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Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen überrascht Kiwi e.V. mit 30.000 Euro

Am 17. August 2021 überreichte eine kleine Abordnung aus Auszubildenden und Studierenden der Edeka-Großhandlung einen Scheck in Höhe von 30.000 Euro an die Universitäts-Kinderklinik Würzburg. Der Erlös stammt aus dem Spendenprojekt „Überraschungsherz“ und überraschte damit nicht nur die kaufwilligen Spender mit tollen Produkten, sondern auch den Kiwi e.V.

Wiederholt musste das traditionell im Juni stattfindende Kinder-Fußballturnier „Kiwi-Cup“ auf dem Gelände des TSV Bergrheinfeld aufgrund des Pandemiegeschehens abgesagt werden. „Für uns war es selbstverständlich“, so Edeka-Vorstandssprecher Sebastian Kohrmann, „auch in diesem Jahr wieder nach Wegen zu suchen, wie wir ohne diese Benefiz-Veranstaltung dennoch die Arbeit des KIWI e.V. unterstützen können.“ Hierfür ließ sich Edekas Marketingabteilung etwas Besonderes einfallen:

Ein Team aus Auszubildenden und Studierenden packte für die Mitarbeitenden des Edeka-Großhandels gelbe Herzboxen, welche mit tollen Produkten gefüllt waren. Die Überraschungsherzen konnten von den Beschäftigten gegen eine Spende von 10 Euro erworben und der gesamte Erlös dem Kinderhilfsprojekt des Würzburger Vereins KIWI e.V. zugeführt werden. Dabei kam das Projektteam trotz der kühlen Temperaturen im Logistikzentrum Gochsheim ins Schwitzen: 460 Boxen wurden dort liebevoll gepackt und an die Mitarbeitenden ausgeliefert.

Doch auch der Einzelhandel unterstützte tatkräftig die Aktion: Kundinnen und Kunden konnten in den kupsch- und EDEKA-Märkten die schönen Herzboxen zum Muttertag erstehen – davon gingen pro verkauftem Herz jeweils 5 Euro an Kiwi. Die Geschäftsführung zeigte sich begeistert von dem Verkaufserfolg und rundete den anfangs krummen Betrag auf eine glatte Summe von 30.000 Euro auf.

Prof. Dr. Christoph Härtel und die Vorsitzende von Kiwi e.V., Ina Schmolke, zeigen sich überrascht von dem unerwartet hohen Geldsegen: „Wir sind sehr dankbar, die psychosoziale Betreuung der Familien der schwer kranken Kinder auf den Intensivstationen der Uni-Kinderklinik so intensiv weiter unterstützen zu können.“, so Härtel.

Auch die Vereinsvorsitzende Ina Schmolke bedankt sich für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Edeka, Kiwi und der Uni-Kinderklinik: „Edeka ist immer wieder für eine Überraschung gut und für uns ein zuverlässiger Partner. Ohne die vielen Spenden wären eine kompetente psychosoziale Betreuung, Elternwohnungen und zahlreiche andere kleinere und größere Projekte für unsere schwerkranken Patienten und deren Familien nicht möglich.“

Der Kiwi e. V. und Edeka hoffen, dass der Kiwi-Cup – ein Event für die ganze Familie – im nächsten Sommer wieder in gewohnter Tradition stattfinden kann.

Foto: Archiv EDEKA, von links nach rechts: 1. Reihe: Die Auszubildenden Yannik Haaf, Stefanie Philipp und Rebekka Kestler, Schatzmeister Kiwi e. V. Franz Balzer, Vorsitzende Kiwi e. V. Ina Schmolke, Prof. Dr. med. Christoph Härtel, Prof. Dr. med. Johannes Wirbelauer, 2. Reihe hinten: Leiterin Event-Team Claudia Luger, Julia Herbert, Projektbetreuung

KIWI: Seit 30 Jahren Unterstützer der Würzburger Universitäts-Kinderklinik

Seit dem Jahr 1990 unterstützt der Kiwi e.V. die Familien von Frühgeborenen und Kindern, die in der Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer entlasten die Angehörigen in schwierigen Zeiten und tragen zur Empathie im Krankenhausalltag bei.

