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Eine der höchsten Ehrungen der Wissenschaft: Stefan Frantz wird Mitglied in der Leopoldina

Der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Universitätsklinikum Würzburg wurde in die Nationale Akademie der Wissenschaften aufgenommen

Porträt von Stefan Frantz, der dunkles Sacko, hellblaues Hemd und Fliege trägt
Prof. Dr. Stefan Frantz, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am UKW zählt nun zum Kreis der Mitglieder der Nationalen Akademie der Wissenschaften. © Thomas Berberich / UKW

Würzburg. Die Mitgliedschaft in der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist eine der wichtigsten Auszeichnungen in der Wissenschaft. Für seine herausragenden Beiträge zur Herz-Kreislauf-Forschung wählte das Präsidium nun Prof. Dr. Stefan Frantz als neues Mitglied in ihre Reihen. Der Aufnahme gingen die Nominierung durch ein bestehendes Mitglied sowie eine mehrstufige Prüfung seiner wissenschaftlichen Exzellenz voraus.

Mit der Aufnahme in die Leopoldina gehört der Kardiologe und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Universitätsklinikum Würzburg (UKW)  nun auch offiziell zu den führenden Wissenschaftlern seines Fachgebiets. Der 1652 gegründeten Gelehrtengesellschaft gehören derzeit insgesamt 1.751 Mitglieder aus Deutschland und der Welt an, die sich in verschiedenen Klassen und Fachsektionen engagieren. Gemeinsam verfolgen sie die beiden übergeordneten Aufgaben der Leopoldina: die Vertretung der deutschen Wissenschaft im Ausland und die Beratung von Politik und Öffentlichkeit.

Stefan Frantz: „Die Aufnahme in die Leopoldina ist für mich eine große Ehre und Auszeichnung. Besonders spannend finde ich die Möglichkeit, gemeinsam mit einer hochkarätigen, internationalen Gemeinschaft von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Fachgrenzen hinweg an wichtigen Zukunftsthemen zu arbeiten. Die beratende Funktion der Leopoldina für Politik und Gesellschaft bietet die Chance, wissenschaftliche Erkenntnisse in gesellschaftlich relevante Empfehlungen einfließen zu lassen. Mich reizt dabei vor allem der interdisziplinäre Ansatz, etwa wenn Themen wie Hitze und Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Heilung aus der Perspektive von Kardiologie, Dermatologie und weiteren Disziplinen gemeinsam betrachtet werden. Dass die Akademie ihren Sitz in Halle an der Saale hat, wo ich drei Jahre lang als Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III tätig war, schafft für mich zudem eine besondere persönliche Verbindung.“

Der Kardiologe wird sich in der Leopoldina in der Fachsektion „Innere Medizin und Dermatologie“ engagieren. Als Herz-Kreislauf-Forscher beschäftigt er sich insbesondere mit kardiovaskulären Schnittstellen – also den Wechselwirkungen zwischen Herz, Immunsystem, Gehirn und weiteren Organsystemen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Mechanismen der Heilung und des Remodelings nach einem Myokardinfarkt sowie deren Bedeutung für die Entstehung und Progression der Herzinsuffizienz.

Werdegang von Prof. Dr. Stefan Frantz 

Stefan Frantz wurde 1970 in Freiburg im Breisgau geboren. Nach Schuljahren in Stuttgart und Paris legte er 1989 in München das Abitur ab. Sein Medizinstudium begann er mit einem Stipendium der Bayerischen Hochbegabtenförderung an der Universität Regensburg und setzte es nach dem Physikum an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU)  fort. Bereits seine Promotion im Jahr 1996 legte den Grundstein für seine translationale Forschung zu metabolischen Mechanismen kardiovaskulärer Erkrankungen und deren therapeutischer Modulation.

Von 1998 bis 2000 forschte Frantz mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Boston (USA). Anschließend kehrte er an das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) zurück, wo er seine Facharztausbildung absolvierte. 2005 erlangte er die Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin, ein Jahr später habilitierte er sich und erhielt die Venia Legendi. Es folgten die Schwerpunktbezeichnung Kardiologie sowie die Zusatzbezeichnung Intensivmedizin.

2007 wurde Frantz Oberarzt auf der Intensivstation, 2009 übernahm er die Leitung der Zentralen Notaufnahme und Aufnahmestation. Weitere Meilensteine sind die W2-Professur für „Translationale Forschung“ (2011), die Direktion der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) von 2014 bis 2017 sowie seit 2017 die Direktion der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am UKW.

Darüber hinaus engagiert sich Frantz in zahlreichen wissenschaftlichen Leitungsfunktionen. Er ist stellvertretender Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) sowie des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung (IZKF). Von 2021 bis 2025 war er stellvertretender Ärztlicher Direktor des UKW, seit 2026 ist er stellvertretender Dekan der Medizinischen Fakultät.

Zu den wichtigsten Meilensteinen seiner Karriere zählen die Mitgründung des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz sowie die erfolgreiche Einwerbung des Sonderforschungsbereichs SFB 1525, dessen Sprecher er seit 2022 ist.

Stefan Frantz ist verheiratet, Vater von drei Kindern und lebt mit seiner Familie in Würzburg.

Über die Leopoldina 

Charles Darwin, Marie Curie, Albert Einstein, aber auch Emmanuelle Charpentier, Christiane Nüsslein-Volhard, Svante Pääbo und Harald zur Hausen - sie alle waren oder sind Mitglieder der Leopoldina. Die Nationale Akademie der Wissenschaften zählt zu den ältesten und renommiertesten Wissenschaftsakademien der Welt. Als „Academia Naturae Curiosorum" 1652 in Schweinfurt gegründet, beschäftigten sich die ersten Mitglieder der „Akademie der Naturforscher“ vor allem mit medizinischen und naturwissenschaftlichen Fragen und trugen wesentlich zur wissenschaftlichen Aufklärung bei. Bis heute steht die Leopoldina, die seit 1878 ihren Hauptsitz in Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) hat, für wissenschaftliche Exzellenz und interdisziplinären Austausch. Um ihre Stärke der Akademie zu erhalten, wählt die Leopoldina jedes Jahr in einem mehrtägigen Auswahlverfahren etwa 50 neue Mitglieder. Die Mitglieder sind in Fachsektionen organisiert, die wiederum vier Klassen mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin sowie Verhaltens-, Sozial- und Geisteswissenschaften zugeordnet sind. Unabhängig von wirtschaftlichen oder politischen Interessen erarbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gesellschaftlich relevante Zukunftsthemen und beraten die deutsche Politik und internationale Institutionen in wichtigen Fragen. Ihre Stellungnahmen zu Themen wie Gesundheit, Klimawandel oder Technologie haben großes Gewicht. Darüber hinaus setzt sich die Leopoldina für die Achtung der Menschenrechte ein. 

