Illustrationsbild: Behandung der Bauchspeicheldrüse

Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse: Pankreatitis

Die Entzündung der Bauchspeicheldrüse wird auch als  Pankreatitis bezeichnet. Meist macht sich die akute Form als plötzlich einsetzende heftigste Bauchschmerzen bemerkbar und kann sich vorübergehend zu einem lebensbedrohlichen Krankheitsbild entwickeln. Die Behandlung erfolgt im Krankenhaus und erfordert oft eine intensivmedizinische Betreuung.

Was ist eine Pankreatitis?

Die akute Pankreatitis ist eine rasch aufflammende Entzündung der Bauchspeicheldrüse, meist infolge einer Gallenwegserkrankung, eines Gallensteins oder nach Alkoholkonsum. Bei heftigen Verläufen kommt es zum Gewebsuntergang von Teilen der Drüse oder zum Gesamtausfall. Gefürchtet wird vor allem das systemische inflammatorische Response-Syndrom (SIRS), das dem Verlauf einer Sepsis ähnelt, ohne dass eine Infektion zugrunde liegen muss.

Symptome

Typisch für eine Pankreatitis sind plötzlich einsetzende, heftige Schmerzen im Oberbauch, die meist mit starker Übelkeit oder Erbrechen einhergehen. Die Schmerzen strahlen charakteristischerweise in den Rücken aus, manchmal auch in die Brust oder ziehen sich gürtelförmig um den Körper. Die Bauchdecke ist angespannt, aber nicht ganz hart, was im Fachjargon als Gummibauch bezeichnet wird. Eine Kauerstellung verschafft geringe Erleichterung.

Diagnose

Die Diagnose lässt sich durch Laborwerte schnell sichern. Typischerweise kommt es zum rapiden Anstieg zweier Enzyme im Blut. Neben den erhöhten Werten von Amylase und Lipase lässt sich die Entzündung auch durch Ultraschall nachweisen. Zusätzlich ist noch eine weiterführende Diagnostik durch eine Computertomographie (CT) oder durch eine Spiegelung der Gallengänge (ERCP) erforderlich.

Therapie

Die intensivmedizinische Behandlung der Pankreatitis sichert Herz-Kreislauf-Funktionen und Atmung und kompensiert den Ausfall anderer Organe. Darüber hinaus werden schmerzstillende Medikamente gegeben und der Flüssigkeitsverlust sowie der Mangel an Elektrolyten über Infusionen ausgeglichen. Bei verzögerten Verläufen versorgt eine Sonde, die über die Speiseröhre und den Magen in den Dünndarm gelegt wird, den Körper mit wichtigen Nährstoffen. Manchmal ist außerdem eine vorübergehende Insulin-Zufuhr zur Regulierung des Zuckerstoffwechsels erforderlich. Sobald wie möglich erfolgt ein allmählicher Kostaufbau.

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