Vor 30 Jahren gründeten betroffene Eltern, Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte der Kinderintensivstation des Uniklinikums Würzburg (UKW) die Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation, kurz KIWI. „Unser Ziel ist es, die Eltern und das Personal der Stationen bestmöglich und in jeder Hinsicht zu unterstützen“, sagt Ina Schmolke, die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins. Dazu investieren dessen Aktive seit 1990 ihr ehrenamtliches Engagement und die in unermüdlicher Arbeit gesammelten Spenden in viele, auf die spezifischen Bedürfnisse der „Zielgruppen“ maßgeschneiderte Projekte. Beispielsweise können – anders als auf Normalstationen – Angehörige von Kindern, die auf der Intensivstation versorgt werden müssen, nicht in deren Zimmer übernachten. „Für Eltern, die oft bis zu 100 Kilometer oder mehr von Würzburg entfernt leben, bleiben dann nur teure Hotelaufenthalte oder lange, tägliche Anfahrten“, schildert Ina Schmolke. Denjenigen, die sich das nicht leisten können oder die durch die Krankheitssituation psychisch stark belastet sind, bietet KIWI zwei klinikumsnahe Wohnungen an, in die Mütter oder Väter in der Zeit der Behandlung ihres Kindes einziehen können.

Besprechungszimmer eingerichtet


Als weitere „räumliche Hilfestellung“ richtete der Verein auf der Intensivstation der Kinderklinik ein Besprechungszimmer ein. „Als KIWI vor 30 Jahren gegründet wurde, fanden manche Arztgespräche zwischen Tür und Angel statt. Manchmal warteten Eltern im Flur darauf, ihre Kinder sehen zu können“, erinnert sich die Stationssekretärin Birgit Borowski-Lother. Mit dem Elternzimmer sei ein Raum geschaffen worden, in dem sich Eltern und Ärzte in Ruhe austauschen könnten und der auch eine kleine Rückzugsmöglichkeit vom Klinikgeschehen sei.

„Die Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal helfen medizinisch, aber für Eltern ist der Anblick eines Frühchens im Inkubator oder eines Kindes auf der Intensivstation dennoch sehr belastend“, weiß Ina Schmolke. Eine wertvolle Ansprechpartnerin kann dann nach den Erfahrungen der Vereinsvorsitzenden die von KIWI finanzierte Psychologin sein. Sie bietet Beratungsgespräche an, steht den Familien bei, unterstützt sie und organisiert Hilfe.

Hilfen auch nach der Entlassung

Die Arbeit des Vereins für die kleinen Patient*innen und deren Familien geht bei Bedarf auch nach dem Verlassen der Klinik weiter. Damit die erste Zeit daheim nicht zur Belastung wird, offeriert KIWI auf Wunsch eine mehrwöchige Nachsorge. Helferinnen und Helfer organisieren zum Beispiel Arzttermine, unterstützen bei der Beschaffung von Geräten und beim Ankommen im Alltag.

Damit der Kontakt zu den Familien anschließend nicht abreißt, feiert KIWI jeden Sommer das „Frühchenfest“ auf dem Spielplatz bei den Elternwohnungen. „Gerade auch für viele Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter ist dies der wohl fröhlichste und motivierendste jährliche Termin in ihrem Arbeitsalltag“, betont Prof. Dr. Johannes Wirbelauer. Der Leitende Oberarzt der Würzburger Universitäts-Kinderklinik arbeitet schon seit vielen Jahren eng und gerne mit dem KIWI e.V. zusammen.