Porträt von Stefan Frantz, der dunkles Sacko, hellblaues Hemd und Fliege trägt
Prof. Dr. Stefan Frantz, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am UKW zählt nun zum Kreis der Mitglieder der Nationalen Akademie der Wissenschaften. © Thomas Berberich / UKW

Kardioneuroablation – neues Therapieangebot bei langsamem Herzschlag

Patientinnen und Patienten mit plötzlichen Herzschlagpausen, Ohnmachtsanfällen oder einem dauerhaft zu langsamen Puls mussten bislang häufig mit einem Herzschrittmacher versorgt werden. Am Uniklinikum Würzburg steht seit diesem Frühjahr mit der Kardioneuroablation nun ein innovatives Katheterverfahren zur Verfügung, das in ausgewählten Fällen eine Alternative zur Schrittmacher-Implantation sein kann.

 

Graphik in 3D-Darstellung eines linken Herzovorhofs.
In der 3D-Darstellung des linken Herzvorhofs kennzeichnen die violett markierten Bereiche Regionen mit Nervengeflechten des parasympathischen Nervensystems. Die runden violetten Markierungen zeigen das rechte obere Nervengeflecht. Die roten Punkte markieren Stellen, an denen während des Eingriffs gezielt Gewebe verödet wurde, um krankhafte elektrische Signale zu unterbrechen und die Aktivität der Nervengeflechte zu beeinflussen. © UKW

Würzburg. Das Herz wird in seiner eigenen elektrischen Aktivität vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Insbesondere der sogenannte Parasympathikus – oft auch als „Ruhenervensystem“ bezeichnet – kann den Herzschlag verlangsamen. Bei manchen Menschen geschieht dies situativ so stark, dass es zu ausgeprägten Pulsverlangsamungen, Herzschlagpausen oder sogar Ohnmachtsanfällen kommt. Man spricht dann von bradykarden Herzrhythmusstörungen.

Für diese Patientinnen und Patienten bietet das Uniklinikum Würzburg (UKW) seit diesem Frühjahr die Kardioneuroablation an – ein modernes elektrophysiologisches Verfahren, das gezielt in die nervale Steuerung des Herzens eingreift. Dabei werden bestimmte Nervenknotenpunkte – sogenannte Ganglien – verödet, die den bremsenden Einfluss des Parasympathikus auf das Herz vermitteln. Ziel ist es, die Herzfrequenz dauerhaft zu stabilisieren und Beschwerden zu lindern. 

„Die Kardioneuroablation eröffnet ausgewählten Patientinnen und Patienten eine neue Behandlungsmöglichkeit, bei denen bislang häufig nur die Implantation eines Herzschrittmachers infrage kam“, erläutert Prof. Dr. Thomas Fischer. Der Leiter der interventionellen Elektrophysiologie an der Medizinischen Klinik I des UKW fährt fort: „Insbesondere jüngere Betroffene können von diesem Verfahren profitieren, wenn ihre Beschwerden durch eine übermäßige Aktivität des Parasympathikus verursacht werden.“

Wenn das Nervensystem das Herz ausbremst

Anders als bei klassischen Ablationsverfahren, die vor allem schnelle Herzrhythmusstörungen behandeln, richtet sich die Kardioneuroablation gezielt gegen die Ursachen bestimmter langsamer Herzrhythmusstörungen. Zu den möglichen Einsatzgebieten zählen wiederkehrende Ohnmachtsanfälle (Synkopen), plötzliche Herzschlagpausen sowie ein dauerhaft zu langsamer Herzschlag, der Beschwerden wie Schwindel, Leistungsminderung oder Erschöpfung verursacht. 

Voraussetzung ist eine sorgfältige Diagnostik, um festzustellen, ob die Beschwerden tatsächlich durch eine übermäßige parasympathische Steuerung des Herzens ausgelöst werden.

Hochauflösende Bildgebung ermöglicht präzise Therapie

Für die Planung des Eingriffs nutzt das UKW modernste Bildgebungstechnologien. Mithilfe eines hochauflösenden Photonen-Computertomographen werden die Bereiche sichtbar gemacht, in denen sich die relevanten Nervengeflechte befinden. Diese Bilddaten werden anschließend mit einer während des Eingriffs erstellten Landkarte des Herzens fusioniert. Dadurch können die Ärztinnen und Ärzte die Zielregionen präzise lokalisieren und behandeln. 

Der Eingriff erfolgt über Katheter, die über die Leistenvene zum Herzen vorgeschoben werden. Der Zugangsweg ähnelt dem einer Ablation bei Vorhofflimmern. Die zu behandelnden Nervengeflechte liegen überwiegend im linken Vorhof sowie im Übergangsbereich zwischen rechtem und linkem Vorhof. Nach der Verödung nimmt der hemmende Einfluss des Parasympathikus ab, wodurch sich die Herzfrequenz dauerhaft erhöhen kann. Das Risiko des Eingriffs gilt als gering. 

„Die Kardioneuroablation ersetzt den Herzschrittmacher nicht grundsätzlich“, betont Fischer. „Sie ermöglicht es uns aber, bestimmten Patientinnen und Patienten eine individuellere Behandlung anzubieten.“ Mit der Einführung des Verfahrens baut das UKW sein Spektrum in der modernen Herzrhythmusmedizin weiter aus und gehört zu den wenigen Zentren, die diese noch vergleichsweise junge Therapieform in Deutschland anbieten.

Text: Pressestelle / UKW
 

Graphik in 3D-Darstellung eines linken Herzovorhofs.
In der 3D-Darstellung des linken Herzvorhofs kennzeichnen die violett markierten Bereiche Regionen mit Nervengeflechten des parasympathischen Nervensystems. Die runden violetten Markierungen zeigen das rechte obere Nervengeflecht. Die roten Punkte markieren Stellen, an denen während des Eingriffs gezielt Gewebe verödet wurde, um krankhafte elektrische Signale zu unterbrechen und die Aktivität der Nervengeflechte zu beeinflussen. © UKW

Kunstwerke bereichern die Kardiologische Ambulanz

Vom 18. Juni bis zum 31. Dezember 2026 zeigt die Kunstausstellung „Berührungspunkte“ in der Kardiologischen Ambulanz der Medizinischen Klinik I des Uniklinikums Würzburg Gemälde von Claudia Grehn und Simone Rössler sowie Fotografien von Johannes Landstorfer.

Claudia Grehn
Simone Rössler
Johannes Landstorfer

Würzburg. Die Klinik für Innere Medizin I des Uniklinikums Würzburg setzt die Ausstellungsreihe „Kunst im ZIM“ fort. Als Galerie dienen erneut die Räume der Kardiologischen Ambulanz im Zentrum für Innere Medizin (ZIM, Haus A3, Ebene -2) an der Oberdürrbacher Straße. Unter dem Titel „Berührungspunkte“ bringt die Schau dieses Mal zwei Malerinnen und einen Fotografen zusammen.

