Todesrezeptoren

Die zur TNFRSF gehörenden Todesrezeptoren CD95, TRAILR1 und TRAILR2 wurden bisher vor allem hinsichtlich der Induktion des programmierten Zelltods untersucht, die initial auf der Aktivierung der Todesrezeptor-assoziierten Protease Caspase-8 beruht. In den vergangenen Jahren zeigte sich jedoch, dass diese Rezeptoren sowohl eine alternative Form des Zelltods, die sogenannte Nekroptose, als auch entzündliche Signalwege aktivieren können.

Letzteres ist insbesondere in Zellen zu beobachten, die gegenüber der durch Todesrezeptoren induzierten Apoptose und Nekroptose resistent sind. Entzündungsprozesse können der Metastasierung und Angiogenese von Tumoren förderlich sein. Entsprechend konnten die Forscherinnen und Forscher des Arbeitskreises Todesrezeptoren in vitro und in vivo zeigen, dass die genannten Todesrezeptoren in apoptoseresistenten Tumorzellen pro-tumoral wirken können. Vor diesem Hintergrund wird nun erforscht, unter welchen Begleitumständen und mit Hilfe welcher molekularen Wirkmechanismen die Stimulation von Todesrezeptoren in Tumorzellen die Aggressivität und Metastasierung von Tumoren erhöht.
In Zellen, die durch Mechanismen vor der Induktion von Apoptose geschützt sind, die „downstream“ der Caspase-8-Aktivierung wirken, konnten wir eine Reihe von Substraten identifizieren, die unter diesen nicht-apoptotischen Bedingungen durch Caspase-8 prozessiert werden. Ein zentrales Anliegen der Gruppe ist es daher nun, die Bedeutung der Prozessierung dieser Proteine für die Stimulation pro-tumoraler Aktivitäten durch Todesrezeptoren zu klären.

 

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