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Cochlea-Implantate: Operation und Erstanpassung

Ist die Entscheidung für ein Cochlea-Implantat gefallen, kann die Behandlung geplant werden. Nach der Operation wird das Gerät erstmals in Betrieb genommen und angepasst.

Erfahren Sie, wie Sie in unserem Hörzentrum (CHC) umfassend versorgt werden und was Sie bei Operation und Erstanpassung erwartet.

Wie läuft die Operation ab?

Für die Implantation des Cochlea-Implantats ist in unserer Klink ein stationärer Aufenthalt von fünf bis sieben Tagen nötig. Die Operation wird in Allgemeinnarkose durchgeführt und ist ein Routineeingriff, der zum Standardprogramm der Klinik zählt. Die Risiken sind vergleichbar mit denen anderer Eingriffe am Mittelohr, die Operations-Dauer beträgt ein bis zwei Stunden. Grundsätzlich wird die Implantation nur bei gesunden Verhältnissen durchgeführt. Liegt zum Beispiel bei einem Kind eine Mittelohrentzündung vor, wird die Operation verschoben.

Der Hautschnitt für die Implantation verläuft hinter der Ohrmuschel und wird je nach Art des Implantats ein kleines Stück oberhalb der Spitze der Ohrmuschel weitergeführt (minimal-invasiv). Das Implantat wird unter die Haut geschoben. Um das Implantat-Gehäuse unter der Haut im Knochen besser zu fixieren, wird meist ein flaches Implantatlager in den Knochen gefräst. Danach wird der Ohrknochen (Mastoid) eröffnet und ein Kanal in den Knochen gebohrt. Von hinten wird ein Zugang zum Mittelohr angelegt und die Elektrode in die Hörschnecke eingeführt. Vor dem Abschluss der Operation wird die Funktion des Implantats überprüft und der Hörnerv erstmals stimuliert.

Was passiert nach der Operation?

Die Operation ist für den Körper wenig belastend. Nach der Aufwachphase ist eine baldige Mobilisation – also Sitzen am Bettrand und Aufstehen unter Aufsicht – möglich. Bald danach kann eine kleine Mahlzeit eingenommen und Besuch empfangen werden. Am ersten Tag nach der Operation wird die Lage der Elektrode in der Hörschnecke durch eine Röntgenaufnahme geprüft.

Im Verlauf des Klinikaufenthalts kann es kurzzeitig zu leichten Wundschmerzen kommen. Außerdem können kleinere Blutungen aus dem Ohrbereich auftreten, die unbedenklich sind.

Während der weiteren Zeit in der Klinik wird die Farbe und der Art des Sprachprozessor ausgewählt und der Termin zur ersten Aktivierung des Implantates vereinbart. Die Hautfäden können sieben Tage nach der Operation gezogen werden. Im Verlauf von weiteren zwei bis drei Wochen verheilt der Wundbereich vollständig.

Was geschieht bei der Erstanpassung?

Vier bis sechs Wochen nach der Operation wird der Sprachprozessor zum ersten Mal aktiviert. Das geschieht im Rahmen eines zweitägigen stationären Aufenthalts in unserem Hörzentrum. An diesen beiden Tagen wird der Prozessor individuell auf die Hörempfindungen der Patientin oder des Patienten eingestellt. Wir achten darauf, dass die ersten Höreindrücke nicht zu laut sind, und verändern davon ausgehend die Einstellungen so, dass schon erste Spracheindrücke verstanden werden können. Dieser erste Hörerfolg wird durch begleitende Tests überprüft und dokumentiert.

Unsere Expertinnen und Experten weisen nochmals ausführlich in die Technik des Geräts ein und geben eine detaillierte Anleitung zum Hörtraining. Wir vereinbaren die Termine für die nächsten Monate und beraten über alle möglichen ambulanten, teilstationären oder stationären Rehabilitationsmaßnahmen. Vor Ort arbeiten wir mit unserem Kooperationspartner in der Rehabilitation, dem Cochlea Implantat Centrum (CIC) Süd in Würzburg, zusammen.

Zusätzlich bekommt die Patientin oder der Patient von uns ein Hörtagebuch, in dem die wichtigsten Punkte für die weitere Nachsorge zusammengefasst sind und in dem in den ersten Wochen die Erfahrungen mit dem Hörerfolg dokumentiert werden können. Diese Anmerkungen können hilfreich sein, um das Implantat bei den nächsten Nachsorgeterminen noch besser einzustellen.

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Ansprechpartner

Portraifoto: Rudolf Hagen

Prof. Dr. med. Dr. h. c.
Rudolf Hagen

Klinikdirektor HNO-Klinik

Portraitfoto von Dr. Anja Kurz, M.A.

Dr.
Anja Kurz, M.A.

Technische Leiterin CHC


Eva Kaluza

Hörakustikmeisterin

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chc@ ukw.de

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+49 931 201-21380


Anschrift

Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen des Universitätsklinikums | Kopfkliniken | Comprehensive Hearing Center (CHC) |  Josef-Schneider-Str. 11 | Haus B2 | 5. Etage | D-97080 Würzburg | Germany

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