Claudia Grehn aus Berlin erschafft mit Pinsel, Spachtel und bloßen Händen vielschichtige abstrakte Werke in kräftigen Farben. Inspiriert wird sie dabei von der Natur und der emotionalen Welt.

Die Malerei von Simone Rössler ist voller Bewegung und Gefühl. Die Künstlerin aus dem Taubertal nutzt fließende und gespachtelte Techniken für energetische und dynamische Kompositionen.

Einen Gegenpol hierzu bilden die sachlichen Aufnahmen des Würzburger Fotografen Johannes Landstorfer. Die ausgestellten Motive stammen aus der Serie „Luxus – eine visuelle Untersuchung“, die im Rahmen seiner Masterarbeit entstand. Zu sehen sind fragmentarische Blicke in Auslagen luxuriöser Boutiquen, reduziert auf grafische Elemente, Strukturen und Gestaltung.

Vernissage am 18. Juni 2026

Die Schau wird am Donnerstag, 18. Juni 2026, um 18:30 Uhr mit einer Einführung der Kunsthistorikerin Maria Schabel eröffnet. Musikalisch begleitet die Grazer Harfenistin Lotte Krüger die kostenlose Veranstaltung. 

Die Ausstellung läuft bis 31. Dezember dieses Jahres und ist täglich von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

 

Text: Pressestelle / UKW

Claudia Grehn
Simone Rössler
Johannes Landstorfer

Doppelte Auszeichnung für Würzburger Endokrinologie

DGE ehrt Hanna Remde und Mario Detomas vom UKW für wegweisende Forschung zu Nebennierentumoren und Hypophysenerkrankungen

Preisträgerin mit Urkunde auf der Bühne, links steht Martin Fassnacht, rechts von ihr Jan P. Tuckermann mit Krücken.
Preisträgerin Dr. Hanna Remde mit dem amtierenden Präsidenten der DGE, Prof. Jan P. Tuckermann (rechts), und dem designierten Präsidenten der DGE, Prof. Martin Fassnacht. © M. Then, Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
Preisträger Dr. Mario Detomas mit Urkunde auf der Bühne, rechts steht  Prof. Jan P. Tuckermann auf Krücken, links von ihm Prof. Martin Fassnacht.
Preisträger Dr. Mario Detomas mit dem amtierenden Präsidenten der DGE, Prof. Jan P. Tuckermann (rechts), und dem designierten Präsidenten der DGE, Prof. Martin Fassnacht. © M. Then, Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)

Im Rahmen des 69. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie, der vom 11. bis zum 13. März 2026 in Weimar stattfand, wurden zwei Clinician Scientists des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) ausgezeichnet. Dr. Hanna Remde erhielt den Anke Mey-Preis für ihre Forschung zu malignen Nebennieren-Erkrankungen. Dr. Mario Detomas wurde für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit zur Herzbeteiligung bei der seltenen hormonellen Erkrankung Akromegalie mit dem Ernst und Berta Scharrer-Preis gewürdigt. Beide Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. 

Würzburg. Exzellente Forschung beginnt oft mit Neugier, Engagement und innovativen Ideen. Wissenschaftspreise können diese Entwicklungen fördern und sind gerade für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler eine wichtige Anerkennung ihrer Leistung und zugleich eine große Motivation. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) würdigt das Potenzial junger Forscherinnen und Forscher und zeichnete auch dieses Jahr auf ihrem 69. Kongress für Endokrinologie, der vom 11. bis 13. März in Weimar stattfand, erneut herausragende Arbeiten aus. Zwei Preise gingen an junge Forschende vom Würzburger Lehrstuhl für Endokrinologie und Diabetologie. Dr. Hanna Remde erhielt den Anke Mey-Preis für ihre retrospektive, multizentrische, europäische Kohortenstudie zum metastasierten Phäochromozytom und Paragangliom. Dr. Mario Detomas erhielt für seine Forschung zu Veränderungen des Herzens und seiner Funktion in einem Mausmodell der Akromegalie den Ernst und Berta Scharrer-Preis

Anke Mey-Preis der DGE für maligne Nebennieren-Erkrankungen

Da Anke Mey selbst von einer malignen Nebennierenerkrankung genesen ist, liegt ihr die Unterstützung der Forschung auf diesem Gebiet besonders am Herzen. Mit dem Stiftungspreis sollen die zugrunde liegenden Pathomechanismen erforscht und neue therapeutische Ansätze entwickelt werden, um die Behandlungsmöglichkeiten für betroffene Patientinnen und Patienten zu verbessern. Zu diesen seltenen Erkrankungen zählen auch metastasierte Phäochromozytome und Paragangliome (mPPGL). Für diese besonders seltene Tumorform sind in Europa bislang noch keine zugelassenen Therapien verfügbar.

Hanna Remde, Fachärztin für Innere Medizin in der von Prof. Dr. Martin Fassnacht geleiteten Endokrinologie am Uniklinikum Würzburg (UKW), hat mit ihrem Team eine der größten Therapiestudien beim mPPGL überhaupt auf die Beine gestellt. Im Fokus stand Temozolomid, ein als Tablettenform verabreichtes Chemotherapeutikum.  „Zwei kleine Studien deuteten auf eine Wirksamkeit bei mPPGL hin, zeigten jedoch widersprüchliche Ergebnisse im Hinblick auf das Therapieansprechen bei Patientinnen und Patienten mit und ohne SDHx-Varianten“, berichtet Hanna Remde. SDHx steht für mehrere Gene, die für die Bestandteile der Succinatdehydrogenase kodieren. Dabei handelt es sich um einen Enzymkomplex in den Mitochondrien, der eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel spielt. Viele mPPGL sind mit genetischen Veränderungen assoziiert, die die Krankheitsentwicklung fördern. Am häufigsten sind hierbei Varianten in den SDHx Genen. 

Temozolomid bei metastasiertem Phäochromozytom und Paragangliom und die Relevanz von SDHx Varianten - Ergebnisse einer retrospektiven multizentrischen europäischen Kohortenstudie

„Ziel unserer Arbeit war es, die Sicherheit und Wirksamkeit von Temozolomid bei mPPGL zu überprüfen und den Einfluss von SDHx-Varianten auf das Therapieansprechen zu untersuchen“, erklärt Hanna Remde. Mithilfe des Europäischen Netzwerks für die Untersuchung von Nebennierentumoren (ENS@T) konnte sie retrospektiv 71 mit Temozolomid behandelte Patientinnen und Patienten mit mPPGL aus 15 europäischen Referenzzentren zusammentragen. Bei 28 Prozent von ihnen zeigte sich ein objektives Therapieansprechen, das heißt, die Tumorläsionen gingen teilweise oder ganz zurück. Bei 72 Prozent wurde eine Therapiekontrolle verzeichnet, das heißt, die Erkrankung blieb mindestens stabil. Ein Therapieansprechen war unabhängig vom SDHx-Status möglich, wenngleich Patientinnen und Patienten mit SDHx-Varianten häufiger ansprachen. „Temozolomid ist demnach eine Therapieoption, die sich mit anderen häufig eingesetzten Medikamenten messen kann“, resümiert Hanna Remde. 