Corona-Pandemie reduziert das Spendenaufkommen

Im Corona-Jahr 2020 musste das Frühchenfest allerdings wegen der Infektionsschutzmaßnahmen leider ausfallen. Genauso, wie viele weitere essentielle Veranstaltungen des Vereins, wie zum Beispiel der „KIWI-Cup“ – ein großangelegtes jährliche Benefiz-Fußball-Turnier des TSV Bergrheinfeld. „Diese Absagen treffen uns nicht nur emotional, sondern auch wegen der Spendensituation hart“, bedauert Ina Schmolke. Umso mehr freut sich die Vorsitzende über die Möglichkeit der Pfandspende: „Seit 2017 haben wir unter dem Motto ‚Zettel rein – Spender sein‘ eine Sammelbox für Leergut-Pfandbons im Würzburger Edeka-Markt Popp installiert. Nach und nach kamen weitere Edeka- und Kupsch-Märkte in der Region hinzu. Mit dem Einwurf eines Bons können Kunden schnell und unkompliziert helfen.“ Unterstützt wird Kiwi e.V. auch durch das Sozialreferat der Stadt Würzburg, das dem Verein eine der beiden Elternwohnungen mietfrei zur Verfügung stellt.

Herzlicher Dank von der Kinderklinik

„Ich kenne KIWI und die dahinter stehenden Akteure im Detail erst seit wenigen Monaten“, sagt Prof. Dr. Christoph Härtel, der im Mai dieses Jahres den Posten als Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik übernahm. Er fährt fort: „Aber selbst in dieser vergleichsweise kurzen Zeit wurde mehr als deutlich, welch ein großer Gewinn das Wirken dieser sympathischen, hochengagierten Helferinnen und Helfer für die Kinderklinik ist. Das gilt sowohl für konkrete Beiträge zu unserem Versorgungsangebot, wie vor allem auch für die menschliche Atmosphäre in unserem Haus.“ Das Jubiläum ist für ihn, Prof. Wirbelauer sowie alle Klinikbeschäftigten ein schöner Anlass, dem Verein ein weiteres Mal herzlichst zu danken.

Spenden willkommen

KIWI e.V. freut sich über jede kleine und auch große Spende. Das Geld kommt ausschließlich und ohne Verwaltungskosten den Patientinnen und Patienten der beiden Intensivstationen des UKW, der „Raumstation“ und der „Früh- und Neugeborenen-Intensivstation“, zugute.

Spendenkonto:
KIWI Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation e.V.
Sparkasse Mainfranken
IBAN: DE91 7905 0000 0000 0262 45
BIC: BYLADEM1SWU

 

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Corona in Würzburger Kindergärten: Start der Wü-KiTa-CoV-Studie

Bis Januar werden in den Würzburger Kindertagesstätten bis zu 6000 Corona-Tests durchgeführt. Ziel der Studie ist es, eine Ausbreitung des Virus und damit die Schließung der Kitas zu verhindern.

Bei der groß angelegten Studie Wü-KiTa-CoV nehmen 600 Kinder unter sechs Jahren teil. Sie ist in Kooperation mit der Stadt und der Universität Würzburg entstanden. Über einen Zeitraum von drei Monaten werden unter der Leitung von Oliver Kurzai, Professor für Mikrobiologie und Professor Johannes Liese, Leiter der pädiatrischen Infektiologie, Kinder und Betreuer in unterschiedlichen Abständen darauf getestet, ob sie sich mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert haben.

Bisher konnten Studien dieser Art nur während des Lockdowns durchgeführt werden. Die Testergebnisse der Studie sollen nicht nur dazu beitragen, die Verbreitung einzudämmen, sondern auch Aufschlüsse darüber geben, welche Rolle Kinder bei der Verbreitung des Virus spielen und wie eine Infektion bei Kindern und Betreuern frühzeitig diagnostiziert werden kann. Welche Untersuchungsmethode und Kontrolldichte den Kindern dabei zugemutet werden darf und ob das Durchführen von Tests zu einem Sicherheitsgefühl beitragen kann, soll dabei ebenfalls ermittelt werden.

