Psychotherapie

Die Psychotherapie zählt neben der medikamentösen Therapie und den sogenannten Spezialtherapien, wie eine Kreativtherapie oder die Physiotherapie, zu den drei Eckpfeilern in der Behandlung psychischer Erkrankungen. In vielfältiger Art werden dabei der Patientin oder dem Patienten durch Vermittlung von Informationen, in Gesprächen, durch Entspannungsübungen oder mittels Verhaltenstraining Hilfestellungen an die Hand gegeben.

Was ist Psychotherapie?

Die Behandlung von psychischen Störungen oder seelischem Leid in Form psychologischer Methoden wird als Psychotherapie bezeichnet. Die zahlreichen Methoden und Techniken, die zur Verfügung stehen, werden jeweils nach Art der Erkrankung und individuell ausgesucht. Einzeln oder in einer Gruppe werden dabei Gespräche geführt mit dem Ziel, Sorgen und Nöte mitzuteilen, Informationen über die Krankheit auszutauschen, Entspannungsübungen zu vermitteln und zu lernen, mit der Krankheit umzugehen. Aber auch das Bewusstmachen von Verhaltensmustern und Denkstrukturen sowie Verhaltensübungen sind Mittel der Psychotherapie.

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)

Bei einigen psychischen Erkrankungen hat es sich bewährt, automatisierte und selbstschädigende Gedanken zu verändern. Dies geschieht, indem die unbewussten Denkstrukturen bewusst gemacht werden. Aus der Erkenntnis heraus lassen sich neue Denk- und Verhaltensmuster erarbeiten. Eine besondere Form ist das „Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy“ (CBASP-Konzept), das wir speziell chronisch depressiven Patientinnen und Patienten anbieten, damit sie ihre zwischenmenschlichen Beziehungen und ihre Interaktion mit anderen Menschen besser verstehen und anpassen können. 

Behandlungsspektrum der KVT

Insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Angst-, Zwangs- und Essstörungen, die schwerpunktmäßig auf der Station 5-Ost behandelt werden, hat sich die KVT bewährt. In Einzel- und Gruppentherapien umfasst das störungsspezifische Angebot:

  • Individuelle Verhaltensübungen
  • Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK)
  • Skillsgruppe
  • Stressbewältigungsgruppe
  • Angstbewältigungsgruppe
  • Zwangsgruppe
  • Essstörungsgruppe

Psychotherapeutische Gruppenangebote

An zieloffenen Gruppentherapien werden unter anderem angeboten:

Psychoedukation

Wichtig sind auch sogenannte störungsspezifische Psychoedukationsgruppen, die grundlegendes Wissen über die Erkrankung vermitteln. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass sowohl Betroffene als auch Angehörige umso besser mit der Erkrankung umgehen können, je mehr sie über Ursachen, Verlaufsformen und Therapiemöglichkeiten wissen. Bewährt haben sich Psychoedukationsgruppen bei Depression oder bipolarer Erkrankung, aber auch bei Psychoseerkrankungen.

Interpersonelle Psychotherapie (IPT)

Für Patientinnen und Patienten mit Depressionen bieten wir neben der KVT auch die Interpersonelle Psychotherapie (IPT) an, in der zwischenmenschliche Probleme emotional bearbeitet und die nötigen sozialen Fertigkeiten zur Bewältigung interpersoneller Konflikte entwickelt werden. Für einige Krankheitsbilder, wie beispielsweise bei der affektiven-bipolaren Erkrankung, finden störungsspezifische Gruppentherapien statt.  

Teilstationäre Behandlung

Seit 2009 können Psychotherapien zum Teil auch teilstationär angeboten werden. In der interdisziplinären Psychosomatischen Tagesklinik gibt es insgesamt 18 Behandlungsplätze.

 

 

Ansprechpartner

PD Dr. med. Dipl.-Psych.
Stefan Unterecker

Leitender Oberarzt

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Direktor: Prof. Dr. Jürgen Deckert

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Sekretariat:
PS_Sekr@ ukw.de

Prof. Dr. Jürgen Deckert
Deckert_J@ ukw.de

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Anschrift:

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums | Margarete-Höppel-Platz 1 | 97080 Würzburg | Deutschland