Ernst und Berta Scharrer-Preis der DGE für neuroendokrinologische Forschung

Die Entdeckung, dass auch Nervenzellen bestimmte Substanzen absondern können, die den Hormonen endokriner Drüsenzellen ähneln, geht auf Berta Scharrer (1906-1995) zurück. Sie war eine Pionierin der neuroendokrinologischen Forschung. Ihre Arbeiten legten den Grundstein für das Verständnis der neuroendokrinen Signalübertragung.  Die Wechselwirkungen zwischen Nervensystem und Hormonsystem spielten auch im Forschungsprojekt von Dr. Mario Detomas eine Rolle. Während seiner Weiterbildung in der Endokrinologie am UKW forschte er an der Queen Mary University of London (QMUL) in der Arbeitsgruppe von Prof. Marta Korbonits zur Hypothalamus-Hypophysen-Achse bei Akromegalie und zu genetischen Mechanismen so genannter pituitärer Erkrankungen, also Krankheiten der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse). 

Kardiales Remodeling und Herzfunktion in einem AIP-Knockout-Mausmodell der Akromegalie: Einfluss von Somatostatin-Analoga der ersten und zweiten Generation

Akromegalie ist eine seltene Krankheit, bei der der Körper zu viel Wachstumshormon produziert. In einem Teil der Fälle, insbesondere bei genetisch bedingten Formen, spielt das AIP-Gen (Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor-Interaktionsprotein) eine wichtige Rolle. Das AIP-Protein beeinflusst verschiedene Signalwege in den Zellen der Hypophyse und hilft dabei, das Wachstum der Hypophysenzellen, die Hormone produzieren, zu kontrollieren. Es wirkt also wie eine Bremse für das Wachstum dieser Zellen. Fehlt diese Bremse, kann dies zu Hypophysentumoren und einer vermehrten Hormonproduktion führen – eine Ursache für Akromegalie. Diese kann wiederum langfristig zu Veränderungen an verschiedenen Organen, besonders am Herzen, führen.   

„In unserer Arbeit haben wir ein genetisch definiertes Mausmodell mit hypophysenspezifischem Verlust des AIP-Gens untersucht. Dieses Modell bildet die für Akromegalie typischen Hypophysentumoren und die daraus resultierende kardiovaskuläre Beteiligung in einer dem Menschen ähnlichen Weise nach“, erläutert Mario Detomas. Die Tiere entwickelten die für Akromegalie typischen Herzprobleme, darunter eine Verdickung des Herzmuskels und Vernarbungen. Diese Veränderungen konnten durch zwei Medikamente aus der Akromegalie-Therapie, sogenannte Somatostatin-Analoga, abgemildert werden.  Besonders interessant war laut Detomas der direkte Vergleich der Somatostatin-Analoga: „Obwohl Pasireotid den Hormonüberschuss stärker beeinflusste, zeigte Octreotid mindestens vergleichbare, teilweise sogar günstigere Effekte auf das Herzgewebe. Das spricht dafür, dass der Schutz für das Herz nicht allein durch die Senkung der Hormonwerte (GH und IGF-1) wirkt, sondern möglicherweise auch direkt am Herzgewebe.“ 

Die Ergebnisse tragen insgesamt dazu bei, die Herzbeteiligung bei Akromegalie besser zu verstehen und langfristig Behandlungsmethoden zu entwickeln, die sowohl die Hormone als auch das Herz gezielt schützen. Als nächsten Schritt möchte das Team die Effekte der Somatostatin-Analoga auf translationaler Ebene genauer untersuchen und gezielt prüfen, inwieweit sich diese Befunde auf den Menschen übertragen lassen.

Förderungen 

Beide Forschenden wurden durch das Clinician-Scientist-Programm RISE der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) sowie durch die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung (ELHKS) gefördert. Mario Detomas erhielt zusätzliche Förderungen durch den Rolf Gaillard FEEL-UEMS Award 2024 sowie den EYES-ROP Award der European Young Endocrinologists and Scientists (EYES). Hanna Remdes Forschung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Sonderforschungsbereichs SFB TRR 205: Die Nebenniere: Zentrales Relais in Gesundheit und Krankheit (Förderkennzeichen 314061271-TRR/CRC 205-1/2) unterstützt. 

Text: Kirstin Linkamp / Wissenschaftskommunikation

Preisträgerin mit Urkunde auf der Bühne, links steht Martin Fassnacht, rechts von ihr Jan P. Tuckermann mit Krücken.
Preisträgerin Dr. Hanna Remde mit dem amtierenden Präsidenten der DGE, Prof. Jan P. Tuckermann (rechts), und dem designierten Präsidenten der DGE, Prof. Martin Fassnacht. © M. Then, Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)
Preisträger Dr. Mario Detomas mit Urkunde auf der Bühne, rechts steht  Prof. Jan P. Tuckermann auf Krücken, links von ihm Prof. Martin Fassnacht.
Preisträger Dr. Mario Detomas mit dem amtierenden Präsidenten der DGE, Prof. Jan P. Tuckermann (rechts), und dem designierten Präsidenten der DGE, Prof. Martin Fassnacht. © M. Then, Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE)

Genetische Herzmuskelerkrankung ARVC: Experten, Ärzte und Betroffene im Austausch

ARVC erkennen, verstehen, behandeln und mit der seltenen Herzmuskelerkrankung leben: Hochkarätiges Fach- und Patientensymposium in Würzburg

Die meisten Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats des Vereins ARVC-Selbsthilfe e.V. bereichern die Würzburger Symposien zu Arrhythmogenen Kardiomyopathien am 6./7. März 2026 mit ihrer Expertise. Der Sprecher des Beirats, Eric Schulze-Bahr vom Universitätsklinikum Münster (hintere Reihe, 2. v. r.) moderiert gemeinsam mit Brenda Gerull (vordere Reihe, links) das Ärztesymposium. Die Düsseldorfer Sportkardiologin Susanne Berrisch-Rahmel (vorne rechts) referiert zum Beispiel über den jungen athletischen Patienten, Grundlagenforscherin. Larissa Fabritz vom UKE (hinten links) spricht u. a. über medikamentöse Therapien. Hendrik Milting (vorne, Mitte) aus Bad Oeynhausen beleuchtet die genetische Diagnostik. Eimo Martens aus München (2. Reihe, links) stellt bei dem von Ruth Biller (2. v.r.) organisierten ARVC-Symposium ICDs vor, Matthias Paul aus Münster (2. Reihe, 2. v.l.) leitet einen Workshop zu ARVC-Basics. © Andreas Reiter

Rund um den Tag der Seltenen Erkrankungen laden das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz und die ARVC-Selbsthilfe e. V. zu zwei kostenfreien Symposien über Arrhythmogene Kardiomyopathien in Würzburg ein - mit aktuellen Erkenntnissen zu Diagnostik und Therapie der seltenen, genetisch bedingten Herzmuskelerkrankung und Prävention des plötzlichen Herztods.