Kontakt

Prof. Dr. Oliver Kurzai, Lehrstuhl für Medizinische Mikrobiologie und Mykologie,
T +49 931 31-88007, oliver.kurzai@ uni-wuerzburg.de

Prof. Dr. Johannes G. Liese, PädiatrischeInfektiologie und Immunologie Universitäts-Kinderklinik, T +49 931 201-27725, liese_j@ ukw.de

Artikel zum Thema in der Mainpost

Kein KIWI-Cup – trotzdem große Spende

Das Kinder-Fußballturnier KIWI-Cup musste in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Edeka überreicht trotzdem 10.000 Euro für die Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg.

Kürzlich überreichte Sebastian Kohrmann, Vorstand der Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen Stiftung, eine Spende von 10.000 Euro an den Verein KIWI. In anderen Jahren ist diese Unterstützung für die „Interessengemeinschaft zur Förderung der Kinder der Würzburger Intensivstation“ verbunden mit dem KIWI-Cup auf dem Gelände des TSV Bergrheinfeld. Heuer musste das traditionelle Kinder-Fußballturnier jedoch schweren Herzens wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

„Für uns war es selbstverständlich, auch in diesem besonderen Jahr nach Wegen zu suchen, wie wir die Arbeit von KIWI e.V. dennoch unterstützen können“, sagte Sebastian Kohrmann bei der Spendenübergabe an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik. Gemeinsam mit den etatmäßigen Hauptorganisatoren Burkard Pfister (Edeka-Einzelhändler), Ernst Gehling (sportliche Leitung) und Helmut Müller (TSV Bergrheinfeld) wurden Freunde, Mitarbeiter und Geschäftspartner der Edeka angeschrieben und um Spenden gebeten. So kam der stolze Betrag zusammen.

 

Geld für psychosoziale Betreuung

Die Vorsitzende von KIWI e.V., Ina Schmolke, zeigte sich begeistert von diesem besonderen Geldsegen: „Wir sind sehr dankbar, damit die psychosoziale Betreuung der Familien der schwer kranken Kinder auf den Intensivstationen der Uni-Kinderklinik intensiv weiter unterstützen zu können.“

Prof. Dr. Christoph Härtel – im Mai dieses Jahres als Direktor der Kinderklinik gestartet – war beeindruckt von der langjährigen, vertrauensvollen und effektiven Zusammenarbeit zwischen Edeka, KIWI und seiner Klinik: „Es ist eine große Freude, eine Klinik anzutreffen und zu leiten, in der so viele wertvolle Unterstützungen – wie die kompetente psychosoziale Betreuung, Elternwohnungen und viele andere kleinere und größere Projekte – nachhaltig die Versorgungssituation für unsere schwerkranken Patienten und deren Familien verbessern können!“

Prof. Dr. Johannes Wirbelauer, leitender Oberarzt der Uni-Kinderklinik, hofft auf das kommende Jahr: „Alle ehrenamtlichen Helfer, die Sponsoren und die Geschäftspartner von Edeka hätten es mehr als verdient, wenn es uns allen gelingen könnte, den KIWI-Cup im kommenden Jahr wieder erfolgreich als besonderen Festtag für die ganze Familie organisieren zu können.“

 

Bei der Spendenübergabe (von links): Ina Schmolke, 1. Vorsitzende des KIWI e. V, Sebastian Kohrmann, Vorstand der Edeka Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen und Prof. Dr. Christoph Härtel, Direktor der Universitäts-Kinderklinik Würzburg. Bild: Matthias Emmert / Uniklinikum Würzburg

Corona in Würzburger Kindergärten: die Wü-KiTa-CoV Studie

Im Herbst startet in Würzburg eine neue Studie, an der mehr als 800 Kinder im Kindergartenalter teilnehmen. Sie soll dazu beitragen, einen sicheren und kontinuierlichen Betrieb der Kinderbetreuung in Coronazeiten zu ermöglichen.

Seit gut fünf Monaten hat das neue Coronavirus SARS-CoV-2 den Alltag der Menschen in Deutschland drastisch verändert. Sämtliche Maßnahmen, seine Ausbreitung einzudämmen, haben zu deutlichen Einschränkungen geführt, die das tägliche Leben und das Miteinander in erheblichem Ausmaß beeinträchtigen. Unter anderem haben die Bundesländer seit Mitte März Kindertagesstätten und Schulen geschlossen beziehungsweise nur einen deutlich reduzierten Betrieb zugelassen, um Infektionsketten zu unterbrechen und Neuansteckungen zu vermeiden.

