Würzburg. Vor rund zwei Jahren riefen die Uniklinik Würzburg, das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg sowie die Elterninitiative Regenbogen e.V. gemeinsam das Projekt „Geschwisterclub“ ins Leben.
Im Mittelpunkt stehen Geschwister krebskranker Kinder ab sechs Jahren. Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, betrifft das die gesamte Familie. Auch die Geschwister stehen vor besonderen Herausforderungen und erleben häufig belastende Situationen.
Der Geschwisterclub orientiert sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder. Er bietet Raum für den Austausch mit anderen betroffenen Geschwistern, unterstützt sie im Umgang mit belastenden Situationen und stärkt sie darin, ihre eigenen Ressourcen zu entdecken. Die Angebote sind auf unterschiedliche Altersgruppen und Bedürfnisse abgestimmt.
In den vergangenen zwei Jahren entwickelten Annegret Schreyer (Uni-Kinderklinik) und Wibke Schmidt (Gesundheitsamt) ein vielseitiges Programm. Dazu gehörten kreative und spielerische Nachmittage ebenso wie der Geschwistertreff mit einem mehrteiligen Workshop, bei dem die Kinder über mehrere Termine hinweg gezielt pädagogisch begleitet wurden.
Am vergangenen Sonntag zogen Landrat Thomas Eberth sowie Vertreter der Elterninitiative Regenbogen, des Gesundheitsamtes und der Uni-Kinderklinik Bilanz über das Projekt. Dank des Geschwisterclubs konnten viele Kinder individuell begleitet und gefördert werden und auch bei den betroffenen Familien war die Resonanz durchweg positiv.
Nach zwei erfolgreichen Jahren, in denen das Projekt auch von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert wurde, fand am Sonntag die Jubiläumsfeier statt.
Der Geschwisterclub hat sich in dieser Zeit als fester und unverzichtbarer Bestandteil des Angebots der Elterninitiative Regenbogen etabliert. Der Verein hat daher beschlossen, den Geschwisterclub auch künftig fortzuführen und aus Spendengeldern zu finanzieren.
Pressemitteilung von Nadine Kempa für die Elterninitiative Regenbogen e.V.