Würzburg. Wenn das Herz aus dem Takt gerät oder schwächer wird, kann eine seltene Erkrankung dahinterstecken: die arrhythmogene (rechtsventrikuläre) Kardiomyopathie (ARVC/ACM). Bei dieser genetisch bedingten, eher seltenen Herzmuskelerkrankung verändert sich der Herzmuskel – oft in der rechten, aber auch der linken Herzkammer – schleichend. Dabei wird gesundes Muskelgewebe durch Fett- und Bindegewebe ersetzt, was das Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz deutlich erhöht. Besonders tragisch ist, dass ARVC/ACM häufig junge, sportlich aktive Menschen betrifft und zu den wichtigsten Ursachen für den plötzlichen Herztod im jungen Erwachsenenalter zählt. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Betreuung können Leben retten.

Freitag: Ärztesymposium des DZHI „Arrhythmogene Kardiomyopathien (ACM): Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven“ 

Wann sollte man bei der Differentialdiagnostik an eine ARVC/ACM denken? Welche innovativen Therapien kommen in Frage? Und warum macht eine molekulare Autopsie Sinn? Diese und weitere Fragen werden beim Ärztesymposium „Arrhythmogene Kardiomyopathien (ACM): Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven“ am Freitag, dem 6. März, von 14 bis 18 Uhr im Hörsaal des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI) auf dem Gelände des Uniklinikums Würzburg (UKW) beantwortet. „Wir werden viele interessante Themen besprechen, die auch für andere genetisch bedingte Kardiomyopathien und Herzrhythmusstörungen relevant sind. Neben der klinischen und genetischen Diagnostik sowie aktuellen Therapien stehen auch Aspekte wie Sport und psychokardiologische Aspekte auf der Agenda“, kündigt Prof. Dr. Brenda Gerull an. Die Kardiologin der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des UKW leitet das Department für Kardiovaskuläre Genetik am DZHI. Für das Symposium konnte sie zahlreiche hochkarätige Referentinnen und Referenten aus ganz Deutschland gewinnen und freut sich über einen regen Austausch, der am nächsten Tag um den Kreis der Patientinnen und Patienten erweitert wird. 

Samstag: Symposium der ARVC-Selbsthilfe e. V. für Betroffene, Angehörige und Interessierte 

Am 7. März findet im DZHI nämlich das erste Würzburger ARVC-Symposium des Vereins ARVC-Selbsthilfe e. V. statt. Die Organisation hat federführend die Vorstandsvorsitzende und Gründerin des Vereins, Dr. Ruth Biller, übernommen. „Als unsere älteste Tochter Judith 2011 aus vermeintlich völliger Gesundheit heraus am plötzlichen Herztod verstarb, wurde mein Leben, das ich bis dahin auf der Sonnenseite verbracht hatte, komplett auf den Kopf gestellt. Die Diagnose ARVC erhielt unsere Familie erst ein Jahr später nach einer in dieser Situation extrem belastenden Odyssee“, erzählt sie und fügt hinzu: „Heute trage ich auf vielfältigen Wegen mit der ARVC-Selbsthilfe dazu bei, die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern, ihnen ein ähnliches Familienschicksal zu ersparen und eine Zukunftsperspektive zu bieten.“ Dafür vernetzt sie sich national und international mit Expertinnen und Experten aus Klinik, Praxis und Forschung sowie mit anderen Patientenorganisationen.

Veranstaltung rund um den Tag der Seltenen Erkrankungen

Ruth Biller und Brenda Gerull, die im wissenschaftlichen Beirat der ARVC-Selbsthilfe aktiv ist, versprechen einen abwechslungsreichen Tag mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und erstmalig Workshops und Live-Q&A-Sessions für Betroffene und Angehörige. Durch den Tag führt die Moderatorin Ulrike Ostner vom Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, „Notizbuch/Gesundheitsgespräch“). Die Veranstaltung, die bewusst um den Tag der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar gelegt wurde, wird finanziell vom BKK-Dachverband und dem European Reference Network (ERN GUARD-Heart) unterstützt. 

Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenfrei. Für das Ärztesymposium, das mit vier Fortbildungspunkten zertifiziert wird, ist keine Anmeldung erforderlich. Für das ARVC-Symposium gibt es bereits weit über 100 Anmeldungen, sodass inzwischen eine Warteliste geführt wird. Interessierte können auf der Webseite arvc-selbsthilfe.org und unter der E-Mail-Adresse info@arvc-selbsthilfe.org weitere Informationen einholen.

Programm des Ärztesymposiums

Programm des ARVC-Symposiums

Die meisten Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats des Vereins ARVC-Selbsthilfe e.V. bereichern die Würzburger Symposien zu Arrhythmogenen Kardiomyopathien am 6./7. März 2026 mit ihrer Expertise. Der Sprecher des Beirats, Eric Schulze-Bahr vom Universitätsklinikum Münster (hintere Reihe, 2. v. r.) moderiert gemeinsam mit Brenda Gerull (vordere Reihe, links) das Ärztesymposium. Die Düsseldorfer Sportkardiologin Susanne Berrisch-Rahmel (vorne rechts) referiert zum Beispiel über den jungen athletischen Patienten, Grundlagenforscherin. Larissa Fabritz vom UKE (hinten links) spricht u. a. über medikamentöse Therapien. Hendrik Milting (vorne, Mitte) aus Bad Oeynhausen beleuchtet die genetische Diagnostik. Eimo Martens aus München (2. Reihe, links) stellt bei dem von Ruth Biller (2. v.r.) organisierten ARVC-Symposium ICDs vor, Matthias Paul aus Münster (2. Reihe, 2. v.l.) leitet einen Workshop zu ARVC-Basics. © Andreas Reiter

Neuer Hybrid-Operationssaal erfolgreich im Einsatz

Mehr Sicherheit, kürzere Wege und präzisere Eingriffe: Hybrid-OP des UKW vereint Bildgebung und operative Therapie

Der 66 Quadratmeter große Hybrid-OP wird von verschiedenen Klinikbereichen des UKW genutzt. © Kim Sammet / UKW
Der 66 Quadratmeter große Hybrid-OP wird von verschiedenen Klinikbereichen des UKW genutzt. Auf dem Bild: Dr. Khaled Hamouda, Prof. Stefan Frantz, Privatdozent Frank Schönleben, Kristin Uhl. © Kim Sammet / UKW
OP-Pflegekraft Ayse Ceylan steuert die neue Röntgenanlage im Hybrid-OP des UKW. © Kim Sammet / UKW
OP-Pflegekraft Ayse Ceylan steuert die neue Röntgenanlage im Hybrid-OP des UKW. © Kim Sammet / UKW

Würzburg. Am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) wird nun in einem neuen Hybrid-Operationssaal operiert. Der 66 Quadratmeter große Raum vereint modernste hochauflösende radiologische Bildgebung und voll ausgestattete operative Infrastruktur.

