Illustrationsbild Ohr

Hörstörungen

Etwa 14 Prozent unserer Bevölkerung leiden an einer behandlungsbedürftigen Hörstörung. Diese kann von einer leichten Schwerhörigkeit bis hin zu einer Ertaubung reichen und vielfältige Ursachen haben. Die Diagnostik und Therapie von Hörstörungen erfolgt in unserer Klinik in unserem speziell eingerichteten interdisziplinären Hörzentrum (CHC).

Welche Arten von Hörstörungen gibt es?

Wenn man schlecht hört, kann das sehr unterschiedliche Ursachen haben. Man unterscheidet die Schallleitungs-Schwerhörigkeit und die Schallempfindungs-Schwerhörigkeit. Bei der Schallleitungs-Schwerhörigkeit sind meist die Strukturen des Mittelohrs (Gehörknöchelchen) betroffen, aber auch Erkrankungen des äußeren Gehörgangs können dafür verantwortlich sein. Bei der Schallempfindungs-Schwerhörigkeit sind die Hörschnecke (Cochlea) oder der Hörnerv geschädigt. Es können aber auch Kombinationen der beiden Formen auftreten. Man spricht dann von einer kombinierten Schwerhörigkeit.

Wie äußern sich Hörstörungen?

Eine Schwerhörigkeit bemerkt die Patientin oder der Patient durch eine Einschränkung des Hörvermögens und damit auch des Sprachverstehens. Auch Ohrgeräusche kommen vor. Eine Schwerhörigkeit kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und zu leichten Verständnisschwierigkeiten bis zur vollständigen Taubheit führen.

Was sind die Ursachen von Hörstörungen?

Die häufigsten Gründe für eine Schallleitungs-Schwerhörigkeit sind ein Verschluss des äußeren Gehörgangs, zum Beispiel durch Ohrenschmalz, Belüftungsstörungen, Entzündungen, angeborene Fehlbildungen, Verletzungen, Tumoren oder eine Versteifung der Gehörknöchelchen-Kette, eine sogenannte Otosklerose.

Mögliche Ursachen für eine Schallempfindungs-Schwerhörigkeit sind Lärm, Durchblutungsstörungen, ein Hörsturz oder Stoffwechselerkrankungen. Ein weiterer häufiger Grund ist ein altersbedingter Funktionsverlustes der Hörsinneszellen. Es gibt auch genetisch bedingte Formen einer Schwerhörigkeit.

Wie kann man Hörstörungen behandeln?

Abhängig von der Art der Erkrankung können Medikamente, Hörgeräte oder implantierbare Hörsysteme wie etwa ein Cochlea-Implantat zum Einsatz kommen. Viele Erkrankungen sind durch einen operativen Eingriff behandelbar.

Wie funktioniert Hören?

Der Schall, also ein Geräusch oder Klang, wird durch die Luft zum Ohr getragen. Wie ein Trichter fängt die Ohrmuschel den Schall auf. Der Gehörgang leitet den Schall zum Trommelfell und versetzt es in Schwingungen.
Die Schwingungen werden über die drei Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel) über das ovale Fenster auf das Innenohr übertragen.
Im wie ein Schneckengehäuse geformten Innenohr befinden sich die Haarsinneszellen. Werden diese bewegt, wird ein Sinnesreiz ausgelöst. Der Hörnerv leitet diesen Reiz weiter zum Gehirn.
Das Gehirn verarbeitet die Nervensignale zu Hörempfindungen. Von Geburt an lernt das Gehirn, diese Signale zu erkennen und zu verstehen. So wird der wahrgenommene Schall als Musik, Sprache oder Geräusch interpretiert.
Ist die Schallübertragung zum Innenohr gestört oder die Hörschnecke geschädigt, tritt eine Minderung des Hörvermögens auf.

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Prof. Dr. med. Dr. h. c.
Rudolf Hagen

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Portraitfoto von Dr. Anja Kurz, M.A.

Dr.
Anja Kurz, M.A.

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Prof. Dr. med.
Wafaa Shehata-Dieler

Leitende Ärztin Audiologie, Pädaudiologie, Elektrophysiologie, Phoniatrie

Prof. Dr.-Ing.
Mario Cebulla

Leiter experimentelle Audiologie und Elektrophysiologie

Portraitfoto von Dr. med.Miriam Bürklein

Dr. med.
Miriam Bürklein

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