Hämodialyse

Die Hämodialyse oder Blutwäsche ist das gängigste Verfahren, um die Nierenfunktion bei Versagen der Organe zu ersetzen. Die Nephrologie des Universitätsklinikums Würzburg verfügt über eine eigene Hämodialyseabteilung mit 15 Plätzen für stationäre oder teilstationäre Patientinnen und Patienten und stellt die akute Dialyse auf den Intensivstationen sicher.

Wie funktioniert die Hämodialyse?

Bei der Hämodialyse wird das Blut außerhalb des Körpers gereinigt. Dabei wird es über eine Maschine und durch einen Filter gepumpt. Dieser Dialysator besteht aus vielen tausend kleinsten Kapillaren, die mit Poren durchsetzt sind und von einer Flüssigkeit umspült werden. Durch das Konzentrationsgefälle fließen die Schadstoffe aus dem Blut durch die Poren in das Spülmedium und werden damit entsorgt. Die dem Blut entzogene Flüssigkeit und der Verlust wichtiger Blutsalze, die ebenfalls ausgetreten sind, werden durch eine individuell abgestimmte Lösung ersetzt. Das gereinigte Blut wird dem Organismus wieder zugeführt.

Hämofiltration und Hämodiafiltration

Bei der Hämofiltration als Variante der klassischen Hämodialyse werden die zu beseitigenden Substanzen des Blutes nicht über die Spüllösung entfernt, sondern mit Druck durch eine bestimmte Porengröße gepresst. Während die großen Moleküle wie Blutkörperchen und Proteine die Membrane nicht passieren können, werden Elektrolyte, Harnstoffe oder Kreatinin abfiltriert. Die Hämodiafiltration ist eine Mischung aus beiden Verfahren.

Blutreinigungsverfahren

Bei Autoimmunerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und zuweilen auch bei Vergiftungen kommen verschiedene Blutreinigungsverfahren zum Einsatz. Bei der Plasmapherese, Immunadsorption, Lipidapherese oder der Hämoperfusion wird das Blutplasma über spezielle Filter von krankmachenden Faktoren wie beispielsweise Antikörpern, Cholesterinpartikeln oder Giftstoffen gereinigt. Speziell für die Lipidapherese, bei der Blutfette aus dem Blut entfernt werden, stehen zwei eigene Plätze zur Verfügung.

Dauer und Häufigkeit

Die Hämodialyse wird drei bis vier Mal pro Woche durchgeführt und dauert etwa vier bis fünf Stunden. Während dieser Zeit kann man auch lesen, essen oder am Computer arbeiten. Dennoch ist eine regelmäßige Dialyse mit einem hohen Zeitaufwand verbunden, der manchmal mit einem normalen Berufsleben nicht vereinbar ist. Deshalb gibt es in besonderen Fällen die Möglichkeit der Heim-Hämodialyse oder der Nachtdialyse. Alternativ kann auch die Peritonealdialyse eingesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Informationsblatt zur Hämodialyse.

Shunt

Eine Hämodialyse setzt einen ausreichenden Blutfluss voraus. Dieser ist durch eine normale Vene nicht gegeben. Bei regelmäßig erforderlicher Dialyse wird deshalb ein sogenannter Shunt, ein Kurzschluss zwischen Arterie und Vene, gelegt. In einer Operation wird, meist in Lokalanästhesie, eine Hautvene auf eine Armarterie genäht. Der hohe Druck der Arterie weitet die Vene innerhalb von Wochen bis Monaten dann so auf, dass sie jederzeit leicht punktiert werden kann und genügend Blut liefert. In den meisten Fällen kann ein Dialyseshunt über viele Jahre verwendet werden.

Dialysekatheter

Wenn sich keine geeigneten Gefäße finden lassen oder ein unverzügliches Handeln erforderlich ist, stehen mehrere unterschiedliche Kathetersysteme für die Dialyse zur Verfügung. Diese werden in die obere große Hohlvene vorgeschoben. Der am häufigsten eingesetzte Katheter, der Shaldonkatheter, wird über die äußere Halsvene eingeführt. Aufgrund der großen Infektionsanfälligkeit bei Kathetern wird der Shunt als Dauerlösung meist bevorzugt.

Ansprechpartner

Dialyseabteilung:
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Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

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Freitag 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr

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