Ein konkretes Beispiel: Bei einem Aortenaneurysma, einer potenziell lebensbedrohlichen Erweiterung der Hauptschlagader, ist die exakte und zügige Platzierung eines Stents zur Stabilisierung der Arterie und Ausschaltung des Aneurysmas entscheidend für den Behandlungserfolg. Gefäßchirurginnen und -chirurgen implantieren diesen Stent im Hybrid-OP. Dank integrierter Echtzeit-Bildgebung lassen sich dessen Platzierung und der Blutfluss unmittelbar kontrollieren – ohne Umlagerung des Patienten und ohne Zeitverlust zwischen Diagnostik und Therapie.

„Mit unserem neuen Hybrid-OP setzen wir Maßstäbe in der intraoperativen Diagnostik und Behandlung. Er stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit und ermöglicht hochkomplexe Eingriffe auf universitärem Spitzenniveau“, sagt Prof. Dr. Tim J. von Oertzen, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKW.

Die parallele Durchführung von Diagnostik und Therapie hat spürbare Vorteile für Patientinnen und Patienten sowie für die Behandlungsteams, darunter kürzere Eingriffszeiten, maximale Präzision durch Echtzeit-Bildgebung, der größtmögliche Erhalt gesunden Gewebes und zusätzliche Sicherheit durch direkte intraoperative Kontrollmöglichkeiten. 

Umbau und Modernisierung in Eigenregie

Im April 2025 begann unter der Leitung des Geschäftsbereichs „Technik und Bau“ des UKW der Umbau des spezialisierten Operationsbereichs. Dabei wurde der Hybrid-OP in den zentralen OP-Bereich des Zentrums für Operative Medizin integriert. Zudem wurde auch ein großer Teil des Operationstrakts modernisiert und reorganisiert. Nach einer Bauzeit von neun Monaten ging der neue Hybrid-Operationssaal am 19. Januar 2026 erfolgreich in Betrieb.

Mit dem Umzug wurde die technische Ausstattung des Hybrid-OP‘s modernisiert und deutlich erweitert. Die Bildgebung erfolgt nun über einen flexibel steuerbaren, bodengebundene Roboterarm, während früher eine fest an der Decke montierte Anlage genutzt wurde. „Die neue Bauart ermöglicht eine optimale Flächennutzung, optisch ähnelt der Hybrid-OP einem konventionellen OP-Saal“, erläutert Dr. András K. Szabó, Leiter des OP-Managements am UKW. „Dadurch finden sich die unterschiedlichen chirurgischen Teams schnell zurecht und der Saal kann sehr flexibel für verschiedene Eingriffe genutzt werden.“ 

Flexible Nutzung für mehrere Fachdisziplinen 

Der Hybrid-OP wird für Eingriffe der Gefäßchirurgie sowie gemeinsame Eingriffe der Kardiologie und Herzchirurgie genutzt. Perspektivisch wird auch die Unfallchirurgie des UKW im Hybrid-OP operieren.

„Bei kathetergestützten Herzklappentherapien werden die Herzklappen in der Mehrzahl der Fälle über die Leistenarterie eingebracht. Wir haben also bei der Implantation keine direkte Sicht auf die zu ersetzende Klappe, sondern sind auf präzise Bildinformationen angewiesen. Gleichzeitig wird aber das komplette Arbeitsumfeld eines OP-Saals benötigt; in seltenen Fällen muss auch einmal auf einen offenen Eingriff gewechselt werden. Der Hybrid-OP ist also das ideale Arbeitsumfeld, um modernste Herzklappen exakt und sicher zu implantieren“, betont Prof. Dr. Stefan Frantz, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I.

„Mit dem neuen robotergestützten Angiografie-System im Hybrid-OP können wir unsere Patientinnen und Patienten noch gezielter und schonender behandeln. Insbesondere bei komplexen arteriellen Erkrankungen wie Aneurysmen unterstützt die Anlage wie ein Navigationssystem dabei, die notwendigen Prothesen punktgenau an den betroffenen Stellen einzusetzen. Die neu angeschaffte Röntgenanlage lässt sich sehr präzise steuern und liefert hervorragende Bilder. Diese exzellenten Rahmenbedingungen tragen wesentlich zu einer gesteigerten Patientensicherheit bei“, ergänzt Privatdozent Dr. Frank Schönleben, Leiter der Gefäßchirurgie in der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie des UKW.

Verbesserte Arbeitsbedingungen für OP-Pflegekräfte

In der OP-Schleuse wurde im Zuge der Umbauarbeiten ein deckenmontierter Patientenlifter installiert. Dieser erleichtert das Umlagern narkotisierter Patientinnen und Patienten zwischen Klinikbett und OP-Tisch. „Der Lifter ermöglicht den Pflegekräften rückenschonendes und sicheres Arbeiten und gewährleistet zugleich ein hohes Maß an Patientensicherheit“, erklärt Kristin Uhl, Gesamtleitung der OP-Pflege im Zentral-OP.

Weitere Informationen zum Zentral-OP und weiteren OP-Bereichen des UKW

Im Zentral-OP des Zentrums für Operative Medizin operieren fünf Kliniken des UKW in 18 Operationssälen:

  • die Klinik und Poliklinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie,
  • die Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Kinderchirurgie,
  • die Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie,
  • die Klinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie und
  • die Medizinische Klinik I.

Weitere OP-Bereiche des UKW befinden sich in der Kopfklinik (Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Neurochirurgie und Augenklinik), der Frauenklinik, der Dermatologie sowie in der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie.