Dies hatte sowohl für die Kinder als auch für die betroffenen Familien erhebliche Konsequenzen. Ohne den Kontakt zu Freundinnen und Freunden, ohne einen geregelten Schulbesuch fehlen Kindern wesentliche Voraussetzungen für eine gesunde körperliche, psychische und soziale Entwicklung, so die Befürchtung vieler Mediziner und Pädagogen.

Inzwischen werden seit Anfang Mai Kindertagesstätten und Schulen in Bayern wieder schrittweise geöffnet. Damit wächst gleichzeitig die Angst vor einer „zweiten Welle“ der Virus-Pandemie. Ob und inwieweit dieser Öffnungsprozess unproblematisch ist, ob damit einer Ausbreitung des Virus wieder Tür und Tor geöffnet wird oder ob, ganz im Gegenteil, Kinder an der Ausbreitung des Coronavirus nicht entscheidend beteiligt sind, wie eine Studie aus Sachsen jüngst behauptete: Das alles ist aus Sicht der Wissenschaft aktuell nicht abschließend geklärt.

Regelmäßige Tests über drei Monate hinweg

Aus diesem Grund startet im Herbst 2020 in Würzburg in einer gemeinsamen Initiative der Stadt, der Universität und des Universitätsklinikums die Wü-KiTa-CoV-Studie, in deren Mittelpunkt die Rolle von Kindern und Kinderbetreuungseinrichtungen für die Corona-Ausbreitung steht. Insgesamt neun der etwa 80 in Würzburg vorhandenen Kinderbetreuungseinrichtungen mit mehr als 800 Kindern im Kindergartenalter (im Alter von ein bis sieben Jahren) sowie deren Betreuerinnen und Betreuer können daran teilnehmen. Über einen Zeitraum von zwölf Wochen wird ein Teil von ihnen regelmäßig darauf getestet, ob eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus vorliegt. Eine Befragung von Eltern und Betreuungspersonal zu deren Situation ist ebenfalls Teil der Studie.

Ziel der die Wü-KiTa-CoV-Studie ist es herauszufinden, wie Infektionen mit dem neuen Corona-Virus in Kinderbetreuungseinrichtungen möglichst frühzeitig, einfach und am wenigsten belastend für Kinder und deren Eltern entdeckt werden können. Hierbei wird jeweils eine ein- oder zweimalige wöchentliche Routinetestung mit einer Testung, die erst nach dem Auftreten einer Erkrankung in der Familie durchgeführt wird, verglichen. Die Studie soll auf diese Weise dazu beitragen, auch während der Corona-Pandemie einen möglichst sicheren und kontinuierlichen Betrieb der Kinderbetreuung zu ermöglichen und die Ausbreitung von SARS-CoV-2 in den beteiligten Einrichtungen zu unterbinden.

Viele Beteiligte

Leiter der Wü-KiTa-CoV-Studie sind der Mikrobiologe Oliver Kurzai (Universität Würzburg) und der Kinder- und Jugendarzt Johannes Liese (Universitäts-Kinderklinik). Daran beteiligt sind zahlreiche weitere Partner, darunter die Virologie, die Kinder- und Jugendpsychiatrie und die Allgemeinmedizin der Würzburger Uniklinik.

Finanziert wird die Studie mit mehr als einer Million Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Forschungsnetzwerks InfectControl. Um ihren Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu leisten, haben mehrere geförderte Bündnisse aus der Programmfamilie „Unternehmen Region" neue Ideen entwickelt. Das BMBF unterstützt 24 dieser Projekte mit zusätzlichen 32 Millionen Euro, darunter auch mehrere Vorhaben von InfectControl 2020. Das vom Leibniz Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena koordinierte Konsortium, dessen wissenschaftlicher Geschäftsführer Professor Kurzai ist, wird vom BMBF im Programm „Zwanzig20 – Partnerschaft durch Innovation“ gefördert.

