen breit angelegten Projektverbund zu Ultrafeinstaub in den kommenden drei Jahren mit drei Millionen Euro. Unter den Projektpartnern ist auch die HNO-Klinik des Uniklinikums Würzburg, die speziell die Auswirkungen von ultrafeinen Partikeln auf die Schleimhaut des oberen Atemtrakts untersuchen wird.

Vor wenigen Tagen gab Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber den Startschuss zu einem Projektverbund, der die Eigenschaften und die Wirkung von ultrafeinen Partikeln untersuchen soll. „Ultrafein“ steht für Partikeldurchmesser von unter 0,1 Mikrometer, was kleiner als beispielsweise Tabakrauch ist. Der Verbund mit dem Namen BayUFP hat sechs Teilprojekte, die von Forscher*innen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der Universität Bayreuth, der Ludwig-Maximilians-Universität in München und dem Uniklinikum Würzburg (UKW) bearbeitet werden. In einigen Bereichen ist zudem das Helmholtz Zentrum München dabei. Geleitet wird der Verbund von Prof. Dr. Hans Drexler von der FAU.

Das Teilprojekt des UKW

Am UKW ist die von Prof. Dr. Stephan Hackenberg geleitete Arbeitsgruppe Onkologie der HNO-Klinik beteiligt. Der Stellvertretende Klinikdirektor erläutert: „Unsere Aufgabe im BayUFP ist die toxikologische Untersuchung der Schleimhaut des oberen Atemtrakts nach Exposition mit ultrafeinen Partikeln. Außerdem sollen Aussagen zu deren Auswirkungen auf die Funktionalität der Schleimhaut getroffen werden.“ Dazu zählen die Schädigung der Schleimhautbarriere, die Ausschüttung von Entzündungsstoffen und der Einfluss von Atemwegsschleim auf die schädigenden Eigenschaften der Partikel. 

Würzburger Zellkulturmodelle hilfreich

Besonders hilfreich sind hierbei komplexe Zellkulturmodelle aus Nasenschleimhaut, die seit Jahren in der Arbeitsgruppe Onkologie der Würzburger Universitäts-HNO-Klinik eingesetzt und kontinuierlich optimiert werden. 

Das Bayerische Umweltministerium hat für den gesamten Projektverbund knapp drei Millionen Euro für die kommenden drei Jahre bewilligt. Rund 298.000 Euro davon stehen für den Würzburger Part zur Verfügung.

Mehr zu BayUFP findet sich hier: www.ultrafeinepartikel.de

 

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