Weitere Stimmen zum neuen Hybrid-OP 

  • „Wie der Name schon sagt, vereint der Hybrid-Saal die Vorteile einer chirurgischen Operation mit denen einer röntgengeführten Intervention. Dadurch können unsere Patientinnen und Patienten noch schonender und effizienter behandelt werden.“ – Dr. Khaled Hamouda, Stellvertretender Direktor der Klinik für Thorax-, Herz- und Thorakale Gefäßchirurgie
  • „Aus anästhesiologischer Sicht ist der Hybrid-OP ein zentraler Baustein moderner Hochleistungsmedizin. Die Kombination aus Raum, Technologie und interdisziplinärer Zusammenarbeit schafft die Grundlage für eine individualisierte, hochpräzise Patientenversorgung.“ - Privatdozent Dr. Maximilan Kippnich, Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie
  • „Da der OP-Betrieb uneingeschränkt weiterlaufen musste, wurden die Bauarbeiten für den neuen Hybrid-Operationssaal während des laufenden Betriebs realisiert. Das erforderte eine präzise Abstimmung aller Beteiligten sowie ein hohes Maß an Flexibilität. Zusätzlich zu den ausführenden Gewerken waren phasenweise mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden unserer Bauabteilung parallel im Projekt eingebunden.“ – Bertram Bräutigam, Leiter der Abteilung „Bau“ im Geschäftsbereich Technik und Bau
  • „Für die erfolgreiche Neugestaltung des Hybrid-OP‘s war vor allem das fachübergreifende Miteinander während der gesamten Projektdauer entscheidend. Nur durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorstand, Ärzteschaft, Pflege, Einkauf, Planern und Technikern konnte das Projekt im vorgesehenen Zeitplan umgesetzt werden.“ – Jörn Braungardt, Leiter des Geschäftsbereichs Technik und Bau
  • „Die minimalinvasive, Katheter-basierte Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Herzklappenerkrankungen gehört zu den großen medizinischen Erfolgsgeschichten der vergangenen Jahre. Gerade ältere, aber zunehmend auch jüngere Erkrankte profitieren maximal von einer stetig wachsenden Anzahl hocheffektiver, schonender Therapieverfahren. Der neue Hybrid-OP setzt hier neue Maßstäbe, um in diesem wichtigen Behandlungsfeld auch für die Zukunft die bestmögliche Therapie für unsere Patientinnen und Patienten am UKW zu ermöglichen.“ – Privatdozent Dr. Peter Nordbeck, Leiter der Kardiologie und des Herzkatheterlabors in der Medizinischen Klinik I

 

Text: Annika Wolf / UKW

Made in Würzburg: Neue Radiotracer für Nebennierenbildgebung

TRACER FÜR PRIMÄREN HYPERALDOSTERONISMUS, UM MIT EINFACHER BILDGEBUNG URSACHE FÜR BLUTHOCHDRUCK ZU LOKALISIEREN

Während die ersten Tracer-Entwicklungen der Arbeitsgruppe um die Endokrinologin Prof. Stefanie Hahner und den Radiochemiker Priv.-Doz. Andreas Schirbel vom Uniklinikum Würzburg vor allem auf die generelle Charakterisierung von Nebennierengewebe sowie auf die Diagnostik und Therapie des seltenen Nebennierenkarzinoms zielten, rückt nun ein breiteres klinisches Feld in den Fokus: der Primäre Hyperaldosteronismus, die häufigste Ursache für sekundären Bluthochdruck. Der mittlerweile vierte von Hahner und Schirbel entwickelte Tracer für die Nebennierenbildgebung soll die Diagnostik des Primären Hyperaldosteronismus verbessern und wurde kürzlich erfolgreich in die klinische Anwendung überführt und zur Patentanmeldung eingereicht.

 

Das Team aus Endokrinologie und Nuklearmedizin steht in weißer Arbeitskluft nebeneinander im Flur des Zentrums für Innere Medizin hinter einem Treppengeländer, vor einer Wanddekoration der NUK
Das „Bench-to-Bedside“-Team aus Endokrinologie und Nuklearmedizin des UKW, v.l.n.r.: Simone Seifert (Leitende Medizinische Technologin für Radiologie, Nuklearmedizin), PD Dr. med. Philipp Hartrampf (Nuklearmedizin), Prof. Dr. rer. nat. Johannes Tran-Gia (Medizin-Physik, Nuklearmedizin), Katja Marienfeld (Chemisch Technische Laborassistentin, Endokrinologie), Dr. rer. nat. Britta Heinze (Biochemikerin, Endokrinologie), Prof. Dr. med. Stefanie Hahner (Endokrinologie), PD Dr. rer. nat. Andreas Schirbel (Radiochemie, Nuklearmedizin) © Kirstin Linkamp / UKW

Durch seine globale und fächerübergreifende Forschung und die innovativen Verfahren in Diagnostik und Therapie von Nebennierenerkrankungen gilt das Uniklinikum Würzburg (UKW) als internationales Referenzzentrum und ist eine wichtige Anlaufstelle sowie Orientierungshilfe für Betroffene mit komplexen Erkrankungen der Nebenniere. Aktuell erregt die Behandlung eines prominenten Falls Aufmerksamkeit. Die 15-jährige Tochter eines ehemaligen Fußball-Bundesliga-Profis leidet an einem fortgeschrittenen, metastasierten Nebennierenkarzinom. Nachdem etablierte medikamentöse Behandlungsansätze erfolglos geblieben waren, wird die Erkrankung nun am UKW im Rahmen eines individuellen Therapiekonzeptes mit der dort entwickelten IMAZA-Therapie behandelt. Die neuartigen Radiopharmaka Iod-123-IMAZA und Iod-131-IMAZA binden spezifisch an Enzyme der Nebennierenrinde und ermöglichen so eine präzisere Bildgebung sowie eine direkt auf den Tumor gerichtete Strahlentherapie (Theranostik).

Lückenlose Kette von der Entwicklung neuer Tracer im Labor bis zur klinischen Anwendung

Die Endokrinologie und die Nuklearmedizin am UKW arbeiten bereits seit über zwei Jahrzehnten intensiv zusammen. In dieser Zeit haben sie eine lückenlose Kette von der Entwicklung neuer Tracer im Labor bis zur klinischen Anwendung dieser mit Radionukliden markierten Substanzen etabliert. „Unsere Stärke liegt in der engen und fächerübergreifenden Verbindung von Grundlagenforschung und Patientenversorgung“, betont Prof. Stefanie Hahner, stellvertretende Leiterin der Endokrinologie in der Medizinischen Klinik I. „Zudem erfordert die medizinische Translation Ausdauer“, fügt PD Andreas Schirbel aus der Klinik für Nuklearmedizin hinzu. „Und diese Ausdauer zahlt sich gerade aus.“ Die Arbeitsgruppe der Endokrinologin und des Radiochemikers verzeichnet derzeit wesentliche Fortschritte in der Diagnostik von Nebennierenerkrankungen. Von diesen Fortschritten könnte bald eine größere Zahl an Patientinnen und Patienten profitieren.