Stimmen zu der neuen Studie.

„Die Wü-KiTa-CoV-Studie ergänzt in idealer Weise andere Forschungsvorhaben zu COVID-19 – insbesondere die bayernweite COVID-Kids-Bavaria-Studie, an der die Kinderklinik des Universitätsklinikum Würzburg ebenfalls beteiligt ist.“ Prof. Dr. Christoph Härtel (Direktor der Würzburger Universitätskinderklinik)

„Wir möchten herausfinden, wie wir bestmöglich auch während der Pandemie eine kontinuierliche und sichere Betreuung in Kindergärten ermöglichen können. Ein wichtiger Faktor der Studie sind auch die geplanten Befragungen, die uns über die Belastung von Kindern, Familien und dem betreuenden Personal durch die Pandemie und die Akzeptanz der geplanten Untersuchungen Auskunft geben sollen.“ Prof. Dr. Johannes Liese (Pädiatrische Infektiologie und Immunologie, Universitäts- Kinderklinik Würzburg)

„Wenn die Ergebnisse der Studie im Frühsommer 2021 vorliegen, können wir konkrete Aussagen zur Akzeptanz unter den Teilnehmern und zur praktischen Durchführbarkeit der verschiedenen Konzepte treffen. Außerdem wird es möglich sein, deren konkreten Kosten zu berechnen.“ Prof. Dr. Oliver Kurzai (Institut für Hygiene und Mikrobiologie, Universität Würzburg)

„Es ist eine Auszeichnung für den Medizin- und Uniklinik-Standort Würzburg, dass wir im Rahmen dieses Netzwerkprojekts – gefördert vom BMBF – unseren Beitrag zur Corona-Bekämpfung leisten dürfen. Bisher lag der Fokus aufgrund der Gefährdung stark auf unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Bei einer ganzheitlichen Betrachtung und im Sinne der Prävention spielen die Jüngsten in unserer Gesellschaft aber auch eine Schlüsselrolle bei erfolgreichen Strategien gegen diese Pandemie. Es ist gut, wenn die Forschung auch diesbezüglich schnell alle Wissenslücken schließt.“ Christian Schuchardt (Oberbürgermeister, Stadt Würzburg)

„Über 800 Würzburger Kindergartenkinder werden ab Herbst zu kleinen Helden bei der Corona- Bekämpfung. Das Ganze aber natürlich ohne dadurch einer Gefahr ausgesetzt zu sein, im Gegenteil: Es wird noch genauer hingeschaut, getestet und nachgefragt. Es geht darum, von den Kleinen, ihren Eltern und den Betreuerteams zu erfahren, wie sich Corona-Schutz-Maßnahmen in den Kinderbetreuungseinrichtungen am erfolgreichsten organisieren lassen. Hierbei kann man auch offen über Ängste und Unbehagen mit gewissen Abläufen sprechen. Bislang kam bei täglich neuen Vorgaben und Erkenntnissen diese psychische Komponente vielleicht zu kurz, deswegen unterstütze ich diese breit angelegte Studie.“ Dr. Hülya Düber (Jugend-, Familien- und Sozialreferat, Stadt Würzburg)

Kontakt

Prof. Dr. Oliver Kurzai, Lehrstuhl für Medizinische Mikrobiologie und Mykologie,
T +49 931 31-88007, oliver.kurzai@ uni-wuerzburg.de

Prof. Dr. Johannes G. Liese, Pädiatrische Infektiologie und Immunologie Universitäts-Kinderklinik, T +49 931 201-27725, liese_j@ ukw.de

 

Internetseite der Würzburger KiTa-Studie in der Covid19-Pandemie 

Artikel zum Thema im Magazin Klinikum & wir

Würzburger Universitäts-Kinderklinik Teil der Langzeitstudie Covid Kids Bavaria

Eine bayernweite Langzeitstudie wird die Öffnung von Kinderkrippen, Kindergärten und Grundschulen nach dem Corona-Lock-Down wissenschaftlich begleiten. Zu den teilnehmenden Forschungseinrichtungen zählt auch die Würzburger Universitäts-Kinderklinik.

