Nierenschwäche bei Diabetes und Bluthochdruck

Zu hoher Blutzucker und zu hoher Blutdruck beeinflussen Entstehung und Fortschreiten einer chronischen Nierenschwäche maßgeblich. Beides schädigt schleichend und unbemerkt die Gefäßwände in den Nieren. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist wichtig, um den Verlauf positiv zu beeinflussen.

In den Industriestaaten und somit auch in Deutschland sind die häufigsten Ursachen für eine chronische Nierenschwäche Bluthochdruck und Diabetes. Besonders gefährlich ist es, wenn beide Erkrankungen zusammenkommen, was oft der Fall ist. Da weder das eine noch das andere anfänglich Symptome bereitet, ist bei Diagnosestellung die Niere in ihrer Funktion oft bereits eingeschränkt.

Niere und Bluthochdruck

Bluthochdruck kann sowohl Ursache als auch Folge einer chronischen Nierenschwäche sein. Wenn einerseits der Blutdruck konstant zu hoch ist, verhärten und verengen sich die feinen Gefäße in der Niere. Durch die gefäßbedingte oder vaskuläre Nierenschädigung wird die Nierendurchblutung beeinträchtigt und Nierengewebe geht zugrunde. Andererseits werden bei nachlassender Nierenfunktion vermehrt blutdrucksteigernde Hormone gebildet und zu wenig Wasser aus dem Körper ausgeschieden. Beides lässt den Blutdruck weiter ansteigen und führt unbehandelt zum Nierenversagen.

Diabetische Nephropathie

Eine schlecht eingestellte oder unbemerkte Zuckerkrankheit führt zu einer Wandverdickung in den kleinen Nierengefäßen. Dies behindert den Blutfluss und damit den Nährstofftransport zu den Organen. Die Nierenkörperchen werden geschädigt und mit ihnen auch die Filterfunktion der Nieren. Die Filter werden schleichend durchlässiger: Eiweißpartikel schlüpfen durch die Gefäßwände hindurch und wandern in den Urin. Der Nachweis von Albumin im Urin gilt als erstes Alarmzeichen für eine Nierenschädigung infolge Diabetes und wird als diabetische Nephropathie oder diabetische Glomerulosklerose bezeichnet.

Diagnose

Bei langjährigem Diabetes oder Bluthochdruck deuten folgende Befunde auf eine chronische Nierenschwäche hin:

  • Albuminnachweis im Urin
  • Eiweiß im Urin
  • erhöhtes Kreatinin im Blut

Therapie

Eine Normalisierung der Blutzuckerwerte und Blutdruckwerte kann das Fortschreiten der diabetischen und der vaskulären Nephropathie aufhalten. Als wichtigste Maßnahme gilt deshalb die möglichst exakte Einstellung des Zuckers sowie des Bluthochdrucks auf Werte unter 140/90 mmHg. In Zusammenarbeit mit der Endokrinologie und der Stoffwechselambulanz hier im Haus gewährleisten wir unter besten Voraussetzungen die optimale Therapie.

Kontakt, Öffnungszeiten, Sprechzeiten

Öffnungszeiten:

Sekretariat:
Montag bis Donnerstag 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Freitag 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr

Sprechzeiten Nephrologische Ambulanz:
Montag bis Freitag 08:00 Uhr bis 11:00 Uhr nach telefonischer Voranmeldung

Telefon:

Chefsekretariat:
Elke Frohmüller
Telefon: +49 931 201-39301
E-Mail: frohmuelle_e@ ukw.de

Sekretariat:
Christine Emmerling
Telefon: +49 931 201-39300
E-Mail: emmerling_c@ ukw.de

Stefanie Schiborr
Telefon: +49 931 201-39300
E-Mail: schiborr_s@ ukw.de

Oberarzt-Hotline:
Telefon: +49 931 201-39 930

E-Mail:

nephrologie@ukw.de

Fax:

+49 931 201-639300


Anschrift:

Medizinische Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums Zentrum Innere Medizin (ZIM) |  Oberdürrbacher Straße 6 | Haus A3 | 97080 Würzburg | Deutschland