FAMIAN-Studie belegt Präzision von Iod-123 Iodmetomidat zur nicht-invasiven Charakterisierung von Nebennierengewebe

Während Adrenokortikale Karzinome (ACC), wie sie im aktuell prominenten Fall diagnostiziert wurden, sehr selten, aber oft extrem aggressiv sind und eine hochspezialisierte Behandlung erfordern, sind Adrenokortikale Adenome (ACA) häufige, gutartige Tumore, die meist keine Operation verlangen. Allerdings sind nicht-invasive Methoden zur Charakterisierung dieser Tumore begrenzt. Deshalb entwickelte die Arbeitsgruppe von Hahner und Schirbel den Tracer Iod-123-Iodmetomidat (IMTO). Die Präzision dieses Tracers wurde in der multizentrischen, von den Forschenden initiierten FAMIAN-Studie belegt. In der kombinierten FDG/IMTO-Bildgebung konnten gutartige Tumore mit sehr hoher Sicherheit identifiziert und somit unnötige Operationen vermieden werden. Die Ergebnisse der von der EU und der DFG geförderten Studie wurden in „eBioMedicine” publiziert (https://doi.org/10.1016/j.ebiom.2025.105735). 

Vierter Würzburger Tracer erfolgreich in klinische Anwendung zur Diagnostik des Primären Hyperaldosteronismus überführt

Kürzlich feierte das Team die vierte sogenannte „Bench-to-Bedside“-Translation (von der Laborbank zum Patientenbett) mit der ersten Anwendung des neuen Radiotracers am Menschen. Dieser wurde spezifisch für die Diagnostik des Primären Hyperaldosteronismus entwickelt. Die Erkrankung wird durch eine Überproduktion des Hormons Aldosteron in der Nebenniere verursacht und gilt als häufigste Ursache für sekundären Bluthochdruck. Etwa fünf bis zehn Prozent aller Bluthochdruckpatienten sind von Primärem Hyperaldosteronismus betroffen. Die entscheidende Frage für die Therapie – ob eine Operation oder eine medikamentöse Behandlung zielführender ist – erfordert bisher meist einen invasiven Nebennierenvenenkatheter. Dieses Verfahren ist technisch anspruchsvoll, nur an wenigen Zentren gut etabliert und für die Patientinnen und Patienten belastend. 

Der neue Würzburger Diagnostik-Tracer reichert sich dagegen hochspezifisch in dem Gewebe an, das Aldosteron produziert. „In Würzburg verfügen wir mit der interventionellen Radiologie über herausragende Expertise im technisch anspruchsvollen Nebennierenvenenkatheter“, so Stefanie Hahner: „Unser neues Verfahren könnte aber in Zukunft eine deutlich einfachere und flächendeckend verfügbare Alternative bieten: Die Ursache des Bluthochdrucks ließe sich dann ohne Eingriff und unabhängig von der Erfahrung der Untersuchenden mithilfe einer Bildgebung lokalisieren“, ergänzt Andreas Schirbel. 

Die ersten „First-in-Human“-Daten bestätigen das Potenzial des neuen Tracers. Um die künftige Anwendung abzusichern, wurde kurz vor Weihnachten die Patentanmeldung eingereicht. „Während unsere vorherigen Tracer für einige Patientinnen und Patienten bereits sehr nützlich waren und überwiegend Nischenindikationen wie das seltene Nebennierenkarzinom adressieren, hat unser neuester Tracer das Potenzial, mehr als nur ein ‚Würzburger Hobby‘ zu bleiben. Wenn alles gut läuft, kann er breiter angewendet und auch kommerzialisiert werden“, freut sich Stefanie Hahner. 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Fundament

Prof. Dr. Matthias Frosch, Dekan der Medizinischen Fakultät: „Der Erfolg der Würzburger Radiotracer ist das Ergebnis einer engen, interdisziplinären Zusammenarbeit. Von der klinischen Fragestellung über die chemische Entwicklung bis hin zur Anwendung am Patientenbett arbeiten experimentelle und klinische Endokrinologie, Nuklearmedizin, Radiochemie und Medizin-Physik Hand in Hand. Erst durch dieses Zusammenspiel entsteht die Präzisionsmedizin, die innovative Ansätze nachhaltig in die Patientenversorgung überführt und Würzburg als verlässliche Anlaufstelle und Kompetenzzentrum für Menschen mit komplexen Nebennierenerkrankungen stärkt.“

Publikationen:

Hahner S, Hartrampf P, Beuschlein F, Miederer M, Miehle K, Schlötelburg W, Fuß CT, Pfluger T, Fottner C, Tönjes A, Herrmann K, Amthauer H, Reincke M, Schreckenberger M, Sabri O, Werner J, Reuter M, Kircher S, Arlt W, Fassnacht M, Buck AK, Müller HH, Schirbel A; FAMIAN investigators. Combined[18F]Fluorodeoxyglucose PET and [123I]Iodometomidate-SPECT for diagnostic evaluation of indeterminate adrenal neoplasias-the cross-sectional diagnostic test accuracy study FAMIAN. EBioMedicine. 2025 Jun;116:105735. doi: 10.1016/j.ebiom.2025.105735. PMID: 40398350; PMCID: PMC12148602.

Hahner S, Hartrampf PE, Mihatsch PW, Nauerz M, Heinze B, Hänscheid H, Teresa Fuß C, Werner RA, Pamporaki C, Kroiss M, Fassnacht M, Buck AK, Schirbel A. Targeting 11-Beta Hydroxylase With [131I]IMAZA: A Novel Approach for the Treatment of Advanced Adrenocortical Carcinoma. J Clin Endocrinol Metab. 2022 Mar 24;107(4):e1348-e1355. doi: 10.1210/clinem/dgab895https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34904171/. PMID: 34904171.

Heinze B, Schirbel A, Nannen L, Michelmann D, Hartrampf PE, Bluemel C, Schneider M, Herrmann K, Haenscheid H, Fassnacht M, Buck AK, Hahner S. Novel CYP11B-ligand [<sup>123/131</sup>I]IMAZA as promising theranostic tool for adrenocortical tumors: comprehensive preclinical characterization and first clinical experience. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2021 Dec;49(1):301-310. doi: 10.1007/s00259-021-05477-y. Epub 2021 Jul 3. PMID: 34215922; PMCID: PMC8712301.

Text: KL/Wissenschaftskommunikation

Das Team aus Endokrinologie und Nuklearmedizin steht in weißer Arbeitskluft nebeneinander im Flur des Zentrums für Innere Medizin hinter einem Treppengeländer, vor einer Wanddekoration der NUK
Das „Bench-to-Bedside“-Team aus Endokrinologie und Nuklearmedizin des UKW, v.l.n.r.: Simone Seifert (Leitende Medizinische Technologin für Radiologie, Nuklearmedizin), PD Dr. med. Philipp Hartrampf (Nuklearmedizin), Prof. Dr. rer. nat. Johannes Tran-Gia (Medizin-Physik, Nuklearmedizin), Katja Marienfeld (Chemisch Technische Laborassistentin, Endokrinologie), Dr. rer. nat. Britta Heinze (Biochemikerin, Endokrinologie), Prof. Dr. med. Stefanie Hahner (Endokrinologie), PD Dr. rer. nat. Andreas Schirbel (Radiochemie, Nuklearmedizin) © Kirstin Linkamp / UKW

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