 

Geht von Kinderbetreuungsstätten die Gefahr einer unkontrollierten SARS-CoV-2-Ausbreitung aus? Und welchen Einfluss hat die Covid-19-Pandemie auf die Kindergesundheit? Valide Antworten auf diese und weitere Fragen sucht die bayernweite Langzeitstudie „Covid Kids Bavaria“, die am 6. Juli 2020 im Beisein von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler offiziell gestartet wurde.

Bislang keine sicheren Erkenntnisse über die Infektiosität von Kindern

Durchgeführt wird das wissenschaftliche Vorhaben von den sechs bayerischen Universitätskinderkliniken – auch am Standort Würzburg. „In der Corona-Pandemie nimmt die Öffentlichkeit Kinder als häufige Virusträger wahr, wofür es bislang keinen wissenschaftlichen Beweis gibt“, sagt Prof. Dr. Christoph Härtel. Der Direktor der Kinderklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Gleichermaßen unerforscht sind die Folgen, welche die Schließung von Betreuungseinrichtungen, Spielplätzen und Sportstätten auf eine gesunde körperliche, psychische und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hat.“

Um hier Erkenntnisse zu gewinnen, wird in ganz Bayern ab September dieses Jahres an rund 150 per Zufallsprinzip ausgewählten Kinderkrippen, Kindergärten und Grundschulen getestet, wie viele Kinder und Betreuungskräfte infiziert sind und ob sie Symptome aufweisen. „Auch in Würzburg und der Region werden wir in den kommenden Wochen zahlreiche dieser Einrichtungen kontaktieren. Die Standorte orientieren sich an den Wahlkreisen, wodurch ein möglichst gleichmäßiges Bild entstehen soll“, erläutert Prof. Härtel, Direktor der Würzburger Universitäts-Kinderklinik. Anschließend werden nach seinen Worten die Sorgeberechtigten und Betreuer/innen per E-Mail über das Vorhaben informiert und um Einwilligung zur Studienteilnahme gebeten. Pro Einrichtungen sollen 18 Kinder und vier Betreuungspersonen einbezogen werden. „Die Teilnahme an den Testungen ist natürlich freiwillig. Insgesamt läuft die Studie selbstverständlich nach den höchsten Ethikstandards und völlig transparent ab“, versichert der Klinikdirektor.

Rachenabstriche bei Kindern und Betreuern

Voraussichtlich ab September dieses Jahres – mit Beginn des neuen Schuljahres – wird ein Team der Würzburger Universitäts-Kinderklinik unter der Leitung des Kinderarztes und Infektiologen Prof. Dr. Johannes Liese bei den Kindern und ihren Betreuern Rachenabstriche zu vier Zeitpunkten im Abstand von etwa vier Wochen durchführen. „Diese stichprobenartige Untersuchung sollte uns in die Lage versetzen, Infektionsketten aufzeigen und die Rolle der Kinder dabei beurteilen zu können“, hofft Prof. Liese.

Neben der Testung sollen standardisierte psychosoziale Fragebögen klären, ob und wie die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Kinder durch die Bedingungen der Corona-Pandemie beeinträchtigt ist. „In der Gesamtschau wird die Studie auch einen wissenschaftlichen Beleg dafür liefern, ob aufwändige Maßnahmen, wie Kontaktverbote und Schulschließungen, einen entscheidenden Beitrag zum bisher vergleichsweise sehr kontrollierten Verlauf der Pandemie in Deutschland hatten – oder nicht“, kündigt Prof. Liese an.

Das Ende der Studie ist für Januar 2021 vorgesehen. Die Datenauswertung soll voraussichtlich bis Ende März 2021 abgeschlossen sein. Der Freistaat finanziert die Kosten des Projekts mit einer Million Euro.

 

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Handgefertigte Masken bringen 1.000 Euro für die Würzburger Universitäts-Kinderklinik

Bei einer Spendenaktion für privat genähte Mund-Nasen-Schutzmasken kamen 1.000 Euro für die Station Seestern der Würzburger Universitäts-Kinderklinik zusammen.

Mit dem Fortschreiten der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen kam in diesem Frühjahr die Verpflichtung auf, in öffentlichen Bereichen Mund-Nasen-Schutzmasken zu tragen. Bedingt durch den weltweit riesigen Bedarf an medizinischen, aber auch einfachen Stoffmasken war es anfangs fast unmöglich, als Normalbürger überhaupt eine Maske zu bekommen. Immer mehr Nähbegeisterte griffen daher in die eigene Stofftruhe und begannen mit der Hilfe zur Selbsthilfe.

100 Masken für die BDZ – Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft
So auch Dagmar Steinschauer mit ihren beiden erwachsenen Töchtern Laura und Denise aus Sondheim im Grabfeld. Mutter Dagmar nähte zunächst Stoffmasken nur für die eigene Familie. Nach und nach kamen erste Anfragen aus der Ortschaft dazu. Ihre Tochter Denise ist Vorstandsmitglied im Ortsverband Mainfranken des BDZ – Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft. Sie erkannte, dass ihre Arbeitskolleginnen und -kollegen möglicherweise auch noch nicht ausreichend mit Masken versorgt sein könnten. Spontan bot sie hier ihre Hilfe an. Es kam die Idee auf, unter den Gewerkschaftsmitgliedern und unter den interessierten Mitarbeiter/innen ihrer Dienststelle beim Hauptzollamt Schweinfurt eine Anfrage zu starten, wer noch entsprechende Masken benötige. In der Folge gingen zahlreiche Bestellungen bei Familie Steinschauer ein, so dass am Ende allein für den Kollegenkreis von Denise Steinschauer rund 100 Masken zu nähen waren.
Dagmar Steinschauer saß Abend für Abend und in jeder freien Minute an ihrer Nähmaschine, um die Flut der Aufträge möglichst schnell abzuarbeiten. Nach gut einer Woche war ein Großteil der Masken fertig und konnte – meist durch kontaktlose Übergabe – an die „Kunden“ geliefert werden.
Bereits im Vorfeld der Nähaktion hatte sich die Vorstandschaft des BDZ Ortverbands Mainfranken mit Familie Steinschauer darauf verständigt, die Maßnahme auch für eine Benefizaktion zu nutzen. So wurde pro Maske eine freiwillige Spende von fünf Euro veranschlagt, wovon ein Euro auf die Materialkosten entfiel. Die verbleibenden vier Euro sollten einem guten Zweck dienen.

Familiärer Kontakt zur Kinderklinik

Da Laura Steinschauer als Kinderkrankenschwester auf der pädiatrischen Infektionsstation Seestern der Würzburger Universitäts-Kinderklinik tätig ist, schlug Familie Steinschauer vor, die Spendenaktion zugunsten dieser Station durchzuführen. Der BDZ Ortsverband Mainfranken und die Vorstandschaft beteiligten sich an der Spendenaktion mit 100 Euro. Ferner unterstützten viele Kolleginnen und Kollegen die Aktion mit Spenden, die weit über den vorgeschlagenen „Preis“ hinausgingen. Zusammen mit Einzelspenden von Zöllnern und Bekannten der Familie Steinschauer konnte nach rund zwei Wochen eine Spendensumme von 1.000 Euro verbucht werden.

1.000 Euro für Spielsachen und mehr

Johannes Koch, der Vorsitzende des BDZ Ortsverbands Mainfranken, und Denise Steinschauer überreichten den Spendenscheck an Prof. Dr. Johannes G. Liese und Privatdozent Dr. Henner Morbach. Die beiden Oberärzte der Kinderklinik bedankten sich herzlich für die wunderbare Idee und die großzügige Spende. Das Geld soll unter anderem für die Beschaffung von Spielsachen für die kleinen Patienten der Station Seestern und für die Neueinrichtung des Spielplatzes vor der Station verwendet werden.

 

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